Elettrorama Sound-Lab Mk II Mini-Synthesizer mit Bananenbuchsen

MFOS Sound-Lab Mk IIMFOS Sound-Lab Mk II

Das Sound-Lab ist eine Entwicklung von MFOS (Music from Outer Space) und erlaubt es, diese nachzubauen. Es gibt deshalb eine neue Version „Mark 2“ via Elettrorama.

Der Synthesizer besteht aus zwei VCOs, welche auch über Pulsbreitensteuerung verfügt und zusätzlich über Sync-Eingänge jeweils. Diese laufen in einen Mixer, wo ein Rauschgenerator weisses Rauschen hinzugeben kann. Dem folgt ein Filter vom Typ „State Variable“ – es gibt dort eine Bandpass– sowie eine Tiefpass-Filter-Option. Beliefert wird das Filter durch einen LFO mit zwei Geschwindigkeitsbereichen. Als Hüllkurven dienen zwei AD-Varianten mit Wiederholfunktion. Dadurch lassen sie sich auch als LFO verwenden. Dazu gibt es noch eine Sample & Hold Sektion, die frei mit dem Rauschen, den Oszillatoren oder auch dem LFO oder den geloopten AD-Hüllkurven als Quelle arbeiten kann.

MFOS wurde durch Ray Wilson gegründet und ist bereits verstorben. Es ist nicht sicher, ob dieser Synthesizer in seinem Sinne war, jedoch dürfte es für viele die nicht löten wollen auch die einzige Möglichkeit sein, Besitzer und Nutzer zu werden.

Weitere Information

Für 600€ kann man über Reverb Besitzer eines Sound-Lab werden. Über Music from Outer Space kann man sich hier informieren. Elettrorama findet man via Facebook, wo das Sound-Lab Mk2 mit 650€ angegeben wird.

Video

Dies ist nicht die Version von Elettrorama – sie kann aber dazu dienen, den Sound einzuschätzen.

Hüllen, Cover und Cases für die kleinen Behringer Synthesizer (Crave, Pro One …)

Behringer CoverBehringer Cover

Irgendwann kommen die Synthesizer auch mal in Ruhe und stauben ein. Wäre es nicht gut, wenn es dafür Abdeckhauben und Softcases gäbe?

Für kleine und große Synthesizer gibt es gleichermaßen die Sorge, dass sie nicht immer so schön aussehen. Wenn man sie ein bisschen aufräumt kommt der Wunsch nach einem Case recht schnell auf. Für besondere Formen gibt es nur meist keine und vielleicht ist es auch so, dass den typischen Käufern von sehr sehr günstigen Synthesizern vielleicht 39€ für „Decksaver“ zu viel sind.

Deshalb sind die Covers aus Nylon-Stoff und kosten wenig. die Hausmarke von Thomann bietet schon immer Cases und Covers an und hat erstaunlich früh sehr günstige Hauben bereit gestellt. Sie kosten 12,90-15,90€. Für die meisten sind die sehr schweren Cases mit Metallbeschlag nicht geeignet und euch viel viel teurer.

Weitere Information

Aktuell gibt es für die neueren Behringer Desktop-Synthesizer entsprechende Softcases. Für den Pro One kostet es 15,90€. Für den Crave kostet es 12,90€.

Korg Minilogue im Siebziger-Sci-Fi Stil – Love Hultén Carrier 37

Love Hultén Carrier 37Love Hultén Carrier 37

Ein bisschen Commodore SX64, dem damaligen mobilen „Laptop“ des bekannten C64 und ein bisschen italienische und britische Science-Fiction der Siebziger Jahre und ein Korg Minilogue verwandelt sich in den Carrier 37!

Ja, wir hatten schon von Love Hultén berichtet. Dabei geht es immer um Design und  Optik. In diesem Falle wurde der Minilogue von Korg so umgebaut, dass er in eine Art Kommandoeinheit passt, zu der es auch einen Tastaturdeckel gibt. Der einzige Unterschied zu den Siebzigern ist natürlich jener, dass es sich nicht um Kunststoff handelt sondern um Holz.

Funktional ist alles bisher gleich geblieben, man kann das Gerät auch weiter updaten, wie kürzlich auch geschehen auf Version 2.0. Getauscht wurde aber alles sonst – eine neue Frontplatte mit holz-goldenem Design und orangen Knöpfen erinnert ein bisschen an UFO oder Space 1999 (auch bekannt als Mondbasis Alpha Eins) und ähnliche Serien oder Space Maidens. Rote dicke Glühlampen und eckiges Design zieren den Synths – sicher gab es aber auch viele viele runde Designs in jener Zeit. Dennoch kann man erkennen, was das Ziel war.

Weitere Information

Es gibt keine Information über Preise oder ob es das Gerät so auch für Menschen von 2019 zu kaufen gibt. Dazu dürfte es eher einen ideellen Preis bekommen, sollte man ihn je in einer Preisliste oder Angebot finden können oder sogar in einem Easy-Shop, welche gern von kleinen UK-Firmen verwendet wird um kleinere Zielgruppen anzusprechen. Es gibt aber weitere Designs in diesem Stil – auch von Konsolen und Game-Maschinchen auf der Love Hultén Website. Lustig ist da auch das übergroße Lego-Post-gelbe-Telefon für uns alternde Deutsche. Jedenfalls findet man ein Wand-Pong im Retrolook für gute $3.8k dort, nur um eine grobe Richtung vorzugeben. Das ist wie Handwerker in Deutschland – das wird nich‘ billich! Trotzdem cool.

Video

 

Ericas neuer Black Sequencer mit Hüllkurven und MIDI

Erica Black SequencerErica Black Sequencer

Ein neuer Sequencer für Melodien im Eurorack Format heißt einfach „Black Sequencer“. Er bietet MIDI und CV Anschlüsse und ist eine Ergänzung zum großen Drum (Trigger-)Sequencer.

Direkt mit 16 Knöpfen in quadratischer Anordnung lassen sich 16 Werte direkt einstellen. Er beherrscht Ratcheting (Roll) und somit sehr sehr schnelle Trigger innerhalb eines Events. Man tippt vermutlich CV, Gate, Ratchet’n’Roll etc. an und kann direkt über die Encoder die Sequenz jeweils 16er-Weise einstellen. Es gibt 4 CV  Ausgänge, Gate und diverse Steuereingänge und auch eine Hüllkurvendarstellung, die vermuten lässt, dass ein Step auch einen per Software generierten Hüllkurven-Ramp aufgeben kann. Ob dies pro Trigger oder extra als einer der CVs sein kann ist noch nicht direkt zu sehen.

Sicher isst aber, dass dieser Sequencer vermutlich noch etwas mehr kann als klassische Konzepte und vielleicht haben sie auch Elemente von Make Noise Rene.

Ob auch mehr als 16 Steps über Bank-Schalter oder Pattern Taster möglich sind, ist nicht eindeutig zu erkennen. Beim Drumsequencer war das der Fall, deshalb ist gut möglich, dass es sich auch hier um mehr als einen Takt handeln könnte.

Weitere Information

Aktuell ist noch nicht viel mehr zu erfahren, Preise, Verfügbarkeit und mehr wird man auf https://www.ericasynths.lv

Video

Kleiner vielseitiger Synthesizer namens Grendel Grenadier RA-99

Grendel Grenadier RA99Grendel Grenadier RA99

Wieso er unbedingt Grenadier geworden ist, weiss man nicht. Aber vielleicht macht er ja einen Bombensound?

Erst einmal – er ist klein, aber er tut ungewöhnliche Dinge. Das Filter ist ein dreifaches resonantes Bandpassfilter, was man so eigentlich eher von einem Exoten wie dem Syrinx kennt.

Es gab bisher eine weisse nicht mehr erhältliche Version, die 2015 auf den Markt kam mit dem Namen RA-9. Der Neue hat eine 9 und auch mehr Knöpfe und der Sequencer ist offenbar verschwunden, dafür gibt es ein größeres Patchfeld. Somit ist die Synthese aufwendiger und der Sequencer vielleicht heute extern besser aufgehoben.

20 Patchpunkte und 14 Parameter steuern. Auffällig ist die Bezeichnung der Parameter: Alpha, Beta und Timbre, was für ein wenig FM oder Westküsten-Denkweise vermuten lässt. Dazu gibt es noch „P-Noise“, also auch hier ein bisschen geheimnisvollere Audiowelt. Es befinden sich offensichtlich 2 Modulationquellen an Bord mit verschiedenem Shaping zwischen zwei Wellenformen. Neben den natürlich  oft nach Spacing und Human-Voice-Sounds lassen sich auch klassische Acid-Sounds  herstellen. Letztlich ist die Bedienung einfach, denn mit Timbre stellt man den Sound ein und mit Filter den Klang.

Mit seinem VCO, den beiden LFOs als Quellen und dem Dreifachfilter sowie der Xmod-Möglichkeit kann er doch erstaunlich viel. Den Sequencer dazu in einem ähnlichen Format gibt es unter dem Namen 2TAC Sequencer.

Weitere Information

Mehr dazu gibt es bei Rarewaves zu lesen und sehen – dh. bisher noch nicht – man findet weder Preis noch viel mehr, sondern nur die Videos – deshalb müssen wir noch ein wenig warten, bis der Preis fest steht. Er ist aktuell in Produktion und deshalb noch nicht zu kaufen, aber bald wird der Texanische Synthesizer wohl auch hierzulande erhältlich sein. Bei Schneiders findet man auch eine Beschreibung des einfacheren Vorgängers RA-9.

Video

2TAC Sequencer

Addac Drums im Modul für sehr wenig Geld: T-Networks

ADDAC 104 T-NetworkADDAC 104 T-Network

Es klingt eher nach irgendwas mit Radio oder Netzwerk, es ist aber ein Drum-Synthesizer – Der T-Networks Drumssynth ist aber eher ein Exot.

Vier Trigger-Eingänge und ebenso viele CV-Eingänge bietet, sie steuern die vier Tonhöhen der einzelnen Schlaginstrumente. Die Frequenzen lassen sich auch manuell einstellen und ebenso deren Lautstärken. Außerdem ist auch die Gesamtlautstärke steuerbar.

Damit ist alles sehr simpel gehalten und soll an eine alte Drummachine erinnern. Überraschend, dass mir dieser Namen noch nie aufgefallen war. Die Sounds sind klar analog und „vintage“.

Anders ist die Ansteuerung der Tonhöhe, da hier Attenuverter verwendet werden, die einen Offset und auch negative Werte einnehmen kann. In ihrem Nutzen ist interessant, dass es sehr kurze und sehr snappy Sounds machbar sind. Noch ungewöhnlicher sind die Frequenz-Bereichs-Schalter, der einfach nur den Bereich vorauswählt wie weit reichend die CV-Eingänge sind. Es gibt drei Frequenzbereiche.

Weitere Information

ADDACs Seite weist das T-Networks Modul für günstige 160€ aus. Es gibt farbige alternative Frontplatten für einen Aufpreis. Die normale Darreichungsform ist in silberner Farbe ausgeführt.

Video

Spiral-Hall und Hallspiral-Austauschbarkeit von Erica

Erica Black Spring ReverbErica Black Spring Reverb

Federhall klingt noch immer interessant und ist per Funktionsprinzip auch immer elektroakustisch. Ein Modul dafür kann und ist eigentlich ein Verstärker mit Feedbackeinstellungen.

Ericas Halltank wird nicht in das Modul selbst eingebaut, weil dieser viel zu groß wäre. So kann man sich frei aussuchen, wo er sich befinden soll. Viele nutzen die Spirale selbst oder ein Gehäuse und stoßen es an, um schönen Krach und Donnerwetter zu erzeugen. Das ist auch hier möglich.

Feedbackstärke, Send und Return sind per CV steuerbar und damit hat man das Maximum angesetzt, was man hier machen kann, um einen Halltank in ein Modulsystem zu einzubinden.

Generell haben elektroakustische Ideen in der letzten Zeit wieder mehr Aufmerksamkeit und profitieren von guten rauscharmen Verstärkern. Hier hat offenbar die Microphonic Soundbox und andere Angebote einen kleinen Trend gesetzt, man sieht auch mehr Acts die mit Kontaktmikrofonen arbeiten. So ein Spiralhall ist eigentlich ein ähnliches Instrument.

Weitere Information

Erica Synths Website verrät den Preis, wie immer ohne MwSt. 270€.

Video

Chameleon Modular Synthesizer – ein digitales Modulkonzept mit CV

Chameleon Modular SynthesizerChameleon Modular Synthesizer

Chameleon Modular Synthesizer ist ein neues System aus eigentlich beliebig vielen Modulen die universell viele Module per Software ausführen, aktuell gibt es davon vier Stück.

Dieses „Vierer-System“ besteht aus eigentlich sonst identischen Einheiten mit 4 großen Potis und einer Art einheitlichen Bedienung, dort kann man innerhalb der Module die Funktion wählen und so ist das System sehr sehr offen und flexibel. Die Module haben Namen wie: Slot 1: NAMIBIA Slot 2: NAMAQUA Slot 3: TIGRIS Slot 4: JACKSON – und sind hier in der Demo so verteilt wie hier angezeigt.

Unterhalb befinden sich Steuerbuchsen für Eingang und Ausgang ins und vom System. Es gibt MIDI und alle klassischen Baugruppen wie 4 DCOs mit Panning, FM und Pulsbreitenmodulation und auch mit Rauschen (Rosa/Weiss).
Dazu gibt es ein DCA, zwei ADSR-Hüllkurven, zwei LFOs inkl S&H Zufallswellenform und weiterhin gibt es noch die Module PANTHER Digital Synthesizer Module, dann  NAMAQUA 4 Oscillator Module sowie den TIGRIS Stereo Filter Level Shaper.

Das System wird also aktuell erweitert und flexibler gemacht und es scheint mit Panther auch ein Modul zu geben, was komplett bereits ein vollständiger Synthesizer ist. Der M4 Cortex mit 180 MHz ist heute üblich in der neueren Welt der Hardware und sicher nicht so leistungsfähig wie ein heutiges Smartphone, sondern eher dem was man sonst so in diesem Sektor nutzt. Damit lässt sich schon sehr viel machen.

 Weitere Information

Aktuell gibt es scheinbar noch keine Website, Johan Bilén hat aktuell einen YouTube Kanal, auf dem das System gezeigt wird. Preise und Verfügbarkeit sind noch nicht ganz klar bekannt.

Video

Eine Lego-Version mit einem dieser Chameleon Module mit anderer Form, um zu zeigen, dass es nicht genau so auszusehen hat:

Variable Oscillations Snid – mit Patchfeld schräge Sounds erzeugen

Variable Oscillations SnidVariable Oscillations Snid

Mit wenigen Knöpfen und wenig Platz viel Spaß haben und dazu noch ein kleines Patchfeld nutzen, wo man ein bisschen kreativ Kabel stecken kann – das ist Snid!

Bei Matrixsynth fand ich einen kleinen lustigen Synthesizer, der 8 große Potis, ein kleines mit Beleuchtung im Volca-Stil und zwei Schalter besitzt. Diese beiden Schalter beziehen sich offensichtlich auf die ersten beiden Knöpfe und dazu noch einen weiteren unterhalb. Das lässt vermuten, dass hier Frequenzen eingestellt werden können und vielleicht auch eine Frequenzmodulation. Und das bedeutet, dass auch sehr radikale Sounds möglich sind, ohne besonders aufwendige Schaltungen.

Fakt ist aber, dass man die Komponenten im Stile der Anyware-artigen Mini-Käbelchen selbst herstellen kann. Es gibt aktuell 7 Stück. Das sind nicht viele, jedoch ist es auch ein spezielles lustiges Teil.

Weitere Informationen

Leider gibt es faktisch keine zusätzlichen Daten, jedoch möchte man wohl bei Etsy einen kleinen Shop aufmachen und das Gerät für gut $300 anbieten. Die Kontakt-E-Mail dazu lautet variable.oscillations@gmail.com, wo man auch gern bestellen kann, da alles nicht im großen Stil gedacht und gemeint ist.

Video

Kontaktlos spielen wie ein Theremin mit Synthesizer: Theresyn

TheresynTheresyn

Das Theremin ist schon sehr bekannt, sogar Leute die nicht viel mit Synths zu tun haben kennen es. Der Klang eines Theremins und dessen Klangerzeugung ist allerdings eher eine Vorstufe und kein Synthesizer, deshalb gibt es Theresyn.

Bisher gab es immer nur „Singende Säge“ ohne viel Synthese. Das Faszinierende daran war und ist die kontaktlose Spielart und die nahtlose unquantisierte Spielform. Aber der Sound? Den kann man doch erweitern.

Das ist sicher mit Moogs Theremini auch schon passiert. Aber wieso nicht auch analog? Genau das ist, was den Theresyn auszeichnet. Er wurde so auf der Soundmit gezeigt und hat noch kein genaues Lieferdatum und Preis.

Es gibt eine Hüllkurve, ein Filter und natürlich einen Oszillator (natürlich nicht nur mit Sägezahn). Theoretisch wäre es auch möglich, komplexere Klangsynthese unterzubringen. Die Hüllkurve zu triggern ist eine besondere und andere Erfahrung. Aber schon Barbara Buchholz (†) hat bereits ein MIDI Theremin gespielt und Samples damit angesteuert (Loops und mehr). Sie hat bereits die Art wie man es spielen kann vorgelegt. Es sollte also auch hier möglich sind. Man braucht etwas Virtuosität.

Weitere Information

Bei Theresyn gibt es mehr über diese fast klassische Form des Theremins mit Synthesizer.

Video

Audio