Behringers CR-78-Pläne und was mit der RD-9 geschieht

Behringer CR-78 + RD-9Behringer CR-78 + RD-9

Behringer lässt auf die TR-909-Kopie warten, genauer ist es ja sogar eine Erweiterung und dazu planen sie eine CR-78. Allerdings sollen „wir“ mitmachen beim Thema „wie soll sie eigentlich aussehen“?

Zunächst einmal die CR-78, die bei Behringer vielleicht eher RD-78 heißen könnte: sie soll definitiv kommen und ist auch ein Klassiker (John Foxx, Phil Collins, Gary Numan…), jedoch ist ihre Form heute etwas weniger sinnvoll und ihre Oberfläche eigentlich für Preset-Rhythmen ausgelegt. Ein (heute sehr seltener) Programmer war dazu noch da, um eigene Rhythmen zu bauen – jedoch würde das heute wohl nicht allen gefallen, deshalb soll sie eher die Abspielmechanik der RD’s bekommen. Behringer schlägt vor, sie in ein 606-Case zu packen und die entsprechenden Elemente oben anzuordnen. Wie willst du sie haben?

Sie könnte auch im Gehäuse der RD-8 sein – also das der TR808? Dann wäre das Case aber auch größer. Das jedoch die Lauflicht-Engine der TR-606 oder die der R-8 genutzt wird, ist offensichtlich und besser als die Preset-Engine mit dem Programmer 1:1 zu übernehmen, oder siehst du das anders?Die RD-8 hat Roll-Funktionen und mehr Performance-Möglichkeit und die CR-78 ist bekannt für die Fill-ins, die sollte man auch eher im 808-Stil fahren und auch so selbst bauen können, nicht wahr…? Male deine CR und schick sie an Behringer ist die Message von Uli Behringer. Man muss aber auch eins sagen – Diese Mitmach-Angebote seitens Behringer sind ein positives Angebot. Woanders kann man das nicht. So offen und so früh anzusagen, was man tut und zu fragen ist durchaus ein netter Service. Die böseren Zungen würden vermutlich sagen, dass jetzt auch noch die Leute ihnen das abnehmen sollen und sie könnten ja Marktforschung betreiben. Aber faktisch sammeln sie so die beste Idee ein. Das ist nicht all zu häufig.

 

Zur RD-9 sagt Behringer, dass sie jetzt wieder den Fokus auf sie legen und sie wird nicht einfach so „rausgehauen“, sondern noch einmal überdacht und überarbeitet. Die Firmware sei dieselbe wie die für die RD-8, was auch nachvollziehbar ist. Ebenso gibt es sogar mehrere solcher „Firmwares“ und nun muss man sich entscheiden bzw. einen Weg einschlagen. Ein Datum wäre aber nicht zu nennen, deshalb kommt sie nicht „bald“ sondern wenn das abgeschlossen sei. Im Betrieb gesehen hat man sie allerdings durchaus.

Video

CR-78 Original

RD9 – Prototyp

Erd Module vom Dark Interpreter – Düstere Visionen und 8-Bit Sprachgeneratoren im Eurorack

Dark Interpreter Erd ModuleDark Interpreter Erd Module

Eine ganze Serie von Erd-Modulen und auch einem Erd-Möbel-förmigen Modul mit kreativer Bildgestaltung führt auch zu ungewöhnlichen Ideen. Das WGT kann kommen!
Diese Modulserie ist anders. Das gilt für die Optik und Ausführung aber auch deren Funktion. Es handelt sich um eine Serie, einige sind limitiert auf einige wenige, andere nicht. Erd steht für Earth Return Disorder, nicht für „Die Erde“ und werden von Martin Howse gebaut.

Zwischen Erd-Möbel und ERDmodule

Breath ist ein Modul, mit dem man Beschwörungen und Opfergaben betreiben kann und dennoch hat es tatsächlich eine Funktion. Dort gibt es einen heißen Draht. Ein anderes sammelt Licht und erzeugt abhängig davon Sounds. Die Idee ist, dass Dämpfe und Laserlicht eine Art von Modulation aufbauen, die auch organisch ist. Das klingt dann folgendermaßen:

Mit Worm, einem weiteren Modul, kann man Stimmen und LoFi Effekte durch und mit diesen Stimmen herstellen. Sie klingen wie frühe Games und Hardware wie Speak & Spell (Hallo Achtziger) Geworben wird allerdings mit Texas Instruments TI99 4A und Atari. Es gibt insgesamt 64 Algorithmen für die Sprachfetzen-Orgie. Hier eine entsprechende Demo dazu:

Vampir-Editionen und ähnliches von weiteren Modulen gibt es ebenfalls. Die Ansätze für die Module sind genau so ungewöhnlich wie die Ergebnisse. Es lohnt sich daher, sich weiter zu informieren:

 

Weitere Information

Die Module kann man über 1010 (UK) bestellen. Es gibt dazu Leselisten, Anleitungen und andere Informationen und natürlich Audiodemos. Sie liegen alle preislich unterhalb von 200€. Auch die streng limitierten oder extravagant designten (was eigentlich für alle gilt).

Best of NAMM 2020 – Synth Stuff & Module

NAMM 2020 Best of Synth Stuff + ModuleNAMM 2020 Best of Synth Stuff + Module

Die NAMM 2020 ist vorbei, wir schauen auf viele neue Dinge zurück. Es gab deutlich weniger Neuvorstellungen bei den Modulen. Außenseiter und viele Andere waren gar nicht dort, sondern haben parallel dazu ihre neuen Produkte von zuhause aus vorgestellt. So hat Sequential den Pro 3 in einem Hotel gezeigt und auch Clavia und Behringer blieben ganz zuhause in „Banaheim“. Was waren die Highlights unter den nicht ganz großen, den Modulen oder allem anderen? Hier ist der etwas andere Blick auf die NAMM.

1. Arturia Keystep Pro

Kein Synthesizer aber ein Sequencer, denn jeder will ihn und alle begrüßen es: Arturia Keystep Pro mit 3 Oktaven Umfang und der doppelten Leistung mit 4 Sequencer-Melodien-Sektionen und Drums. Damit werden drei Bedürfnisse befriedigt: Es gibt 2 MIDI Ausgänge, es ist die Steuerzentrale für Modulares und Analoges aber eben auch für MIDI-Synth und es gibt endlich wieder ein vernünftiges kleine Keyboard mit einem vernünftigen Umfang, was nicht nur USB hat. Da diese Lücke bisher keiner schließen konnte oder wollte, wird er als Live-Gerät sicher viel verwendet werden. Leider scheint nur die Zahl der Patterns auf 16 beschränkt zu sein.

 

Arturia Keystep Pro

Arturia Keystep Pro

2. Twisted Electrons Mega FM

Ganz klar, einen FM-Synthesizer mit Fadern zu machen verdient unseren uneingeschränkten Respekt. Dazu nicht nur einen Operator abzubilden sondern alle vier zeugt von Kenntnis der FM-Synthese-Bedürfnissen und 3 LFOs dazu dazu zu geben ist ein schönes Add-On. Deshalb gehört dem 1-Mensch-Unternehmen Twisted Electrons unsere ganze Liebe für den Mega FM:

 

Twisted Electrons Mega FM

Twisted Electrons Mega FM

3. 4ms Ensemble Oscillator – Modul

Bei den Modulen ist deutlich weniger los gewesen. Der interessanteste Vorschlag kommt von 4ms, der Ensemble Oscillator bietet ungewöhnliche Formen von Synthese mit der harmonischen Obertonreihe und einer eingespielten Reihe von (Ober)-Tönen. Das ist weit weg davon langweilig zu sein.

 

4ms Ensemble Oscillator Module

4ms Ensemble Oscillator Modul

4. Frap Tools Brenso – Modul

Die Italiener haben bereits sehr aufwendige Module gezeigt, mit dem Doppel-Oszillator Brenso zeigen sie zwei FM-Oszillatoren mit 4 Bussen zur Modulation und aufwendiges Shaping noch dazu, welches wirklich aufwendig und anders ist und neben dem 4ms Ensemble auch neue Wege geht.

 

Frap Tools - Brenso

Frap Tools – Brenso

5. Behringer System 55 (35 und 15)

Behringer hat eigentlich keine Neuigkeiten gezeigt – das es Roland 100m und Moog in Eurorack gibt, wurde vor der NAMM bereits gezeigt und zwar hochoffiziell. Man muss aber sagen, dass ein System 55 für 50€ pro Modul in kleiner Form seinen Reiz hat und gerade weil es Replikas sind. Sie sind allerdings nicht allein, denn ein Model 15 gab es schon von Aion in Eurorack und eigentlich gehört ihnen dieser Platz. Sie waren zumindest zuerst da mit der Idee. Nur wäre das keine NAMM News.

 

Behringer System 55 und andere Moog-Klassiker

Behringer System 55 und andere Moog-Klassiker

1. Fragezeichen: Emu SP1200 Reanimation

Das Fragezeichen auf gold entseht für die Idee für $7500 den Emu SP1200 runderneuert kaufen zu können. Dahinter steckt Rossum Electro-Music. Sicher ist die Besorgung bereits schwer, dennoch ist das ein wirklich sehr hoher Preis. Vielleicht wird sich so mancher mit einer neuen Groovebox besser beraten fühlen oder der Web-Version davon.

 

Rossum Emu SP1200 Re-Issue

Rossum Emu SP1200 Re-Issue

Behringer stellt einen variablen dreifachen Desktop/Rack-Halter vor

Behringer Dreifach StänderBehringer Dreifach Ständer

Cases gibt es bereits von Behringer, nicht aber Halterungen und Mehrfach-Ständer-Systeme. Dieser Ständer ist für drei Desktop-Geräte gedacht.

Man kann diesen Ständer auf drei Breitenmaße einstellen. 104 HP, 80 HP oder 70 HP sind möglich. Dadurch können die Desktop Synthesizer durchaus verschieden breit sein. Die Behringer-Desktop Synthesizer sind freilich gleich breit, da sie ja genau in ein 19″-Rack passen und gleichzeitig dazu auch in ein Eurorack Case.

Dieser Ständer besteht aus Seitenteilen und einer rückwärtigen schmalen Seite mit der Möglichkeit die Schrauben verschieden zu setzen. Wie bereits erklärt, dienen die Schrauben dazu, um Geräte dort fest zu schrauben. Teuer wird das nicht sein, dafür mehr als praktisch.

Gedacht ist er also als Halter für Synthesizer und nicht primär für Euroracks. Angesichts der System 55 – 15 Angebote wird es zusätzlich etwa dasselbe auch für Eurorack mit Netzteil und Busplatine geben. Diese wurden mit dem System 55 Announcement auch bereits gezeigt. Denkbar wäre allerdings, dass man mehrere Einzel-Racks theoretisch als Dreifach-System zusammenbauen könnte.

Wie immer bei Behringer ist noch kein Preis oder Verfügbarkeit bekannt, dafür gibt es aber ein Video, das keine Fragen zurück lässt. Nicht einmal, dass die Kamerafrau Anna heißt. Viele der Videos werden in „Banaheim“ gedreht. Das liegt in Willich (NRW). Wir sollten den Banaheim-Begriff jetzt Dauerhaft für diesen Standort verwenden. Schließlich werden die Synthesizer auch gern so bezeichnet: bARP, borg, Boog, bAt…

Video

Erste Simulation des berühmten Quantec QRS von Relab?

Relab Qunatec QRSRelab Qunatec QRS

Es sind nur Bilder von der NAMM, aber sie zeigen eindeutig die Oberfläche des Quantec QRS. Sollte es da eine Emulation geben?

Wenn es noch irgendeine Restlegende gibt, die in den frühen Achtziger Jahren in Sachen Raumsimulation sehr große Wellen geschlagen hat, dann ist es wohl jener mit LED-Anzeigen so charakteristisch auffällige Quantec.

Damals und sehr sehr lange danach galten die Raumsimulation vom Kirchenschiff-Monsterhall bis hin zur Coladose für einzigartig und schwer nachzubauen.

Hochwertige klassische Hallmaschinen

Die dänische Firma Relab scheint das geschafft zu haben. Sie sind bekannt für ihre Lexicon Simlation des bekanntesten Studiohalls mit der blau-weissen Fernbedienung: Dem Lexicon 480L. Außerdem gibt es dort einen Goldplatten-Hall sowie ein Teil namens Sonsig, welches Grundzüge des QRS bereits enthält und sehr einfach zu bedienen ist.

Diese beiden Angebote kosten aktuell $99 bzw. $219 für Sonsiq, bzw. das 480L, welches auch „HD“ Versionen des bekannten Klassikers anbietet.

Weitere Information

Die Website hält bisherige Angebote von fünf Klassik-Hallgeräten breit. Über Preis und Form des QRS ist dort noch nichts zu finden. Die Bilder jedoch stammen von der Facebook Präsenz von Relab. Dort sind drei Fotos zu sehen, die eindeutig zeigen, dass es das gibt. Preise, Verfügbarkeit und ähnliches müssen wir aber noch abwarten.

Weitere kostenlose Oszillator-Modelle für die Korg „-Logue“-Serie: Shapes

Hammondeggs Shapes Korg LogueHammondeggs Shapes Korg Logue

Der digitale Oszillator im Minilogue XD und Prologue bekommen immer mal wieder neue Oszillator-Modelle für wenig oder kein Geld von externen Entwicklern.

Shapes kostet nichts und bietet einen Durchlauf von Rechteck (PWM) über Dreieck zu Sägezahn. Der Clou dabei ist, dass es zusätzlich auch einen eingebauten LFO gibt, der die Pulsbreite und auch den Morph zwischen den Wellenformen steuern kann. Ihn erreicht man mit Shift und bewegen des Shape-Knopfes. Auf diese Weise hat der Programmierer einen tollen Weg gefunden sehr viel Funktionalität direkt bedienbar zu machen.

Die zweite Möglichkeit neben dem LFO ist eine eigene ADSR-Hüllkurve, die getrennt davon auch noch angewendet werden kann, um zwischen den PWM-Wellen und den folgenden beiden zu überblenden. Einige kennen diese stufenlose überlendungs (Morph-) Methode vom Moog Voyager sicher schon länger.

Aktuell läuft diese kleine Software in einem von 16 Slots über das Korg SDK auf dem Prologue und Minilogue XD und dem kleinen Entwicklerboard ebenso. Viellleicht wird ja sogar der NTS-1 irgendwann auch mit integriert? Es gibt weitere Angebote für die Serie von verschiedenen Anbietern – einige davon kosten kleine Summen, andere sind kostenlos.

Weitere Information

Der kostenlose Download ist hier zu finden. Der Programmierer freut sich trotzdem über Spenden.

Video

John Bowen Solaris Totalrenovierung und neue Hardware!

John Bowen Solaris VoiceJohn Bowen Solaris Voice

Das ist auf der NAMM offenbar etwas untergegangen. John Bowen war dort und hat gleich zwei Varianten des Solaris gezeigt und ihn sehr stark aufgewertet durch Multimode und mehr…

Der Solaris kann eine Menge. Auch Updates hat er schon bekommen. Jetzt neu gibt es eine Version ohne Tastatur, die sehr an den Oberheim Xpander erinnert. Sie ist nämlich so gestaltet, als würde man einfach die Tastatur absägen und behält somit die komplette Bedienung. Das Gerät ist daher eher ein Desktop und passt nicht ins Rack. Eine weitere Variante ist ein 19″-Gerät, welche als Stimmenerweiterung ins Rack passt. Gedacht ist es allerdings als Stimmenerweiterung, denn die Bedienung würde sonst schwer. John äußerte sich allerdings nicht über die mögliche Nutzung als eigenes Gerät.

Multimode

Die zweite große Neuerung ist ein vierfacher Multimode. Der Solaris kann vier unterschiedliche Sounds gleichzeitig spielen und hat weiterhin 10 Stimmen. Das gilt auch für den Expander und die Stimmenerweiterung bietet ebenfalls weitere 10 Stimmen.

Neben alldem gibt es auch viele Detailverbesserungen.
Die Grunddaten erinnern eher an ein kleines Modularsystem und ermöglichen von FM über Wavetables bis zu Rotor und Ringmodulation, AM auch Simulationen von VCA-Charakteristika und mehr. Die wenigsten bemerken, dass man schon nach etwas Forschung am Gerät den Sound durch kleine Feedback-Einstellungen zwischen den Baugruppen und den VCA-Modes einen sehr satten tollen Sound herstellen kann. Es gibt von fast allem vier Baugruppen (Oszillatoren, Filter etc.) und alles kann mit allem moduliert werden. Sounds und Samples werden auf Speicherkarten verwaltet, deshalb gibt es auch einige Hundert Bänke, je nach Größe der Karte.

Kurzübersicht:

  • 4 Oscillators, each with several types available: MultiMode, WaveTable, CEM, WAV (sample playback), VS (single cycle waves), Mini
  • 4 Filters, each with selectable Inputs. Filter types are:
  • MultiMode Lowpass, 24, 18, 12, 6 dB, Highpass 24, 18, 12, 6 dB, Bandpass 24 dB, Comb (2 types), State Variable 12 dB LP, HP, BP, & BR,SSM Lowpass 24 dB , Mini (Ladder) Lowpass 24 dB, Vocal Formant
  • 2 Vector Mixers, 2 Rotors (special 4-step waveshape sequences), 2 AM sections (includes Ring Mod)
  • 6 DADSRs, 1 8-stage loopable envelope
  • 4 free LFOs, 1 Vibrato LFO. Each LFO features delayed start, fade in and fade out times, key sync and Phase control
  • Phaser, Chorus/Flanger, Phaser, Delay, 3-band EQ effects

Weitere Information

Der Solaris kostet weiterhin $3200, der Expander liegt $1000 darunter (also etwa $2200) und die Stimmenerweiterung im Rack liegt ebenfalls etwa $1000 darunter und dürfte bei etwa $1200 liegen. Die Preise sind aktuell noch Schätzungen und der Release wird noch ein paar Monate dauern. Einzelkämpfer brauchen immer etwas länger für solche Aufgaben. Mehr zum und über den Solaris erfährt man hier.

Video

Der Behringer 2600 ist da!

Behringer-2600-SynthesizerBehringer-2600-Synthesizer

Der ARP 2600 wurde von Behringer schon avisiert und es gab bereits eine Videoerklärung dazu. Jetzt ist er offensichtlich fertig und leuchtet bunt. 

Die bunten LEDs in den Teaservideos – sie leuchten vom neuen ARP-2600-Panel des Behringer Clones. Es folgt dem ersten Video von gestern mit dem Original und dem gleichen Erzähler und Entwickler aus dem britischen R&D Center.

Die Technik im Inneren ist mit SMD-Bauteilen aufgebaut worden, die wesentlich kleiner sind als die Original-Bauteile. Der Techniker informiert, dass sie dadurch aber auch wesentlich besser temperaturkompensiert werden können. Sie lassen sich besser nahe zusammen legen oder sogar miteinander verbinden. ARP waren die, die die stimmstabileren Oszillatoren als der große Konkurrent Moog hatten, dafür haben sie sich bei Moog bei der Filterschaltung etwas zu sehr inspirieren lassen und den Deal gemacht, den man heute gut kennt, der zur orangenen Farbversion führte. Die bestklingenste war allerdings die mit der weissen Schrift. Beide Filter sind umschaltbar und daher beide erreichbar.

Die OP-Amps wurden ebenfalls verbessert und sind schneller. Das Layout wurde noch einmal geändert und ist nicht ganz identisch mit dem Original. Es hat eine quadratischere Form, ist dennoch aber etwas größer als der TTSH (ein bekannter kleinerer Clone). Die LEDs lassen sich dimmen.

Weitere Information gibt es noch nicht. Auch zum Preis wurde noch nichts gesagt.

Video

Ist es Zeit für MIDI 2.0 – Wann kommt es? Was bringt es?

MIDI-2.0. SchaubildMIDI-2.0. Schaubild

MIDI ist in die Jahre gekommen, die Auflösungen sind knapp, die Anzahl der Controller oft zu wenig. MIDI 2.0 ist vor dem „Voting“. Hier ein paar Informationen von Bome dazu.

Neue MIDI-Controller mit unendlichen Frequenz-Glides, Oszillatoren mit vollem Sweep über 6 Oktaven ohne hörbaren Glissando-Treppenstufen-Effekt, einen LFO von sehr langsam mit in Audio-Geschwindigkeiten sanft hochzudrehen oder Panorama und Lautstärken auf Mischpulten fein einstellen. Das alles geht nur mit MIDI 2.0 oder aber mit speziellen Tricks mit Controller-Kaskaden, um das abzubilden. Viele Synthesizer benötigen das auch, um die geringe Anzahl von 128 Controllern, die zu einem Großteil vorgelegt sind, abzudecken.

Aufwärts

MIDI 2.0 ist abwärtskompatibel und kann aber durch andere Stecker ersetzt werden. Zeitgemäß und klein genug wäre die Miniklinken-Variante, USB-C (innerhalb der USB 4.0 Norm) oder sogar Ethernet oder Wireless-Protokolle (Bluetooth, WLAN). USB 4.0 und USB-C haben den Vorteil, dass diese auch per Definition Strom bis 100W führen können. Das reicht für MIDI-Hilfsgeräte aus, für Amps oder Audio-Interfaces vielleicht nicht immer.

MIDI 2.0 kann ausgehandelt werden, sobald ein Gerät dies nicht versteht, wird auf MIDI 1.0 zurück gegriffen, es wird auch Konverter geben für verschiedene physikalische Formate.

Auflösung!

MIDI 2.0 hat 16 Bit für Anschlagdynamik reserviert, was 65536 Schritten entspricht statt bisher 128, für MIDI-Controller sind es 32 Bit  und damit mehr als einige Millarden Schritte.  Neue Controller wie Osmose oder Haken Fingerboard werden dadurch erst technisch machbar und müssen nicht nur sich selbst arbeiten oder über eine MIDI Matrix gehen, die das neu herunterskaliert.

Aufmerksam

MIDI 2.0 kann Sets von Parametern und Soundnamen kennen und damit eine enorme Vereinfachung in der Erkennung von Baugruppen und Synthesestrukturen bieten, die ganz neue Arten von Editoren, Software und Hardware ermöglicht, die schlicht bisher nicht machbar waren. Das wird nicht nur für Musiker spannend, sondern auch für Licht und andere Einsatzgebiete und neue Instrumente, die pro Note ein Set an Parametern übertragen können.

MPE+ wird eine Multitimbralität jeder Stimme und Unabhängigkeit fest schreiben.

Aufgeschoben?

Die Verabschiedung wird statt finden und durch ein Voting bei und mit der MIDI-ORG vervollständigt. Noch ist das nicht passiert und dauert schon lange an und lässt auf sich warten. Innovative Firmen haben an diesen Spezifikationen und dem Protokoll gearbeitet, sogar Google und Firmen wie Roli. Es ist Zeit für etwas, was die nächsten 40 Jahre überlebt und mehr kann als OSC oder andere alternative Formate, die in der Computer-internen Kommunikation etabliert sind. Das muss auch per Kabel gehen und Auflösungsprobleme beenden.

Angekommen?

Bis das Format alle Hersteller erfasst hat wird es nach Verabschiedung auch ein bisschen dauern, Roland hat aber immerhin schon ein Keyboard, welches bereit ist für MIDI 2.0 vorgestellt. So etwas benötigt ein massives Update, deshalb ist es nicht selbstverständlich.
Höre und sehe, was es sonst noch dazu zu sagen gibt oder geben kann oder lies und diskutiere mit uns mit.

Video

Neues von MIDI 2.0

Generelles zu MIDI 2.0

Verbos – neue interessante Module und Cases

Verbos ModuleVerbos Module

Verbos ist leicht erkennbar an den roten Knöpfen und einer gewissen Nähe zu Buchla-artigen Ideen, jedoch stets minimal und scheinbar „simpel“.

Zunächst gibt es den Foundation Oszillator. Er hat drei Ausgänge, die jeweils gleichzeitig andere Obertöne herstellen, die mit dem Timbre-Knopf entsprechend angefordert werden können. Dazu gut es den noch wesentlich extremeren Richness-Knopf, der sogar noch mehr als Sync-Sounds ausgeben kann. Die anderen Ausgänge haben entsprechend mehr „Spikes“ und sind noch etwas markanter von links nach rechts. Auch die Basiswellenformen Dreieck und Rechteck werden gleichzeitig zur Verfügung gestellt. Die beiden erwähnten Oberton-Knöpfe können moduliert werden. Positiv und negativ. Dieses Modul ist primär ein spezielles Waveshaping. Er wird im März erhältlich sein.

Das nächste Modul formt Rauchen in 3 verschiedenen Weisen. Noise & Filter heißt es. Es ist wie eine 4-Band Filterbank. Sie bringen also Bandrauschen zustande, welcher übrigens andere Frequenzen verwenden als der Bark-Filter. Das rosa Rauschen wird bereits hier generiert.  Es ist bereits lieferbar.

Das letzte Modul ist der Amp & Tone, es ist schmaler als der Vorgänger und ist ein Filter mit Resonanz mit ansprechender Modulation sowie ein VCA, was in Summe eine Art Low-Pass-Gate ist. Es ist ein 1-Pol Filter Tiefpass und ist 10 HP breit. Es wurde verkleinert, um in ein volles System zwei mal hinein zu passen. Das Filter ist ein Transistor-Typ (vorher wurden Vactrols verwenden). Dadurch kann es schneller reagieren, da optische Elemente idR langsamer sind. Es ist ist bereits lieferbar.

Außerdem gibt es ein sehr flaches metallisches Case für Controller und Touch-Elemente und flache Module, die neben dem eh schon eleganten Case schwer genug ist, um nicht herumzufliegen und fest genug zu stehen. Bei der Demo sind Touch-Felder eingebaut.

Weitere Information

Alles Module sind bereits auf der Website zu sehen.

Video