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Pittsburgh mit neuem speziellen VCO-Konzept: Primary Oscillator

pittsburgh-modular-primary-oscillator

Pittsburgh kündigt sehr rechtzeitig vor der Superbooth noch einen Oszillator an, der eine spezielle Oberfläche hat …

Immer wieder versucht man eine andere Idee zu haben, wie die Grundwellen bereit gestellt werden und wie vielleicht darüber hinaus auch mehr möglich ist, ohne dass man mehr wirkliche Bedienelemente benötigt. Genau das ist hier auch der Ansatz beim Pittsburgh Primary Oscillator.

Pittsburgh Primary Oscillator

Es hat insgesamt 3 Fader und seine Tuning-Möglichkeit begrenzt sich nicht auf das simple Stimmen per Grob- und Feinstimmung. Es gibt auch einen Harmonie-Sine -Taster, der andeutet, dass man hier auch nach der harmonischen Obertonreihe stimmen kann. Das ist für FM hochinteressant, da die Stimmung auch bei FM-Synthesizern nach der dieser natürlichen Obertonreihe erfolgt.

Bei den drei Fadern findet man die Bezeichnungen Blade, Fragments und Timbre. Darunter jeweils analog Shape/PW, Density und Depth. Damit gibt es offenbar schon einmal Pulsbreitenmodulation und anhand der Wellenaufdrucke lässt sich ablesen, welche Funktion die Fader haben. Hier gibt es offensichtlich Shaping und Timbre deutet auf eine Buchla-esque Filter-ähnliche Wirkung hin, die offenbar mehr Obertöne erzeugen kann, was an den nun doppelt aufgedruckten Wellen abzulesen ist.

Das ist zumindest was man vermuten müsste. Eine Beschreibung kommt nämlich nicht nicht mit bei dem Instagram-Posting von Pittsburgh. Die Fragments-Abteilung ist mehr auf Veränderung der Welle aus und erzeugt ebenfalls Obertöne. Die Zusätze mit Blade on, Sin on/off sind vermutlich die beeinflussenden Shaping-Waves die das Material entsprechend verbiegen anhand der Stellung mehr oder weniger.

Das klingt recht vielversprechend und auch irgendwie neuartig. Alle Elemente lassen sich per Steuerspannung modulieren und es gibt für Sinus und Sägezahn einen eigenen Ausgang, genau wie für die Pulsbreitenmodulation und Fragments und Timbre.

Das Shape da nicht vorkommt, ist wohl begründet durch den Pulse-Ausgang. Ein Sync-Eingang ist auch vorhanden und ein FM/CV-Eingang neben dem Pitch-Eingang deutet lineare FM an. Wie der VCO seine Wellen erzeugt ist noch nicht bekannt, aber das werden wir in Berlin dann herausfinden …

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Superbooth: MIDI-Controller selbst zusammenstellen mit Intech Grid

intech grid controller

Modularer Controller nennt sich das System. Es geht darum sich einen MIDI-Controller frei zusammenbauen zu können, dafür gibt es verschiedene quadratische „Module“ …

Nicht Eurorack, sondern einfach nur miteinander direkt und beliebig zusammen steckbar sind die einzelnen Teile von Intech Grid. Man kann so viele, wie man braucht, an den Seiten andocken und damit ein beliebig großes Steuerfeld bauen.

Intech Grid – Modularer Controller

Dabei befinden sich verschiedene Arten von Knöpfen, Tastern oder Fadern auf einem solchen quadratischen Steuerelement, was man nur einfach seitlich miteinander verbindet. Dafür hat jeder Block zwei spezielle Anschlüsse, an jeder Seite, man muss sie also nur zusammenschieben. Der Hauptanschluss ist offenbar ein USB-Kabel, über das offenbar auch die Stromversorgung stattfindet.

Mit Sicherheit wird es dafür eine Art Editor geben, um die Knöpfe zuweisen zu können. Ob sie SysEx sprechen können, ist noch nicht bekannt. Denn dann würden sie sich auch als Hardware-Programmer-Ersatz eigenen.

intech grid pcb

Intech Studio – Grid Prototypen mit Fadern

Aktuell gibt es jeweils eine Taster-Matrix von 4×4 Tastern mit LED und dasselbe noch einmal mit Potis und LEDs. Es gibt auch ein Entwickler-Bild mit 4 Fadern und 4 Potis, z.B. für ADSR-Hüllkurven.

Die ersten Geräte stellt Intech Studio bei der Superbooth aus, kann die Leute und Controller dort kennenlernen und ausprobieren.  Preise und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.

Infos

  • Intech Studio heißt so, weil deren Top-Level-Domain „studio“ ist: Die Produktwebsite ist daher etwas ungewohnt intech.studio

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Superbooth ’18: Pittsburgh 32-Step Sequencer – Sequencer Designer 128

Pittsburgh Step - Sequencer

Der Electronic Sequencer Designer 128 klingt ein bisschen wie der Saugblaser Heinzelmann, aber er kann steppen – mit 32 Fadern. Fader kann man gut erkennen, sie nehmen aber auch mehr Platz ein.

Zur Superbooth soll er fertig und präsentabel sein. Eine Sequenz kann bis zu 32 Schritte haben und es gibt tatsächlich vier Kanäle mit jeweils unabhängiger Sequenz-Länge, Tempo (Division), Swing, sogar Ratchet und Note Repeat ist möglich.

Sequencer Designer 128

Ratchet? Was war das noch mal? Das sind sehr schnelle Mehrfachtrigger pro Step. Natürlich ist auch die Gate-Länge mit im Boot. Kurz gesagt: so wie man heute sich einen Step-Sequencer vorstellt. Für die Anwahl gibt es offensichtlich Taster, die die Funktion der Fader verändern können.

Außerdem hat man auch eine Lauflicht-Gate-LED-Reihe und ist damit endgültig näher an einer Groovebox als frühere wirklich analoge Step-Sequencer. Intern ist heute nahezu jeder Sequencer digital, denn nur dann kann man ihn so flexibel und aufwendig gestalten.

Bisher gibt es zwei kleine Videos, die genau das zeigen sollen und darin erkennt man die Bedruckung der Step-Taster. Sie wählen Laufrichtungen vor und die Quantisierung der Fader auf bestimmte Skalen. Dazu sind einige Funktionen auch dort schon erkennbar.

Es wird noch mehr Superbooth-Vorinformationen geben und spätestens am ersten Tag der Superbooth im Mai wird noch viel passieren. Wir werden also genau nachsehen. Und da sein.

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  • gibt es noch nicht, aber ab der Superbooth wird man sie hier finden Webpage.

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Aemit – Ein besonderes Modular-System Post-Buchla

Aemit Modular System

Guy Drieghe ist ein kreativer Geist, der schon so etwas wie ein Urgestein der Synthesizer-Szene ist. Immer wieder gibt es interessante Hardware. Nun auch auch komplettes Modulsystem namens Aemit. Den Anfang machen ein EVC Filter, der wie ein Oberheim SEM auf Steroiden daher kommt und ein Variphase, ein Super-VCO/LFO.

Guy Drieghe?

Bekannt wurde er durch eine Art Zusatzkarte für Buchla. Aber schauen wir mal genauer bei Aemit. Es gibt inzwischen schon eine Reihe von Modulen und ein Gesamtkonzept für ein vollständiges System. Wie immer geht es hier um Details, sinnvolle und akkurate Steuerung und natürlich auch den Klang selbst.

Den Namen Guy Drieghe habe ich zum ersten Mal auf einem Cover von The Klinik gelesen, wer viel über die Belgische Elektro-Szene wissen will, sollte und kann ihn befragen.

Aemit Module

Aemit Module

Schaut man sich die Module an, findet man aufgeräumte und gut beschriftetes Design. Das EVC Filter ist von 6 bis 24 dB / Oktave fließend einstellbar und bringt Tief-, Hoch- und Bandpass getrennt regelbar sowie steuerbare Resonanz mit. Die Schaltung ist ein bisschen wie die des Oberheim SEM, jedoch massiv erweitert, weshalb sie auch bis 24 und nicht nur bis 12 dB / Oktave reicht. Die Steuerung kann auch oktavrein sein, deshalb findet man auch einen V/Oct-Eingang neben den beiden FM-Eingängen.

Ein anderes interessantes Modul ist Variphase, eine Art Super-VCO/LFO mit sehr genau einstellbarer Phasenlage, Modulation und Wahl von 7 Schwingungsformen. Deren Steuerung enthält AM, PM, lineare FM und natürlich V/Okt, damit ist das Modul absolut FM-tauglich und noch mehr PM-tauglich denn die Phasenlage ist komplett und genau steuerbar und hat mehrere Ausgänge für verschiedene Phasenlagen.

Wer gern sehr weit denkt und über das was analoge Synthesizer so können hinaus gehen möchte, wird mit dem Aemit sicher einen guten Weg an der Westküste finden. Post-Buchla!

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Behringer Eurorack Module – Roland Clones und andere?

Behringer modular roland clones

Behringer geht den Weg, den viele gehen, zur Superbooth und dem aktuellen Trend der Eurorack Module. 

Es gibt mal wieder neue Bilder von gecloneten Modulen klassischer Hersteller. In dem Falle ist es Rolands System 100m, welches es unter dem Namen System 500 schon einige Zeit gibt, ebenso auch eine Neuauflage. Deshalb mag das ein Teaser sein, denn markttechnisch wäre es bedenklich mit „dem gleichen“ Angebot aufzuwarten wie die Original Hersteller.

 

Klassisch

Aber wie ist es mit anderen eher klassischen Herstellern? Eine Buchla Box 200 oder ein altes Serge aus den Siebzigern oder auch Moog und Co.? Oder vielleicht sogar ein Korg PS 3300? Nun, letzteres wird wohl nicht passieren, obwohl das garantiert keiner clonen wird wegen des hohen Aufwandes und Behringer wären die einzigen, die das „günstig“ machen könnten.

Aber Behringer kann genau das gut und günstig und wie wir ja gelernt haben – es sollte eher pure analoge Technik sein, damit wären es also die alten Modulsysteme der frühen Zeit in denen noch nicht so viel digitale Technik steckt und was auch eher der Schwachpunkt der Euroracks ist – der Klang der Klassiker ist schon noch etwas fetter als das meiste was man so bekam in dem kleinen Format. Das muss aber nicht so sein. Wie man an den neuerlichen Moog Clones von AJH sehen und hören kann.

Welche Vorteile?

Was würde Behringer bringen? Billiger! Und alte Sachen wieder da, die sonst keiner bauen würde? Würde man dann ausgerechnet das System 500 bzw. 100m als Beispiel nehmen? Nunja, man zeigte auch einen Odyssey und hat ihn nie gebaut, es gibt Bilder und Renderings und sogar reale Bilder einer Menge von Synths, kaufen kann man aktuell aber einen modernisierten Juno und den Minimoog sowie eine eigene Entwicklung, den Neutron. Vermutlich kommen müsste der Oberheim UB-Xa, vielleicht ein VCS3 und der Roland Vocoder wurde bereits funktionsfähig gezeigt in einem Video von Fairchild. Wir werden sehen was es wirklich wird und wann. Lieferungen sind aktuell sehr schleppend und ausschließlich über einen Laden in Deutschland.

Ist das eigentlich gut oder schlecht? Nun, für die die günstig Klassiker wollen – gut, für die Konkurrenz vielleicht eher schlecht.
Preise und Lieferbarkeit sind natürlich noch unbekannt.

Der Serge unter-$500-Modular-Synthesizer – FaithState

Peley Kane FaithState Modular

Peley Krane? Nie gehört, oder? Aber von ihm es gibt einen kompletten modularen Synthesizer für unter $500 und der ist dann offenbar noch von Serge inspiriert.

Buchsen und Knöpfe gibt es reichlich, dennoch ist es komplett digital aufgebaut. Das machen viele Eurorack-Module der Westküste auch so. Nicht normal ist defintiv der Preis des FaithState: Mit 25 Kabeln kostet er nur 445 USD, plus Porto und Zoll. Das sind zwar nochmal gut 21 % in Deutschland oben drauf, aber es bleibt immer noch günstig.

Über 500 Wellenformen bekommt man geliefert – die Oszillatoren erlauben digitale Schwingungsformen. Neun Module enthalten den klassischen Signalweg. Die Wellenformen sind in eine Art von Wavetable-Set verpackt, jeweils sechs Stück – ineinander überblendbar. Man könnte das als eine Art Spar-Wavetable-System bezeichnen. Die einzelnen Wellen können, anders als bei Wavetables, auch gegeneinander verstimmt werden.

Wie üblich in der Ecke der Westküsten-Idee sind die Modulationsmöglichkeiten eine Art von Kombination aus Hüllkurven und LFOs, die man entweder als geloopte Hüllkurven oder als LFO verwenden kann und die Wellenform indirekt über die Attack/Decay-Zeiten einstellt. Es gibt auch eine Art von Minisequencer-Festwertspeicher, der im Video auch kurz vorgestellt wird.

Die FaithStates werden handgebaut und brauchen etwa 2-3 Wochen für die Fertigung.

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LEAK: Roland System 500 mit neuen Modulen aus dem 100m

Roland System 500

Das System 500 wurde von Roland schon vor einiger Zeit vorgestellt, war aber unvollständig. Es war auf die wichtigen stilprägenden Module reduziert. Das ändert sich jetzt.

Das System 500 hatte ein Manko, man musste das Sample & Hold Modul mit dem Rauschgenerator und dem LFO extra von anderen Herstellern kaufen, obwohl Roland schon ein schönes Case bereit hielt, passte dieses natürlich dort nicht hinein.

Jetzt hat man eine Alternative gefunden mit einem neuen Misch-Modul aber auch dem klassischen VCO-VCF-VCA-Kombinations-Modul, welches sich sehr gut als Basis für ein mehrstimmiges System eigenen würde und Platz schafft.

Außerdem sind die Doppelmodule für 2 Tiefpassfilter und Oszillatoren offenbar auch lieferbar. Oder zumindest in diesem System zu sehen. Die Szene munkelte ja schon länger, dass dieses System wieder auftauchen würde. Klingen tut es authentisch und so wie man das erwartet. 😉

Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0

Musikmesse 2018: Röhrensynthesizer mit Blaswandler

Chrt Synthesizer

Röhren in Synthesizern? Das kennen wir generell schon, aber auch in unfassbar krank und seltsam. Petr Venkrbec ändert das!

CHRT Synth

Die Schaltung ist sehr einfach: Eine Röhre für den Oszillator, zwei weitere für das Filter, das genau genommen ein Resonator ist. Am Ende klingt es aber doch nach Filter und reagiert auch so, laut Hersteller „Bläser-artig“. Die letzte Röhre ist für den klassischen VCA, quasi der Amp.

In der Demo verwendet Petr einen Blaswandler und steuert damit nicht nur die Tonhöhe, sondern kann noch etwas mehr Dynamik in den Klang bringen.

Die Knöpfe auf der rechten Seite und unter der Oszillatorröhre stellen die Dynamik ein. Die rechten kleinen Knöpfe steuern die AD-Hüllkurve, die über den Blasdruck noch etwas übergangen werden kann. Die Yamaha WX Controller sind hierzulande leider verboten worden, da die Konstruktion nicht nach EU-Norm gesichert ist. In Japan gibt es sie weiterhin.

chrt synth
chrt synth rack

Das Demogerät in einem alten Tonbandgehäuse. Einfach nur zur Deko und Demo. Macht was her, die eigentliche Bauform ist aber in ein 19″ Gehäuse eingepasst. MIDI haben beide. Es geht hier nicht wie bei der Wretch Machine um chaotische und irgendwie kranke Sounds sondern klaren Sound ohne extreme Ausreißer. Die Schaltung ist öffentlich auf der Site von CHRT nachzusehen.

Man kann einen Bausatz ab 800 Euro bekommen und für etwas mehr gibt es auch fertig aufgebaute Geräte, die eher zwischen 1000 und 1500€ liegen. Je nachdem, wie man den Synthesizer spielen möchte.

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Snazzy Effekt Serie – Glitch, Noise, Gitarren-Synthesizer und Modulation

snazzy fx tracer city

Mit der neuen Snazzy FX Serie hat Erica Synths eine Reihe sehr spezielle Effektmaschinen vorgestellt. Sie sind nicht nur für Synthesizer gedacht, sondern auch für Gitarren und wo es eben noch passen könnte.

Die Geräte sind von Dan Snazelle entworfen worden, daher stamm auch der Name der Serie. Er stammt aus New York und macht abstrakte Elektronik und Techno. Die Geräte kosten zwischen 300 und 390 Euro plus Steuer hierzulande, was gut 50€ mehr ausmachen wird. Es gibt aktuell drei Geräte:

Zunächst das Tape Glitch Noise Pedal Wow and Flutter für 300 € (plus Steuer und Versand), das Mini-ark 350 Euro (gleiche Bedingungen), ein Gitarren-Synthesizer – den man aber auch für alles was tonale Geräusche machen kann einsetzen kann. Das dritte Gerät ist Tracer City 390 € (ebenfalls plus Steuern und Versand) ist ein analoges Modulations-Effekt-Pedal.

Alle diese Geräte sind zwar hier mit Gitarren vorgeführt, funktionieren aber auch mit anderen Signalen und machen seltsame Dinge mit dem Signal. Es lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Man benötigt etwas Phantasie, sich diese mit eigenen Signalquellen und Instrumenten vorzustellen. Ein wenig Melancholie mit Pads und Strings könnte in die Richtung gehen, wie man sie von skandinavischen Bands kennt…

Der Gitarrensynthesizer erlaubt jede Art von Experiment mit dem zugeführten Signal, die Vorführung ist daher eher „konservativ“. Eigentlich folgt der Synthesizer der Stimmung des Signals, egal ob es gepfiffen, gezupft oder mit Tasten gespielt wird.

Aber Töne sagen mehr als tausend Worte:

Soundcloud

Videos

Musikmesse: Valkyrie – digitaler Synthesizer mit 128 Stimmen und endlich wieder Multimode

Exodus Digital Valkyrie

Wie selten ein Multimode geworden ist, sieht man an faktisch allen Neuerscheinungen der letzten Jahre. Sie klingen zwar alle etwas besser als in den Neunzigern, aber mehr als zwei verschiedene Klänge können sie nicht mehr herstellen. Valkyrie ist anders. 

Zur Musikmesse, die morgen eröffnet, soll er zu sehen sein, und bis da hin hat ihn noch keiner wirklich gesehen. Der Exodus Digital Valkyrie ähnelt ein wenig dem Virus in der Optik, jedoch ist er „von heute“.

Exodus Digital Valkyrie Facts

Der Exodus Digital Valkyrie hat zwei Oszillatoren mit 4096 Waves bzw. Wavetables. Dazu gibt es drei Grundwellenformen. Die beiden Suboszillatoren haben sogar vier Schwingungsformen. Mit FM, hartem Oszillator-Sync und Ringmodulation sind alle klassischen Syntheseformen abgedeckt. Darunter befindet sich auch die Hypersaw. Diese kann man von 6 auf 12 „simulierte Oszillatoren stellen“.

Der Valkyrie nutzt zwei Channels in der Synthese, sodass Oszillatoren jeweils in getrennte Filter fließen können. Deshalb gibt es derer zwei. Sie sind mit drei Filtertypen und 12, bzw. 24 dB / Oktave Flankensteilheit ebenfalls klassisch und orientieren sich an der analogen Welt.

Drei Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik und ebenso viele LFOs bilden einen guten Grundstock an Möglichkeiten. Die Zentrale bildet eine Modulationsmatrix mit sechs Modulationsbussen und drei Zielen. Das ist in der Anzahl wenig aber in der Zielanzahl viel. Es sind 9 Stereo-Effekte möglich, also für jeden Multimode-Slot einer und ein Master-Effekt. Es gibt 27 Effekttypen.

Das alles liest sich gut, jedoch nicht spektakulär. Der Klang ist offenbar neuerer Art, also nicht etwa wie der Sound der Neunziger wie im Virus und einem doch typischen „digital-virtuell“-Grundklang. So zumindest erscheint das Klangbeispiel-Set was man grundsätzlich verteilt. Die Ohren an die Walküre halten können wir morgen.

Preise und Verfügbarkeiten sind noch nicht klar. Auch davon erfahren wir sicher etwas. Richtig – auch morgen.

Exodus Digital Valkyrie Sound