Behringers Prophet 600 – der Pro-800 ist da.

Behringer Pro-800

Behringer hatte ihn schon früher gezeigt, nun ist er da – der Prophet 600 im Desktop-Gehäuse.

Propheten?

Der Prophet 600 war der erste Synthesizer mit MIDI zusammen mit dem Jupiter 6 von Roland. Er war quasi eine Art Downscaling des Prophet 5, um noch günstiger zu sein und gegen die Konkurrenz anzukommen. Das Original hatte 6 Stimmen statt 5 des großen Vorbildes und ihm wurde die komplexere schnelle Modulations-Abteilung namens Polymod ein wenig gekürzt.

Behringer Pro-800

Er hat aber dennoch drei jeweils gleichzeitig zuschaltbare Wellenformen mit Pulsbreitensteuerung (im Rechteckmodus) "und die auch hier Poly-Mod genannte Abteilung, jedoch mit weniger Möglichkeiten als beim Prophet 5 oder Pro One. Es gibt einen LFO mit Ziel Pulsbreitenmodulation, Filter und Oszillatorfrequenzen der Oszillatoren und ein Modulationsbus kann über über eine Hüllkurve und Oszillator 2 für  eine Frequenzmodulation zwischen den Oszillatoren oder für das Filter herstellen. Es gibt einen Rauschgenerator und sogar das Achtziger-Jahre Nummerntasten-Speicherfeld mit Sequencer. Außerdem hat man ihm Steuereingänge für Filter und Sync mitgegeben (für den Sequencer) und die MIDI-Buchse sitzt aufrecht mit im Gehäuse und zeigt nach oben.

Weitere Information

Der Preis soll niedriger als $600 sein und das Gerät soll im Januar 2021 in die Läden kommen. Mehr dazu gibt es bei Behringer.

PreenFM3 mit 16 Stimmen und Sequencer – 6 Operatoren für ein Hallelujah

preenFM3

Ein großes Update bei der Hardware steht an für den allseits bekannten PreenFM3. Das ist ein DX-7-ähnlicher Synthesizer mit offener und freier Firmware. 

PreenFM3?

Das Herz ist ein ARM-Chip und ein 24-Bit Wandler. Das ist natürlich klanglich dem DX-7 und dem DX7II  deutlich überlegen und die Finanzierung der Hardware läuft ziemlich bescheiden über den Verkauf der Bausätze bzw. der Hardware ansich. Die Steuerplatine kann man selbst ergänzen oder ändern, dennoch ist es eher wie beim Mutable Shruti, von dem es natürlich auch diverse „Abänderungen gab“. Man bekommt eine Grundhardware auf der die eigentliche Software läuft und die diese steuert und enthält natürlich auch den Prozessor.

Das Äußere

Es gibt 6 Einzelausgänge, dazu ein Display mit 240 x 320 Punkten, was durchaus ausreicht um die Algorithmen anzuzeigen. Das Gerät arbeitet mit 48 kHz, was für einen FM-Synthesizer eine wichtige Größe ist. Das sind 6 kHz mehr als der Vorgänger preenFM2 anbieten konnte und außerdem hatte der weniger Stimmen.

Man kann MIDI Signale filtern und das Display lässt sich auch als Oszilloskop verwenden, wie es inzwischen in mehreren Synths zu sehen ist (Hydrasynth, Korgs aktuelle Serie und einige mehr). Neu ist auch ein Sequencer, der in Echtzeit und per Stepeingabe arbeiten kann.

Geboten werden 6 unabhängige Instrumente, deshalb gibt es auch die Einzelausgänge. Das ist bemerkenswert für so ein kleines und günstiges Projekt. Immerhin gibt es ja auch noch deutlich teurere wenn auch etwas aufwendigere andere FM-Projekte.

Die Effekte arbeiten nun pro Instrument und nicht mehr nur als Master-Effekt und sind damit Teil des Sounds. Auch das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Syntheseeinblicke

Wer sich mal genauer ansehen möchte, wie und was der genaue Funktionsumfang ist, kann einen Blick auf das Github-Projekt werfen. Dort findet man die Screenshots für Algorithmus, LFOs, Hüllkurven und die Einstellmöglichkeiten. Sie haben auch eine Positionierung im Stereofeld. Die Optik hat ein bisschen was von einem farbigen Gameboy und dennoch leistet es mehr als ein normaler DX-7.

Weitere Information

Xavier Hosxe baut die Synthesizer und entwickelt ihn quasi als Hobby und die Platine bekommt man für 85€. Es gibt aktuell sogar einen Rabatt von 20%. Aktuell gibt es noch keine fertigen Geräte, weshalb der große Ansturm und die ersten fertigen Komplettgeräte wohl bald zu sehen sein werden.

Durch die Methode hat sich ein Hersteller herauskristallisiert, der die Geräte aufbaut. Das wird auch mit dem preenFM3 passieren. Den Vorgänger bekommt man aktuell für 280-320€

Video des Vorgängers

Achtung – die Darstellung auf dem neuen wird besser sein!!

Hier der Vorgänger, um sich vorstellen zu können, wie er klingt. Wie man oben sehen kann ist der neue aber bunt und das Format des Displays ist anders und vieles mehr.

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