Strange Science Module – Doppel-Filter und -Mixer sowie Video, wie man generell Module baut

Strange Science Module

Strange Science ist noch nicht so bekannt. Sie stellen jetzt zwei Module im Eurorack-Format vor und erklären dazu, wie sie die Module entwickelt haben, um auch Tipps zu geben, wie andere Module entwickelt werden könnten.

Die beiden neuen Module sind ein Mixer und ein Filter. Im Video ganz unten wird gezeigt, wie der Prototyp der beiden Module aussah, wie die Platinen und das Layout entwickelt wurden. Man sieht, dass sie nicht zufrieden mit der Qualität waren und was sie dann stattdessen gemacht haben, um es klein, schön und in der Qualität machen zu können, wie sie es wollten. Eigentlich ist es eine sehr schöne Sendung-mit-der-Maus-Erklärung für alle, die mal wissen wollten, wie so ein Modul gemacht wird, was dazu nötig ist und was speziell sie getan haben für ihre beiden Module. Das ist sehr schön anzusehen, selbst wenn man kein Modul kaufen will.

Das Stereo-Filter

Das Modul ist ein sogenanntes doppeltes Ladder-Filter, also von der Art wie auch das klassische Moog-Filter aufgebaut wurde. Was sie allerdings auch anbieten, sind Abgriffe für 12, 18 und 24 dB / Oktave Flankensteilheit. So ist die Filterung stärker bei 24 und schwächer bis 12. Natürlich ist und hat es immer Tiefpass-Charakter und da es zwei Filter sind, kann man die beiden auch koppeln. Dann folgt das zweite jeweils immer dem ersten in der Modulation.

Bei den Anschlüssen ist alles sehr simpel, es gibt jeweils einen Eingang und einen Ausgang und jeweils einen Knopf für die Pegel. So braucht man mit mehr Eingängen auch einen externen Mixer, aber man kann eben diesen regeln. Außerdem gibt es auch eine Modulation und einen CV-Eingang für die Resonanz. Das ist ein gutes Angebot und sieht schlicht und damit angenehm aus. Ein Demo dazu ist unten im Video zu sehen.

Mixer

Dies ist nicht einfach ein Mischpult, sondern der Mixer ist umschaltbar von linear auf exponentiell. Damit können Steuer- und Audiosignale verwendet werden. Das ist sehr gut, da man dafür nicht eigene Mischer nur für jeweils einen Fall benötigt. Der Mixer ist in Stereo ausgelegt, sodass man eigentlich immer 2 Kanäle hat. Deshalb ist er auch mit Panning und entsprechender CV-Steuerung ausgestattet. 4x Pan, Volume, Input, Direct-Out und entsprechende Knöpfe sind dann selbsterklärend.

Infos

  • Mehr darüber gibt es auf ihrer Website

Videos

Filter Video:

Mixer Video:

DIY Konzept, wie wurden die beiden Module entwickelt?

Apple möchte Entwickler bewegen, nur noch Abomodelle anzubieten …

Apple Mietsoftware

Bis vor einigen Jahren war es immer einfach, den Apfel zu empfehlen. Die Hardware war noch erschwinglich und auch wenn es ein wenig geschlossener ist, kann man sagen, dass dieses Prinzip bei den Apps auch dazu geführt hat, dass man im Apple App-Store keine Malware ins iPad bekommt. Spiele, in denen man „Schlumpfbeeren“ kaufen kann und „in-App“-Bestellungen von Funktionen machen kann, waren möglich, jedoch nicht immer auch notwendig. Man könnte sagen, dass sie sogar eher seltener in Musik-Apps vorkamen.

Apples Einnahmen steigen, man lässt die Audiobuchse weg, lässt sich SSDs und RAM fürstlichst bezahlen und baut auch gerne etwas zu kleine Massenspeicher ein, damit man die 1.000 Euro eben doch noch klickt. So wurden MacBooks eher 4.000 Euro schwer, statt bis 2012 eher um die 2.500-2.800 Euro, wenn man gern rechts unten klickte, wo das bessere Modell steht.

Abos statt Updates im Apple Appstore

So weit, so schlecht. Entwickler von Pro-Software auf dem Mac bieten gern Updates an, die dann 100-200 Euro kosten. Denn nach einer Weile muss man doch einiges an Arbeit investieren. Die meisten DAWs außer Logic X kosten nach einiger Zeit mit einer neuen Nummer vor der Versionsbezeichnung auch neu. Bei Apples App-Store war so etwas bisher auch schlicht nicht möglich. Weder auf dem Mac, noch auf iOS. Die Services bei Apple boomen, sie sind das höchstbewegteste Unternehmen überhaupt. Einige beschweren sich über das mangelnde „Pro“ in einigen Pro-Apps, deshalb empfiehlt Apple: Wenn ihr nicht nur einmal im Leben eine App verkaufen wollt, macht ein Abo draus.

Aktuell ist das machbar, indem die Nachfolgeversion ein „anderes Programm“ mit anderem Namen ist, z. B. MPC Pro 2 statt MPC Pro. Aber es wird sicher spätestens mit Mojave und iOS 12 Abos geben. So ist es denkbar, dass so ein Minimoog erst wieder läuft, wenn man brav jeden Monat oder jedes Jahr 10 Euro einwirft. Die Kosten dafür könnten auch durchaus explodieren, wenn man auch nur 1–2 Euro pro Monat für jeden besseren Synth oder eine DAW ausgeben soll. Die Roland Cloud kostet monatlich so viel wie ein Handy-Vertrag. Eigentlich ist das nicht zu attraktiv trotz der hohen Qualität und dennoch beginnt es erst jetzt.

Als User kann man so etwas faktisch nur durch Nichtkauf aufhalten oder durch Protest. Auch wenn man dem Entwickler aus Sympathie vielleicht mal was zukommen lassen will, so gibt es keine Systeme, die etwas entspannter damit umgehen. Es ist also denkbar, dass Apps, die man liebgewonnen hat, zunehmend Dauergräber werden. Man wird dann als Entwickler etwas lieber daran arbeiten, denn ab dann wäre diese Arbeit wieder bezahlt. Es gibt also auch einen positiven Aspekt, den nicht jeder User mag. Aber dass Treiber eingestellt werden oder es einfach keine Updates gibt, hat auch damit zu tun, dass nach Verkauf eigentlich alles gelaufen ist für den Anbieter. Und? Gute Idee? Wird dadurch das Angebot von Software professioneller, wenn man den Adobe-Weg geht? Dort kostet ein Abo gern mal schlappe 50 Euro monatlich. Der Autor dieser Zeilen ist daher Affinity-User geworden.

Rant Ende. Und du so?

Kiwi 1000 – Oberheim Matrix 1000 aufwerten, editieren, Arpeggiator …

Kiwitechnics 1000

Der Matrix 1000 von Oberheim ist ein sehr gut klingender analoger Synthesizer, aber man kann ihn nicht direkt editieren ohne einen Editor und Software. Das kann man ändern!

Er war immer irgendwie ein Geheimtipp, es gab aber auch Zeiten, in denen er lediglich 250 Euro kostete. Heute ist er wieder bei 500 Euro gelandet. Zu Recht, denn er klingt hervorragend. Er hat 6 Stimmen wie ein Matrix 6, ist jedoch mit geringfügig anderen CEM-Chips ausgestattet und muss eben auf die echten Bedienmöglichkeiten eines Matrix 6 verzichten.

Kiwi 1000 – Editor  für den Oberheim Matrix 1000

Der Kiwi 1000 Aufrüst-Satz ist ein Frontpanel und ein neues „Betriebssystem“, um dem Matrix einen Sequencer, einen Arpeggiator zu sepndieren  und ihn am Gerät editierbar zu machen. Neben diesen sehr wesentlichen und bereits sehr interessanten Funktionen behält der umgerüstete Matrix seine Sounds ohne Batterie im Speicher. Es sind dann 1.000 eigene Klänge anstatt nur 200 editierbare Klänge direkt im Gerät!

Die Oktavlagen können weiter eingestellt werden als am Original, nun geht das von 2′ bis 64′, was enorm ist. Außerdem kann das Gerät SysEx- und MIDI-Controller-Daten verarbeiten und ist damit für die heutige Zeit besser geeignet. Es gibt neue Stimmenzuordnungsmodi, außerdem wurden die drei Hüllkurven verbessert und es gibt mehr Modulationsoptionen.

Zudem sind jetzt 3 (drei!) LFOs an Bord. Die Modulationsmatrix wurde entsprechend aufgewertet und erweitert und es gibt zusätzlich noch einen Chord-Mode.

Das alles kostet knapp 295 US-Dollar plus Fracht aus Neuseeland. Vermutlich die sinnvollste Investition für einen optisch nicht sonderlich interessanten, aber klanglich tollen Synthesizer. Die Fracht kann allerdings durchaus etwa 50 Dollar kosten, in die USA zumindest ist dieser Preis angegeben.

Infos

  • Mehr Information dazu gibt es auf der Website

VTol Modulator – Interessantes Objekt mit Sound und Bewegung

Der Vtol Modulator – das klingt doch schon nach etwas. Es ist allerdings nichts, was man kaufen kann, sehr wohl aber theoretisch etwas in der Art zu bauen, das ginge.

Das Gerät ist eine Konstruktion, die an eine Uhr erinnert oder eine Planetenbahnsimulation sein könnte. Es dreht sich und innerhalb dessen drehen sich einige Elemente. Es gibt Enden, die wie Sensoren aussehen. Dazu gibt das Gerät Klänge ab.

VTol Modulator – ein Künstler sieht Musik

Was hier aber gemeint ist, ist eine Sicht eines bildenden russischen Künstlers, wie er Musik sieht und Modulationen in der Musik. Frequenzmodulation als Syntheseform ist auch Teil dessen, weshalb es hier nicht um Logik, sondern eine kreative Verarbeitung geht.

Das Teil ist technisch mit 3 Hall-Sensoren ausgerüstet, 5 Motoren zur Bewegung der Streben. Es gibt eine selbstgebaute Elektronik und den Axoloti. Der ist eine Art kleines Modulsystem, das kostenlos im Umlauf ist und auf Linux läuft. Die Software hingegen läuft auf einem ARM-Prozessor, der etwa der Leistung eines iPhone 4 entspricht. Genau genommen ist nur der Editor extern und erinnerte damals an den Clavia Nord Modular und seinen Nachfolger, den G2.

Ästhetisch ist das definitiv etwas zum Hinsehen. Es sieht eher aus wie eine exakte Maschine, um 3D-Drucke herzustellen oder ein Roboter. Es gibt ein paar Worte dazu auf der Site von Vtol, der für diese Art Arbeiten bekannt ist.

Infos

  • Weitere interessante Projekte gibt es hier zu sehen und zu bestaunen.

Video

808-Day auch bei Roland – Originalhersteller bringt drittes Plug-out ins System 8

System 8 JX03

Es verdichtet sich für morgen, dem „808-Tag“, dass auch Roland eine kleine Sache vorbereitet hat, nämlich erneut und kurz nach Aufwertung des System-8 per Update.

Der bekannte YouTuber Gattobus veröffentlichte ein Video, in dem man das System sieht und den Hinweis, dass es morgen (8.8.2018) ein neues Plug-out geben wird. Der Sound, die Vermutung und logische Überlegungen bringen sofort ins Nerdhirn – das muss der JX-3P sein, der als JX-03 bereits als kleines Boutique-Gerät angeboten wurde.

System-8 Update zum 808-Tag?

Alle drei Minisynthesizer (Jupiter-8, Juno-106 und eben der fehlende JX-3P) sind heute sinnloserweise nicht mehr erhältlich. Aber das System-8 gibt’s nach wie vor. Und es gab immer einen Slot, der „noch frei“ ist – nicht bei aktiven Usern des System-1 oder 1m, denn die Plug-outs funktionieren auch im System.8. Deshalb werden sich viele dort sicher mindestens das System-100 oder den Promars (SH-101 oder SH-2) eingeladen haben, auch wenn diese dort monophon bleiben werden.

Die hohe Qualität der Emulation und des Klanges an sich mit „DEM“ typischen „Roland-Sound“ würde damit noch einmal vervollständigt. Der JX-3P ist klanglich sehr weich und war seinerzeit sicher eher ein günstiger Synthesizer für Einsteiger und Leute mit weniger Geld. Dennoch ist er mit einigen Funktionen und zwei Oszillatoren ausgestattet und daher sogar dem Juno näher, ohne teurer zu sein. Heute ist er eher wiederentdeckt, was auch an seinem Arpeggiator/Sequencer liegt. Damit erlaubte er auch mit zwei Oszillatoren einfach mehr als der Juno.

Es fehlt ihm lediglich die Pulsbreitenmodulation. Dafür hat vermutlich auch die Implementation im System-8 mehr Schwingungsformen im LFO, Crossmodulation in beide Richtungen und eine ADSR-Hüllkurve für VCA und VCF zu bieten. Diese könnte möglicherweise umschaltbar sein, da das System-8 auch zwei ADSR-Fader anbietet und damit ein bisschen mehr JX-8P sein kann. Das wäre eine perfekte und würdige Sache und vermutlich wäre das sogar kostenlos wie die beiden anderen internen Plug-outs auch. Denn auch sie gab es mit dem Kauf quasi dazu. Damals wurde der Juno-106 einfach „nachgeliefert“.

Oder was anderes?

Es würde mich sehr überraschen, wenn es ich um einen SH-101 oder einen ganz anderen Synth handeln würde. Am meisten klanglich zu begrüßen wäre sicher ein polyphones System-100. Aber ein JX-3P mit 8 Stimmen ist auch nicht schlecht, besonders nicht, wenn er kostenlos sein wird. Damit wäre das System-8 auch insgesamt sehr attraktiv für seine aktuell 1.200 Euro Anschaffungswiderstand.

Es ist eine Art Aufwertung, die Roland mit neuen Filtertypen und Oszillatormodellen bereits vorab als OS-Update brachte.

Video

Berglund NuEVI – ein Blaswandler für Synthesizer gespielt von Nyle Steiner

NuEVI Steiner

NuEVI ist der Controller, er sendet seine Daten an einen MIDI-Converter und dann weiter an ein Pittsburg VCO, das Manhattan Modular und das Nyle Steiner Synthesystem und ein bisschen Hall dazu.

So beschreibt Mark Steiner das Instrument. Gebaut wurde und wird es aber nicht von den Steiners, sondern von Johan Berglund. Es ist erstauntlich kompakt und hat offenbar empfindliche Tasten im Stile einer Trompete. Um unteren Rand kann man offenbar noch einen Metallring berühren und die Blasstärke am Mundstück ist ein weiterer Controller.

NuEVI – feinfühliger Blaswandler

Die Feinfühligkeit mit so einem Instrument ist höher, es gibt nuancierteres Spiel und der Einsatzpunkt für eine Note wird eben nicht klassisch bestimmt, sondern über den Blasdruck. Da es solche Controller natürlich schon gibt, nennt man die meist Blaswandler oder in einfacherer Form Breathcontroller. Yamahas WX-Serie und Akais EWI-Serie sowie Rolands Aerophone sind hier zu nennen. Es gibt oder gab sogar auch analoge Ansätze. Einen der ersten lieferte Nyle Steiner mit seinem Valve Instrument, lange vor unserer Zeitrechnung. Heute gibt es zwar keine Saurier mehr, aber eben auch diesen neueren Ansatz.

Berglund betreibt eine Github-Präsenz namens „Trasselfrisyr“, auf der man auch das Nuevi findet, es ist also offen für alle. Man braucht allerdings einige Skills, um so ein Gerät selbst bauen zu können. Es basiert auf einem Teensy (kleiner Computer), ist batteriegetrieben und doch ziemlich handlich. Im Video gibt es mehrere Ansichten des Instruments zu sehen (Mitte).

Infos

  • Berglund Instruments kann man über ihre Facebook-Präsenz erreichen und weitere Demos & Videos dazu finden.

Video

Plane V – Pianorolle auf dem Monome

Stretta Plane V Monome

Pianorollen-Darstellung anfassbar machen, ist gar nicht so einfach. Deshalb hat „Stretta“ eine Lösung für Monome gebaut.

Monome gibt es in verschiedenen Größen und ist eher eine Art von Community, die sogar auch Wert auf die Herstellung unter guten Bedingungen legt und auch eher lokal angelegt ist. Dennoch kann man dort natürlich auch diverse Tasten-Matritzen und die im Vordergrund erkennbaren Drehknöpfe dort bekommen.

Plane V – Pianorolle zum anfassen

Diese Idee gab es lange, bevor es Novations Launch Pad gab. Das bietet faktisch die farbige Version davon als Controller an, jedoch stark gebunden an Ableton Live. Die Software kommt daher erst über die Community zum Leben.

Stretta aka Matthew Davidson baut seit Jahren Anwendungen für die Umgebung auf Monome-Elementen und ist so freundlich, diese meist via Github zur Verfügung zu stellen oder im direkten Download. Hier kann man einen Ton setzen, die Länge ändern, den Zoom-Faktor ändern und die einzelne Note mittels der großen Knöpfe nach oben und unten verschieben.

Ja, das Konzept des Zoomens und Hoch- und Runterscrollens gibt es auch im Synthstrom Deluge zu sehen, dort gibt es faktisch die gleiche Bedienung, jedoch mit etwas weniger Tastern, da die Matrix dort 8 Taster beträgt und somit nicht eine ganze Oktave zu sehen ist, hier ist das der Fall, da es auch 16×16-Monomes gibt.

Die Community dazu befindet sich auch auf Monome.org, dort findet man auch die anderen Elemente

Infos

Das Blog und der spezielle Artikel zum Plane V bei Stretta

Video

Eine weitere Variante der Bedienung des Sequencers Plane P (für polyphon)

Voltage Modular Software steuert Euroracks

Voltage Modular vs. Eurorack

Irgendwo pluckern die Softmodulars im Rechner vor sich hin, während außen die Module wieder anders ticken. Wieso keine Symbiose herstellen?

Es passiert noch immer seltener als man denkt – die Kombination aus Software und Hardware. Obwohl ja durchaus Module wie LFOs und Sequencer im Rechner gut umzusetzen sind, teilweise sogar besser und grafisch darstellen lässt sich das ebenfalls gut. Natürlich gibt es Silent Way für diesen Zweck, aber es geht auch so.

Vintage Modular – eine Symbiose

Hier ist der relativ neue Voltage Modular mit zwei neuen Modulen ausgestattet worden. Ähnlich dem Clavia G2 gibt es CV-to-MIDI und MIDI-Out. Mit dem Ersten kann man die internen Steuerspannungen im Rechner an MIDI versenden, und MIDI-Out ist der eigentliche MIDI-Ausgang. Auch im G2 kennt man diese Art von Handling, man gibt einen Controller vor oder eine Note und schickt diese dann raus an MIDI.

Der eigentliche „Supertrick“ ist natürlich einfach nur ein simples MIDI-to-CV Interface, was der Modular haben muss. Es gibt mittlerweile auch solche, die mehrere MIDI-Controller unterstützen, wie etwa das MUC-800 oder bei direkter Computer-Verwendung wie hier das Shuttle von Endorphin.es. So landet das Signal drüben im Modular.

Das ist sicher keine Magie, aber so ein Step-Sequencer, wie er im Voltage Modular oder in Zmors (iOS App Modular Synth) oder ähnlichen Systemen ist, ist jetzt schon direkt einsetzbar. Der Macher des Videos nutzt den Squarp Sequencer für die Konvertierung als MIDI-CV-Umsetzung.

Ihr macht zu wenig Interaktion! Hier ist eine Anregung dazu:

Video

Plankton kündigt an – Desktop-Synthesizer oder Sequencer?

Plankton Electronics Synth

Plankton Electronics sind die, die den kleinen modularen Ants-Synthesizer vorgestellt und ausgeliefert haben und es auch geschafft haben, dass er unter 500,- Euro bleibt. Der „Neue“ wird sicher auch besonders sein, wir haben ihn gesehen …

Genau genommen hat und kann ihn jeder sehen. Denn Plankton haben ihn auf ihrer Facebook-Site geteilt mit einem kleinen Hinweis, dass es bald eine „neue Maschine“ gäbe, die bald veröffentlicht würde. Veröffentlicht bedeutet normalerweise auch nicht einfach nur das Konzept zu zeigen, sondern auch gleich zu liefern.

Plankton Electronics Synthesizer oder Sequencer?

Das Gerät ist ein flaches Desktop-Gehäuse mit einer Reihe von 2×8 Buchsen auf der rechten Seite und entsprechend noch 8 Potis. Die könnten beispielsweise ein Sequencer sein. Denn mit CV und Gate hätte man genau das, was man dafür benötigt. Es ist aber auch denkbar, dass es sich um eine Art von Patchbay oder Modulationsidee handeln könnte. Die könnte das Gerät mit der Außenwelt verbinden.

Allerdings gibt es links im Bild ebenfalls Buchsen, die ausreichen würden, es komplett zu steuern. Und so wäre es eher nicht modular, sondern ein einfacher normaler kleiner Synth mit vielleicht 2 Oszillatoren und einem Filter in der Mitte und maximal einer einfachen Hüllkurve (Decay?).  Jedoch mit einem Wahlschalter mit 6 oder mehr Optionen, die auch eine Schwingungsform-Wahl für einen LFO sein könnte oder eine Umschaltung von LFO auf Hüllkurve als zentrale Modulation für etwas, vermutlich das Filter.

Das ist selbstverständlich alles nur Spekulation. Was wirklich kommt, weiß nur das Plankton selbst, aber man kann es fragen, solange noch keine großen Fische  es finden.

Infos

Näherer Kontakt aber noch keine weiteren Informationen oder Preise haben wir von hier:

Folktek Matter II – Captain Nemos Drumsynthesizer

Folktek Matter 2

Absolut edle Optik im Stile von 2000 Meilen unter dem Meer, das ist das Eurorack-Modul Matter II. Das sah in seiner ersten Version total anders aus, auch ästhetisch. 

Die alte Version hatte mehr „Zeug“, das man anfassen konnte. Nun sieht es sehr aufgeräumt und weniger chaotisch aus. Die Bedienung soll damit einfacher werden, ohne zu viele Einbußen zu haben, sagt Folktek.

Folktek Matter II Eurorack-Modul

Drum-Wave-Synthese heißt die Grundlage, auf der die kleinen Steckmatrix-Pins in goldigem Look gesteckt werden können. Laut Hersteller ist es nicht mehr ganz so experimentell, jedoch konnte man durch die Pin-Matrix mit ihren 6 inneren und 12 äußeren Zielen mehr „Features“ hinzufügen gegenüber dem Ur-Modell Matter.

Neben den Drums kann man auch Verzerrung der krassesten und auch sanfteren Art herstellen, genau so wie Filterung. Das Processing kann per CV- und Gate-Signalen beeinflusst werden und ist daher nicht mehr so „alleingestellt“ oder nur in sich selbst offen, sondern ermöglicht viele Anschlüsse und damit radikale Veränderungen, Noises, Rauschen und Schlaggeräusche.

Es gibt insgesamt 3 Sektionen mit jenen 17 Steckpositionen und dazu gehören ein Knopf und eine CV sowie der Trigger-Eingang V+. Die beiden Modulationsabteilungen und der Knopf sind bereits Teil der Synthese und was sie tut und natürlich auch dazu da, um die gewünschten Anteile für den Schlagsound zwischen den drei Elementen zu mischen. Die Knöpfe sind eigentlich die Antagonisten für die „Sidekick“-Generatoren aus dem ersten „Matter“-Modul. Die Matrix-Mitte ist beleuchtet, um die Knopfposition darzustellen.

Außerdem gibt es Erweiterungskarten, die die Schaltung ändern können und anhand von Bildern zeigen, was sie tun. Die Erweiterungskarten werden offenbar auch interessant für „Macher“ sein, so der Text, da man dort auch Zugriff erhielte, von dem man bisher nur träumen konnte. Das konnten wir jedoch noch nicht prüfen. Wir freuen uns auf das bald kommende Audio- und Videomaterial und liefern das nach, sobald es da ist.

Der Preis liegt bei  449,– US-Dollar und die Lieferzeit wird mit 4-8 Wochen angegeben.

Infos

  • Erste Informationen findet man hier