DivKid Mutes – der YouTuber mit dem ersten Modul

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DivKid ist der Prototyp eines Nerds, er dreht Videos und erklärt die Welt. Das ist gut so, aber er brauchte offenbar eine kleine Einheit, um Sounds einfach und schnell hinzuzuschalten. Hier kommt DivKid Mutes.

Was? Schalter? Das ist doch irgendwie gar nichts, was ist denn da überhaupt drin? Da ist eine Dämpfungs-Elektronik drin, die Umschalten nicht mit Knackern oder mit einem sanften Umblenden umsetzt. Das gibt es insgesamt viermal und mit LED-Anzeige, die zeigt, was aktiv ist und was nicht. Die Kippschalter haben drei Stellungen, sodass es neben „an“ und „aus“ noch eine „kurz einblenden“-Funktion gibt, solang man diese festhält. Der Klang erhält einen kleinen Ausklang.

Was?

Natürlich funktioniert das mit Steuerspannungen und genau so auch mit Audiosignalen. Divkid Mutes kann als Effekt-Send-Weg genutzt oder zur Verteilung von Modulationssignalen genutzt werden.

Das Modul wurde zusammen mit Befaco aus Spanien entwickelt und gemacht und man kann es kaufen oder selbst bauen für 110 Pfund, bzw. 70 Pfund. Dazu gibt es einige Leuchtkabel vom Typ Glühwürmchen.

Technisch gesehen sind Vactrol-Elemente verbaut, die generell etwas träger sind und daher für den Zweck sinnvoll. Träge natürlich ohne zu lange für einen Umschaltvorgang zu brauchen, es ist lediglich für das gute Gefühl sinnvoll und ohne Knackser zu erzeugen. Sicher könnte man auch Patchkabel nehmen und diese einfacher herausziehen, was aber nicht „gepuffert“ würde.

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Praktischer Helfer für die Modularwelt Syntherjack Wieheister – DIY

Syntherjack WieheisterSyntherjack Wieheister

Wieheister ist keine Frage, sondern die Antwort auf die Frage: „Wo bekomme ich eine Art Schweizer Taschenmesser für das Modularsystem?“

Irgendwie fehlt immer eins oder man braucht irgendwas um etwas zu steuern. Dieses Etwas ist dieser kleine unscheinbare Helfer, der nicht selbst ein Modul ist, sondern eine Platine, die mit einer Reihe DIP-Schalter ausgestattet ist und vier Sektionen mit jeweils drei Anschlüssen hat .

I am a Syntherjack and I’m okay…

Das Syntherjack Wieheister hat einen konfigurierbaren Multiple, einen weiteren für Stereo-Signale und einen Merger mit Splitter und ist, wie überhaupt alles, einstellbar und dennoch braucht man kein Poti. Es ist offenbar als Selbstbau-Projekt gedacht, um SMD-Löterei zu üben. Die Schalter verbinden offenbar gezielt die Spitze oder den Ring-Teil des Klinkensteckers nach Wahl. Kurz gesagt: Er mischt, verteilt und teilt auf.

No no no, don’t laugh – it’s true!

Übrigens ist das kein Gag mit Wieheister = „Wie heißt er?“ – das ist tatsächlich so gemeint und wird auf der Website auch erklärt. Im Polnischen soll das der Begriff sein für „wie heißt das nochmal, es fällt mir gerade nicht ein“ – und das passt wirklich gut. Ich nenne so etwas eher Dingsi™. Es wird auch gewarnt Kurzschlüsse zu bauen, weil das theoretisch auch konfigurierbar ist – also bitte Vorsicht nach dem Kauf / Nachbau.

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Die Syntherjack-Website erzählt mehr als 1.000 Worte. Der Kontakt läuft über E-Mail und eher persönlich bei Syntherjack und das ist sympathisch. Wer den Wieheister nachbauen will, sollte einfach nach der Platine fragen – man kann sie aber gut übernehmen, denn auf der Site findet man alles und kompliziert ist es nicht. Anwendungen dazu sind hier:

Video

Färben, verzerren, filtern, verändern und sättigen mit Plankton Spice

Plankton-Electronics SpicePlankton-Electronics Spice

Spice ist Würze! Alles was zerrt, verbritzelt, verändert, filtert in verschiedensten Formen in einem einzigen Modul und mit 8 Steuereingängen als Mangelzentrale für Audio. Sogar Röhrenverzerrung ist mit verbaut im Plankton Spice.

Es kann sehr viel und in mehreren Formen. Das Plankton Spice bringt zunächst ein Filter mit Hoch- und Tiefpass, dann kann man das Signal bitcrushen und zusammenfalten auf digitaler Ebene. Danach kommt eine analoge Sektion mit mehreren Optionen, die ebenfalls filtert mit einem von drei Filtertypen.

Verstärkung und Drive kommt hinzu, und per Nu-Tube in 2 Geschmacksrichtungen kann entsprechend nachgeboostet werden. Es gibt diverse Verzerr-Arten von Sättigung über Clipping bis Röhre, die ausgewählt werden können. Alle Ebenen haben jeweils Steuereingänge und Abschwächer.

Es kommt über Kickstarter

Das Modul kommt via Kickstarter per Crowdfunding und es wird bald auch ein paar Demos und Videos dazu geben. Nu Tube sind Röhren, die Korg entwickelt hat, sie sind jedoch kompakt und kleiner gebaut. Damit hat man von Röhren über diverse Transistor-Verzerrer alle möglichen Optionen, Signale aufzuwerten, zu veredeln oder einfach kaputt zu machen. Das Konzept erinnert leicht an Elektrons Analog Heat, weil auch dort einige „feste Algorithmen“ oder auch Schaltungen möglich sind. Auch die Art und Weise ist ähnlich, nämlich analog und digitale Veränderungen im Bereich Verzerrung sowie Filterung.

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Plankton Electronics Website weiss noch nicht viel von dem Modul oder dem Preis, es wird aber in Kürze dort entsprechend Erhellendes geben. Der Link zur Crowdfunding-Plattform folgt ebenso bald …

Teenage schickt Besteller zurück für den Modular 170 und OP-1 ist wieder da, aaaaber …

Teenage 170Teenage 170

Teenage Engineering haben kürzlich den „Ikea-Style“-Modular vorgestellt. Bunt und anders ist er und dennoch gab es kürzlich einige „gute und schlechte Nachrichten“ aus Schweden. Sind jetzt die Geräte von Teenage Enginiering lieferbar?

Es ist alles in Ordnung, wir können das Keyboard und den Modular 170 nicht liefern, da es Produktionsprobleme gab. So wurde sinngemäß verkündet, dass die kleinere rote Einheit und auch das Keyboard dazu für Besteller nicht ausgeliefert werden konnten und die Bestellungen sogar storniert wurden.

Als Trost kann man für 10 % Rabatt das große gelbe System bekommen. Es scheint auch bereits unterwegs zu sein und nicht betroffen von den Herstellungsproblemen.

Keine Geräte?

Solche Dinge sind üblich und kommen gelegentlich vor. Dennoch hört man eher selten etwas wie Rückgabe des Geldes, was mehr als fair wäre, denn die Geräte werden vermutlich schlicht und einfach verspätet eintreffen und dann auch angeboten.

Auch die einzelnen Module für die eigene Zusammenstellung eines Modulsystems mit individueller Auswahl sind noch nicht so weit. Immerhin sind die komplette Kampagne und das Design durchgehend in sich schlüssig. Selbst die Ankündigung ist entsprechend passend gestylt.

Und der OP-1 ist wieder da, aber …

Interessanterweise wird auch der Teenage Engineering OP-1 wieder angeboten. Wir berichteten von einer leicht „verschrammelten“ Ankündigung, die etwas falsch verstanden werden konnte und wurde – nämlich, dass der OP-1 nicht mehr gebaut würde.

Aber: Es gibt ihn wieder – jetzt – jedoch teurer, viel teurer. 1.399,- Euro ist der neue Preis. Wer den bisherigen Preis des OP-1 schon etwas gehoben empfand, wird den neuen wohl jetzt etwas überzogen finden.

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Teenage Engineering hat noch immer eine Website, dort wurde auch der entsprechende „Aushang“ gezeigt.

Analoger Vocoder mit 16 Bändern von Wavefront Audio (Club of the Knobs Umfeld)

Wavefront Sixteen VocoderWavefront Sixteen Vocoder

Club of the Knobs waren zumeist eine Person, nämlich Gerd Peun mit Hilfe bei der Entwicklung durch Georg Mahr, der berühmte Erfinder – aber offiziell nur ersterer. Wavefront Audio ist offenbar das Kind beider Personen und präsentiert direkt einen aufwendigen analogen Vocoder.

Vocoder analog zu bauen ist auch heute noch eher selten, dennoch hat es gerade kürzlich eine Veröffentlichung gegeben, die auch aufwendig gestaltet ist. Denn der GRP Vocoder lässt freies Patching zwischen den Bändern zu und ist damit eigentlich das, was einen Vocoder ausmacht.

Mehr als das Alte

Bei Wavefront scheint man aber weiter zu sein, denn während man in Italien Zeichnungen präsentiert, ist man in Portugal offenbar schon bei einem Prototypen angelangt. Der offizielle Name ist Sixteen Channel Spectral Vocoder und das Ganze besteht offenbar aus zwei Teilen.

Manager!

Das andere Gerät ist der Spectral Channel Manager, der offenbar von Georg Mahr ersonnen wurde. Offenbar werden die Bänder und Kanäle hier auch weiter koordiniert und in Zusammenhang gebracht, was das Gerät insgesamt attraktiver macht und eher in die Nähe des Frap Tools Fumana gelegt, was die Spektral-Effekte angeht.

So kann man offenbar die Bänder versetzen und verschieben, ohne 16 Kabel neu setzen zu müssen. Die gesamte Veränderung ist auch über MIDI steuerbar, was über den Funktionsumfang anderer Vocoder dieser Bauart deutlich hinaus geht. Außerdem hat er noch einen LFO an Bord, der für Vibrato sorgt.

Übrigens wurden auch bei den komplexeren Geräten von CotK auf die Fähigkeiten Mahrs zurück gegriffen. Das scheint keine schlechte Entscheidung zu sein.

Die Sprachverständlichkeit verspricht hochwertig zu sein. Sogar eine Anzeige für die Eingangspegel pro Kanal ist in Form einer kleinen roten LED-Kette mit integriert.

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Bei Wavefront Audios Website kann man sich alles ansehen. Über Preise spricht man noch nicht.

Scheckkartensynthesizer von Division 6 – klingt besser als die Sparcard und kostet $90

Division6 Business Card SynthesizerDivision6 Business Card Synthesizer

Die meisten Scheckkarten sind ja doch irgendwie öde, zumindest musikalisch gesehen. Es klagen so viele über zu wenig Platz, also kann man doch mal einen Synthesizer für’s Portemonnaie mache, bis das Portmon-Nee sagt! Bitteschön, hier kommt der Division 6 Business Card Synthesizer.

CV und Gate als Eingang und einen Audioausgang bietet der Division 6 Business Card Synthesizer. Er hat einen Oszillator mit Rechteck, Dreieck und Sägezahn. Das gelangt in ein Tiefpassfilter und wird von einer AD-Hüllkurve geformt. Dazu gibt es zwei LFOs mit Puls, Rechteck, Sägezahn, Dreieck und Ramp. Letzterer reicht durchaus, um eine kleine Hüllkurve zu sein.

Eine Sample-&-Hold-Abteilung gibt es auch und wird von LFO 1 und LFO 2 befüttert. Damit sind durchaus mehr als Standard-Klänge zu erfinden und ich gebe zu – ins Portemonnaie passt der Division 6 Business Card Synthesizer nicht ganz hinein, aber finanziell durchaus, denn man braucht keine 100 US-Dollar dafür.

Steuern und Regeln

Um das unterwegs und ohne Steuerung zu starten, gibt es einen Gate-Button mit LED, der auch als Hold funktioniert (zusammen mit dem Sample-&-Hold-Taster). Auch die LFOs zeigen ihren Zustand jeweils über LEDs an. Er benötigt 7 bis 15 Volt und ist damit recht genügsam. Damit ließe sich auch ein 9V-Block als Versorger verwenden. Die Maße sind die einer offiziellen Visitenkarte: 3,5″ x 2″ = 8,89 x 5,08 cm.

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Den Business Card Synthesizer gibt es fertig mit Gehäuse für 90 Dollar, ohne Gehäuse für 65 Dollar, als Bausatz für 35 Dollar und die Platine mit dem wichtigen Soundchip dazu für 17 Dollar auf der Website von Division 6.

Video

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Quick demo of the Business Card Synthesizer

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Die Gameboy-Matrix von Look Mum No Computer – Fetter und besser!

Gameboy Matrix LMNCGameboy Matrix LMNC

Look Mum No Computer ist auf Tour, sogar in Deutschland. Dieses Video hat 42.000 Klicks, was für Nerdkram doch viel ist. Und was gibt es hier zu sehen? Eine Gameboy-Matrix, die sich doppeln und als Grafikpixel angesteuert werden können und sogar als VCO angesteuert werden mit Filter pro Stimme.

Experimente mit Gameboys gibt es häufiger, aber hier wird es schon sehr speziell. Eine Matrix von mehreren Gameboys wird aufgebaut und die Frequenz der CPU jedes einzelnen Gameboys kann gesteuert werden. Dadurch kann man die Töne von dort feinstimmen. So bekommt man eine „fette“ Verdopplung aus einer Reihe. Als Demo gibt es hier einmal einen Ausschnitt, wie 4 Gameboys mit Detune oder Oktavierung generell klingen können.

Wie geht das?

Um das zu realisieren, mussten alle Bedienelemente herausgeführt werden und ein 10-Kabel-Bus plus weiterem 2-Kabel Bus angelegt werden. Damit kann man per Arduino nicht nur den Sync und die CPU-Geschwindigkeit jedes Geräts steuern, sondern auch das Display. Auf diese Weise kann man auch optische Änderungen machen. Geplant ist pro Stimme (nebeneinander) je ein Filter, VCA und Verzerrer als Modul anzubauen, dazu wurde jeder Gameboy mit einer Frontplatte mit den Steuerelementen und der CPU-Tune-Einheit versehen. Die weiteren Reihen sind weitere Stimmen, die man über eine Tastatur oder Computer spielen kann.

Was passiert jetzt?

Das Projekt läuft noch, in dem Video wird aber alles genau erklärt und man kann auch etwas hören. Zum Ende spricht „Cosmo“, ein Sprachsynthesizer-Bot, der als Modul aufgebaut ist. LMNC-Fans kennen das sicher schon, er mag nämlich gern dicke Stacks von Oszillatoren, einfach weil es geht. Furby-Orgeln und mehr.

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Look Mum No Computer Basis

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Jetzt in „richtig“ – sehr klein, niedlich aber dennoch „mehr Pro“ – HaPiNes Desktop von Twisted Electrons

Twisted Electrons hapines-desktopTwisted Electrons hapines-desktop

Es gab einst eine Platine mit dem Namen HaPiNes, was ein Wortspiel mit NES andeutete, also dem Nintendo Entertainment System und damit Chiptunes, jedoch mit Sequencer und ein paar Sound-Einstellern.

Das alte Gerät war eigentlich kein Gerät, sondern ein Platine. So wie die Taschenrechner-Serie von Teenage Engineering war sie nackt und wirkte etwas unscheinbar. Das hat Twisted Electron bemerkt und eingesehen. Daher gibt es nun den Twisted Electrons HaPiNes Desktop.

Die Möglichkeiten des NES sind 5 Sound-„Kanäle“. Das sind genauer: 2 Rechteck-Wellenformen mit variabler Pulsbreite, eine Dreieck-Wellenform, ein Rauschgenerator und eigentlich noch ein 6-Bit PCM-Sampling-Bereich. HaPiNess kommt auch von Raspberry Pi und es gibt hier MIDI-In, Trigger-Sync für Eingang und Ausgang, ein Plug-in zu Steuerung der Parameter, 4 „Kanäle“ Echtzeit-Sound (nicht 5), also ohne Sampling, und 59 synthetische Drumsounds sowie einen speziellen weiteren, den der Hersteller mit „evolving“ beschreibt.

Bühnen-Action mit dem HaPiNes Desktop

Als Performance-Elemente sind 16 Arpeggio-Modes vorgesehen und ein Vibrato-LFO. Alles zusammen wird über 6 Knöpfe gesteuert, die über Controller oder das Plug-in noch etwas erweitert gesteuert werden können. Das kleine Gerät kann sogar Ratcheting, also das schnellere Spielen von Noten, die die Raster-Auflösung übersteigen (Roll-Funktion). Es gibt 256 Steps in 16 Patterns im Gerät und 3 Helligkeitsstufen für verschiedene Zwecke (Draußen, Drinnen und „normal). Ja, Hapines wird genau so geschrieben! Es ist ein doppeltes Wortspiel! Und ganz nebenbei auch vom Hersteller in allen Varianten, was Groß- und Kleinschreibung der einzelnen Buchstaben betrifft.

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Das alles soll es für 255 Euro plus Steuer ab März 2019 zu kaufen geben. Die Quelle ist direkt bei und auf der Website von Twisted Electrons zu finden.

Sounds

Paramount Synth „Meira“ – analog und polyphon mit auffälligem Design und drei Oszillatoren

Paramount Synth "Meira"Paramount Synth "Meira"

Curtis-Chips und Polyphonie, sowas klingt nach den Achtzigern und ist es auch ein bisschen. Aber es fehlt das Geld und dieser Tage bedient man sich einer Bitte an alle, genug Kapital bereitzustellen, um das Projekt mit drei Oszillatoren zu realisieren.

Dass heute Curtis-Chips, die Basis für solche Projekte, wieder verfügbar sind, weiss inzwischen wohl jeder. Der Sound „soll“ etwa zwischen dem Jupiter-8, dem Prophet-5 und dem Oberheim OB-Xa liegen. Genutzt werden sollen CEM 3340 für den Aufbau der Oszillatoren.

Der Preis für einen solchen Synthesizer soll 1795 US-Dollar sein, was ziemlich ehrgeizig ist für eine unbekannte Firma. Der Sound wird offenbar durch die genutzten Chips in diese Richtung „geschätzt“. Das ein AX80 nicht wie ein Oberheim Xpander klingt, obwohl sie die gleichen CEMs nutzen, ist aber auch klar. Und bei den Filtern weiss man noch nicht, was verwendet werden soll. Offensichtlich ist alles noch eher in einer Art Entwurf-Phase.

Daten zu Paramount Synth Meira

Es gibt ein Panel und eine Optik, die etwa zeigen soll ,wie das Gerät aussehen soll. Es bekommt 3 LFOs, 2 Filter mit jeweils einer ADSR-Hüllkurve und noch eine weitere für die Lautstärke. Speicherung und Arpeggiator sind ebenfalls geplant und es ist offenbar noch ziemlich viel offen, was Preis und Machbarkeit etwas im Ungewissen lässt.  Es wäre nicht die erste kleine Firma, die sich etwas übernimmt, dennoch wäre es toll einen nicht so großen und vielversprechenden Hersteller zu begrüßen.

Das Panel sieht Umschaltung zwischen den 3 Oszillatoren vor, und mit einem Knopfset kann man jeweils alle Einstellungen erreichen. Dadurch wird die Oberfläche übersichtlich. Aber: Aktuell gibt es nur die Optik und keine Entwürfe. Dennoch schauen wir, was „Meira“ für eine Zukunft hat. Den Namen Meira haben wir einfach aus dem Video – auch der Präsentator scheint jemand zu sein, der einfach eine Art Freund oder Mentor zu sein scheint.

Ein Blick zu einer Firma, die durchaus auch fertige Angebote macht aber auch eine gewisse Zeit benötigt: Behringer. Die können mit ihren besonderen Produktionsmethoden sicher bessere Preise machen. Aber dort wartet man dann doch schon auch mal 1–2 Jahre, bis ein Gerät wirklich auf dem Tisch steht. Hier hingegen muss noch eine komplette Entwicklung folgen, und deshalb schauen wir uns das an und hoffen, dass etwas herauskommt.

Was es bereits gibt

Korg und DSI bieten durchaus schon Synthesizer an, die polyphon und analog sind. Ebenso gibt es hybride Synthesizer wie den Peak, der ebenfalls eine Konkurrenz wäre und der Erklärung auch durchaus „nahe steht“. $2k ist eigentlich wenig Geld für einen mindestens 4, 6 oder 8-stimmigen Synthesizer (es soll mindestens 4 Stimmen geben, aber offenbar auch Optionen auf 6 haben …)
Aktuell gibt es 100 Dollar im Topf, es benötigt aber 179.500 US-Dollar, um das Projekt umzusetzen innerhalb 35 Tagen. Es werden 11 Farben angeboten, die Lieferung soll im Januar 2020 erfolgen.

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Video

Apples T2-Chip macht Ärger? Rettungsgasse bilden für Audio-Störung

Apple ProblemApple Problem

Zuerst in den Foren und dann sogar ganz offiziell: Apple hat offenbar Nebenwirkungen unterschätzt und nun sind sie da. Das hatten wir schon, aber sie sind dieses Mal ganz anderen Ursprungs – Knackser oder Audio-Störungen bei sehr neuen Rechnern mit T2-„Sicherheitschip“.

Es gibt in gewissen Abständen auch bei Apple mal ein richtiges Audio-Fail-Gate. Denn alles, was nicht läuft, bekommt in der Szene einen Namen mit der Endung „Gate“. So wie Antenna-Gate beim iPhone 4, Bend-Gate bei der Biegefreudigkeit des „flachen“ iPhones 6. Und dann gab’s natürlich das richtig schlechte OS und iOS, weil sich Apple zu sehr auf Neumachen und Umdesignen konzentrierte, anstatt schlichte Betriebsfestigkeit zu prüfen.

Bei einer derart hohen Update-Rate mit jährlicher Auffrischung kommt es fast zwangsläufig zu Fehlern durch übertriebene Hetze und Übermut seitens etwas zu stolzer Hersteller. Den Fehler haben sie heute einigermaßen gut im Griff. Dennoch passieren Dinge wie kürzlich der Facetime-Bug, bei dem mehrere Teilnehmer im Chat ein Sicherheitsrisiko waren und Apple ein Update für MacOS und iOS bringen musste, um das Problem zu beseitigen und Facetime für Gruppen sogar einige Zeit lang deaktivierte.

Nun also Störgeräusche bei neuesten Generationen mit T2-Chip! Nicht bei den Macbooks von 2016, sondern lediglich den ganz neuen Serien, die allerdings für Musiker erstmals wieder sehr interessant sind.

Musiker Pro-Blem?

Richtig fies sind drei bis vier große Fehler, die Apple aktuell bekannt sind. Das aktuelle Knacksen und Fehler bei einigen Audiointerfaces scheinen direkt oder indirekt mit dem T2-Chip zu tun zu haben. Dieses Problem wurde Apple bekannt, nachdem die eigentliche Ur-Klientel um Hilfe schrie.

Apple kümmert sich wieder um Pro-User. So wurden nach immer höheren Pro-Preisen bei immer weniger Pro-Leistung zumindest die Musiker inzwischen einigermaßen zurückgeholt, abgesehen von den unfairen und deutlich überhöhten SSD- und RAM-Preisen.

So sind ein Mac Mini oder ein neues MacbookPro mit 6-Kern-Prozessor und hohem Takt von 4;6 MHz für uns notgedrungene Single-Core-Bevorzuger eine gute Wahl. Denn hoher Takt und hohe Kernzahl sind uns wichtig. Das gibt es nun alles, aber die überhöhte Sicherheitsbedürftigkeit hat auch seinen Tribut gezollt, den Musiker eigentlich nicht akzeptieren können und wollen.

Anders gesagt: Auch Apple baut Mist und das durchaus regelmäßig. Den extremsten Fehler dieser Art gab es damals bei Einführung der 1-GHz-Powermacs, die erst mit Ausschalten der PowerNap-Funktion nicht mehr sirrten. Spätere Macs hatten dieses Problem nicht mehr und davor gab es das auch nicht.

So wird auch das neueste Problem hoffentlich bald einen Fix finden und sich die Welt einige Zeit zu Recht aufregen. Denn der Pro-User fühlt sich ungeliebt und ist in großen Teilen auf andere Plattformen gegangen, wegen der teils drastischen Preisanstiege.

So kann man mit einem Hackintosh die noch-aktuelle Technik des iMac simulieren. Jedoch nicht mehr lange, denn der T2-Chip verhindert das. Deshalb sind neuere Generationen (Aktuell: iMac Pro, Mac Mini, Macbook Air und Macbook Pro) außer des normalen iMacs, der noch ohne 6-Kern-Angebot leben muss, nicht als Hackintosh aufbaubar.

Apple bleibt Apple – deshalb werden sie einfach irgendwann, sicher bald, eine sinnvolle Lösung bieten. Das wird aber ein wenig zu lange dauert für Leute, die im aktiven Betrieb musikschaffend sind.

Was nun, Herr Cook?

Der T2 ist nebenbei auch mehr als nur Sicherheitsknecht, denn einiges an Verwaltung, z. B. für SSDs, ist auch in den T2 gerutscht und machte bisher keine Probleme, außer jenen, die Hackintoshs aufsetzen wollten. Hier wird HVEC konvertiert und Siri mit genug Power versorgt. Damit laufen hier ein paar Teile von iOS, die man nicht auf Intel portieren kann oder mag, wie etwa Facetime-Cam und anderes zum Thema Input/Output, kurz IO.

Wir tanzen im Viereck und warten konzentriert … Shitstorm in 3 – 2 – 1 …