Twisted Electrons 4-OP FM Synthesizer Mega FM – mit Fadern

Twisted Electrons Mega FMTwisted Electrons Mega FM

Es hat bis jetzt gedauert bis es wirklich mal einer macht – einen FM Synthesizer mit Fadern – quasi mit Programmer und heißt Mega FM. Dies dürfte nach dem DX200 nach langer Zeit der erste bedienbare FM-Synthesizer sein.

Vier mal eine Hüllkurve mit fünf Parametern und den drei wichtigsten Parametern sind jeweils alle einzeln als Schieberegler vorhanden und damit entsteht das Problem von nur einem Satz von Parametern nicht. Bei FM (=Frequenzmodulation), wie sie hier eingesetzt wird, müssen die Parameter eng miteinander abgestimmt werden und das ist hier möglich.

Die Klangerzeugung entspricht denen eines Yamaha Reface DX, DX9, DX21, DX11 oder FB01 oder ähnlichen Synthesizern. Er hat im Gegensatz zu diesen jedoch gleich 3 LFOs zu bieten. Er ist zwölfstimmig, hat verfügt über 8 Algorithmen  (die Verschaltungen zwischen den Oszillatoren mit jeweils ihren dazugehörigen Hüllkurven). Auch ein Arpeggiator ist an Bord. Die Basis ist der Yamaha Chip YM2612 FM.

Es lassen sich die Stimmen komplett gleichzeitig abfeuern (Unisono Modus) aber auch einzeln anspielen. Dafür hat der Mega FM mehrere Abspielmodi für Stereo und Mono-Abspielsituationen. Es ist möglich einen Split auf 2x 6 Stimmen zu machen.

Einen Synth in der Art hat schon Sam von Look Mum No Computer gebaut, allerdings einfacher in der Struktur.

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Der Preis ist mit 474€ festgelegt – dazu kommen noch MwSt (19″) – das entspricht gut 564€ . Mehr dazu findet man auf der Website und das Gerät lässt sich bereits vorbestellen.

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Tasty Chips wird einen FM-Synthesizer bauen!

Tasty Chips FM BisonTasty Chips FM Bison

Tasty Chips sind die mit dem Granulär-Sampler GR1, sie sind also für innovative und ungewöhnliche Hardware bekannt. Jetzt gab es ein Bild, was wie eine Software aussieht von einem FM-Synth namens FM Bison.

Das Bild lässt deutlich erkennen, dass es sich um einen 4-Operatoren-FM-Synthesizer handelt. Das Besondere scheint zu sein, dass man für jeden Operator den Algorithmus separat sehen kann. Das ist eigentlich unnötig, deshalb könnte es bedeuten., dass man pro Operator auch verschiedene Dinge machen kann oder FeedbackSchleifen oder ähnliches vielleicht nur pro Operator angezeigt werden soll, damit man das durchaus erkennen kann. Leider ist in deren Screenshot nur leider ein vollkommen identischer Algorithmus zu sehen.

Sicher ist, dass man verschiedene Wellenformen aussuchen kann und an anderer Stelle wird sich noch die Hüllkurve befinden. Normalerweise würde man sie rechts fortführen oder aber in einem eigenen Bildschirm. Da TC eher bekannt sind für Hardware, vermuten wir stark, dass dies eine Art Simulation oder Erstentwurf einer Hardware ist, die physikalische Knöpfe haben wird. Die Hüllkurven werden also wohl eher dort Platz finden. Für FM sind Endlosknöpfe sinnvoll, mehr als in jedem anderen Synthesetyp, denn dann könnte man auch eine komplexere Hüllkurve bedienbar machen. Die Methode würde mit Potis vollständig ad Absurdum geführt.

Noch ist viel Platz für Spekulation, wie der Bison aussehen wird und was er wirklich können wird. Vielleicht sind die Doppel-Algorithmen auch nur eine Ablenkung und so etwas wie eine erste Designstudie an Leute, die FM-Synthese kennen?

Weitere Information

Tasty Chips Facebook-Account zeigte genau diesen Screenshot, ihre Website befindet sich hingegen hier.