Superbooth 2019 – Top 5 – Synths – Was musste man unbedingt sehen?

Superbooth Top 5 SynthsSuperbooth Top 5 Synths

Die Superbooth war die größte und best besuchteste Messe zu dem Thema und es gab sehr viele Neuvorstellungen und Erstauftritte von großen und kleinen Firmen. Davon waren einige angekündigt, andere waren plötzlich dort. Einige andere Projekte gibt es schon länger und sind nun etwas weiter oder sogar fertig oder zumindest in einem sehr weiten Stadium. Bei Synthesizern, die noch ein gutes Jahr benötigen, gibt es eine Sondererwähnung.

Top 5

Ohne Frage gab es zwei besonders belagerte und ständig erwähnte Stände und Namen, eigentlich sogar drei, die ohne Frage zu DEN Themen gehörten, die auf der Superbooth herum gereicht wurden. Es gilt daher, diese in eine Reihenfolge zu bringen, es wären auch 10 möglich, denn für mich waren auch Dinge wie der Red Panel Buchla aus der System 100-Reihe spannend, da der Oszillator wirklich richtig gut sägen kann und sehr obertonreich zusammen mit dem Mixer als FM-Noise-Maschine sehr gut geeignet ist, dennoch ist dieses System ein Remake des ersten Systems, was Don Buchla heraus brachte und unter diesem Label wieder her stellen.

Nun aber zur Liste selbst:

Platz 1 – Soma Pulsar 23

Ohne Frage der große Kultfaktor geht an die Russen, genauer Vlad Kreimer von Soma Labs mit dem sehr ungewöhnlichen Halb-Modularsystem mit Drum-Orientierung. Es ist kein Drumcomputer, wie vielfacht geschrieben wird sondern eine Art Looper, bei dem man die einzelnen Instrument durch berühren der Sensoren in verschiedenen Lautstärken (weitere Sensoren) aufnehmen oder löschen kann. Das System kann zwar Bassdrum und Hihats erzeugen, jedoch kann es darüber hinaus viel mehr und hat Delay und Reverb an Bord und eine Menge an Möglichkeiten, die eine TR808 langweilig aussehen lässt.

Soma Pulsar 23 Drum-Synthesizer

Soma Pulsar 23 Drum-Synthesizer

Platz 2 – UDO – Super 6

Dieser Synthesizer sieht aus wie ein Roland Jupiter 6 und hat nahezu exakt dessen Struktur, wird aber digital bis zum Filter und dann weiter mit analogen Filtern ausgestattet und ist kein Clone und keine Emulation. Für Briten klingt UDO sicher ganz cool, für uns ist es wohl wie wenn man den Synthesizer Jochen oder Ulf nennen würde. Er war permanent von irgendwelchen Filmer-Hanseln umstellt und belegt. Er hat einen schnelleren LFO Modus und die Filter sind nicht Multimode wie beim Jupiter 6, er erinnerte beim Filter schon an das Vorbild, die Engine jedoch klingt anders – runder und mehr Virus-like aber für die Neuzeit.

UDO Audio Super 6

UDO Audio Super 6

Platz 2b – Superlative SB1

Auf gleichem Stand würde ich den SH101 in schwarz sehen, der fast kaum dicker als eine große Klinkenbuchse mit Gehäuse ist, er klingt offensichtlich genau so gut und ist komplett in schwarz schön anzusehen. Da wurde alles richtig gemacht. Die Tastatur ist ungewöhnlich flach, da sie keine Dynamik hat, sollte das aber ok sein – und dennoch ist der SB1 genau so „groß“ wie ein SH101 – von heute. Spannender als der Clone aus Fernost.

Superlative SB-1/Space Bee

Superlative SB-1/Space Bee

Platz 3 – Gamechanger Motor-Synth

Diese Maschine benutzt Elektromotoren als Oszillatoren und deren Bedruckung formt am Ende die Schwingungsform, alternativ kann auch der reine Magnetismus in Stellung M arbeiten. Das Ergebnis kann gefiltert werden und sogar FM und Ringmodulation sind möglich. Spannend ist auch die Art, wie man ihn spielt, denn er hat 8 Taster, die von einem Sequencer nacheinander ablaufen können und mittels 4 Knöpfen kann man die Motoren manuell stimmen. Das und mehr klingt zuweilen sehr gewaltig und ist ein Spaß für Bassmacher, weiter oben hört man mehr surren, denn die Motoren bleiben eben auch Motoren. Super, dass es sowas mutiges wirklich gibt.

Gamechanger Audio Motor Synth

Gamechanger Audio Motor Synth

Platz 4 – Pittsburgh Modular Voltage Research Labs

Der Synthesizer besteht aus zwei 5-fachen Sequencer-Touch-Flächen Elementen, und einem Synthese-Teil. Beide kann man einzeln kaufen oder in einem smarten und schön kompakten kleinen Holzgehäuse als ein System bekommen, es liegt bei $1.5k und führt die Westküsten-Idee weiter, so wie es der 0-Coast von Make Noise versucht hat. Es gibt komplexe Oszillatoren mit schneller Modulation durch einen zweiten Oszillator, zwei Doppel-Minihüllkurven mit Loopfunktion und zwei erweiterte Lowpass-Gates. Der Synthesizer ist voll mit kleinen und größeren Innovationen und seine geschlossene überlegte Art macht ihn noch attraktiver, er hätte auch locker Platz 1 oder 2 verdient. Aber nach den Aussagen der Leute müsste er auf diesem Platz, denn sie haben die anderen noch mehr betrachtet. Nungut.

Pittsburgh Modular Voltage Research Laboratory

Pittsburgh Modular Voltage Research Laboratory

Platz 5 – Novation Summit

Fast schon etwas „normal“ erscheint Novations Summit. Er ist mit 16 Stimmen ein interessanter Hybridsynthesizer und besteht eigentlich aus zwei Peak-Engines mit zwei wesentlichen Erweiterungen neben einer Tastatur: er kann zwei Hälften verwalten und damit schichten oder doppeln, außerdem hat er ein OSCar-Filter an Bord, welches intern die Wahl zweiter Filtertypen erlaubt, die ein Offset zwischen diesen beiden ermöglicht. Der Peak hat „nur“ ein Filter ohne diesen Zusatz. Das Huggett-Design vom Urvater des OSCar war da sicher hilfreich. Er ist kompakt und modern und klingt dennoch so, wie man ihn möchte, man sah sehr viel Novation auf der Superbooth und man redete auch drüber.

Novation Summit

Novation Summit

Platz 6 – Bald: MFB Synth 8

Dieser achtstimmige analoge Synthesizer mit 3 Oszillatoren und zwei Filtern (Tiefpass 24dB/Okt nebst Multimodefilter mit 12 dB/Okt.) hat viel zu bieten für einen achtstimmigen Synthesizer und wird unter 1000€ kosten, wird aber noch gut ein Jahr in der Entwicklung bleiben müssen, dennoch schlug auch er gute verdiente Wellen im Synthesizerteich.
MFB Synth 8

Würden Sequencer in dieser Liste auftauchen dürfen, so wäre der Xirid Sequencer und ein kleines Ding namens Noodlebox wegen der Optik mit drin.

Hier gibt es einen Rundlauf und Bericht zu dem, was auf der Superbooth gezeigt wurde mit Bildern und Gedanken.

Die besten Hardware-Synthesizer (Polyphon)

Top 5 - Polyphone Synthesizer 2

In diesem Überblick sind möglichst neue Synthesizer in der Auswahl, die jedoch noch zu kaufen sein müssen und bis zum Zeitpunkt der Herausgabe mindestens zu hören und sehen gewesen sein. Polyphone Synthesizer sind heute nicht mehr rein digital sondern es gibt grundsätzlich Hoffnung für mehr in diesem Gebiet. Auf absteigendem Ast sind jedoch Synthesizer mit verschiedenen Klängen, die mehrere MIDI-Kanäle mindestens 3 oder mehr verschiedenen Klängen zugewiesen werden können und gleichzeitig erklingen können.

Die Zukunft hat weniger zu bieten, oftmals ist Duotimbralität normal und schon eher Luxus, denn alle haben ja einen Computer – diese Idee ist leider nicht immer schlüssig, wenn man an Live-Performer denkt. Die alten Konzepte wie Virus und Blofeld warten noch mit mehr auf, ebenso die Clavia Synthesizer – aber Neuvorstellungen wagen auch über 1000 Euro Grundpreis den Mut Midi Thru-Buchsen oder eine Aftertouch-Tastatur einfach nicht zu haben. Das finden wir nicht gut, super ist hingegen die klangliche Tiefe und Vielfalt. Bemängeln könnte man die Vielfalt bei kreativen Syntheseformen, die im Bereich des Digitalen sicher tendenziell einfacher ist. Man traut sich wenig, bringt aber oft solide Ideen, die schon vor vielen Jahren funktioniert haben. Auch berücksichtig wird der Preis gegenüber der Markteinführung.

1. Roland SH101A

Dieser kleine Synthesizer muss nicht unter zu kleinen Bedienelementen leiden und ist ein sehr lang geliebter Klassiker, nämlich der SH101 in einer digitalen Reinkarnation. Man hat nicht nur den Klang sehr gut getroffen, es ist auch ein sehr einfach zu bedienendes Konzept, welches kreative schnelle Ideen schnell probieren lässt, er ist vierstimmig und kann auch alle vier Stimmen doppeln und eine Art struktureller Gegenpart zum klassischen Juno-60-Sound. Er ist ein wenig „moogischer“ und unfassbar beliebt bei Acts wie LFO, AFX und Boards of Canada, spontanen elektronischen Stilen mit und ohne Tanzbein und das liegt ohne Zweifel daran, dass der Sequencer und Arpeggiator wie bei keinem anderen Boutique-Synth so schnell und intuitiv zu bedienen ist. Eben mal eine Melodie ausprobieren und ein paar Akkorde? Überhaupt ist Chord Memory und Akkorde in den Sequencer zu spielen DAS Ding überhaupt. Auch für die, die keinen Sequencer haben können den Synth sehr gut in ein Set integrieren. Nachteil mag nur das fehlende Netzteil sein. Drei Farben total portable Ausmaße und verdammt guter Sound mit dieser neu gewonnenen Polyphonie sind schwer abzulehnen.
Roland SH-01A Front Rueckseite Blau

2. Yamaha Reface DX und CS

Diese kleine Serie ist mit der besten Tastatur für kleine Tasten ausgestattet, speziell der DX hat einen extremen Druck im Sound und ist definitiv meistunterschätzt. Er gibt mehr her als alle andere FM Hardware und auch Software zusammen, obwohl er nur 4 Operatoren hat und das mit komplexen 8-stufigen Hüllkurven ausgleichen möchte. Inzwischen liegen sie bei 280€. Zum CS kann man sagen – das ist ein Performance-Synthesizer für spontane Ideen und Jams, er ist, wie der DX sehr portabel ausgegelegt. Nachteile sind für Nichtumsetzen der super gut gemachten Tastatur beim CS bezüglich Anschlagdynamik und der unpraktischen MIDI-Kabelpeitsche, allerdings hätten DIN Buchsen auch nicht in diese Geräte gepasst. Wer etwas sehr kleines und spielbares sucht – der ist hier richtig.


3. Roland System 8 / 1m

Wegen seiner klanglich überzeugenden sehr sehr typischen Art, ist das System 8 hier in die obere Liste gefallen. Er ist im Preis etwas gefallen, sein idealer Preis wäre wohl aber eher 999€ als 1249€ – Er kommt aber von 1599€ und ist faktisch, was so viele Leute eigentlich lieben, Juno, Jupiter 8 und allgemeiner Roland-Sound und das überzeugend und wenigstens auch duotimbral. Die Bedienung ist absolut direkt und unumständlich und es ist auch Platz für ein Plugout, wie System 100 oder Promars und überzeugt auch hier definitiv durch den schlicht guten Sound. Das ältere System 1m hat ähnliche Qualitäten, jedoch etwas abgespeckt, brilliert aber mit geringen Abmessungen ohne monstergroße Tasten oder schlechten Tasten wie die des System 1, jedoch hat man beim 8er alles dazu gepackt, was eigentlich noch fehlte – einstellbare Anschlagdynamik, 8 Stimmen, Sequencer und keine Affengriffe. System 1m liefert mehr fürs Geld und hat modulare Eigenschaften, System 8 ist bedientechnisch optimal. Außerdem hat ersteres das Konzept Controller, Synthesizer und Software in gleicher Qualität anzubieten konsequent umgesetzt. Zum System 8 gibt es leider keine Plugins.

Roland System-8
system-1m

4. Dave Smith Rev 2 – 16 Stimmen

Auch wenn sich der 8stimmige Rev 2 besser verkauft, so ist der Nachfolger des Prophet 08 mit 16 Stimmen der eigentliche „neue Juno“ und der einzige analoge Synthesizer nach dem Alesis Andromeda, der vollständig analog ist und sechzehn Stimmen anbieten kann, dabei aber keineswegs primitiv ist, sondern für Flächenmenschen die beste Option, da hier Platz ist für lange Hüllkurven die wirklich ausklingen können. Man bewundere, dass nur ein analoge in dieser Liste der Polyphonen gelandet ist, es gibt zwar tolle Angebote, die Alternative wäre verdientermaßen wohl der Deep Mind 12 von Behringer und quasi-Konkurrent zum Rev2 mit 8 Stimmen und in der Kategorie auch eher Sieger wegen des Preises und dessen was er leistet, die anderen waren aber schlicht attraktiver als die analoge Abteilung, da sie klanglich denen kaum in etwas nachstehen. Ob sich analoge Technik nach 2020 noch technisch lohnt, wissen wir nicht…
Geben wird es sie aber bestimmt.

DSI REV2 NAMM 2017

DSI Rev 2

5. Tasty Chips GR1

Dieser Granularsampler ist die eigentliche Innovation dieses Jahres. Nicht nur, dass sich eine sehr kleine Firma etwas traut, nein es ist auch selten, dass mal jemand mit einem Sampler mit Knöpfen und Live-Auftrittsmöglichkeiten wirbt. Es gibt weit und breit nichts Vergleichbares und die klassischen Sampler-Hersteller schlafen seit langer langer Zeit. Die Maschine ist für 800€ nicht einmal besonders teuer zu nennen. Intern rangiert eigentlich der GR als heimliche Nummer eins im Bereich Chuzpe, Innovation und landet nur auf diesem Platz, weil er eigentlich erst jetzt gemächlich in die Hände der User kommt, und zwar direkt – die Laden-Geräte werden später kommen.

Tasty Chips GR-1 Synthesizer

Tasty Chips GR-1 Synthesizer

 

6. Außer Konkurrenz weil er einfach noch nicht lieferbar ist, dürfte der Innovator Waldorf mit dem Quantum sein, muss aber als „Off Tipp“ gelten.
56 Waldorf Quantum

CDM Mixes: Sofia Kourtesis takes us dreaming in wintry skies

Year-end lists, while valuable, can blur into vague hype, dizzying lists of artists and tracks. Let’s start by spending some time listening.

Long-time friend of the site Sofia Kourtesis, the producer/DJ with German-Peruvian-Greek connections now based in Berlin, fired over a new mix and her latest production this week. I make no claim of weighing what’s important in grander schemes, but I was moved by the fact that it touched so much of the music I resonated with personally this year, in headphones and in clubs both. There’s Octo Octa and Benjamin Damage – each mastering live performance – and Avalon Emerson and Etapp Kyle and DVS1, who dazzled me as DJs and with productions. And then onward from there.

Sofia calls this “pieces of winter sky”:

1 Olof Dreijer-Echoes from Mamori
2 Adam Marshall – Hose Shipping, Jammed Mix
3 Avalon Emerson – One More Fluorescent Rush
4 Etapp Kyle – Essay [KW20]
5 DVS1 – In The Middle [KW20]
6 Octo Octa – Adrift (Official Video)
7 Benjamin Damage – Montreal
8 Helena Hauff- Do you really think like that, als MP3 im Anhang
9 Sofia Kourtesis Iquitos
10 Aphex Twin – Alberto Balsam

Sofia is busy. In addition to handling bookings at Chalet (the former tollhouse right next to the Berlin headquarters of Native Instruments), she’s playing a festival in Peru organizing around the issue of child trafficking on May 17, has a full schedule of some of the most respected venues in Germany, NYC, and Latin America (see below), and will be curating a concert series at Berlin’s storied Funkhaus (ex-DDR radio facility and host recently to Ableton Loop). She also has a new EP in the works for spring.

Here’s what she says about this mix:

This mix is somehow playful, but also really dynamic, with sounds of mellow, Amazonian, and moody techno and electronica.

I took Olaf Dreijer to begin with, because it always makes me go out of myself on a dreamy journey, thinking about home, or about what home is. I really like his Amazonian elements — and this bass kills me, it’s just beautiful. It keeps me motivated throughout the day.

I also selected some of my favorite female artists at the moment, not just for them being women, but mainly because they’re talented producers using a lot of analog gear. Helena Hauff always brings it to the point, and without needing to try, she simply sounds really organic. I really love her new EP on Ninja Tune. I also like Avalon’s new track that she released on Whities, one of my favorite labels at the moment, alongside Studio Barnus.

The production, the video and her artwork are always really special. I wonder why she didn’t write music for computer games. She could totally do it – what a dream; I would be the first one to buy it. Ed.: We may have to round up some video game music at some point, on that note – see for instance SØS Gunver Ryberg’s wonderful work.

I just found out about Octo Octa this year. She’s a wonderful artist; I really like playing “Adrift” in the middle of a set; it takes me on a journey. Also really good for dancing is Benjamin Damage’s “Montreal” — what a tune… wish I had made it!

I also dared myself to include one of my own new tracks called “Guerrero.” It’s about a close friend of mind who is fighting against FIFA’s corruption.

All the best things at the end — I will never forget to include Aphex Twin in anything I do; he’s always been my hero.

By the way, from Sofia or anyone else, I will rabidly defend left-turn mixing and surprises; I think mixing and DJing could use more risks, not less. Seems a good resolution for 2018.

We’ll have more audio content from CDM coming on 2018, so consider this one end-of-year teaser as we squeeze in some holidays. If you have ideas for how you’d like that to go, I’d love to hear from you. But I believe there should always be more room for listening.

In person is even better, so here are Sofia’s coming dates:

19.01.2018 Chalet Club Berlin
16.2.2018 Institut für Zukunft Leipzig
22.02.2018 Bossa Nova Civic New York
24.02.2018 New York [TBC]
17.05.2018 Proyecto Play Me Lima-Peru
25.05.2018 Mexico City [TBC]

https://www.facebook.com/sofia.kourtesis/

https://soundcloud.com/sofia-kourtesis

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raster-noton’s elusive Grischa Lichtenberger on creative sound

Grischa Lichtenberger is working with felt and stencils as well as sound. He’s speaking in hyperlinks, and misusing gear and feeding computers into other computers to form feedback loops. In short, he’s finding a unique and creative materialism in everything he does – and that means we really have to talk to him. So we sent Zuzana Friday to join in a delightfully esoteric conversation with the raster-noton artist. -Ed.

Grischa Lichtenberger is a German musician and sound and installation artist, known for his releases on raster-noton. His immersive live performances oscillate between abrasive, aggressive compositions and intricate structures of beat and melody. Recently, he has released a new triple-EP ‘Spielraum | Allgegenwart | Strahlung’ on raster-noton as a limited-edition vinyl with hand-printed sleeves. The three EPs question the connection between intimacy and the public sphere, but each of them has layers of their own meaning.

I find myself uniquely moved by Grischa Lichtenberger’s work. It’s not only the choice of sounds, their combinations and permutations, but the sense of emotion behind them that strikes me. There’s also playfulness, even cheekiness at moments. Other times, I find beauty, or anxiety, or drama, or a language we’re only learning to understand.

The music is often very physical, with the beats collapsing like detonated structures. Silence and space will swell up, stagger — carve their way to your ears. Melody in turn hastily gushes in percussive patterns, breaks down in waves, or becomes narrative. Grischa does all of this on his new triple-EP consisting of three chapters. We tried to tackle all of them in over a hour long interview.

Grischa speaks in complex, branching sentences, navigating topics and poetic descriptions in a way that mirrors his own process for bringing together his thoughts on a work, whether for a music or an installation. We talked to him about his own work and process, including the triple-EP, but also ranged to topics like Joseph Beuys.

Friday: In ‘Allgegenwart’, you write about the ubiquity of technology and feelings of guilt and a threatening sense of over-complexity. Where do you see humans and technology going?

Grischa: We like to see technology as this tool that fulfills our desires. But of course there’s more and more consciousness about us being overly immersed in the virtual world. Then we have a problem not only with communicating in real life, but also on all these social platforms. Our relationship with them has changed from the early 2000s to now. At the beginning, you had this romantic idea of being able to reach out to people you would never reach. Nowadays, the approach is more cynical and more and more people feel overwhelmed. It’s a trouble that wasn’t there before.

Plus, regarding social platforms, people are concerned about their personal data being misused.

I’d say that the totalitarian discussion of the 20s Century has shifted to the … anonymous or virtual. It’s like an invisible totality.

The first part of your trilogy is called ‘Spielraum’. In the accompanying text, you describe the Spielraum with words like hope and experiment. Do you have your Spielraum, is it your studio?

Sure, the studio is like a playground, where you have things gathered like toys. And more than that, every home is still connected to when I was little and I’d build little shelters from cushions. It’s also about intimacy and what your … private intimate space is like.

If I consider Spielraum as a space where one can be free to play around, at the same time, how do you deal with distractions? Do you turn off your phone when entering the studio?

Through desirable factors. Most of the times, I have my phone on vibration and I don’t push mail and Facebook. But there isn’t a specific preparation in the studio to shut the world out. When I started making music, I used to have internet on one PC and the music and all artworks on another PC. But then the internet became a bigger part of my daily process and it actually can even be a part of the flow. If you have a loop running and you want to let it run for a while and quickly check what’s next with Trump or whatever and go back to the music, there’s no clear boundary that needs to be there for having that flow.

The Spielraum … can address some stuff that is invisible or unspeakable. In doing art, you have a secret space to do whatever you feel like doing, a track without a snare or any silly idea. Even now, when talking about it, it seems almost impossible to defend that idea. But if you just sit there and do the track, you have the feeling that you can try things out and you don’t have to write it down and prove [it].

The sounds of the triptych are very diverse. Which devices and instruments have you used for this record? And is there a difference in terms of used instruments and processes between the three parts of the album?

Yes, there is. For ‘Spielraum’, I used a lot of “incestuous” recording methods, so to speak. I recorded from one computer to another. I recorded with a lot of feedback systems, where one program feeds into the other and also outputs to the other.

For ‘Strahlung’, I used synthesizers more excessively that I used to. I didn’t grow up with them and I don’t really know much about them. I still don’t have any hardware synthesizers, mainly because I don’t have much clue about them and I don’t have a good ear to appreciate the analog quality, even though there is a special materiality to it. But I think all synthesizers have a specific sound, and software synthesizers are still very appealing to me. Also, I once wanted to make a record that could play in the background, which always failed for me [laughs]. So with ‘Strahlung’, I wanted to make one record which I could imagine playing in the living room. And it also corresponds with the idea of the invisible force.

r-n168-2 Artwork. Courtesy the label.

r-n168-2 Artwork. Courtesy the label.

From all three EPs, ‘Strahlung’ is definitely the most friendly; it has these nice melodies, for instance. Actually, the strongest impact on me was the closing track (r-n173 – 8 – 004_1115_26_lv_1_brecs) from ‘Strahlung’, probably because of the contradictory nature of its emotional and melancholic melody and abrasive, mechanical sounds piercing through. Do you remember how you made this track? What was your intention there?

I don’t remember exactly. But this track was actually meant to reconnect the listening circle of the record, its end and the beginning. So I imagined that a listener would listen to it and then start playing the first track of Spielraum again.

Apart from the digital synthesizers, what else have you used for the album — which software, for example?

I used Reason, including its Subtractor synthesizer, which is a really nice one, plus Ableton for most parts of the sequencing. I used [Celemony] Melodyne, for its nice algorithm, where you can manually slide through a polyphonic source without boundaries and divide the material in voices. Although it’s quite complex and I can’t get my head around it, it’s really fascinating.

For ‘Allgegenwart’, I used a noise suppressor. If you raise the level of a noise suppressor… you can just feed it with the background noise and it will generate a very eerie, ghostly sound, because it tries to find a tonal signal in it. It’s like a synthesizer which isn’t meant to be a synthesizer.

What are other ways for you to generate sound, do you use field recordings or sound banks?

I have an always-extending archive of sounds I use. I don’t use sound banks so much, only sometimes when I want to make a joke about a clap or something, and for instance I just use an 808 clap to have it as a symbolic reference. But normally, I like to live with sounds. I have an old track and many sounds in there, so I just put the track in the sampler, pull a bit out of there and … rework it over and over again. It’s kind of like a collage out of my own productions. I also use field recordings and synthesized sounds. I like this process where you go back to yourself and involve yourself in what you did, not only try to have the best kick drum of all times, but try to find out what the kick drum from 5 years ago means to you. Sometimes, you see ‘Oh, this is much nicer than anything I could have made up!’ and sometimes, you go, ‘what was I thinking? It’s trash!’

Photo: Sebastian Moitrot.

Photo: Sebastian Moitrot.

How do you decide which sounds will be composed together, since they range in timbre, texture, and character? How do you choose which sounds fit together in your musical universe?

It’s not accidental; I think about it very much, but I can’t tell any general method. When I have something I want to go on with, like a melody from a synth, then I listen to it and I think about what’s missing until it’s finished. Maybe it’s a bass drum – then I add it so it complements the rest, then I move on to another sound, add it and try if it all fits together.

It’s like painting for me. When you paint something new, you do it regarding what’s already in the painting. For me, the music making process is linear. Most of the time, when I do a track, I go forward, I add EQs, dynamics, plug-ins in massive chains, and I add sounds, and only in moments when I think about it and stop for a while, I can go back, re-evaluate, and correct. But in the creative flow, I tend to add and add, so the context is building itself organically and everything is connected to each other.

Your website resembles a body of work of an inventor with its precise sketches, complex descriptions, photographs and installations. Where do your ideas for installations come from?

Often, there is a room or a context that’s already there. Because mostly, I am approached to contribute to an exhibition or an event. Like this year, I did an installation for a conference about genomes. So at first I try to conceptualize, which means looking into my archive and finding a drawing, painting, or a ready-made object, which fits to the general idea or a context. Then I deal with the room, like I would deal with paintings or levels in a track. Then there are strategies about materials I use – I look into the constructions I have done in the past and look for what could I use for recycling the sculptural elements. Then, if it’s a construction, I make a drawing of how it’s going to be built together. It also depends on my time and resources. The result can be an intense reaction to the room or something spontaneous.

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In all my installations, there’s also a very strong reaction to works by Joseph Beuys, because my parents were his students, so I knew his work since I was a kid – I saw his piece ‘I like America and America Likes Me’ – where he imprisoned himself with a coyote in a gallery – when I was five years old. And because Beuys reached me so early in my life, I see him differently than most of the critics. It’s like music, I really liked it and felt the emotional content in there. So since I was 5, I thought ‘Doing art is really nice, you can have this sort of communication’. And when you’re so young, you still have this very present thin line of how language is built and you try to get through to people very clearly. You aren’t sure whether you understand people or whether they understand you. And you can perceive art and music like some sort of solution of this communication problem.

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http://www.grischa-lichtenberger.com/installations/2015%20Genographies/

But the way I work with installations is not only homage to Beuys — it’s also a joke. Especially regarding the materials I use. For example, I use a sort of felt, which for Beuys was a mythical and poverty-stricken material. But he used a really high-quality felt. I use a material that looks the same, but it’s actually moving blankets, so they’re more industrial and cheap. I connected with this material because it was permanently laying around in my father workshop, so it’s more natural for me than felt. that felt. And besides this joke, what I also like about the material, is that it looks grey, but when you look closely, it’s actually super colorful, because it’s made of recycled plastic bags. I cling on to it, I know how it behaves, and I often use it for covering up wood constructions or making bigger spatial interventions. These things work like favorite pens or plug-ins.

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You printed, stamped and signed all the 500 copies of a special edition of this triple-EP by yourself. Is this personal approach of creating a unique piece of art something you cherish?

When [raster-noton’s] Olaf [Bender] suggested to do this triple-EP and a limited edition, I was super happy, because I like vinyl and because I like having physical objects and not only a digital, ghostly trace. And I liked working on silkscreen very much, as well. I made the designs for the prints by hand and had a very nice day helping printing them. And as we layered the stencils a bit differently for each of the copies; each one is unique. It would be actually interesting to buy two of the vinyls to recognize the differences [laughs].

How would you like to push your work further in the future?

My future plan since I started with raster-noton is to find a way to [better] connect all the different aspects of art. I see that this is still a big difficulty for me, because I have all these ideas and accompanying texts. But many people despise these texts for being too long and overly complex. Of course, I have to learn how to write better, how to make music better or how to paint better, but I would also love to learn how to write better in relation to music and how to make music in relation to painting and have this all connected with one another.

It’s also important that the disciplines aren’t connected too much, because I often find refuge in one discipline when I’m sick of the other for the moment. But just for the communication, I would want different parts of my work to seem to be all more clearly coming from one particular person.

http://grischa-lichtenberger.com

Releases, artist info via raster-noton

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