Apples T2-Chip macht Ärger? Rettungsgasse bilden für Audio-Störung

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Zuerst in den Foren und dann sogar ganz offiziell: Apple hat offenbar Nebenwirkungen unterschätzt und nun sind sie da. Das hatten wir schon, aber sie sind dieses Mal ganz anderen Ursprungs – Knackser oder Audio-Störungen bei sehr neuen Rechnern mit T2-„Sicherheitschip“.

Es gibt in gewissen Abständen auch bei Apple mal ein richtiges Audio-Fail-Gate. Denn alles, was nicht läuft, bekommt in der Szene einen Namen mit der Endung „Gate“. So wie Antenna-Gate beim iPhone 4, Bend-Gate bei der Biegefreudigkeit des „flachen“ iPhones 6. Und dann gab’s natürlich das richtig schlechte OS und iOS, weil sich Apple zu sehr auf Neumachen und Umdesignen konzentrierte, anstatt schlichte Betriebsfestigkeit zu prüfen.

Bei einer derart hohen Update-Rate mit jährlicher Auffrischung kommt es fast zwangsläufig zu Fehlern durch übertriebene Hetze und Übermut seitens etwas zu stolzer Hersteller. Den Fehler haben sie heute einigermaßen gut im Griff. Dennoch passieren Dinge wie kürzlich der Facetime-Bug, bei dem mehrere Teilnehmer im Chat ein Sicherheitsrisiko waren und Apple ein Update für MacOS und iOS bringen musste, um das Problem zu beseitigen und Facetime für Gruppen sogar einige Zeit lang deaktivierte.

Nun also Störgeräusche bei neuesten Generationen mit T2-Chip! Nicht bei den Macbooks von 2016, sondern lediglich den ganz neuen Serien, die allerdings für Musiker erstmals wieder sehr interessant sind.

Musiker Pro-Blem?

Richtig fies sind drei bis vier große Fehler, die Apple aktuell bekannt sind. Das aktuelle Knacksen und Fehler bei einigen Audiointerfaces scheinen direkt oder indirekt mit dem T2-Chip zu tun zu haben. Dieses Problem wurde Apple bekannt, nachdem die eigentliche Ur-Klientel um Hilfe schrie.

Apple kümmert sich wieder um Pro-User. So wurden nach immer höheren Pro-Preisen bei immer weniger Pro-Leistung zumindest die Musiker inzwischen einigermaßen zurückgeholt, abgesehen von den unfairen und deutlich überhöhten SSD- und RAM-Preisen.

So sind ein Mac Mini oder ein neues MacbookPro mit 6-Kern-Prozessor und hohem Takt von 4;6 MHz für uns notgedrungene Single-Core-Bevorzuger eine gute Wahl. Denn hoher Takt und hohe Kernzahl sind uns wichtig. Das gibt es nun alles, aber die überhöhte Sicherheitsbedürftigkeit hat auch seinen Tribut gezollt, den Musiker eigentlich nicht akzeptieren können und wollen.

Anders gesagt: Auch Apple baut Mist und das durchaus regelmäßig. Den extremsten Fehler dieser Art gab es damals bei Einführung der 1-GHz-Powermacs, die erst mit Ausschalten der PowerNap-Funktion nicht mehr sirrten. Spätere Macs hatten dieses Problem nicht mehr und davor gab es das auch nicht.

So wird auch das neueste Problem hoffentlich bald einen Fix finden und sich die Welt einige Zeit zu Recht aufregen. Denn der Pro-User fühlt sich ungeliebt und ist in großen Teilen auf andere Plattformen gegangen, wegen der teils drastischen Preisanstiege.

So kann man mit einem Hackintosh die noch-aktuelle Technik des iMac simulieren. Jedoch nicht mehr lange, denn der T2-Chip verhindert das. Deshalb sind neuere Generationen (Aktuell: iMac Pro, Mac Mini, Macbook Air und Macbook Pro) außer des normalen iMacs, der noch ohne 6-Kern-Angebot leben muss, nicht als Hackintosh aufbaubar.

Apple bleibt Apple – deshalb werden sie einfach irgendwann, sicher bald, eine sinnvolle Lösung bieten. Das wird aber ein wenig zu lange dauert für Leute, die im aktiven Betrieb musikschaffend sind.

Was nun, Herr Cook?

Der T2 ist nebenbei auch mehr als nur Sicherheitsknecht, denn einiges an Verwaltung, z. B. für SSDs, ist auch in den T2 gerutscht und machte bisher keine Probleme, außer jenen, die Hackintoshs aufsetzen wollten. Hier wird HVEC konvertiert und Siri mit genug Power versorgt. Damit laufen hier ein paar Teile von iOS, die man nicht auf Intel portieren kann oder mag, wie etwa Facetime-Cam und anderes zum Thema Input/Output, kurz IO.

Wir tanzen im Viereck und warten konzentriert … Shitstorm in 3 – 2 – 1 …