Tiptop Forbidden Planet Multimode Filter mit Tief-/Hoch-/Band-Pass Eingängen!

Tiptop Audio Forbidden Planet Filter

Es gibt verdammt viele Filter vom Typ Oberheim SEM und Clones davon. Was man stets findet, sind drei, gelegentlich auch vier Filterausgänge. 

Beim Tiptop Forbidden Planet  ist es anders herum, man bringt gleichzeitig 3 verschiedene Signale in der Filter und bekommt jeweils pro Eingang die drei Filtertypen zurück. Das Kerbfilter hat man sich gespart bei diesem Modul – aber die Idee ist klar.

Tiptop Audio Forbidden Planet – außerirdisches Multimode-Filter

Man filtert die Eingänge und hängt nicht die Ausgänge an verschiedene Ziele und nutzt dafür drei Quellen. Alternativ würde man 3 Filter benötigen oder aber wenigstens ein System, das 3 Audioeingänge hat. Aber in allen gängigeren Prinzipien werden die Filter am Ausgang bereitgestellt, weshalb dieser Weg ungewöhnlich ist. Das ist der kleiner aber sehr deutliche Unterschied dieser 12 dB/Oktave State Variable Filter, die wir Tom Oberheim verdanken.

Tiptop Audio nennt das neue Filter „Forbilden Planet“, so wie den bekannten Sci-Fi-Klassiker der 50er-Jahre. In dem spielte übrigens die „Nackte Kanone“-Legende Lesilie Nielsen mit – nur mal so am Rande und ohne jeden Filter-Bezug. Das Filter-Modul ist wohl nicht so wegweisend wie der Film – dort gab es mehrere Neuheiten wie das erste von Menschen geschaffene Überlichtgeschwindigkeitsraumschiff. Dafür hat es aber ein paar andere Vorzüge.

Die Konzeption ist extrem simpel gehalten und daher bedarf es sonst kaum eines Kommentars, ein Preis ist noch nicht genannt worden. Die offiziell belieferten Händler in Deutschland haben es noch nicht gelistet. Das 8-HP-Modul wird aber wohl eher günstig sein, trotz der schlauen Idee.

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Video

Und ein kleines Video ist auch schon fertig:

Polyfusion Modular System kommt wieder!

polyfusion knobcon

Polyfusion ist ein klassisches Modularsystem in der klassischen Größe wie Moog und Co. und kommt jetzt wieder zurück auf den Markt. Das ist ein sehr solider Sound. Aktuell arbeitet man am System und der Herstellung selbst …

Die Original-Leute hinter Polyfusion waren – oder besser DER Original-Mensch hinter Polyfusion war – früher bei Moog. Und auch das war damals schon bekannt und fast das erste, was man so sagte und wusste. Was man nicht so genau wusste, ist, dass die Firma Moog damals im Umbruch war und auch, dass die Verbesserungen im System auch an Moog herangetragen wurden. Aber man wollte es so lassen, wie es ist. So war Platz für eine neue Firma und stimmstabilerer Oszillatoren und andere Verbesserungen, die besonders für Nichtstudio-Arbeit durchaus sehr hilfreich waren.

Polyfusion Modular System – verwandt mit Moog

Das System klingt trotz allem durchaus sehr moogisch. Und auch wenn nicht die gleiche Schaltung benutzt wurde, so handelt es sich um eine sehr gute Alternative zu den großen Moog-Modular-Systemen.

Was die Module angeht, die sind insgesamt schon konservativ, aber voll und rund im Sound. Die bekanntesten Endorser damals waren Toto, vielleicht ein Act, den heute nur noch ältere Leute noch kennen?

Das System wurde in London auf der KnobCon gezeigt, „wir sind wieder da“. Es soll mehrere Serien geben. Man benötigt am System nicht ganz so viele Kabel, da es insgesamt etwas weniger radikal ist. Die Anbieter legen viel Wert darauf, im nächsten Jahr ein genau so klingendes neues System anbieten zu können. Preise sind natürlich noch nicht bekannt, aber es wird kommen. Es soll und wird eine neue Serie geben, die kleiner und handlicher ist! Technisch und klanglich soll sie dem Original aber nicht nachstehen – sie ist nur zugänglicher.

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Eine Website gibt es schon, jedoch ist diese eher eine Fan-Site. Der Vertrieb und Herstellung erfolgt durch JMLS, bzw. Jim Soloman und Jammie Logan. Es gibt also aktuell keine Internet-Stelle des Herzens, die die beiden erreichen würde. Das wird vermutlich dann aufgebaut, wenn es spruchreif genug ist. Die Öffentlichkeit wird es also schwer haben, die Leute zu erreiche. Es gibt eine private Facebook-Page, aber das kann und wird sicher noch folgen.

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Kasseta – VHS war gestern, heute Synthesizergehäuse!

Nondestructive Design Kasseta

Bastl ist ja immer für interessante Ideen gut, außerdem sind sie noch immer ein Kollektiv und weniger eine „Firma“ im klassischen Sinne. Genau deshalb ist das, was am Ende herauskommt auch so verschieden. Diesmal gibt’s Kasseta, wenn auch nicht direkt von Bastl.

Wir erinnern und sicher an den Bastl Kastle, einen winzigen aber prinzipiell vollständigen Synthesizer für 80,– Euro. Auch ich habe schon mit Leuten gejammt, die faktisch nur diesen als Basis verwendet haben. Es funktioniert also.

Kasseta – der VHS-Synthesizer

Der Hersteller ist allerdings nicht Bastl, sondern Nondestructive Design. Außerdem ist das ganze Gerät größer und dabei auch erweitert worden, denn jetzt gibt es LEDs und VCAs. Insgesamt ist daher die Optik auch anhand der Platine bereits erkennbar anders.

Das Video stammt von der gleichen Moskauer Messe „Synthposium 2018″ wie der Xerxes, ein Synthex-Clone von Black Corp. Es gibt eine Synthesizer-Szene und Messen in Russland? Ja, gibt es! Irgendwo her oder hin muss ja auch Polivoks, Soma Labs oder AVS kommen und Dinge zeigen, nicht wahr?

VHS-Kassetten gibt es massenhaft, ich habe selbst 2 Kartons davon herumstehen, wohin damit? Also wenn sich einer findet, der sie haben will? Ich gebe sie lieber ab oder spende sie für so etwas als sie wegzuschmeißen. Also wieso nicht Synthesizer einbauen! Es wird an Gehäusen nicht mangeln.

Das alles ist noch im Prototypen-Status, dennoch funktioniert es bereits. Es gibt aber deshalb noch keinen genauen Preis und kein Lieferdatum. Dazu schaut man dann am besten gelegentlich auf der Website von Nondestructive Design vorbei. Soweit aus dem Synthesizerland Russland, wir geben zurück ins Funkhaus nach Bonn. Schönen guten Abend!

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Tangible AE Modular bekommt MultiFX-Modul unter 99 Euro

Tangible AE Modular MultiFX

Nachdem ich auch selbst mal auf dem Happy Knobbing das AE anhören konnte, musste ich allein wegen der Größe durchaus immer wieder sagen : „Das nicht kaufen, du hast doch schon.“, Aber es gibt jetzt dafür auch einen Effekt-Bereich!

Die Module sind kleiner als beim Eurorack. Es ist extrem smart mit dem kleinen System zu arbeiten, und es klingt auch überzeugend. Der MultiFX hat einen Auswähler mit Anzeige, um welchen Effekt es sich handelt. Es gibt insgesamt 15 Effekte, die auf dem FV1 Chip basieren, den auch Tiptop in ihren Modulen verwenden.

AE Modular MultiFX – Effekte für Tangible AE Modular

Drei Parameter sind per CV direkt erreichbar und damit sehr leicht zu beeinflussen. Viele Effekte bieten lediglich zwei Parameter an. Außerdem kann das AE Modular MultiFX auf LoFi gestellt werden, um so auch absichtliche Glitch-Sounds zu produzieren. Hall, Delay, Ring Crusher und Glitch Delay und weitere findet man auch dort inkl. dem „Valhalla-Reverb“.

Weitere Module werden aktualisiert, es wird also auch noch immer an dem System gearbeitet und verbessert. Mit unter 500,– Euro bekommt man ein komplettes System, dieses Modul kostet 89,– Euro als Einführungspreis. Später soll es dann 95,– Euro kosten. Es ist möglich, sich selbst ein System zusammenzustellen oder man kann wählen und einzeln kaufen.

Wer das AE System noch nicht kennt: Es ist Ergebnis einer Crowdfunding Aktion.

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AE Demos

und auf dem Meeting Happy Knobbing – ab 21:40 etwa…

Harmonien, Arpeggien: Mit dem ACL Sinfonion mehr Musikalität in die Modularwelt bringen

ACL Sinfonion

Wenn man sich das aufwendige Modul anschaut, muss man sich erst einmal fragen, was es überhaupt tut. Harmonie-Prozessor mit sehr vielen Tasten nennt ihn der Hersteller. Oder einfach ACL Sinfonion.

Vier Stimmen kann das Modul erzeugen, genauer gesagt gibt es die Steuerung für diese CV/Gate-Kombinationen frei. Denn es sind natürlich keine Oszillatoren vorhanden, sondern es steuert diese an. Der Job der vielen Taster sind die Eingabe von Akkorden und deren Progressionen, damit man damit auch eine Performance machen kann. Über ein Display können Basis-Akkord und Transposition abgelesen und eingestellt werden.

Arpeggios

Da alles analog und für Eurorack-Module bereit gestellt wird, kann das Modul ach jeweils die Töne quantisieren und neben den Akkorden und Akkordfolgen-Bereichen in drei identischen Blöcken und dem Hauptbereich für Akkorde noch ein Arpeggio generiert werden, denn schließlich liegen Akkorde und Arpeggien technisch nahe beieinander. Deshalb gibt es dafür eine eigene Abteilung.

Anschlüsse

Die Anschlüsse sind allesamt auf der linken Seite, damit die eigentliche Bedienfläche frei bleibt für Eingaben. Und die vielen Taster sind gut geeignet, sie schnell und zielsicher zu treffen. Das Modul ist insgesamt mit seinen 42 TE schon recht breit und soll Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Es soll 960 Euro kosten. Die Bewerbung für das Modul sagt, dass mein Modularsystem dann wie ein Orchester klänge. Damit sind ebenfalls die Folgen und Progressionen gemeint, nicht der Sound, denn das wäre ja schecklich langweilig.

Das Modul ist in seiner Art und Weise neu. Es werden bestimmt Videos und mehr Information dazu folgen. Das könnte interessant werden.

Infos

Die Website des Herstellers ACL aus Berlin befindet sich hier.

Funkstill Filter Threek 13700 fließendes Morphing zwischen Filtertypen

Funkstill Filter Threek

Filter gibt es ja schon einige, für das Eurorack kommen immer wieder neue Sachen. Dieses Mal kommt mit Filter Threek 13700 die Besonderheit aus der Schweiz: Ein Filter mit Morphing!

Filter Threek 13700

Die Bedienung ist sehr einfach, denn der Filtertyp wird stufenlos gemorphed. Die Filtertypen sind dabei: H (Hochpass), L (Lowpass) und A (Allpass). Es gibt unter diesen verschiedene Kombinationen zu wählen, von 3-Pol Tiefpass (18 dB/Okt) bis zum Hochpass mit 6-12 dB/Okt. – das Ergebnis ist dann stufenlos mit den Einstiegs-und Endeinstellungen überblendbar . So lassen sich diverse Filtertypen und Steilheiten bis 2 Pol (12 dB / Oktave) definieren.

Viel Bass mit Resonanz

Außerdem gibt es eine Resonanzkompensation, was den Pegel und damit den Bass mit hohen Resonanzwerten lobenswert dominant lässt. Ausdünnen ist damit „abschaltbar“. Es gibt es sogar 2 Schalter, um das zu variieren. Der bekannteste Vertreter dieser Technik dürfte Oberheim sein. Offenbar können Hoch- und Tiefpass auch vertauscht werden. Dazu kommt lineare FM für die Filtersteuerung, was dann über einen VCO einfach zu erstellen ist. Die Resonanz ist also per Steuerspannung kontrollierbar.

2 CV

Mit seinen 2 CV Eingängen und entsprechenden Abschwächern sollte das Modul ohne zu viele Hilfsmodule auskommen. Der Morph lässt sich natürlich von außen steuern und die 1-Pol-Variante der Filter ist einzeln herausgeführt. Insgesamt gibt es übrigens 12 Filter Modi – langweilig wird das wohl nicht all zu schnell.

Der Funkstill Filter Threek 13700 ist 14 TE breit und kostet 339 CHF, das sind etwa 301 Euro.

Mehr Infos

Videodemos gibt es auch, jedoch offenbar nur direkt auf der Seite. Schade.

Creative Technologies Sample Modul Beagle Boom – Lernprojekt

Creative Technologies Beagle Boom

Sampler im Eurorack, so was gibt es natürlich bereits. Aber hier ist ein einfaches Teil mit Lademöglichkeit übers Netz. Und frei für alle: Beagle Boom.

Die FH Kiel ist aktiv und bringt immer wieder kleine Projekte für alle, die sich mit Musikelektronik beschäftigen, vor allem sicher die dortigen Studenten. Natürlich werden die Projekte nicht aus kommerziellen Gründen primär aufgebaut, sondern können von jedem, der mag, auf Github angeschaut werden.

Beagle Boom – (nicht nur) technisch interessant

Das System besteht aus einer kleinen Hardware, die CV-Eingänge und Audioausgänge bereitstellt, und der Software, um das Ganze dann auch mit Leben zu füllen. Das sind natürlich Samples, die man sich quasi automatisch von Freesound.org, einer Plattform für kostenlose Sounds, lädt. Das ist und war die Hauptaufgabe hinter dem Modul, die sicher ziemlich speziell auch technisch nicht uninteressant ist.

Man bekommt einen simplen Screen mit den Namen und sieht, was im Speicher ist. Es gibt auch eine IP-Adresse. Man kann MIDI oder CV/Gate zur Steuerung nutzen, wobei MIDI in einem Modul definitiv eine besondere Sache ist. Jeder Browser kann zweiter Bildschirm für die Bedienung des Moduls sein, was ebenfalls eine schöne Erweiterung ist und vielleicht eine Basis, um dem ganzen System noch etwas hinzuzufügen, da der Code ja offenliegt.

Der Aufbau der Software ist modular, sodass die einzelnen Elemente intern auch schon „austauschbar“ sind. Das Projekt ist primär zum Lernen da und enthält eine Menge interessanter Ansätze, die man für kommerzielle Zwecke durchaus weiter verwenden könnte. Oder um zu lernen, wie man heute eine interessante, sinnvolle und nutzbare Hardware aufbaut, die neuen Ideen und Anforderungen genügen kann, beispielsweise netzbasiertes Hochladen von Sounds und Editor/Browser-Steuerung. Das sind Dinge, die aktuell nur spezielle Synths wie Modal so erfüllen und eine Reihe von Pulten, deren Steuerung über den Browser laufen.

Die Macher des Projekts sind Torben Hartmann, Lasse Kathke and Friedemann Stoffregen.

Infos

Mehr über das Projekt und Links zu den einzelnen Komponenten findet man hier.

Video

Strange Science Module – Doppel-Filter und -Mixer sowie Video, wie man generell Module baut

Strange Science Module

Strange Science ist noch nicht so bekannt. Sie stellen jetzt zwei Module im Eurorack-Format vor und erklären dazu, wie sie die Module entwickelt haben, um auch Tipps zu geben, wie andere Module entwickelt werden könnten.

Die beiden neuen Module sind ein Mixer und ein Filter. Im Video ganz unten wird gezeigt, wie der Prototyp der beiden Module aussah, wie die Platinen und das Layout entwickelt wurden. Man sieht, dass sie nicht zufrieden mit der Qualität waren und was sie dann stattdessen gemacht haben, um es klein, schön und in der Qualität machen zu können, wie sie es wollten. Eigentlich ist es eine sehr schöne Sendung-mit-der-Maus-Erklärung für alle, die mal wissen wollten, wie so ein Modul gemacht wird, was dazu nötig ist und was speziell sie getan haben für ihre beiden Module. Das ist sehr schön anzusehen, selbst wenn man kein Modul kaufen will.

Das Stereo-Filter

Das Modul ist ein sogenanntes doppeltes Ladder-Filter, also von der Art wie auch das klassische Moog-Filter aufgebaut wurde. Was sie allerdings auch anbieten, sind Abgriffe für 12, 18 und 24 dB / Oktave Flankensteilheit. So ist die Filterung stärker bei 24 und schwächer bis 12. Natürlich ist und hat es immer Tiefpass-Charakter und da es zwei Filter sind, kann man die beiden auch koppeln. Dann folgt das zweite jeweils immer dem ersten in der Modulation.

Bei den Anschlüssen ist alles sehr simpel, es gibt jeweils einen Eingang und einen Ausgang und jeweils einen Knopf für die Pegel. So braucht man mit mehr Eingängen auch einen externen Mixer, aber man kann eben diesen regeln. Außerdem gibt es auch eine Modulation und einen CV-Eingang für die Resonanz. Das ist ein gutes Angebot und sieht schlicht und damit angenehm aus. Ein Demo dazu ist unten im Video zu sehen.

Mixer

Dies ist nicht einfach ein Mischpult, sondern der Mixer ist umschaltbar von linear auf exponentiell. Damit können Steuer- und Audiosignale verwendet werden. Das ist sehr gut, da man dafür nicht eigene Mischer nur für jeweils einen Fall benötigt. Der Mixer ist in Stereo ausgelegt, sodass man eigentlich immer 2 Kanäle hat. Deshalb ist er auch mit Panning und entsprechender CV-Steuerung ausgestattet. 4x Pan, Volume, Input, Direct-Out und entsprechende Knöpfe sind dann selbsterklärend.

Infos

  • Mehr darüber gibt es auf ihrer Website

Videos

Filter Video:

Mixer Video:

DIY Konzept, wie wurden die beiden Module entwickelt?

Voltage Modular Software steuert Euroracks

Voltage Modular vs. Eurorack

Irgendwo pluckern die Softmodulars im Rechner vor sich hin, während außen die Module wieder anders ticken. Wieso keine Symbiose herstellen?

Es passiert noch immer seltener als man denkt – die Kombination aus Software und Hardware. Obwohl ja durchaus Module wie LFOs und Sequencer im Rechner gut umzusetzen sind, teilweise sogar besser und grafisch darstellen lässt sich das ebenfalls gut. Natürlich gibt es Silent Way für diesen Zweck, aber es geht auch so.

Vintage Modular – eine Symbiose

Hier ist der relativ neue Voltage Modular mit zwei neuen Modulen ausgestattet worden. Ähnlich dem Clavia G2 gibt es CV-to-MIDI und MIDI-Out. Mit dem Ersten kann man die internen Steuerspannungen im Rechner an MIDI versenden, und MIDI-Out ist der eigentliche MIDI-Ausgang. Auch im G2 kennt man diese Art von Handling, man gibt einen Controller vor oder eine Note und schickt diese dann raus an MIDI.

Der eigentliche „Supertrick“ ist natürlich einfach nur ein simples MIDI-to-CV Interface, was der Modular haben muss. Es gibt mittlerweile auch solche, die mehrere MIDI-Controller unterstützen, wie etwa das MUC-800 oder bei direkter Computer-Verwendung wie hier das Shuttle von Endorphin.es. So landet das Signal drüben im Modular.

Das ist sicher keine Magie, aber so ein Step-Sequencer, wie er im Voltage Modular oder in Zmors (iOS App Modular Synth) oder ähnlichen Systemen ist, ist jetzt schon direkt einsetzbar. Der Macher des Videos nutzt den Squarp Sequencer für die Konvertierung als MIDI-CV-Umsetzung.

Ihr macht zu wenig Interaktion! Hier ist eine Anregung dazu:

Video

Der kleinste analoge polyphone Synthesizer?

John Krischer Synth

Krischer aus Paris bietet einen dreistimmigen Synthesizer für gute 60 Euro an. Wie geht das und wieso hat er nur 3 Knöpfe?

Nun, es sind nur stehende Töne, es gibt kein Filter sondern einfach drei stimmbare Oszillatoren. Der Begriff Synthesizer wäre eigentlich nicht angemessen, denn dann müsste man eine gewisse Mindestanforderung haben wie etwa auch eine Lautstärkensteuerung und etwas, was den Klang beeinflusst. Es ist eigentlich ein Gerät mit drei Oszillatoren, die man stimmen kann. Daher kann man auch „polyphon“ sagen, da es ja unabhängig stimmbar ist.

Krischer Polyphonic analog Synthesizer

Postitiv gesagt ist das aber eine mögliche Grundlage für Flächen und kostet eher ein Taschengeld. Das kleine Teil gibt es in zwei Ausführungen, nämlich mit CV Anschluss, rot und für etwas mehr, jedoch noch immer unter 100 Euro oder in einem feurigen mausgrau bis spacegrau und leichtem Hang ins etwas grauere Grau. Aber im Ganzen Grau wäre die besagte 59-Euro-Maschinerie. Wie man an den fast monsterhaften Anschlüssen erkennen kann, ist das Gerät nicht groß und daher faktisch Begleiter für den Proberaum, stehende Akkorde und Hypnotisierendes.

Kaufen kann man es bei Reverb, nicht über eine eigene Website. Demzufolge gibt es auch keine spezielle Site dafür, sondern genau hier gibt es weitere Information dazu. Der Hersteller ist John Krischer.

Die orange-rote CV-Version kostet 79 Euro, die normale Version 59 Euro. Im Video ist die Farbe übrigens rötlicher, auf Bildern hingegen klar orange.

Die CV-Version enthält kein Gate, da es auch keine Hüllkurven oder VCAs gibt. Deshalb ist und sind es zwei CV-Eingänge. Damit wäre es ein duophoner Synthesizer mit einem festen dritten Oszillator, um wirklich genau und exakt zu bleiben. Es ist trotzdem nett, die Idee „polyphoner Synthesizer“ in dieses Extrem zu bringen. Aber es ist vielleicht ein kleinwenig schöner dargestellt, als es ist. Aber klingen tut er trotzdem, hier eine Kostprobe:

Video