Starling Via Module mit wechselbarer Funktion als Hardware-Eurorack und als Plug-ins

Starling ModuleStarling Module

Wie bekommt man Module günstiger, effektiver und flexibler? Man versucht sie auf einer möglichst gleichen „Plattform“ zu entwickeln und wechselt nur das OS. Dann hat man verschiedene Module, idealerweise mit einem ansprechenden Äußeren.

Starling macht genau das mit der Via-Serie. Das ist das noch eher neue Konzept eines neuen „Betriebssystems“ oder besser gesagt einer neuen Firmware, die die Funktion des Moduls komplett umdefiniert. Das haben wir schon einmal gesehen von einem Startup mit verschiedenen Frontplatten. So ähnlich ist das hier auch. Die Optik erinnert ein wenig an Make Noise mit goldenen Sensoren-Flächen.

4 Module für ein Hallelujah

Die Module, die es bisher gibt, sind Meta, Sync Clock-Sync, Scanner und GateSeq. Natürlich haben sie alle das gleiche Layout mit 11 Buchsen, einem Taster unten sowie 7 Potis. Sie alle haben gemeinsam, dass sie ungewöhnlich sind und etwas mehr tun, als ihr Name andeutet.

Auch als Plug-in

Sehr ungewöhnlich ist, dass es bereits alle vier Module als kostenlose Variante für das VCVrack gibt. Die Plug-ins kann man sich bereits herunterladen und sie zeigen sehr gut, welche generelle Grundhaltung man hat. Dort werden Patches gezeigt, wie die Module funktionieren und was man mit ihnen grundsätzlich machen kann.

Weitere Information

Auf der Website gibt es sehr reichhaltige Erklärungen und auch ein eigenes Konzept, wie die Module vertrieben werden. Sie sollen vorrangig günstig sein und als Selbstbau-Angebot bereitstehen. Man bezahlt so viel „mehr“, wie man kann und möchte.

Video

Qu-Bit – Neue Effekte in einem kompakten Modul – Multidimensionale Klänge aus dem 3D Raum

Qu-Bit PrismQu-Bit Prism

Effekte gibt es mehrere, Qu-Bit möchte ein bisschen mehr anbieten, mehrdimensional, anders und etwas abseits von klassischen Delays oder Reverbs. Deshalb gibt es Prism.

Multidimensional

Das Modul bietet gleichzeitig eine Filterung von Tief- über Hoch- bis Bandpassfilterung an, außerdem gibt es lange und geclockte Delays und Spektral-Effekte, sowie Kammfilter. Die Effekte können „eingefroren“ und festgehalten werden, eine Art Freeze-Granular Effekt, der immer mit an Bord ist und scheinkaputte digitale Artefakte sind nicht nur damit möglich, sondern auch klassisch per Bit- und Sampleraten-Reduktion realisierbar.

Es gibt stets 3 Parameter, die man steuern kann und die in einer gewissen Beziehung stehen. Der Effekt selbst ist immer stereo. Vermutlich wird das meiste der Effekte eigentlich auf Basis der Beschaffenheit als Delay realisiert oder davon abgeleitet. Die Bezeichnung als Multidimensionaler Signalprozessor klingt sehr schön, dennoch haben wir es einfach mit einem vielseitigem Effekt zu tun. Die Idee, dass im Stereo-Puffer eines dreidimensionalen Raumes gearbeitet würde und man über die drei Raumkoordinaten eine Reise unternehmen kann und man diese aus dem Zeitrahmen holen könne klingt auf jeden Fall spannend genug, wie das konkret aber klingt kann man primär in DivKids Video hören. Spektraleffekte erinnern schnell an Vocoder oder eben Kammfilter und Phaser mit variablen „Zähnen“ in Anzahl und Dichte, welche das Modul bereit stellt. Diese und die langen Delays sind der eigentliche Schwerpunkt, der reichhaltig mit Möglichkeiten ausgestattet ist, die vor allem neue Klänge suchen und spielerisch finden möchten. Spannend sind die festhalte-Möglichkeiten in Zusammenhang mit genau diesen Effekten, die man im Video gut vorgeführt bekommt, nicht so perfekt im Video des Herstellers. Metallisch-futuristisch bis in einer ferne bis mittelferne Post-Dubstep-Zukunft kann man es mit Prism aber locker schaffen und vielleicht den eigenen noch ungeborenen Sohn kennenlernen.

Weitere Information

Die Website von Qu-Bit erteilt weitere Auskunftswünsche. Es kostet $255.

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Günstige Module – Equinox kommt! Hand built by Robots!

equinox synthequinox synth

Das wichtigste Thema für die Equinox Serie ist der Preis, es soll günstig sein, so günstig wie möglich. Die aktuellen Herstellungsmöglichkeiten machen Geräte günstiger.

Equinox Synth’s Entwickler Rob Spencer hat alle wichtigen Module bereits entwickelt und möchte sie als System oder einzeln und auch mit Case und Stromversorgung für sensationelle Preise anbieten. Das soll erreicht werden mit Standardbauteilen aus „der Industrie“ (was allerdings andere Hersteller auch versuchen) und alles wird liebevoll zusammengebaut mit Robotern. Das ist auch für Module nicht ungewöhnlich und wird nicht nur von Behringer so gehandhabt. Mit den Robotern und dem „Handgemacht“-Logo hat man schnell 2- bis 5-fache Preise im Vergleich zu einer Korg Volca. Das wird jetzt nun vermieden.

Die Serie

Die blauen Module sind zumeist analog, der LFO hingegen ist digital – also dort, wo es nicht auf den „Klang“ ankommt, hat man die digitale Technik verwendet. VCO, VCA, VCF und sogar die Hüllkurve sind analog umgesetzt. Hier hat man dennoch keine „Billig-Komponenten“ verwendet, um einen guten Sound zu erreichen. Man stellt also industriell her, spart aber nicht bei so etwas. Das Audio-Demo klingt durchaus auch vielversprechend.

Die Preise

Die Module oder ein ganzes kleines System soll sehr günstig werden und sein, nur leider findet man auf der Page keine Preise, weil der Verkauf nicht direkt erfolgt, sondern wir auf die Händler warten müssen. Wir vermuten also, dass bei Schneiders demnächst die Module auftauchen. Außerdem sagt Rob im Demovideo, dass jetzt gerade die letzten Schliffe angelegt werden und die Produktion genau danach startet. Es wird noch einen Matrix-Mixer und einiges mehr geben als die jetzige Serie, die jedoch bereits für ein kleines System ausreichen würded.

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Die Website von Equinox enthält Beschreibungen aller Module. Sie sind alle normal ausgestattet und der Sound ist tatsächlich nicht übel. Wenn sie kommen, achte auf den Preis!

Video

Eurorack und Pedale zusammen arbeiten lassen – Patch-Modul „Stompbox Adatper“

AI Synthesis Stompbox AdapterAI Synthesis Stompbox Adapter

AI Synthesis ist eine Person und diese Person ist ein Nerd, denn er kombiniert die Geräte. Nur wie machen das andere? Na, man erfindet einfach ein Modul, das dabei hilft und bietet es als Bausatz und fertig an und macht es schmal, den Stompbox Adapter.

Das Prinzip ist einfach: Man verkabelt alle Pedale und die Eurorack-Module auch und patcht über eine Patchbay alles zusammen. So bleibt es offen genug und so ist es ordentlich genug. Das ist, was hier passiert ist und im Video gut erklärt ist.

Das fehlende Teil

Was fehlt, ist der Missing Link, das fehlende Stück Hardware, welches diese Elemente regelbar macht. Und da kommt das kleine 2HP schmale Modul Stompbox Adapter ins Spiel. Es macht genau das und auch nicht mehr als das. Man kann sich ein Rack mit diesen Modulen zusammenstecken, wie das im Beispiel der Fall ist oder steckt diese mit ins Eurorack und patcht dann direkt zu den Pedalen.

Beide oder noch weitere Arbeitsweisen sind möglich, nur um das Modul kommt man nicht gut herum, außer man steckt es eben direkt in die jeweiligen Geräte und Module. Das kann klappen, muss aber nicht – weil die Pegel oft nicht genau passen. Daher gibt es die beiden kleinen Potis für Eingangs- und Ausgangspegel in dem Modul, das es als Bausatz für 10 US-Dollar gibt. Für 70 US-Dollar kann man den Stompbox Adapter fertig kaufen.

Mehr Information

Die Website und der Shop erklären mehr und lassen die Bestellung einfach aussehen.

Video

SSF Ultra-analoge Zufälligkeit und Gate-Prozessor Gatestorm

SSF Ultra Random AnalogSSF Ultra Random Analog

SSF aka Steady State Fate haben ein Update bezüglich zufälliger und besonders analoger und daher ultra-zufälliger Quellen zu bieten und das in einer klar wiedererkennbaren Optik. SSF Ultra Random Analog!

Die Drum- und Percussion-Module und auch alle neueren Entwicklungen von SSF mit bunten Hinterlegungen für Buchsen und Bezeichnungen, ohne übertrieben zu sein zu designen, sind von hohem Wiedererkennungswert. Und es gibt ein Update des SSF Ultra Random Analog Moduls, das in die zweite Runde geht.

Zufall und Noises

Es besteht aus zwei Teilen und erlaubt alle Arten von Zufall, Noise und Co. Daher hat es Bezeichnungen wie Integrate (Integr8) und B-Slew als Glättungseinheit sowie Clock Rate und Puls-Dichte (Pulse-Density) zu bieten und modellierbar sind R-Flux Einfluss und Wahrscheinlichkeit. Damit kann man allerhand britzelige IDM-Experimente, aber auch Steuerspannungen herstellen.

Leider gibt es noch keine neuere Demo. Aber um einen Überblick zu bekommen, was das Gerät macht und wie es intern mit S&H und dem 7-fachen Pulsgenerator „Zufall“ herstellt, eignet sich das  Video dennoch. Nur besser. Brutzeln, Krachen, Britzeln – ist alles möglich, kann auch die Basis für eigene Synthese-Experimente sein.

Dipole

Übrigens gibt es auch ein neues Doppelfilter namens Dipole mit zwei 12dB/Okt.-Filtern, Drive und mehr, das auch optisch imposant ist.

Gatestorm

Des Weiteren kurz vorstellen kann man noch den Envelope Follower Detect-Rx und den Gate-Prozessor Erogenous Gatestorm mit 6 CV-Eingängen, 6 Steuereingängen und 8 Gate-Ausgängen und einem Monster-Display für die Übersicht. Hier lassen sich Zufall, Gate-Abhängigkeiten und vieles mehr für algorithmische, aber auch ganz mechanische Auslösungen in neue Zusammenhänge bringen und auslösen.

Das Ganze ist weit mehr als ein Sequencer. Es ist eher ein Manipulator und Sequencer mit Regeln und kann natürlich auch eine Clock erzeugen und verändern. Mit Regeln ist die Verknüpfung von Spuren gemeint, die logische Schaltungen nutzen, um neue Spuren zu erzeugen oder umwandeln. Das Video erklärt das genauer.

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Die Website von SSF hält fast alles bereit, außer den Preis für die neue Version des Random-Moduls. Es wird bald offiziell vorgestellt werden und dann werden wir auch den Preis erfahren. Alle anderen Module findet man im Shop.

Video

Die alte Version des Ultra Random Analog im Videodemo

Gatestorm Demo

Bastl verbindet MIDI mit analogen Instrumenten und stimmt sich selbst – MIDI-CV-Interface 1983

Bastl MIDI CV - 1983Bastl MIDI CV - 1983

MIDI rein und CV raus: Das ist das Ziel und sicher ist Bastl nicht der erste Hersteller. Jedoch haben die meisten anderen eher wenige Anschlüsse und damit weniger Möglichkeiten. Mit dem Bastl 1983 kommt ein neues Modul mit einem alt klingenden Namen. Man stelle sich die Musik von Stranger Things vor und hineingefahren kommt in Blau – das neue Interface mit Zahlenanzeige und Listen-Eingängen sowie 16 Buchsen plus MIDI-DIN-Buchse!

Bastl 1983 – 16 Buchsen

Das ist wirklich viel, die meisten haben 3 oder 4 und das war’s dann. Heute darf und kann ein MIDI-Interface fürs Analoge mehr haben und das ist hier der Fall. Der Grund für die Einteilung ist die, dass das Interface bis zu vierfache Polyphonie unterstützt und mit 1-4 Stimmen umgehen kann.

Außerdem lässt sich auch die Kombination 3-stimmig plus 1x monophon umsetzen. Alternativ dazu ist hingegen eine monophone Stimme mit vielen, vielen CV-Ausgängen möglich. Die 2-stimmige Option des Bastl 1983 kann auch Anschlagdynamik ausgeben. Alternativ sind 8 Gates möglich als Monster-Trigger-Interface oder 4 Gates mit Anschlagdynamik. Insgesamt sind 8 Controller-Kanäle vorgesehen, was wirklich selten ist für ein Interface dieser kompakten Größe. Zu allem Überfluss gibt es für die 4 Kanäle (bis zu 4 Stimmen) auch Quantizer, damit die Stimmung stimmt!

Bastl 1983 – Hören und automatisches Stimmen

Das Bastl 1983 Interface kann sich selbst durchstimmen, dafür hat es die Listen-Eingänge. Man muss sie nur lang genug zuhören lassen und die CV wird passend kalibriert. Das ist für alle Modular-User genauso interessant wie für Besitzer von skurrilen Spannungsnormen wie Buchla und EMS. Eine Menge VCOs wurden bereits getestet, weniger klassische Synthesizer. Der Preis für das Bastl 1983 Interface liegt bei 326 Euro inkl. Steuer.

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Bastls Website zeigt noch mehr

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Der Emulator II – Erfinder zeigt das Multi-Synchronic Oscillator Ensemble

Rossum Trident MSOERossum Trident MSOE

Eines ist klar, es handelt sich nicht um irgend etwas Gewöhnliches. Dave Rossum hat den Emulator II erfunden, wieso nicht auch etwas, was Zing und Symmetry hat?

Dieses Modul ist analog und bietet drei Oszillatoren mit einer weiten Audiospanne (bezüglich der möglichen Frequenzen). Für die Frequenzmodulation sind lineare und exponentielle Steuerung vorgesehen und der „Hauptoszilator“ im Bunde hat einen Hard-Sync-Eingang. Soweit klingt alles noch „normal“, jedoch für FM optimiert und mit jenen Möglichkeiten ausgestattet, die dafür nötig sind. Das alles ist bereits ausreichend, um spannend zu sein. Vor einem halben Jahr gab es auch schon einen Prototypen, der wohl ganz sicher der Trident ist.

Zing Level

Dazu kommt aber noch mehr, nur weiss niemand was Zing-Level oder Zing überhaupt ist. Es soll ein obertonreicheres Ergebnis einer Kombination zwischen zwei Oszillatoren sein, die an Ringmodulation erinnert – was offenbar auch zwischen FM und Ringmodulation etwas „harmloser“ ist, jedoch ausreichend, um metallsiche Dinge herzustellen.
Symmetry und Phase ist im Zusammenhang mit FM und Oszillatoren hingegen ein Hinweis auf hohe Präzision und so etwas kann der Dave. An jedem Oszillator gibt es Schalter für Sync zum ersten Oszillator. Alle drei bieten drei Schwingungsformen, die allerdings ohne Sinus auskommen.

Preis und Größe

Der Preis iwrd mit $599 angegeben, was zwar nicht „billig“ ist, jedoch den Aufwand hinter Phasensteuerung und ähnlichem rechtfertigt. Das Modul ist 30HP breit, was nicht ganz wenig ist.

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Erica Drum Sampler – Doppeltes Live Sampling ohne Zusatzmodule (2x VCA,EG eingebaut)!

Erica Sample DrumErica Sample Drum

Sampler sind inzwischen sogar nicht mehr so besonders in Modulform. Sie haben alle -wie selbstverständlich- einen SD-Card-Slot und sogar ein Display, wie auch bei Ericas Angebot. Darin sieht man sofort die Wellenform und einige Parameter.

Ericas Version eines Drum-Samplers will dem Spieler erlauben, die Position und den Loop sowie Start- und Endpunkte sehr schnell und direkt zu verändern. Das passiert gleich doppelt, denn das Modul ist generell als Doppel-Sampler ausgelegt, der jeweils Trigger, drei Steuerspannungseingänge und natürlich den Audioausgang bietet. Die Logik sagt bereits, dass die drei Steuerspannungen auch jeweils 3 Potis an die Seite gestellt bekommen. Auch wenn es eigentlich ein Drum-Sampler ist, dürfte die erste Frage sein – Kann man die Samples auch tonal spielen? Ja, kann man. Einer der CV-Eingänge ist ein Tonhöheneingang.

Sampling und Slicing

Neben Live-Sampling kann man direkt 32MB Samplespeicher verwenden, was mehr ist als zB. eine Electribe anbietet. Interessant ist auch die Tatsache, dass ein VCA mit AD-Hüllkurve mit an Bord ist, diese jeweils für beide Sektionen. Auf diese Weise kann man nur mit diesem Modul bereits zwei Sounds spielen und braucht nicht zwingend weitere Module. Des Weiteren gibt es Effekte an Bord, die auf die Samples angewendet werden können.

Manuell und auch automatisch können Slices erstellt werden, also einzelne Schläge aus einem Drumloop können als eigene Samples umgerechnet werden, die jedoch zusammengehörig bleiben.

Preise

Das Plasma-Effekt Modul haben wir bereits angekündigt. Inzwischen sind für beide Module auch Preise bekannt. Für den Sampler sind es 300€ plus Steuer (19%), beim Plasma Drive geht es um 310€ (ebenfalls ohne Steuer).

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Bei Erica kann man sehr viele Module finden und auch bestellen. Es gibt aktuell auch einige „ältere Module“, die bis zu 40% günstiger sind, darunter auch das wunderbare DSP Modul aus der ersten Serie.

Teenage Engineering zeigt 2 günstige Modularsysteme und Touch-Keyboard – sehr spannend

Teenage Pocket Operator ModularTeenage Pocket Operator Modular

Sehr überraschend zeigt Teenage Engineering heute ein Video mit drei Modular-Systemen. Sehr unerwartet sind sie optisch sehr anders und in unterschiedlichen Form-Faktoren.

Das Design ist absolut auffällig und anders und sieht auch nicht nach klassischem Eurorack aus, zudem ist es sehr flach, sodass man es in einem schmalen Case unterbringen kann. Hier im Bild ist das größte in gelb, es gibt auch ein kleines Desktop-System in rot und ein ganz kleines ebenso.

Es sind eine Reihe von Modulen standardmäßig dabei, weitere Module kosten dann jeweils $149. Das System ist noch nicht lieferbar, die Komplettpreise sind $399 für das rote Desktop-System mit 5 Modulen und Touch-Keyboard, $549 für das große gelbe System mit 16 Modulen (komplett) und das Keyboard einzeln gibt es für $159. Man kann auch selbst etwas zusammenbauen, ähnlich wie bei Ikea-„Systemen“. Das Konzept ist neu und eigenständig und man kann Module wohl auch deshalb kaufen, weil man selbst etwas zusammenbasteln kann. Dennoch gibt es die fertigen Systeme, um den Einstieg leichter zu gestalten.

Das System heißt zwar Pocket Operator Modular, hat aber mit „Taschenrechner“ und PO-Serie nichts zu tun. Die Potis haben Lego-Anmutung und kennt man vom OP-Z ein bisschen.

Die Module gehören jeweils dazu und sind folgendermaßen zusammengestellt:

  • System 400: 3 Oszillatoren, Noise, Random Generator, 2 Envelopes, 2 Vca’s, Lfo, Filter, Mixer, Speaker Box, Power Pack und ein 16-Step Sequencer.
  • System 170: Rechteck-Oszillator, LFO, VCA, Filter, Hüllkurve und eingebauter Sequencer.

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Teenage goes Modular – Kampagne mit tollem Design ist aktuell zu sehen auf deren Website.

Video

Manis Iteritas – Drumsound total anders und kreativ – wie klingt eigentlich Profundity?

Noise Engineering Manis IteritasNoise Engineering Manis Iteritas

Drummodule gibt es mittlerweile mehr als genug. Die meisten tun das, was man erwartet und haben irgendeinen Rauschgenerator und einen Sinusoszillator oder etwas mehr an Bord und machen dabei alle weitgehend dasselbe in grün. Noise Engineering macht es anders, total anders!

Manis Iteritas ist typisch für Noise Engineering, es gibt auch ein paar Parameter, die man irgendwie kennt, wie Pitch und Envelope oder auch Saw Mod, aber Bash, Smash und Profundity? Nie gehört im Zusammenhang mit Synthese. Und so klingt das Modul auch. Natürlich arbeitet es im Inneren digital und emuliert nichts, sondern macht Dinge, die wie Sync (oder „Feedback“) zwischen zwei Oszillatoren klingen.

Bash, Smash, Profundity

Bash bringt die Option, eher eine Attack-Hüllkurve zu haben und ist deshalb bipolar. Außerdem wird eine Art digitales Rauschen mit eingebracht, das in einer besonderen Weise klingt und mit Saw Mod, Smash und eben der schon erwähnten Profundity verändert werden kann. Da das alles im Video zu hören ist, versuche ich keine Worte dafür zu finden. Sicher kann man aber sagen, dass die Synthese irgendwo zwischen Shaping und FM klingt. Man bekommt sofort Obertöne geliefert und das klingt alles anders als sonstige „Drum“-Module.
Envelope ist eigentlich die Decay-Zeit des Sounds und damit ausreichend für Drums und Percussion. DC/AT ist nun erklärt, es macht eine Hüllkurve zu einer stehenden Drone. Pitch kann man übrigens drücken und dann die Frequenz in Halbtonschritten genau einstellen. Das ist eine supergute Idee. Ein Tiefpassfilter ist auch eingebaut. Alle diese Elemente lassen sich steuern und dadurch wird alles beweglich und interessant, mal tonal, mal geräuschhaft.

Binge, Cringe

Mit dem Modul lassen sich auch Melodien spielen und tonale Dinge bauen, sodass man es eigentlich nicht nur als Drummodul sehen sollte, sondern eher als eine Art „Kreativ-Synthese-Soundquelle“, mit der man schlicht und einfach ein bisschen experimentieren kann.

Weitere Information

Der Shop zeigt auch die wichtigsten Informationen und natürlich den Preis von $355. Es wurde auch schon günstiger gesichtet, der „Straßenpreis“ könnte daher auch niedriger sein.

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