Noise Engineering zeigt 3 neue Module – nach der Superbooth

Noise Engineering ModuleNoise Engineering Module

Normalerweise ist ja wenig los nach so einem Event wie der Superbooth, dennoch hat Noise Engineering immer einige geheimnisvolle interessante Sachen parat.

Zwei große und aufwendige Module nach typischem Muster und ein kleineres Verzerrermodul, was teil der größeren „Ruina“ Serie ist. Demnach sind alle Module mit „Ruina“ im Namen Verzerrer, jedoch verschiedene. Der neueste heißt Kith Ruina. Es hat drei Bänder, in denen unterschiedlich verzerrt werden kann und natürlich Drive, welches eher aggressiv ausgelegt ist. Kith und Terci Ruina sind beide analog. Mit 4HP ist es auch ziemlich kompakt.

Ataraxic Iteritas Magnus

Auch als Nichtlateiner ist klar, dass Magnus für groß steht, dies ist also die 5HE-Version des bereits bekannten Ataraxic Iteritas Moduls. Es erzeugt sogenannte Bit-Tables, aus diesen werden dann Morphing, Kammfilter und modulierter Noise für interessante Änderungen sorgen und ist einfach nur richtig richtig bööööse. Die Schwingungsformen werden in Tables gewandelt mit Octave-Shift und man kann die Obertöne mit einem extra dafür vorgesehenen Knopf regeln, damit kann man sie auf 8Bit-Sound reduzieren, zerlegen und zerstören oder auch zerhacken. Böse eben!

Ebenso verhält es sich mit dem Cursus Iteritas Magnus. Es ist die große Version in 5HE des Eurorack-Moduls. Es ist quasi das Gegenteil des oben vorgestellten Oszillators und für Noise Engineering das „melodischste“ in der kompletten Serie. Es gibt Bandpassfilter-ähnliche Spectral-Effekte die weitreichend eingestellt werden können mit Neigung, Breite und Zentrierung, außerdem macht es Fourier- und Walsh-Transformation und kann damit „additiv“ oder „Formant“ genannt werden. Die Art, wie und womit es wirklich arbeitet ist mal wieder anders als bei anderen, es wird und werden aber stets auf spectraler Ebene gearbeitet und damit Bänder oder bestimmte Frequenzbereiche verändert. Dabei wird auch mit Oversampling und anderen Faktoren „gespielt“, die für Dreck sorgen sollen, damit das „additive“ nicht zu brav wird.

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Auf der Website von Noise Engineering gibt es mehr. Die Preise liegen zwischen $355 und $444 und Frühkäufer werden mit ersterem belohnt.

Polygonen-Synthese vom Erfindungsbüro in Berlin bewegt Wellen

erm polygogoerm polygogo

Synthese neu erfinden ist gar nicht so einfach, sicher ist auch dieses nicht total anders und neu – aber anschaulich und eben doch anders in der ziemlich analogen Welt. Ehrlich-digital ist dieses Modul vom Erfindnungsbüro in Berlin.

Die Multiclock ist bisher das bekannte Gerät und nun geht es in die Eurorack-Welt mit einem neuartigen Oszillator für das Eurorack. Er hat ein ungewöhnlches Gesicht mit seinen Fadern und dem Display mit dem Symbol, welches Grundlage für die Synthese ist. Das Symbol ist eine Art runde Form dessen, was als finale Schwingungsform ausgegeben wird. Diese lässt sich über die Fader entsprechend verbiegen und per Steuerspannung verändern.

Dadurch benötigt man keinen Wahlschalter, sondern nur noch ein Tuning, wie für jedes andere Oszillator-Modul auch. Außerdem kann man das Ergebnis per Hard-Sync mit weiteren Obertönen anreichern oder per FM modulieren.

Polygogo

…heißt so, weil es aus Polygonen, also „Vielecken“, entsprechende Ergebnisse holt. So wird aus einem Kreis ein Sinus und aus einem Stop-Schild-förmigen fast eine Art Dreieck. Mehr Ecken formen andere Wellen und die Übergänge und Veränderungen als Teeth und Roll kann man weitere Veränderungen vornehmen. Außerdem kann man in analoger Form noch ein Waveshaping aktivieren, welches aus dem Modul ein Hybrid macht. Es ist also doch nicht so ehrlich-digital, sondern ein bisschen auch analog.

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E-RM Website.

Aemit System 7.5 mit aufwendigem Filter mit CV Flankensteilheit, Filtertyp etc.

Aemit System 75Aemit System 75

Aemit wirkt neu und unbekannt, es stecken aber deutlich ältere Wurzeln dahinter. Die belgische Szene startete gegen 1982 mit Namen wie EEF Synthesizer und Sequencer, die heute nicht zu bekannt sind und dennoch von Szenegrößen benutzt wurden.

Ein Act davon ist Klinik. Das blaue Modularsystem gab den Namen zu gleichnamigem Synthesizertreffen von Theo Bloderer, dessen Sammlung wirklich enorm ist. Die Formate waren andere und größer. Heute gibt es das Eurorack-Format und das Wissen von damals und jetzt und der experimentellen Art von Guy Drieghe aka „Didah“ ließ ihn immer wieder neue Dinge entwickeln und einsetzen. Manchmal war das nicht in die Öffentlichkeit gegangen und ist deshalb heute wenig bekannt. Es gibt auch Anbauten und Erweiterungen für den Buchla Music Easel oder generell Buchla-Synthesizer, welche vermutlich viele von uns nicht bemerkt haben, da das sehr insiderig unter Nerds kursierte.

Jetzt aber ist Zeit, das System in Gänze zu präsentieren, was auf den Namen 7.5 hört. Es möchte genau das zeigen, was auch passiert. Keine Doppelfunktionen, Displays und ähnliches, sondern eine klare aufgeräumte Oberfläche zieren das Panel. Es besteht aus zwei Reihen „normaler“ Module und einem mittleren Streifen von Hilfsmodulen wie Mixer, Inverter oder Puffer für Signale bis hin zum LFO.

Die besonderen Möglichkeiten liegen in Dingen wie etwa der Steuerspannung für Güte und Steilheit des Filters und sogar den Filtertyp kann man per Steuerspannung erreichen.

Die Module sind diese:
• VCO II – Dies ist der Hauptoszillator, der auch als LFO nutzbar ist.
• Variphase – Ein weiterer Oszillator, der mit einer der FM ähnlichen Funktion arbeitet und ebenfalls einem LFO.
• EVC Filter – 4-pole 24dB/Oct State Variable Filter, Flankensteilheit und Typ ist modulierbar
• EVC+ – Anschluss-Expander zum EVC
• Quadsum A – Vierkanal-Mixer für Audio
• Quadsum L – Lineare Eingänge als Mixer für Modulation
• QS+ – Summierer und Vierfach-VCA
• Two Gates – Doppel-VCA
• 2 LFOs – VC-LFO, mit Sync und Tracking
• Fluxus – Multistage Hüllkurve mit Loopfunktion und Modulation der Zeiten

Weitere Information

Das System ist Ende des Jahres erhältlich und zwar über ein Händlernetz. Das bedeutet meistens, dass man es bei uns über Schneidersbüro bekommen kann. Die Module ohne die kleineren Hilfsmodule gibt es bereits im Sommer und weitere Module werden bis Herbst fertig sein. Die Website befindet sich hier.

Aemit System 7.5 mit aufwendigem Filter mit CV Flankensteilheit, Filtertyp etc.

Aemit System 75Aemit System 75

Aemit wirkt neu und unbekannt, es stecken aber deutlich ältere Wurzeln dahinter. Die belgische Szene startete gegen 1982 mit Namen wie EEF Synthesizer und Sequencer, die heute nicht zu bekannt sind und dennoch von Szenegrößen benutzt wurden.

Ein Act davon ist Klinik. Das blaue Modularsystem gab den Namen zu gleichnamigem Synthesizertreffen von Theo Bloderer, dessen Sammlung wirklich enorm ist. Die Formate waren andere und größer. Heute gibt es das Eurorack-Format und das Wissen von damals und jetzt und der experimentellen Art von Guy Drieghe aka „Didah“ ließ ihn immer wieder neue Dinge entwickeln und einsetzen. Manchmal war das nicht in die Öffentlichkeit gegangen und ist deshalb heute wenig bekannt. Es gibt auch Anbauten und Erweiterungen für den Buchla Music Easel oder generell Buchla-Synthesizer, welche vermutlich viele von uns nicht bemerkt haben, da das sehr insiderig unter Nerds kursierte.

Jetzt aber ist Zeit, das System in Gänze zu präsentieren, was auf den Namen 7.5 hört. Es möchte genau das zeigen, was auch passiert. Keine Doppelfunktionen, Displays und ähnliches, sondern eine klare aufgeräumte Oberfläche zieren das Panel. Es besteht aus zwei Reihen „normaler“ Module und einem mittleren Streifen von Hilfsmodulen wie Mixer, Inverter oder Puffer für Signale bis hin zum LFO.

Die besonderen Möglichkeiten liegen in Dingen wie etwa der Steuerspannung für Güte und Steilheit des Filters und sogar den Filtertyp kann man per Steuerspannung erreichen.

Die Module sind diese:
• VCO II – Dies ist der Hauptoszillator, der auch als LFO nutzbar ist.
• Variphase – Ein weiterer Oszillator, der mit einer der FM ähnlichen Funktion arbeitet und ebenfalls einem LFO.
• EVC Filter – 4-pole 24dB/Oct State Variable Filter, Flankensteilheit und Typ ist modulierbar
• EVC+ – Anschluss-Expander zum EVC
• Quadsum A – Vierkanal-Mixer für Audio
• Quadsum L – Lineare Eingänge als Mixer für Modulation
• QS+ – Summierer und Vierfach-VCA
• Two Gates – Doppel-VCA
• 2 LFOs – VC-LFO, mit Sync und Tracking
• Fluxus – Multistage Hüllkurve mit Loopfunktion und Modulation der Zeiten

Weitere Information

Das System ist Ende des Jahres erhältlich und zwar über ein Händlernetz. Das bedeutet meistens, dass man es bei uns über Schneidersbüro bekommen kann. Die Module ohne die kleineren Hilfsmodule gibt es bereits im Sommer und weitere Module werden bis Herbst fertig sein. Die Website befindet sich hier.

Doepfers schmale Modulserie erlaubt kleine kompakte Systeme

Doepfer Slim-Line ModuleDoepfer Slim-Line Module

Nun, der erste ist er nicht bei dem Thema Mini-Module, da sind Erica mit dem Pico, 2HP und andere schon länger da. Aber der Pionier und faktisch Erfinder des Eurorack-Prinzips zieht nach.

Roland war damals mit dem System 100m eigentlich auf einer vergleichbaren Stufe, sie boten ganze Stimmen an, die jedoch als Rohbau noch Hüllkurven und LFOs benötigten, der Rest waren Doppelmodule (VCO, VCAs etc.). Auch Doepfer hat jetzt kleine Module für Polyphonie, die jeweils vierfach aufgebaut sind und jetzt geht es umgekehrt in die Richtung, schmale Module zu bauen, die möglichst viel können. Dabei ist er auf 2 Miniklinken als ideale Breite gegangen anstatt nur eine. So muss man nicht an Eingängen oder Parametern sparen.

Alles oder nichts

Die Slim-Line Reihe bietet faktisch alles für ein grundlegendes eigenständiges System an. VCO, Dual-VCA, Multimode-VCF mit Ausgängen für jeden Filtertyp, Hüllkurven, 4 LFOs und Mixer sowie Rauschgenerator sind an Bord. Als Krönung gibt es auch hier die komplette Synthesizerstimme, die allerdings etwas breiter ist. Sie hat alles – auch Hüllkurven, an Bord. Lediglich der LFO fehlt, der jedoch mit dem vierfach-LFO der Slim-Serie sehr sehr gut erweitert wäre. Interessanterweise fehlt ein normaler VCO,vielleicht kommt der noch dazu.

Weitere Information

Doepfer hat eine sehr umfangreiche Website. Die Module werden alle diesen oder nächsten Monat fertig und lieferbar sein und bis auf die Synth-Stimme unter 101€ kosten. Die Synth-Voice kostet 180€ und ist spätestens im Herbst fertig und lieferbar. Das Filter ist als einziges bei 100€, die anderen Module kosten 80€, die Hilfsmodule Quad-Switch und Mixer kosten 60 bzw. 50€.

16facher Oszillator als Modul mit 16fachem ADSR-VCA – Supercritical Demon Oscillator

Supercritical Demon Core OscillatorSupercritical Demon Core Oscillator

Das klingt zunächst ziemlich reißerisch und als würde man 16 Stimmen auf ein Modul gepackt haben, es dürfte aber eher dem Swarm Oszillator von Radikal folgen, der bereits 8 Oszillatoren in sich trug und trägt. Auf dem Gehäuse steht dennoch 16-Voice-Demon Core Oscillator.

Awesome, Saurier kämpfen gegen Ninjas – im Weltraum! Der Finnische Oszillator beherrscht lineare FM und PWM und kann sich verhalten wie bis zu 16 schräge und ungenau arbeitende Oszillatoren klassischer Art. Wenn man so will Rechteck und Sägezahn im 16er-Pack. Gesteuert wird das per CV und es sind für Sync und Coauch Eingänge vorhanden, ebenso wie die Stabilität der Oszillatoren insgesamt. Die Stimmen selbst werden über 16 LEDs angezeigt. Die Oszillatoren können einen Bereich von 6 Oktaven abdecken und nehmen 25mm Tiefe an Platz ein. Insgesamt kann tatsächlich jede Stimme einzeln gesteuert werden und ist daher sogar tatsächlich 16stimmig. Das Modul ist 12HP breit. Um das Ganze insgesamt sinnvoller zu verwalten und zu steuern gibt es ein weiteres Modul mit 8HP Breite, den Expander.

Expander

Dazu gibt es einen Expander, der vier CV-Eingänge zu dem einen auf dem Hauptmodul hinzufügt, sodass man 4×4 Oszillatoren haben kann. Besonders ist jedoch, dass es für und im Expander tatsächlich 16 individuelle ADSR-Hüllkurven gibt, der ebenfalls nicht nur CV sondern auch MIDI beherrscht.

Weitere Information

Die Website von Supercritical befindet sich hier.
Beide Module kommen im Mai bis Juni 2019, die Preise sind noch nicht bekannt.

 

Auffällig guter Klang! Spanisches 2-Pol-Filter Nano Font für wenig Geld

nano fontnano font

Font ist doch „was mit Schrifttypen“? Nein, es ist auch ein  Modul von Nano aus Spanien. Der Klang dieses Filters ist auffällig gut und deshalb stellen wir es vor. Es muss sein.

Tja, was schreibt man eigentlich, wenn doch so viel ganz ganz normal ist. Es handelt sich um ein Filter mit 12 dB / Oktave und damit ein 2-Pol Filter mit Resonanz. Es gibt jeweils einen Ausgang für Tiefpass und Bandpass, ähnlich wie beim Polivoks Filter. Es sind also nicht alle Filtertypen erreichbar.

Es sind zwei große Knöpfe für positive und negative Modulation vorhanden, die das Filter steuern, jeweils eins für den Cutoff und die Resonanz, denn beide sind modulierbar. Es lässt sich auch so einstellen, dass es genau auf 1V / Oktave reagiert und gestimmt spielbar ist. Es gibt jeweils einen Steuereingang für die besagten Ziele (Cutoff und Resonanz) und natürlich einen Eingang. Das war’s. Das ist alles schnörkellos aber okay.

Alles sieht so aus, wie es aussehen soll und muss und ist aufgeräumt. Das ganze ist 6 HP breit.
Aber die eigentliche Message ist, dass dieses Modul einfach super klingt und seinen Preis absolut wert ist. Das hört man auch bereits in diesem (neuen) Video von Herrn DivKid.

Mehr Information

  • Die FontNano Website gibt den Preis von 145€ bekannt.

Instruó stellt einen Doppel-Looper mit verschiedenen Geschwindigkeiten ins Eurorack

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Looper mit Anzeige gibt es eher wenige im Eurorack, allerdings kennt man die Ableton-Live artige kreisförmige Drehanzeige durchaus in der Loop-Welt. Zu steuern sind nicht nur Tempo und Start..

Die beiden Looper können parallel bespielt werden durch eine parallele „Link-Recording“ Funktion. Zu steuern sind Loop Länge, deren Geschwindigkeit von 0 bis vierfach aber auch über die Start-Position des Aufgenommenen. Man kann und soll sofort mit dem Audiomaterial „spielen“ können und natürlich soll der Zugriff sofort passieren. Auch rückwärts lassen sich die beiden Looper abspielen.

Die Hilfe durch die feine Positionsanzeige ist bereits sehr hilfreich und vier Zahlendisplays geben weitere Information. Außerdem sind tatsächlich auch zwei SD Kartenschächte vorgesehen. Die beiden Looper sind also wirklich komplett vorhanden und daher auch immer getrennt bedienbar.

Eine kleine Demo findet man im Video und wird sich relativ leicht selbst erklären, wie wenn man mit zwei „Decks“ arbeiten würde und beliebig in dem Material herum fahren kann man auch.

Und weiter

Außerdem zu sehen gibt es einen Anbau (Sequencer und Co), der schlicht und einfach ein Step Sequencer ist als ersten Vorgeschmack, welche Module sonst noch möglich sein werden und sind, denn natürlich kann man so Akkorde bauen und Tonleitern setzen. Wenn man sich das Video anschaut, kann man ein komplettes System erkennen, was auch viel mit Fadern arbeitet und damit vielfach nutzbar ist.

Mehr Information

Auf der Website gibt es mehr von Allem. Der Hersteller ist aus dem Vereinigten Königreich, genauer in Schottland. Das eigentliche Hauptmodul ist im Mai erhältlich und damit zur Superbooth wohl bereits für alle bereit.

Video

Die Information über das komplette System ist zuerst da, während man bei dem neuen Looper ab 44:30 landet.

Marienberg Modular Synthesizer und Hintergründe, weshalb er besser sein kann als andere.

Marienberg ModularMarienberg Modular

Aktuell gibt es massenhaft Eurorack-Systeme, jedoch gibt es noch immer Bedarf an klassischen 5HE-Modulen, da die nicht nur haptisch griffiger sind, sondern nicht selten bei Klassiker-Modulen auch authentischer klingen. Synthwerk, Curetronic, COTK und neuerdings deren Ableger Waveframe dürften die bekanntesten Anbieter sein.

Viele Wissende haben durchaus die VCS2-Entwürfe gesehen, die allerdings theoretischer Natur waren. Sie waren nach einem direkten, ausladenden EMS-ähnlichen „Clone“ in Waldorf-Wave-Optik ein Blickfang in jener Zeit, der allerdings auch mehr anbot, als ein EMS und digitale Elemente haben. Er sollte eine Art moderner EMS VCS3 mit Speicher sein.

Nach diesen folgten die Module. Die beiden Marienberger teilen sich auch in ihren Aufgaben zwischen Holger und Steffen Marienberg auf. Holger ist der Mann fürs Digitale, Steffen fürs Analoge, jedoch gibt es auch Dinge, die beide ausführen können. Ziel der Forschung mit vielen analogen Klassikern ist es, den neutralen Sound herstellen zu können. Wenn man sagen kann, dass dieser Sound an keinen anderen erinnert, liegt man richtig. Man möchte alles tun, was man analog erreichen kann.

Marienberg vcs2

Marienberg VCS2

Was macht sie aus?

Weitere Besonderheiten sind eine hochwertige und über viele Oktaven spielbare FM anbieten zu können oder ein Filter, bei dem die Resonanz vernünftig skaliert ist und nicht erst im letzten Skalendrittel überhaupt eine Färbung erzeugt. So werden die Module lange verändert und optimiert, bis sie technisch extrem hochwertig sind und einen entsprechenden Klang abgeben, aber auch sinnvoll einstellbar sind und die Bereiche ein einziger Sweetspot sind.

Weitere Information

Wer möchte, kann noch mehr erfahren. Die Marienbergs sind auch für ein Synthesizer-Meeting namens Analoge Kunst verantwortlich, welches in Ascherleben schon mehrere Male stattfand. Ihre Site zu den Synthesizern findet man hier. Die Videos stammen von dem „Synth Reactor“-Event bei Thomann #TSR19, wo viele YouTuber jede Menge Material gefilmt haben.

Video

SSF Stereo Dipole sind eigentlich vier komplette Filter in einem Modul

SSF Stereo DipoleSSF Stereo Dipole

SSF baut vier Filter in ein Modul, sodass man den Sound recht einfach zum „Sprechen“ bringen kann. Denn Formant-Sounds und damit vokal-artige Klänge sind so recht einfach herzustellen. 

Dipole ist der Name, der auf zwei Filter hinweist. Da diese aber zweimal vorhanden sein müssen, um im Stereobild zu agieren, sind es derer vier. So weit, so gut. Die beiden Seiten haben jeweils Drive und Filtertyp-Wahl zur Hand, hier sind alle Typen außer Notch zu finden. Die Auswahl erscheint immer zweifach, sodass man denken mag, dass es sich lediglich um zwei Filter handele. Das ist aber doch anders …

Ich bin zwei Öltanks

Der Stereo-Versatz und auch die Stereo-Frequenz sind genau das, was die anderen Filter steuert und sich in Abhängigkeit zum anderen Kanal ändert. Das Filter ist nicht als Charakterschwein gedacht, sondern soll bewusst sauber und rein klingen.

Der Klassiker unter den Mehrfachfiltern ist natürlich die Reihenschaltung der Filter, um eine größere Flankensteilheit zu erlangen. In diesem Falle wären das mögliche 24dB/Oktave oder mehr, wenn man den Stereoteil so schalten könnte. Da das aber nicht vorgesehen ist, erhält man eigentlich 2+2 Filter. Ähnlichkeiten zum QPAS von Make Noise sind zwar denkbar, aber sie sind doch verschieden. Denn dort sind die Filter zwar auch alle vorhanden, aber die Einstellung erfolgt über Macros oder ähnliche Wege, die an Makros erinnern.

Weitere Information

Die Steady State Fate Website erklärt und zeigt das Modul  und setzt seinen Preis auf 399 Dollar. Es ist bereits lieferbar.

Video