X1L3 Shard richtet richtig Schaden an, vernoist und glitched..

X1L3 - ShardX1L3 - Shard

Wenn man so richtig kaputte Geräusche machen will, Powernoise, böse, krasse Töne, die schmirgeln und braten. Dann braucht man dafür ein eigenes Gerät, was man so als Desktop mit sich führen kann und das ist Shard.

Die eigentliche und offizielle Beschreibung, welche Sounds er beherrscht, ist eigentlich für sich total schön und direkt:
„It’s capable of generating a huge range of sounds. Drone, data crash glitching, atmospheric deprivation and all manner of unpleasant or quirky sounds.“

Das möchte ich ausnahmsweise nicht übersetzen sondern nur so für sich wirken lassen.
Man kann es auf jeden Fall mit „allerhand verschiedenen Krächen“ der ungemütlichen Sorte frei übersetzen. Das tut er und hat einige Steuereingänge und ein kompaktes Äußeres. Zerstörung und Zer(r)mangelung ist sein Job und den macht er dann auch.

Die meisten Taster sind deshalb auch eher Umschalter für verschiedene Charakter von Krach und Britzelstörungen bis hin zu U-Boot-Schaden. Man kann definitiv sagen, dass ich gewarnt habe und das das nichts für den Melodiefreund ist. Hier wird scharf geschossen und es wird niemand verschont. Nicht mal Kinder. So ist die heutige Zeit und deshalb reichen da 300 Pfund Ausgleich, um das Gerät selbst zu nutzen, um der Welt einen richtig schönen Hörsturz zu verpassen oder vielleicht auch einfach nur einen ganz gewöhnlichen Schock. Düsenflugzeuge braucht da niemand mehr.

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Die Website von X1L3 informiert über den Desktop Synth Shard

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Delaydelus 2 ist eine interessante Kombination aus Sampler und Delay für Analog-Menschen

Bleeplabs Delaydelus 2Bleeplabs Delaydelus 2

Hin und wieder passieren ganz neue Dinge. Beim Delaydelus 2 ist das offensichtlich passiert. Es ist ein Sampler und ein Delay in einem Gerät und das alles ist sogar alles per Steuerspannung zu kontrollieren. 

Delaydelus 2 ist ein Desktop-Gerät, welches ein wenig wie ein „Bodentreter“ aussieht. Es hat zwei robuste Knöpfe, die wie aus einem Pro-Arcade Spielautomaten entnommen aussehen und so sind sie auch gemeint, denn damit kann man Samples abfeuern und sie dann mit dem Delay-Teil effektiveren.

Daten

Der Sampler-Bereich hat Loops und Modulation per CV-Eingang zu bieten und ebenso kann das Delay durch Steuerspannungen durch ein Modular-System gesteuert werden. Mit den 22 Anschlüssen lässt sich schon einiges anstellen und performen. Das spannende ist die Kombination als Gesamt-Angebot, mit dem man bereits schon einiges anstellen kann ohne auch nur irgendetwas anzuschließen.
Die Samples werden in „CD Qualität„, also 16 Bit und 44 kHz verarbeitet und auf Micro-SD Karte gespeichert. Das Delay kann per CV halbiert oder verdoppelt werden. Es gibt 10 Speicherbänke und 17 Sekunden Sample-Zeit. Außerdem ist sogar ein Envelope-Follower an Bord, mit dem man anhand der Lautstärkenschwankungen entsprechend Ziele steuern kann. Das Gerät versteht und sendet bis zu 10 Volt ist ist damit auch mit Sauriern kompatibel. Ob dies nun ein Sampler mit Delay ist oder ein Delay mit Sampler? Es ist praktisch und gut zu bedienen und macht einen spielfreudigen Eindruck.

Die Patchkabel für die internen Verkabelungen sind als Bananenbuchsen ausgelegt, was nicht dem Euroreck-Prinzip entspricht.

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Der Preis des im September erhältlichen aber jetzt vorstellbaren Gerätes beträgt $295.

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Isla Instruments SP2400 Drum Groovebox-Sampler – jetzt offiziell zu kaufen.

Isla Instruments SP2400Isla Instruments SP2400

Die SP2400 ist eine Groovebox, die direkt Aufnahmen machen kann und so etwas nennt man Sampler. Die Sounds werden auf SD-Card gesichert.

48 kHz und 24 Bit sind genau so möglich wie 12 Bit und 26,04 kHz. Man kann pro Kanal (Instrument) definieren welche der beiden Qualitäten man nutzen möchte. Die Maschine ist gedacht und konstruiert als Drummachine, dennoch kann man die Tonhöhe jeweils eine Oktave nach oben und unten stimmen. Es gibt auch eine einfache Decay-Hüllkurve.

Der Multi Level Mode ist ähnlich wie bei den klassischen MPCs angelegt. Damit kann man verschiedene Lautstärken oder Decay-Einstellungen jeweils auf alle Tasten legen und damit „dynamisch“ leichter einspielen. Das gilt auch für die Tonhöhe, sodass dieser Modus geeignet ist, Tonales einzuspielen. Technisch gesehen sendet so ein Pad aber einfach nur eine Note.

Das alles passiert in stereo und es gibt sogar einen eingebauten Mikrofon-Pre-Amp.Man denkt wohl sehr klar auch an die Hiphop-Fraktion, in der die SP1200 zumindest eine gewisse Bedeutung erreicht hat. Sampling funktioniert auch im Overdub Modus, um Klänge zu mischen und auch während des Abspielens. USB-Laufwerke und MIDI-Controller kann man natürlich direkt an der Maschine anschließen.

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Der finale Preis ist $949 und zur Einführung gibt es einen Discount von satten 50%. Diesen bekommt man mit dem Code „Flux302“. Ausgeliefert wird Ende des Jahres bis Anfang des kommenden Jahres. Die Website gibt alle Informationen dazu hier.

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Hall und Delay als handliche Desktop-Effektbox vom Synthesizerhersteller Audiothingies

audiothingies doctor a fxaudiothingies doctor a fx

Die macher des kleinen Geheimtipps und 300€-VA-Synthesizers Micromonsta zeigen ein neues kleines handlliches Effektgerät mit genau den Effekte, die Synthesizer-Leute gern brauchen, speziell auf der Bühne.

Diese Box scheint prädestiniert für den Liveeinsatz, denn wer kommt wirklich ohne Hall und Delays aus und möchte diese nicht direkt und einfach einstellen und damit sogar performen?

Das die Box für Synthesizer-Nutzer gedacht ist, kann man auch an den CV-Eingängen erkennen. Diese kann man selbst zuweisen und daher universell einsetzen. Außerdem gibt es auch einen MIDI-Eingang für die Steuerung der Box. Es gibt verschiedene Basispegel und 4 Speicher für Hall und Delays. Es gibt auch eine Tap-Tempo-Funktion um manuell mal eben ein Delay in die richtige Länge zu bringen.

Es gibt acht Knöpfe für die wichtigsten Paramter und vier kleine Potis, sowie drei Taster und vier LEDs für die Speicher und deren Zustand. Zwei davon sind für Modulation und damit Bewegung zuständig, es gibt natürlich Tief- und Hochpassfilter und ein Predelay. Mit Decay, Time und Feedback sind für beide Effektarten die wichtigen Parameter bekannt und benannt.

Mehr Information

Audiothingies haben alle wichtigen Daten auf deren Website bereit gestellt. Das Gerät kostet 379€.Es wird ab 1.Juli zu haben sein. Man kann es aber bereits jetzt vorbestellen. Das Gerät wird aus Frankreich verschickt, denn dort hat die Firma ihren Sitz.

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Kodamo – ein 6 OP FM Synthesizer mit anderer Optik und 300 Stimmen und vielen Extras.

Kodamo Essence FMKodamo Essence FM

Essence FM heißt er und hat offenbar eine freie Zusammenstellung von Algorithmen, also jenen Verbindungen zwischen den Operatoren und wirklich viele Stimmen, nämlich 300.

Die extreme „Megadrone“ aus FM-Sounds wäre kein Problem für ihn, denn mit seinen 300 Stimmen (!) ist er wohl sowas wie Vollpolyphon zu nennen und noch mehr. Das große Display scheint Schwingungsformen, die sich frei zeichnen lassen und Strukturen mit Android-Charme anzuzeigen und Ein Mensch namens Masami zeigt ihn erstmal auf dem Syntfest in Frankreich. Es gibt sogar ein Filter, obwohl man das in einem FM Synthesizer nicht benötigt. Es gibt eine Modulationsmatrix und mehrere Splits und Layer Zonen mit 128 Speicherplätzen und neben Effekten auch MPE-Tauglichkeit und offenbar ist er generell ziemlich auf der Höhe der Zeit. Das Gerät ist in 3 Sekunden startklar, länger bootet es nicht. Wellenformen lassen sich auch extern einladen. Ob dies nur einzelne Zyklen oder komplette Samples sind, ist allerdings nicht genau klar, wir vermuten es handelt sich um einfache Wellen, nicht um umfangreiche Samples! Dennoch ist er damit neuartig und macht da weiter, wo der SY99 aufgehört hat. Wem das Wort „Operator“ nichts sagt – es handelt sich um eine Kombination aus einem Oszillator mit Lautstärkensteuerung und komplexem Hüllkurvengenerator. Jeder dieser Operatoren kann einen die Frequenz eines anderen steuern.

Weitere Information

Die Website von Kodamo informiert, was und wann nach dem Prototypen kommt und was er kostet auch – sobald dies möglich ist.

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Apple has a AV studio desktop again: power, speed, and cheese graters

Apple promised something special – and modular – at the pro desktop level, and they’re delivering something ambitious. Welcome the return of big metal desktops with tons of PCI slots and maxed-out power supplies. And if you missed Macs that look like cheese graters, you also get your wish.

In a nice touch, they’ve also added wheels so you can roll this thing around a studio.

And studio is what they have in mind. Following an hour of consumer-focused iPad and iPhone stuff and things on your watch, the pitch for the new Mac Pro is about video editing, music and audio production, 3D, and gaming.

Most of this stuff is on the visual side, even despite the mention of lots of “virtual instruments” in the keynote (cue cheesy “Kenya” music), partly because audio users don’t need this amount of power for most of what they do. But visual people, this again looks exciting – at last.

Music folks, there’s also a new release of Logic Pro, which I’ll write about separately. It seems to be the Hans Zimmer school of benchmarking, with 1000 virtual instruments. For the first time in a long time, Apple shows Logic and Final Cut together.

The system appears to max out everything:

PCI slots are back.

CPU. Now top-of-range Intel Xeon – with up to 28 cores.
GPU. A huge power supply and new connections, plus “Thunderbolt throughout” mean support for one or two top-of-the-line AMD Radeon Pro Vega II GPUs. (Apple continues their preference for AMD; there was no mention of rival NVIDIA.) It’s all part of a new connection module Apple calls MPX.
Afterburner for video. This is actually an FPGA that assists in handling video codec processing, for faster proxies and whatnot or direct RAW editing.
PCI expansion. This is finally back – tons of it. So you can add (mostly graphics) add-in cards. It’ll be interesting to see if the audio market goes back to working with PCI, after largely moving to interconnects like USB and Thunderbolt, which allow them to target laptop and desktop owners at the same time. But for graphics, it’s huge.
Lots of electricity. Don’t expect to save on your electricity bill or save the planet with this one. A massive 1.4 kW power supply runs the whole thing.
Quiet cooling. The GPU interestingly uses a massive heat sink, but there are tons of fans to move air through the device. Some of us remember when this went awry with the “jet engine” Macs of the past, but Apple promises if it’ll be quiet.

Apple shows 1000 tracks in Logic at once.

Logic’s threading makes use of all that insane number of cores.

And there’s a new display, of course – a Pixel Display for your desktop. Apple’s displays have tended to command a price premium, so that a lot of pros opt for other brands, but here they seem to be leaning in to that with an ultra-high-end option. There’s a massive contrast ratio, color range (“extreme”), and high density. It’s called the Pixel Display XDR. It all connects with Thunderbolt 3, and there’s a new stand design.

That means you can use this with your MacBook Pro, too. They would like you to buy six of them for your desktop. (“Whoo!” she shouts, Ballmer style. I’m sure they would like to sell that many.)

High-spec memory is part of the story here. And lots of of it, if you want.

Apple goes to a high-end GPU again – and has another modular format for updating it (MPX).

MPX allows one or two high-end AMD GPUs.

The CPU is a star here – loaded up with cores.

Afterburner is an FPGA-based add-on for assisting video editors with handling high-res footage.

There’s a display to go with this, too.

Just get ready for some sticker shock.

There’s tons of innovation here, but that also means early adopters will be taking some risks. More ambitions tend to mean more potential points of failure. But it’s exciting to see Apple do this kind of innovation on the Mac again – and with the actual needs of pros in mind. I look forward to seeing how this pans out.

High end Mac will cost you – US$5999, though Apple compares to high-end machines at the 8 grand level. Coming in the fall.

I think I’ll probably think about getting one when… the next generation arrives and these prices drop. But the logic here makes sense: the pro market for studios has become more rarified. If Apple can make a case that these are machines that will last a longer time, I could imagine these machines becoming very popular in those core segments. Musicians, even serious pros, will probably still largely stick with capable laptops, but for video and high-end visuals, the need is real. And the pay is better. Just saying.

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Meeblip Geode Synthesizer wird analoger, bedienbarer und vielseitiger

Meeblip GeodeMeeblip Geode

Meeblip kommt von der CDM-Gemeinde, sein Vorgänger ist bewusst als Bastel-Synthesizer mit dem Wort „hackable“ ausgelegt und hat nun einen hybriden Nachfolger, weshalb aus Anode Geode wird.

Hybrid

Eine Mischung aus digitalen und analogen Elementen. Die beiden Oszillatoren mit Pulsbreitenmodulation und Rauschen als Option sind digital, ebenso der Suboszillator, damit es nie zu dünn klingt. Das Filter ist nun analog und laut Information aus einem Gitarreneffekt der Siebziger Jahre entnommen. Die Hüllkurve bietet ADS-Charakter an und natürlich haben die Oszillatoren auch ein Glide. Das Gerät hat MIDI und alle Knöpfe verstehen Controllerdaten. Auch USB kann das Gerät bieten und meldet sich auch in iOS an, wenn man das möchte.

Modulation

Die Modulation seitens des LFOs, der scheinbar fast bis nahezu in die Audiogeschwindigkeit reicht, kann das Filter oder die Tonhöhe erreichen allerdings gibt es keine Pulsbreitenmodulation, dennoch gibt es im Oszillator selbst PWM, nicht nur PW, zumindest klingt das Demo danach, auch wenn man keine Bedienelemente dafür entdecken kann. Die Ästhetik bleibt eigen und speziell und das ist natürlich auch so beabsichtigt. Von fett bis direkt und britzelig könnte man schon einige Verben und Adjektive dazu finden.

Weitere Information

Die Website glänzt mit weiteren Bildern und Information. Die wichtigste dürfte sein, dass Vorbesteller das Gerät günstiger bekommen. Das sind $149,95 statt später $179,95. Der Vorbestell-Zeitraum bleibt auf den Mai beschränkt. Die Besteller müssen mit Zoll (Steuern) und Port rechnen.

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SPICE is a one-stop modular distortion box – and it needs support

Saturation, distortion, warmth, fuzz – it’s what keeps a lot of us coming back to machines. SPICE is a modular distortion on Kickstarter, suitable for Eurorack or desktop use alike – and it’s getting reader attention partly because it isn’t over the funding line quite yet.

The big picture for SPICE from Plankton Electronics is modular distortion in an integrated, multifunctional design, with sounds ranging from digital crushing to tube distortion, ranging from warm saturation to grimy fuzz.

That functionality you can then get however you like. Want the whole thing as a single desktop unit? Go for it – even if you don’t own any other modular. Want to take that same integrated unit and rack it? Done – as a 38HP Eurorack. Prefer individual modules? Want them assembled? Want them as DIY kits you assemble yourselves? Every option is here.

This is all partly the story of a tube from KORG – the Nutube. This new Japanese-made tube, drawing from fluorescent display tech, sounds like conventional tubes but has an atypically long life and dramatically smaller size. And it uses a tiny amount of the power of tubes – think 2%. That’s not the only distortion / saturation on offer here, but it does allow a full complement of distortion types without requiring a bunch of power or space.

So you get to choose which distortion you want:

  • Clean amplification and filter, no distortion (“boost”)
  • Soft clip saturation
  • Hard clip saturation / distortion
  • Nu-tube distortion – one or two at once (for double double your distortion, double double your enjoyment… etc.)
  • Transistor fuzz (strong clipping)
  • Stomp box filtered high gain distortion, guitar pedal style

Distortion? Yes:

And you can combine these in loads of different ways – which is where the modular bit comes in. You can choose digital or analog, mix and prefilter, or apply an envelope follower to shape the sound.

And, of course, there’s feedback – lots of it.

It’s technical semimodular in that it’s prepatched for a lot of functions, but you can modify it from there.

Sliced into three modules, you get a choice [links to Modulagrid]:
NUTONE VCA and distortion based on the Nutube
SPICEVCF including the analog filter (LP, BP, HP) with tons of CV control and XMOD to self-modulate the filter
ENVF envelope follower

The tube module looks excellent on its own, but mostly I think the draw here is the combined distortion toolkit.

So how much does this cost? You’ll get actual hardware starting around 25EUR, and kits for around 55EUR+. Assembled modules start around 85EUR and then the full modular system will cost you around 450-500EUR, all in. (Prices will be more with VAT … and please, no more lecturing me about how the VAT system works, readers, I live in Germany and own a GmbH; most of our readers are outside the VAT system and don’t owe this tax. They’ve explained all the different prices on their site.)

Spice as modules.

I wasn’t so familiar with this Barcelona-based team before, but they’ve done some really nice work – and have gotten input here from a lot of our friends in the modular and synth community, from Endorphine.es to Befaco to Olivier Ozoux.

And even before I heard from them, a couple of readers wrote hoping CDM would cover this project as they want to see it funded. I hear you – I do, too.

I also love this idea – their SPICE Metapatch software is a Web-era take on the patch book. Instead of drawing with a pencil, you store patch ideas in a Web interface. (It’s still just a picture, but it means you’re free from erasures and terrible drawing skills. Hold on… that projecting thing I do, sometimes, that might be happening again.)

There’s 10 days left. They’re past the halfway mark, so let’s see if the CDM bump helps them out.

Plankton Electronics SPICE – Modular Saturation Unit [Kickstarter]

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Jetzt in „richtig“ – sehr klein, niedlich aber dennoch „mehr Pro“ – HaPiNes Desktop von Twisted Electrons

Twisted Electrons hapines-desktopTwisted Electrons hapines-desktop

Es gab einst eine Platine mit dem Namen HaPiNes, was ein Wortspiel mit NES andeutete, also dem Nintendo Entertainment System und damit Chiptunes, jedoch mit Sequencer und ein paar Sound-Einstellern.

Das alte Gerät war eigentlich kein Gerät, sondern ein Platine. So wie die Taschenrechner-Serie von Teenage Engineering war sie nackt und wirkte etwas unscheinbar. Das hat Twisted Electron bemerkt und eingesehen. Daher gibt es nun den Twisted Electrons HaPiNes Desktop.

Die Möglichkeiten des NES sind 5 Sound-„Kanäle“. Das sind genauer: 2 Rechteck-Wellenformen mit variabler Pulsbreite, eine Dreieck-Wellenform, ein Rauschgenerator und eigentlich noch ein 6-Bit PCM-Sampling-Bereich. HaPiNess kommt auch von Raspberry Pi und es gibt hier MIDI-In, Trigger-Sync für Eingang und Ausgang, ein Plug-in zu Steuerung der Parameter, 4 „Kanäle“ Echtzeit-Sound (nicht 5), also ohne Sampling, und 59 synthetische Drumsounds sowie einen speziellen weiteren, den der Hersteller mit „evolving“ beschreibt.

Bühnen-Action mit dem HaPiNes Desktop

Als Performance-Elemente sind 16 Arpeggio-Modes vorgesehen und ein Vibrato-LFO. Alles zusammen wird über 6 Knöpfe gesteuert, die über Controller oder das Plug-in noch etwas erweitert gesteuert werden können. Das kleine Gerät kann sogar Ratcheting, also das schnellere Spielen von Noten, die die Raster-Auflösung übersteigen (Roll-Funktion). Es gibt 256 Steps in 16 Patterns im Gerät und 3 Helligkeitsstufen für verschiedene Zwecke (Draußen, Drinnen und „normal). Ja, Hapines wird genau so geschrieben! Es ist ein doppeltes Wortspiel! Und ganz nebenbei auch vom Hersteller in allen Varianten, was Groß- und Kleinschreibung der einzelnen Buchstaben betrifft.

Mehr Information

Das alles soll es für 255 Euro plus Steuer ab März 2019 zu kaufen geben. Die Quelle ist direkt bei und auf der Website von Twisted Electrons zu finden.

Sounds

NAMM 2019: Moog Sirin – ein kleiner neue Minisynthesizer mit tollem Sound und analog.

Moog SirinMoog Sirin

Siri? Nein, Sirin – mit „n“ – So heißt ein neuer kleiner Moog für den Tisch – er ist irgendwo zwischen Werkstatt und Minitaur angesiedelt und es gibt sogar ein Demovideo dazu.

Bunt wie Grandmother aber klein, das ist Sirin. Moog hat es offenbar geschafft, zwei Oszillatoren unterzubringen und den Sound des Grandmother, der deutlich saftiger und breiter ist als der der Sub-Serie. Deshalb lohnte sich offenbar auch eine Variante für „Jeden“. Ein LFO mit offenbar fester Schwingungsform und Oszillatoren mit Sägezahn und Rechteck können durchaus schon gut klingen.

Filter, Hüllkurven und versteckte Funktionen

Das Filter ist ein klassisches Moogfilter, was natürlich ein 24 dB / Oktave – Tiefpass ist und mit einer ADR-Hüllkurve sowohl Filter als auf die Lautstärke steuert. Der Release-Faktor wird, wie üblich bei Moog, mittels Release-Schalter identisch mit den Decay-Einstellungen gleichgesetzt. Offenbar kann Sirin mittels Software befüttert werden. Der Editor ist kostenlos für registrierte (!) Nutzer und erlaubt 6 verschiedene Wellenformen für den LFO und 128 Sounds zu speichern und in den Sirin zu übertragen, außerdem kann man eine vollständige ADSR-Hüllkurve verwenden. Ob man theoretisch mit einer kleinen Box diese beiden Funktionen von außen zuführen kann ist nicht klar, vermutlich wäre es aber machbar. Das machen inzwischen viele Firmen so, zB. Arturia mit der kleinen Brute-Serie.

Mehr Information

Auf der Moog Website kann man ein Video und einen kleinen Informationstext finden. Preis und Verfügbarkeit wird in Kürze hier nachgetragen.