Jetzt in „richtig“ – sehr klein, niedlich aber dennoch „mehr Pro“ – HaPiNes Desktop von Twisted Electrons

Twisted Electrons hapines-desktopTwisted Electrons hapines-desktop

Es gab einst eine Platine mit dem Namen HaPiNes, was ein Wortspiel mit NES andeutete, also dem Nintendo Entertainment System und damit Chiptunes, jedoch mit Sequencer und ein paar Sound-Einstellern.

Das alte Gerät war eigentlich kein Gerät, sondern ein Platine. So wie die Taschenrechner-Serie von Teenage Engineering war sie nackt und wirkte etwas unscheinbar. Das hat Twisted Electron bemerkt und eingesehen. Daher gibt es nun den Twisted Electrons HaPiNes Desktop.

Die Möglichkeiten des NES sind 5 Sound-„Kanäle“. Das sind genauer: 2 Rechteck-Wellenformen mit variabler Pulsbreite, eine Dreieck-Wellenform, ein Rauschgenerator und eigentlich noch ein 6-Bit PCM-Sampling-Bereich. HaPiNess kommt auch von Raspberry Pi und es gibt hier MIDI-In, Trigger-Sync für Eingang und Ausgang, ein Plug-in zu Steuerung der Parameter, 4 „Kanäle“ Echtzeit-Sound (nicht 5), also ohne Sampling, und 59 synthetische Drumsounds sowie einen speziellen weiteren, den der Hersteller mit „evolving“ beschreibt.

Bühnen-Action mit dem HaPiNes Desktop

Als Performance-Elemente sind 16 Arpeggio-Modes vorgesehen und ein Vibrato-LFO. Alles zusammen wird über 6 Knöpfe gesteuert, die über Controller oder das Plug-in noch etwas erweitert gesteuert werden können. Das kleine Gerät kann sogar Ratcheting, also das schnellere Spielen von Noten, die die Raster-Auflösung übersteigen (Roll-Funktion). Es gibt 256 Steps in 16 Patterns im Gerät und 3 Helligkeitsstufen für verschiedene Zwecke (Draußen, Drinnen und „normal). Ja, Hapines wird genau so geschrieben! Es ist ein doppeltes Wortspiel! Und ganz nebenbei auch vom Hersteller in allen Varianten, was Groß- und Kleinschreibung der einzelnen Buchstaben betrifft.

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Das alles soll es für 255 Euro plus Steuer ab März 2019 zu kaufen geben. Die Quelle ist direkt bei und auf der Website von Twisted Electrons zu finden.

Sounds

NAMM 2019: Moog Sirin – ein kleiner neue Minisynthesizer mit tollem Sound und analog.

Moog SirinMoog Sirin

Siri? Nein, Sirin – mit „n“ – So heißt ein neuer kleiner Moog für den Tisch – er ist irgendwo zwischen Werkstatt und Minitaur angesiedelt und es gibt sogar ein Demovideo dazu.

Bunt wie Grandmother aber klein, das ist Sirin. Moog hat es offenbar geschafft, zwei Oszillatoren unterzubringen und den Sound des Grandmother, der deutlich saftiger und breiter ist als der der Sub-Serie. Deshalb lohnte sich offenbar auch eine Variante für „Jeden“. Ein LFO mit offenbar fester Schwingungsform und Oszillatoren mit Sägezahn und Rechteck können durchaus schon gut klingen.

Filter, Hüllkurven und versteckte Funktionen

Das Filter ist ein klassisches Moogfilter, was natürlich ein 24 dB / Oktave – Tiefpass ist und mit einer ADR-Hüllkurve sowohl Filter als auf die Lautstärke steuert. Der Release-Faktor wird, wie üblich bei Moog, mittels Release-Schalter identisch mit den Decay-Einstellungen gleichgesetzt. Offenbar kann Sirin mittels Software befüttert werden. Der Editor ist kostenlos für registrierte (!) Nutzer und erlaubt 6 verschiedene Wellenformen für den LFO und 128 Sounds zu speichern und in den Sirin zu übertragen, außerdem kann man eine vollständige ADSR-Hüllkurve verwenden. Ob man theoretisch mit einer kleinen Box diese beiden Funktionen von außen zuführen kann ist nicht klar, vermutlich wäre es aber machbar. Das machen inzwischen viele Firmen so, zB. Arturia mit der kleinen Brute-Serie.

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Auf der Moog Website kann man ein Video und einen kleinen Informationstext finden. Preis und Verfügbarkeit wird in Kürze hier nachgetragen.

 

Flames erster Synthesizer mit Wavetables, Festfilterbank und viel Andersartigkeit

flame mäanderflame mäander

Andersartigkeit äußert sich auf vielen Wegen, bei Mäander ist das auf den zweiten Blick zu sehen, so wie die Tatsache, dass er Wavetables an Bord hat.

Auffällig ist zunächst der Step-Sequencer mit 12 Kanälen (!) im unteren Bereich, nur ist der Sequencer nicht allein, es gibt einige Funktionstaster, die jene Fader auch die Einstellung für eine Filterbank umfunktionieren – diese Fader sind demnach eine Eingabemöglichkeit für mehr als nur einen Zweck. Ganz richtig, eine Filterbank wie man sie sonst bestenfalls im Radikal Spectralis bisher gesehen hat mit 12 Frequenzbändern ist hier mit eingebaut. Neben der Filterbank gibt es auch ein Multimodefilter mit einer Vielzahl von Filtertypen und Kombinationen wie Tief-Band-Pass und anderen.

Multisegment-Hüllkurve?

Zwei Oszillatoren treiben das System an, außerdem sind jeweils zwei LFOs mit Clock-Sync an Bord und die Hüllkurve hat ADSR Form. Neben dem Sequencer und der Filterbank scheint die Reihe von 16 Fadern auch noch eine Multisegment-Hüllkurve zu sein und das ist dann doch mal anders als andere Hardware-Synthesizer das anbieten können. Damit würde der langjährige Rekord der Casio Synthesizer mit 8facher Level-Rate-Hüllkurve und der Function Generator einer E-Mu Synthesizer der 90er erstmals überschritten. Sicher ist, dass es mindestens zwei Hüllkurven gibt.

flame mäander synth

flame mäander synth

Flame sagt, dass 4Vox-Wavetables verwendet werden, was ein Modul aus gleichem Hause ist. Generell gibt es ohnehin schon einige sehr interessante Module mit „neuem“ roten Design, die nach dem Sprachgenerator und dem Clock-Modul nicht minder interessant sind und einen Blick wert sind sie auf jeden Fall.

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…gibt es bisher noch nicht in Mengen,  aber es gibt die Flame Website auf der einiges über Mäander zu lesen ist. Preise und Veröffentlichungsdatum werden noch nicht genannt.

Multiple/Mixer-Anbau für Mother 32 / DFAM – UNCPROP Family Tool

Family Tool Multile MixFamily Tool Multile Mix

Das UNCPROP Family Tool ist ein Hilfsgerät für die ganze Moog-Familie. Ganz passend, sowohl optisch wie auch mechanisch, zu Moogs kleinen Desktop-Synthesizern.

Eigentlich ist es nicht einmal besonders aufregend, dennoch braucht es jeder, die Verteilung von Signalen im Modularsystem. Deshalb fehlen bei nahezu allen kompakten Systemen sogenannte Multiples. Das sind einfache Verbinder, die technisch keine besondere Herausforderung sind.

Das meiste ist Zimmermannsarbeit und Metallverarbeitung. Dazu kommen noch eine Reihe Schalter und dazu eine Reihe Potis. Die Schalter schalten eine Gruppe von 6 Buchsen zusammen. Die Potis sind als Abschwächer gedacht und zusätzlich sind zwei Oder-Logik-Schaltungen vorgesehen. So etwas ist nicht nur für Steuersignale interessant, sondern für alles, was Rechteck ist.

UNCPROP Family Tool – Kein Strom nötig

Das ganze Gerät ist ohne Stromversorgung lauffähig, da es sich nur um passive Baugruppen handelt und sich der technische Aufwand sehr in Grenzen hält. Es ist quasi die moderne Küchenhilfe für Mutti und DFAM, um in diesem Familienbild von 1950 zu bleiben.

UNCPROP Family Tool – Crowd!

Das alles findest auf Kickstarter statt, dort gibt es ein paar Support-Gegenstände wie T-Shirts und Schals. Die ersten Mitmacher bekommen das Gerät für 199,– Euro, (nur noch 5 sind übrig), alle anderen für 279,– Euro. Das ist und klingt teuer für ein paar Verteiler und Abschwächer, jedoch ist das teure hier einfach der „Style“. Die Anbieter sitzen in München, bieten auch Workshops an und sind offenbar junge Leute, die auf die Namen Tobi, Simon und Nico hören.

Information dazu

– Die Kickstarter-Aktion

Video

SSSR Ritm 2 – russisch und fett – Desktop-Synthesizer

SSSR Ritm2SSSR Ritm2

Der Ritm 2 ist ein klassischer russischer Synthesizer aus dem Jahre 1984. Gebaut wurde er von Kirovski. Damals war natürlich die Herstellung von Synthesizern in Russland so eine Art Nebensache und wurde als unwichtig erachtet. Der kleine Synth klingt aber sehr anständig und ziemlich überzeugend. 

Ziemlich selten hierzulande zu finden und nicht zu verwechseln mit Elektrons Analog Rytm ist der RITM 2. Er hat zwei Hüllkurven und einen Oszillator, der jedoch kräftig klingt. Die neue Reinkarnation ist in ein handliches Desktop-Gehäuse in Pultform eingebaut und hat einen wertigeren Look und natürlich auch „Feel“.

SSSR Ritm 2 – Neuauflage eines seltenen Synthesizers

Mit recht wenigen Bedienelementen kommt der SSSR Ritm 2 aus, dennoch bietet er einen LFO mit drei Schwingungsformen und ebenso einen LFO dazu für Filter und Pulsbreitensteuerung. Der VCA kann über eine „Repeat“-Funktion sich selbst neu starten und ist sogar per Anschlagdynamik steuerbar. Das Filter ist ein klassischer Tiefpass mit Resonanz und Filtertracking in zwei Stufen. Außerdem ist auch ein Rauschgenerator an Bord. Das Recheck und der Sägezahn, der wahlweise auch ein Dreieck sein kann, sind gleichzeitig zu verwenden, ähnlich wie beim Roland SH-101.

Lautstärke, Pulsbreite, Tonhöhe und das Filter lassen sich per Steuerspannung steuern und MIDI hat der kleine Russe ebenfalls.

Infos

Der Preis ist vergleichsweise hoch, einen gebrauchten Ritm 2 findet man heute eher selten, weshalb er für die meisten wohl die einzige Alternative bleiben wird. Mit  899,- US-Dollar kann man ihn direkt aus dem Shop von SSSR Labs erwerben. SSR stellt auch Eurorack-Module her, darunter auch einen Matrix-Verbinder oder den Wavetable-Oszillator Kotelnikov. Es gibt noch weitere Dinge zu entdecken, da der Shop noch mehr anbietet.

Video

Ein klanglicher Eindruck ist hier zu finden: Ausgereizt wird er in beiden vielleicht eher nicht, dennoch sind sie ein Anhaltspunkt für den Grundsound.

Der Klassiker:

Aufwendiger Modularsynthesizer aus Peru: Atomosynth Asterion

Atomosynth Asterion 3Atomosynth Asterion 3

Aus Peru kommt er, der Atomosynth Asterion. Es gibt durchaus ein paar Anbieter die vom Südamerikanischen Kontinent stammen, vielleicht kennen einige den grünlich-gelben und durchsichtigen Atomosynth Mochika, den es später in einem ansprechenden beigen Box-Design gab ohne Plexiglas.

Der Atomosynth Asterion ist ein ganz anderes Kaliber, denn Mochika in drei Versionen ist nicht mehr erhältlich und war auch noch nicht modular. Der Asterion hat eine Menge Patchbuchsen, die tatsächlich nicht vorverdahtet sind. Man hat also jeden Sound komplett neu zu patchen, anders als bei einem ARP 2600 oder einem Macbeth M5 etwa. Das Gerät ist voll modular, nur dass die einzelnen Baugruppen natürlich nicht in Modulen austauschbar sind. Aber alles kann mit allem verbunden werden.

Atomosynth Asterion

Hier ist ein Modul in Form einer Knopfreihe abgebildet. Es gibt 3 Oszillatoren mit Puls und Sägezahn. Außerdem gibt es zwei LFOs und drei ADSR-Hüllkurven. Damit ist er vergleichbar mit einem Luxus-ARP2600 oder dem schon erwähnten M5. Drei Spannungs-Mischstufen und einige Abschwächer machen das System rund. Natürlich fehlt auch nicht so etwas wie Glide und diverse Splitter.

Die Konkurrenz sind Hersteller wie Analogue Solutions, die ebenfalls mit aufrecht stehenden Desktop-Pultgehäusen imposante Angebote anbieten. Das System ist eher wuchtig wie die GRP Synthesizer, jedoch modular, muss aber mit relativ viel gefühlter Konkurrenz klar kommen, da es auch inzwischen in gehobeneren Preisregionen Angebote gibt. Mit 104 Buchsen ist das System schon üppig und mit großen Klinken ausgestattet. Die untere Reihe besteht allerdings aus Multiples, die jedoch in einem System wie diesem auch dringend gebraucht werden. Tief- und Hochpass-Filtereingänge, Rauschgenerator und 2 VCAs sprechen schon die Sprache eines großen und offenbar auch nicht all zu schlecht klingendem Instruments.

Trotz der Möglichkeiten ist die Optik durchaus ansprechend und aufgeräumt. Die Kabel unten, die Einstellungen sind oben zu machen, so bleibt es alles eher ordentlich.

Wie so oft handelt es sich um Handarbeit vor Ort. Über Verfügbarkeit und Preise wird es recht bald mehr konkrete Daten geben.

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Russische Drone gefährdet den musikalischen Frieden! Semimodular!

Knob Technology MuscarinKnob Technology Muscarin

Irgendwie muss man an eine kleine Version des Soma Lyra denken, der Russe an sich scheint ein Herz für Drone und stehende Geräusche zu haben. Deshalb gibt es Muscarin.

Eine einfache Technik ohne MIDI sagt man dem russischen Lebensstil nach, dafür robust und für den Weltenraum tauglich. Ähnlich wie bei Soma gibt es vier Touch-Zonen in Form von Schrauben, die man zum Starten der Hüllkurve nutzen kann. Das Gerät wird in zwei Gehäuseformen erhältlich werden, nämlich Eurorack und Desktop und erfüllt bereits jetzt die notwendigen Ziele, um gebaut zu werden. Die Crowd hat bereits „gefundet“ und für gut befunden. Der preisliche Unterschied zwischen dem Desktop und dem Eurorack beträgt 30 US-Dollar und ist in Form von Netzteil und Rückwand das Geld auch wert. Danila Mikhaylin aus Kazan freut sich über mehr, aber das Soll ist bereits übererfüllt.

Die Touch-Schrauben sind nicht nur einfach zu berühren, sondern jeweils zwei davon steuern Tonhöhe und Lautstärke. Wie das in der Praxis aussieht, wird im unteren Video gezeigt. Achtung, hier kann man spätestens mit dem LFO-Einsatz bei 2:00 erkennen, dass die Knöpfe nach rechts höher werden, was in der finalen Version umgekehrt sein wird, zumindest ist das so vermerkt.

Es ist nicht der Erste mit diesem Namen, die vier Oszillatoren gab es auch schon in einer früheren Version. Außerdem sind ein LFO mit zwei gleichzeitig nutzbaren Schwingungsformen (Rechteck und Dreieck) an Bord, dazu eine Hüllkurve und ein Filter. Die Nachfrage läuft nicht über einen Shop, sondern über die Funding-Page oder auch über die E-Mail knobtechnology@gmail.com.

Die Preise sind 350 US-Dollar für die Desktop-Variante, bzw. 320 US-Dollar für die Eurorack-Version.

Videos

 

 

 

Plankton kündigt an – Desktop-Synthesizer oder Sequencer?

Plankton Electronics Synth

Plankton Electronics sind die, die den kleinen modularen Ants-Synthesizer vorgestellt und ausgeliefert haben und es auch geschafft haben, dass er unter 500,- Euro bleibt. Der „Neue“ wird sicher auch besonders sein, wir haben ihn gesehen …

Genau genommen hat und kann ihn jeder sehen. Denn Plankton haben ihn auf ihrer Facebook-Site geteilt mit einem kleinen Hinweis, dass es bald eine „neue Maschine“ gäbe, die bald veröffentlicht würde. Veröffentlicht bedeutet normalerweise auch nicht einfach nur das Konzept zu zeigen, sondern auch gleich zu liefern.

Plankton Electronics Synthesizer oder Sequencer?

Das Gerät ist ein flaches Desktop-Gehäuse mit einer Reihe von 2×8 Buchsen auf der rechten Seite und entsprechend noch 8 Potis. Die könnten beispielsweise ein Sequencer sein. Denn mit CV und Gate hätte man genau das, was man dafür benötigt. Es ist aber auch denkbar, dass es sich um eine Art von Patchbay oder Modulationsidee handeln könnte. Die könnte das Gerät mit der Außenwelt verbinden.

Allerdings gibt es links im Bild ebenfalls Buchsen, die ausreichen würden, es komplett zu steuern. Und so wäre es eher nicht modular, sondern ein einfacher normaler kleiner Synth mit vielleicht 2 Oszillatoren und einem Filter in der Mitte und maximal einer einfachen Hüllkurve (Decay?).  Jedoch mit einem Wahlschalter mit 6 oder mehr Optionen, die auch eine Schwingungsform-Wahl für einen LFO sein könnte oder eine Umschaltung von LFO auf Hüllkurve als zentrale Modulation für etwas, vermutlich das Filter.

Das ist selbstverständlich alles nur Spekulation. Was wirklich kommt, weiß nur das Plankton selbst, aber man kann es fragen, solange noch keine großen Fische  es finden.

Infos

Näherer Kontakt aber noch keine weiteren Informationen oder Preise haben wir von hier:

AVP zeigt unter der Decke neue Drummachine / Drumsynth ADS7

AVR Drumsynth ADS7

Das ist schon besonders: Der russische Hersteller AVP ist immer irgendwie präsent – speziell auf Facebook – und zeigt immer mal wieder neue Synthesizer. Meist sind es Drumsynthesizer, alles ohne Superbooth und Co. Diesmal: AVP ADS7

Aktuell gibt es ein Gehäuse zu sehen mit einer von vielen Einzelausgängen überzogenen Rückseite und einem Sequencer, also dem ersten Drumcomputer von AVP. Der Name bleibt in der Diktion klassisch: „ADS“ – für „analog drum synth“ und eine Zahl. Die Geräte werden größer und aufwendiger, während bisherige Angebote eher kleine handliche Maschinen waren und sind.

Drumsynth AVP ADS7

Sieben Trigger-Eingänge und ebenso viele Einzelausgänge zieren die Rückseite des Gerätes. Auf dem Panel findet man einen Sequencer, der offenbar bis zu 32 Steps erlaubt und ein wenig an die TR-Programmierung erinnert. Es handelt sich also um einen Drumcomputer mit 6 Instrumenten. Bassdrum, Clap, Hihat und drei offenbar identische Instrumente mit dem Namen „Gen“ wie Generator oder generic?

Die zugeordneten MIDI-Noten findet man in einer kleinen Liste. Die Gen-Instrumente sind anhand ihrer Struktur geeignet, Toms, Bassdrums und Snares zu erzeugen, vermutlich auch Congas. Klassisch sind hier die beiden Bereiche „geräuschhaft“ (Rauschen) und tonaler Teil getrennt mit eigenen Decay-Minihüllkurven versehen und einem Hoch/Tiefpassfilter.

Für die Hi-Hat hat man vergleichsweise viele Einstellmöglichkeiten, sodass man offenbar dort zwischen Rauschen und mehreren Oszillatoren oder FM-Mischungen komplexere Klänge herstellen kann, was auch ein Filter zur Seite gestellt bekommen hat. Sicherlich handelt es sich da eher um ein Hochpass. Die Gen-Abteilung bietet noch einen Click Pegel für schnelle perkussive Sounds an.

Infos

  • Die Präsenz von AVP findet man hier.

Dreadbox Lil Erebus – Euroverrackter Mini-Erebus

Dreadbox lil erebus

Der Erebus ist ja schon einige Zeit erfolgreich, deshalb gibt es eine kleinere Variante, die es als Eurorack oder Desktop ab sofort als Bausatz für wenig Geld geben wird.

Wie der Große ist der Lil Erebus eine komplette Synthesizerstimme mit zwei Oszillatoren und 12 dB/Oktave Tiefpass-Filter. Die beiden Oszillatoren werden duophon betrieben, können also getrennt voneinander gesteuert werden. Dafür sorgt das eingebaute MIDI-to-CV-Interface. Der große Clou war und ist bei beiden Erebus-Modellen das eingebaute Echo, denn es ist CV-steuerbar. Außerdem gibt es eine ADS-Hüllkurve und einen LFO in dem insgesamt 42 HP breiten Modul mit 16 Patch-Buchsen.

Dreadbox Lil Erebus

Trotz der Bauform im Eurorack bleibt das Modul allerdings nicht komplett durchmodularisiert. Es handelt sich um eine semimodulare, komplette Synthesizereinheit, die aber Eingriffe oder besser Abgriffe für einige Parameter anbietet.

Der Aufbau sieht sehr ordentlich aus. Es gibt Potis für den oberen Teil, der Rest ist in Fadern weiter unten, und ganz unten sowie links findet man die Patchbuchsen und eine sehr übersichtlichen Optik.

Es werden zwei Preise angegeben, nämlich 158,– Euro für die Eurorack-Variante und etwas mehr, nämlich 200,– Euro, wenn man davon eine  Desktop-Version haben möchte, die natürlich dann auch ein Netzteil hat.

Im Video erst sieht man, dass es sich um einen Bausatz handelt, da man dort die „Auspackzeremonie“ voranstellt. Man bekommt alle notwendigen Bauteile wie Frontplatte, Platine und die einzelnen Bauteile geliefert und muss sie nur verlöten. Ob es eine „fertige“ Variante geben wird, ist noch nicht bekannt. Zumindest zur Stunde gibt es sie nicht.

Infos:

Video