Werdendes Open Source Projekt – Drum Sequencer „Arcus“ mit vielen Funktionen und Automation

Otem-Rellik-arcusOtem-Rellik-arcus

Otem Rellik ist der Macher und der Name allein ist ja schon irgendwie cool. Das Gerät selbst heißt Arcus und kann und darf nachgebaut werden, die Quellen dafür werden offengelegt und sollen animieren, selbst mal einen Drumsynth mit Sequencer zu bauen.

Steps

Der Otem Rellik Arcus besitzt 16 Taster und kann natürlich auch anders als hier gezeigt aufgebaut werden. Aber so eine kleine Holzkonstruktion ist vielleicht sogar als „Zigarrenkiste“ schon fertig irgendwo zu beziehen. Der Raspberry Pi als Kleincomputer reicht, um die Leistung zu bringen. Das Gerät hat 64 Steps, die damit für Drums ausreichend sind und nicht weniger sind, als Electribe- und Elektron-Maschinen bieten.

Sounds

Es sind 5 Sounds vorgesehen, der Otem Rellik Arcus ist damit am nächsten der Jomox XBase09. Die Sounds sind Bassdrum, Snare, HiHat und  Tom, dazu gibt es eine Samples-Abteilung. Sie können in Decay, Tonhöhe und Lautstärke pro Step geregelt werden. Es gibt auch ein Filter und einen Bitcrusher sowie ein Delay. Außerdem kann er Sync-Pulse empfangen und senden und per USB-MIDI synchronisiert werden. Die Automation erinnert ebenfalls an Jomox und Elektron.

Mehr Information

Otem Relik hat auch schon einen FM-Syntheiszer und Looper gebaut. Er hat eine Website für mehr zu beiden und anderen Projekten eingerichtet. Es sind noch nicht alle Quellen veröffentlicht, es soll aber passieren, zumindest denkt Otem darüber nach.

Video

Mike Barclay und seine elektromechanischen Boxen als Drummachine und Klangerzeuger

Elektromechanische BoxElektromechanische Box

Fast wie ein System aus verschiedenen elektromechanischen Boxen im Volca-Stil baut Mike Barclay für seine Performance diverse spezielle Boxen. Die bestehen aus Spiralen und Hämmerchen, die mittels Einstellern klanglich verändert werden können. Dazu kommt ein zentraler Sequencer, der die Boxen jeweils ansteuert. 

Nicht wirklich zum Kauf, aber zur Inspiration höchst anregend zeigt heute Mike Barclay in einem kleinen Video auf seiner Facebook-Präsenz, wie die drei Boxen vom Sequencer gesteuert werden und dabei total mechanisch verschiedene Dinge auslösen. Die linke Box ist mechanisch am aufwendigsten und zeigt einige Metallzungen und einen Stößel, der ein in Schwingung gebrachtes Röhrchen antriggert. Das klingt wie eine Mischung aus Gummiband und Bassdrum.

Elektromechanisch – Box 2

Die zweite Box enthält eine Spirale, die von zwei Stellen aus angeregt wird und „elektrische“ typische Federhall-Manipulationen erzeugt. Das kennen einige vielleicht auch schon von der Microphonic Soundbox, nur dass die hier auch mechanisch-elektrisch angestoßen wird.

Die dritte Variante, Snare?

Die Snare oder auch Hi-Hat wird durch die dritte Elektro-Box repräsentiert. Hier kann man auch den Klang „dumpfer“ machen und bedämpfen. Das Klangprinzip ist ähnlich der ersten Box, jedoch anders und etwas einfacher aufgebaut und seitlich angeordnet. Das alles ist sehr schön gearbeitet und perfekt für eine sichtbare Bühnenperformance gemacht und gedacht.

Es ist vermutlich nicht so, dass daraus ein käufliches Produkt wird. Dennoch sind sie alle mit Stil und optischer Einheit geradezu bereit dafür.

Mehr dazu?

Wer sich das mal ansehen möchte, sollte generell auf Mikes Facebook-Chronik mal nachsehen und dort auch etwas stöbern. Es handelt sich um einen Künstler, weniger um einen „Hersteller“. Es gibt natürlich keine Preise, keine Lieferbarkeit und keine Website dazu, es ist einfach „nur so“ gebaut worden. Herrlich!

Video

Behringer zeigt eine RD-909 (einen TR909-Clone) zum 909-Tag..

Behringer RD909

Nachdem Behringer nun die „finale“ Version der R808 vorgezeigt hatte, gibt es auch schon den TR909-Clone zu sehen. 

Inzwischen gibt es Bilder der RD-808 in ihrer finalen Optik und Beschriftung. Bisher gab es ja den Prototypen zu sehen, wie man erkennen kann hat sich technisch und inhaltlich nicht mehr sehr viel verändert. Der Klang hingegen war schon sehr gut und zudem gibt es einige zusätzliche Funktionen. So wird es auch bei der RD-909 sein…

behringer rd808

behringer rd808

Die RD-909 ist technisch sehr ähnlich nur eben mit den Sounds der TR-909 ausgestattet. Der Rahmen kann daher von der „808“ übernommen werden. Theoretisch ließe sich der Rahmen auch für andere Sounds verwenden, aber es ist nicht total trivial die Sounds auszutauschen, es sind ja komplette kleine Synthesizer für jedes Instrument.

Man kann davon aus gehen, dass die Preise ähnlich sein werden, wenn nicht sogar identisch. 350€ ist dabei nicht unrealistisch, sogar 299€ sind denkbar, wie es vor kurzem schon gemunkelt wurde.  Es ist eigentlich nun möglich, dass die 808, der Pro One, der Odyssey und der Vocoder in die Produktion gehen können. Da bisher doch einiges an Zeit vergehen musste, wissen wir das wirklich erst, wenn die Geräte in den Läden sind und der Einführungspreis wird eher höher sein als ein langfristiger wenn genug Einheiten geliefert wurden.

Das  alles steht natürlich nicht auf der Website, sondern wird gern über die Facebook-Präsenz ausgegeben.

Superklein – R606 MkII: TR-606 Drums im 4HP Eurorack

DSP r606mk2

Kleiner geht es wohl nicht mehr. In 4 HP verpackt ist eine komplette TR-606 in ein Modul „gequetscht“. Der Name ist R606 MkII. 

Samples oder Simulation?

DSP Synthesizers ist eher eine Art Lieferant von Chips, die eine Menge machen können. Die Mk1-Version dieses Moduls hatte vier Sounds, die neuere hat jetzt sechs Sounds aus der TR-606. Es ist eher zu vermuten, dass das Samples sind als eine Rekreation der TR-606 in diesem Chip, denn das wäre nicht weniger als eine weitere Sensation. Samples sind leichter zu machen und somit wäre der Chip eher ein Abspielchip.

So gesehen könnte man sicher auch einen Erica Pico Drum nehmen, der immerhin 2 Samples abfeuern kann. In diese Richtung geht es auch bei DSP, nur dass man sich eben für bestimmte Maschinen entscheiden kann. Wirklich? Nein, die Sounds sind tatsächlich virtuell analog, also eine Simulation! Das sind also keine Samples. 

Neu ist aber auch, dass man das nicht selbst zusammenbauen muss, denn bei nur einem Chip ist das eigentlich nur etwas für Bastler. Deshalb gibt es auch ein R606 MKII Modul, das man fertig kaufen kann. Hier zu sehen ist der Prototyp noch auf einem sogenannten Breadboard. Neben den Sounds selbst gibt es einen 6dB Boost als Accent zur Betonung von Sounds.

Der Preis liegt bei 149 US-Dollar. Das wäre sogar irgendwie teuer für einen Chip, aber da es eine Simulation ist und das ein vollständiges Modul ist, muss man sagen, dass es günstig ist. Heute sind gute 50 bis 99 Euro ein sehr günstiges Angebot, das unter dem Durchschnitt liegt. Mit bis zu 200 Euro muss man meist rechnen, weshalb dies ein „nomales“ Angebot ist.

Infos

  • Die Produktwebsite und weitere Information gibt es hier: DSP Synthesizers Webshop.

Video

Beepstreet bastelt an modularem Drambo – Drumbox Synth

Beepstreet Drumbo

Beepstreet haben schon ganz interessante Synthesizer für das iPad gemacht, darunter Sunrizer und Impaktor, das Elektroschlagzeug, das per Microfon zu steuern war.

Jetzt gerade per Dropbox-Link-Video wurde ein Prototyp mit Lauflicht gezeigt mit dem Namen Drambo („Drum Box“). Man kann eindeutig sehen, dass noch einiges in der Gestaltung fehlt. Wohl aber findet man den Satz über dem Video „I always wanted a modular drum machine with p-locks“. Damit ist dann wohl klar: Es wird eine modularisierte Drum-Maschine, die sehr flexible Klangerzeugung erlaubt und Automation pro Step erlaubt, wie man es von Jomox oder Elektron her kennt. Denn Parameter-Lock ist der Werbebegriff von Elektron für Automation.

Beebstreet Drambo – fürs iPad

Das Ganze läuft auf einem iOS-Tablet, und man sieht eine Hand daran herumspielen, Steps setzen und den Klang etwas justieren. Wann das soweit sein wird, ist nicht bekannt. Die Arbeit an Software ist nicht weniger aufwendig bei der Findung des finalen Konzepts und Looks. Auch bei der Superbooth gibt es durchaus Apps zu sehen, dennoch vermuten wir, dass die finale Version einfach irgendwann in den kommenden Monaten kommen wird.

Nicht ganz Modular,  aber extrem vielseitig sind sonst noch Elastic Drums von MOM Instruments. Aber der Spruch, dass man noch kein modulares System habe, war schon bei Hans Nordelius sehr sympathisch, darauf hin präsentierte er den Nord Modular.

Schade, dass es den nicht mehr gibt, aber vielleicht ein Drum-Modular-Synth? Drums sind technisch natürlich auch einfacher herzustellen, daher wird es interessant sein, wie genau das aussehen wird. Man kann aber schon sehen, in welche Richtung es geht.

Infos

Modal Craftrhythm Drumsampler mit Stretch/Pitch-Modes und Filter

Modal CRAFTrhythm

Er sieht ähnlich aus wie der Craftsynth, ist aber ein komplett anderes Gerät: der Craftrhythm. Denn er hat eine andere Funktion, nämlich Sampling für 8 Instrumente bzw. Drum-Kanäle.

Ein 16-Step-Sequencer mit acht Spuren Sampling aus 44.1 kHz und 16 Bit Samples lässt sich mit wenigen Handgriffen zusammensetzen und ist ohne Lötbedarf. Man stellt faktisch nur die Einzelteile zusammen und schraubt sie fest, ähnlich wie das bei Korgs MS20M Kit war.

Modal Craftrhythm

64 Samples können intern gespeichert werden und jede Sektion hat eine Lautstärke und ein Panning sowie ein Tiefpass-Filter mit Resonanz und eigener AHD-Hüllkurve. Die Tonhöhe kann mit Speed, Stretch oder Shift verstellt werden, jedoch muss man sich für eine davon entscheiden. Dabei ist Speed die klassische Methode zum Stimmen für Samples, wie man sie kennt. Shift arbeitet mit Pitch-Shifting mit gleicher Länge, wie die Hüllkurven das vorgeben. Stretch passt das Tempo über klassisches Time-Stretching an. 16 Speicher gibt es und man kann diese auch mit 16 Speichern verketten (Chaining).

Es gibt ein Tap-Tempo am Gerät, und eine ganz clevere Idee ist “Pattern Groove Control”. Damit lässt sich Swing halbieren oder verdoppeln und in 8 Speicher sichern, um diese als Variationen schnell parat zu haben. So kann man auch Triplets und anderes zusammebauen.

Während das Gerät läuft, kann man auch die Steps verändern, wie sich das gehört. Das erwähnt der Hersteller extra, doch ohne dies wäre es wohl kein sinnvolles Live-Tool. Es bietet MIDI über USB, wie man das erwartet. Alles kann per App gesteuert werden, der Editor ist fürs iPad oder Android erhältlich. Die Performance damit kann man im Video begutachten. So gesehen kann der Craftrhythm weniger als der Craftsynth, der ein kompletter Synth ist, aber er ist ein vollwertiger Sampler und vielleicht am besten mit dem Volca Sample zu vergleichen. Allerdings hat er mit besserer Klangqualität und den angesprochenen Stretch- und Pitch-Shift-Methoden dem etwas voraus.

Der Preis ist noch unbekannt. Der Craft Synth kostet nur zweistellig und das wird sicher auch für den CraftRhythm gelten.

CRAFTrhythm Demo Video

Modal Electronics (UK) are proud to announce CRAFTrhythm – the next member of the Modal CRAFT family.Modal CRAFTrhythm is an 8 track drum & percussion sampler device that features a range of sample sequencing and modification options, all packaged in a DIY, solder-free kit, that takes less than 10 minutes to assemble – and requires no tools. Each Modal CRAFTrhythm track contains its own mixer section, low pass resonant filter, and pitch & time modes – all of which each have their own envelopes. The built-in 16 step sequencer allows for 16 recallable patterns and up to 16 part pattern chaining, with realtime and step input, and provides a powerful groove control for creating unconventional rhythms. Modal CRAFTrhythm can store onboard up to 64 x 16-bit mono audio samples with a sample rate of 44.1kHz, and, through the Modal CraftApp, users are able to upload their own samples into memory. The factory sound bank that comes installed as standard on the Modal CRAFTrhythm include several drum, percussion and rhythmic sounds and effects created on the CRAFTrhythm’s bigger brothers Modal 001, 002 and 008.Up to 8 kits, combining chosen samples and parameter settings, can be created and stored on the Modal CRAFTrhythm, allowing for on-the-fly sample and parameter changes – great for live performance. Modal CRAFTrhythm can be used standalone, and contains a large number of panel controls and LEDs for setting up and displaying parameters, as well as touch pads for playing samples in realtime. The device can also be used in conjunction with the Modal CraftApp, to provide easy access to all parameters, as well as sample, kit, and pattern management. CRAFTrhythm can connect to a computer, tablet or phone via class-compliant USB-MIDI, allowing compatibility with external MIDI software and devices. Full specification as follows:Modal CRAFTrhythm: • 8 track drum/percussion sampler instrument kit with built in 16 step sequencer, requires no soldering, electronics skills or tools. • Can store up to 64 x 16-bit mono samples with a sample rate of 44.1kHz, and using CraftApp users can upload their own samples • Mixer stage per track with level and pan controls • Low pass resonant filter per track with a dedicated Attack-Hold-Decay envelope • Amplitude Attack-Hold-Decay envelope per track • Tune control with 3 different pitch modes – SPEED, STRETCH and SHIFT • SPEED alters the pitch by playing the sample faster or slower • STRETCH selects the number of steps the sample will be stretched to fit into, allowing for tempo matching for looped samples • SHIFT activates a pitch shifting algorithm that maintains the original sample length along with a dedicated Attack-Hold-Decay envelope, which works well with samples containing melodic content • 16 recallable patterns with up to 16 part pattern chaining • 8 recallable kits that store the per-track parameters for sonic changes on the fly • Global tempo and tap tempo with a step division for semi-quavers, quavers and quarter notes • Pattern groove control that up to half way increases the swing/shuffle amount and then provides 8 preset grooves that allow for triplets and other non-conventional rhythms • Live input mode allows steps to be played in while the sequencer is running • Class-compliant MIDI provided over USB connection to host computer, tablet, or smartphone • Headphone and line output • Powered by USB Mini B or optional AAA battery pack (Adafruit 727, 3 x AAA pack)CraftApp: • All CRAFTrhythm track parameters accessible from a single interface • Sequencer grid page for editing sequences • Sample management page allows users to upload their own sounds via a drag and drop interface to replace the default samples • Many live options available including different pattern loading options and a sample grid to trigger any of the 64 samples at any time • Patterns and kits can be stored locally into the banks provided • 8 User configurable fills to temporarily replace the current pattern • Allows the user to edit the default groove presetsPrice and availability to be announced soon. For more details visit http://www.modalelectronics.com/craft STOP PRESS: See the first public appearance of CRAFTrhythm at Modal Electronic’s booth #41 at Knobcon in Chicago, USA, 8-10th September 2017.In this video the drums, percussion, and main bassline are played from CRAFTrhythm. Sub bass and all other melodic content from Modal CRAFTsynth.

Posted by Modal Electronics on Freitag, 8. September 2017

Soulsby Oscidrum & Odytron – Drums & Odyssey Synthesizer Eurorackmodul

Soulsby Oscidrum

Soulsby sind bekannt für digitale Module mit sehr umfangreichen Funktionen und Möglichkeiten. Die Oscidrum ist nicht das erste Modul, es gab schon den Odytron Oszillator und das Oscitron.

Die Oscidrum ist ein 16-Step-Sequencer mit 8 Drumsounds aus einem Set von insgesamt 16 Klängen. Diese Klänge sind grundsätzlich Samples und lassen sich auch im laufenden Betrieb wechseln. Interessanterweise wechseln sie immer sinnvoll, nämlich wenn die Sequenz durchgelaufen ist. Somit folgt der Wechsel der Sounds dann auf den ersten Beat im nächsten Takt.

Odytron Synthesizer

Gezeigt wurde das Modul auf dem Brighton Modular Meeting. Beim unserem letzten Bericht war der Odytron Synthesizer ganz neu und wurde daher nur kurz angerissen. Er orientiert sich am ARP Odyssey und bietet alle klassischen Möglichkeiten, ist aber wie alle Angebote von Soulsby ein digitales Modul. Es sind eigentlich zwei Oszillatoren und Filter, so wie man das vom Odyssey her kennt.

Zurück zum Oscidrum

Hier kann man eine kleine Hüllkurve einstellen und damit die Länge des Klanges vorgeben. Außerdem gibt es einige Steuereingänge für Sequencer und Sounds. Prinzipiell unterscheiden sich die Module äußerlich nicht, technisch gesehen könnte man die entsprechenden Software-Varianten in das Modul schicken und es umwandeln. Nur die Beschriftung wäre dann natürlich falsch.

Der Sequencer hat 8 Patterns, die gespeichert werden können. Die beiden bunt leuchtenden großen Knöpfe dienen dem Laden von Sounds und Patterns.

Einstellbar sind neben der Hüllkurve auch die Lautstärke und die Tonhöhe. Dazu wählt man das entsprechene Instrument an und dreht am passenden Knopf oder schickt eine Steuerspannung an das Modul. Diese Wahl erinnert an die TR-808 und viele andere Drummachines. Es ist sehr einfach.

Dazu ist ein Retrigger-Delay mit an Bord, was einfach den Klang etwas leiser als zuvor neu startet, um jenen Echo-Effekt zu erhalten. Das funktioniert gut und wird im Video bei Index 2:08 gezeigt. Jeder Sound kann individuell über den Gate-Eingang getriggert werden.

Das Modul funktioniert bereits und soll in wenigen Wochen erhältlich sein. Der Preis liegt bei etwa 80 Pfund.

Moog DFAM – Limitierte Submutter für Drums und Basslines

Moog DFAM

Nach dem “Brother From Another Mother” kommt nun auch noch der “Drummer From Another Mother”. Moog kündigt mit dem DFAM einen Synthesizer an, den es zum Moogfest zum selber bauen gibt. Dasselbe Schicksal erlebte schon der “Werkstatt-01”. Er kam später dann als fertiger Synthesizer auf den Markt. 

DFAM klingt per Begriff eigentlich nach einer Drummachine, die Bedienung hingegen sieht eher nach BFAM aus. Das Gehäuse stammt vom Moog Mother-32, dazu gibt’s einen regulären Sequencer mit 16 Potis. Diese teilen sich offenbar auf Pitch und Gate auf und sehen damit nach einem einfachen 8-Step-Sequencer aus.

Sequencer und Klangerzeugung unterscheiden sich allerdings zumindest leicht vom Mother-32. Beim DFAM findet man nämlich “nur” einen Decay-Knopf und dies auch gleich zweimal. Da sich links die Tonhöhensteuerung befindet, kann man wohl mutmaßen, dass somit zwei Decays für Pitch und damit “Impact” eines Drumsounds (Bassdrum/Toms) erzeugt werden können und auch komplexere Basslines mittels des umschaltbaren Hoch- und Tiefpass-Filters mit Decay-Hüllkurve möglich sind.

Basslines und Drums oder perkussive Sounds sind damit eindeutig das, was der BFAM in der Lage zu erzeugen ist. Das Patchfeld entspricht weitgehend dem des Mother-32.

Der Begriff Drummachine oder Drum-Synth wäre übertrieben und gleichzeitig auch untertrieben, denn der Synth wird nur einen Klang herstellen können – dafür aber tonal. Somit ist der Moog DFAM nicht wirklich ein “Drummer” sondern eine Art Perkussions-Synthesizer mit einem einfacheren Sequencer.

Der größte Unterschied zum Mother-32 ist das Vorhandensein von zwei Oszillatoren, die jeweils mit Sägezahn und Rechteck ausgestattet sind. Das wird mehr “Wumms” haben als ein Mother-32, der mit einem Oszillator den DFAM auch sicher gern als Hilfs-Expander hinzunehmen können wollte. Nicht sicher ist, ob die beiden Oszillatoren sich auch getrennt ansteuern lassen, denn das wäre die Voraussetzung für FM-Fähigkeit und für experimentellere metallische Töne.

Wir erwarten noch die Ankündigung, ob der Moog DFAM auch regulär auf den Markt kommt oder nur fürs Moogfest zu haben sein wird. Ebenso warten wir noch auf die Info, ob er als reiner Bausatz zu haben sein wird wie der Werkstatt-01 oder auch als fertiges Gerät, der eine gute Ergänzung zum Mother sein könnte, zumal es ja Menschen gibt, die sich mittels dreier Mütter vollkommen unnatürlich “eine Art Minimoog” bauen wollen.

Preise und ähnliches sind natürlich noch nicht bekannt. Wir bleiben dran.

DFAM Sound Test

Test run of the Drummer-From-Another-Mother today in the #MoogFactory: Sign up for the Engineer VIP Pass at Moogfest 2017 to build this percussion synthesizer with the Moog engineers who designed it and take home your very own limited-edition DFAM. INFO–> https://www.moogmusic.com/news/moogfest-engineer-vip-workshop

Posted by Moog Music Inc. on Mittwoch, 26. April 2017

Malekko – Analoge Grooveboxen mit interessanten Features – Drums, Synths und ein bisschen SH101 Feeling

Malekko Synth + Drums

Manther  ist ein analoger Synthesizer, der sehr stark der Struktur des vereinfachten SH101, also der MC202 entspricht. Die Hardware baut auf die klassischen Curtis Chips CEM 3340 für die Oszillatoren und CEM 3320 für das Tiefpass-Filter auf und erinnert sehr an Rolands Klassiker. Curtis Chips kann man heute durchaus wieder kaufen, beziehungsweise clonen, weshalb man nicht ganz in Angst um Reparatur leben werden muss. Der Manther hat einen Step-Sequencer mit eingebaut, weshalb der Vergleich zur Roland MC202 wirklich nahe liegt.

MR.D Analoge Drummachine mit Einzelausgängen und Trigger-Eingängen und 6 Instrumenten – Zwei Bassdrums, eine Snare, 2 Toms und Cymbals / Hihats. Außerdem Soft-Clipping, Hard-Clipping und einen Bitcrusher an Bord. Es finden sich ganze sieben Potis nur für Klangparameter für die erste Bassdrum finden, im Video kann man die Parameternamen sehen und erinnern sehr an die der TR808 und 909. Außerdem gibt es einen Master-Kompressor und ein Drive. Bei den Fadern oben links ist auch einer für die Probability, also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Step gespielt wird kann mit dem Zufall in genau bestimmter Größe kombiniert werden. Das kennen einige sicher bereits vom Beatstep oder dem Drumbrute (beide von Arturia). Der Delay-Fader scheint kein Effekt zu sein, da er im Video nicht erwähnt wird, dennoch könnte das hochspannend sein und als kompakte Minimal-Analogmaschine viele Freunde finden. Aber es gibt Repeat, was offenbar der Roll-Funktion der Röhren-Generation der Korg Electribes entspricht. Eine sehr schlaue Funktion, die innerhalb einer der 64 Steps weitere Noten triggern kann und so scheinbar ein schnelleres und hochauflösendes Raster als 1/32 vortäuschen kann. Das ist eine sehr gute Entscheidung.

BFF ist ebenfalls ein Synthesizer, allerdings mit vier Stimmen und Wavetables in der Oszillator-Abteilung – die Klangerzeugung ist also digital. Die Maschine wurde in Zusammenarbeit mit Harvestman gebaut. Der BFF hat anstatt nur einem ADSR-Generator gleich zwei Hüllkurven, allerdings ebenso wie der Manther besitzt er einen LFO mit einem kleinen Set von Schwingungsformen. Auch hier ist das Filter ein Clone des CEM 3320 Filters. Der Sequencer in den beiden Synthesizern ist fast identisch, allerdings ist er für Polyphonie optimiert. Der Synthesizer bietet auch vier CV/Gate Ausgangspaare für die Ansteuerung externer analoger Synthesizer.

Die Preise werden etwa bei $599 liegen (für die ersten beiden),
der BFF wird $649 kosten.
Alle Geräte sollen im März fertig sein.