Unheimlicher russischer Stimmensynthesizer Soma Pipe

Soma PipeSoma Pipe

Grollen, reiben und Effekte auf die Stimme zu bringen ist der Job des außerordentlich seltsam-futuristisch aussehenden Soma Pipe. Einige krytische Stellräder erinnern an ein Gerät, was nicht von dieser Welt ist, deshalb haben wir auch wenig Erinnerungen daran.

Extravagantes Design und Funktion! Soma Labs waren und sind immer schon besonders, und vom Modularsystem bis hin zu dem bekanntesten Gerät aus dem Hause, dem Lyra 8, ist nichts durchschnittlich oder normal. Der Künstler Vlad Kreimer hat eben so unkonventionelle Performances damit auf Youtube und hier finden wir Throat-Gesang, also Rachenklänge besonderer Art, die wilden Trepaneringsritualen gleichen. Wem das Wort nichts sagt, kann die berühmte Wortfindungsmaschine verwenden.

Soma Pipe – ein Breath…?

Drei Hebel stellen die Synthese und die Art des Sound-Bearbeitens ein, während der große Knopf mit den Symbolen für den Algorithmus zuständig ist. Das Gerät ist eigentlich eine Art Breath-Controller. Man kann noch Effekte hinzuschalten (intern), das Mikrofon aktivieren und natürlich die Lautstärke regeln.

Was dabei aus dem Gerät kommen kann, findet man auf diversen Demos, denn es wurde zur Superbooth bereits gezeigt. Jedoch gibt es offenbar erste andere Nutzer.

Der Klang einer der Optionen erinnert an dunkle Stimmen mit einer Menge Hall und kann eine Art FM-Obertonwolke bekommen, die ein bisschen auch an die Lyra 8 Synthesizer-Boxen erinnern. Was es aber genau ist, weiß nur der Geheimdienst. Aber es bleibt hochspannend, was diese besondere Firma so liefert. „Langweilig können die wohl nicht“. Ein wenig Mönchsgesang ist übrigens auch mit drin. Vielleicht haben sie ja einen eingebaut? Man weiss das ja alles nie so genau.

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Tangible AE Modular bekommt MultiFX-Modul unter 99 Euro

Tangible AE Modular MultiFX

Nachdem ich auch selbst mal auf dem Happy Knobbing das AE anhören konnte, musste ich allein wegen der Größe durchaus immer wieder sagen : „Das nicht kaufen, du hast doch schon.“, Aber es gibt jetzt dafür auch einen Effekt-Bereich!

Die Module sind kleiner als beim Eurorack. Es ist extrem smart mit dem kleinen System zu arbeiten, und es klingt auch überzeugend. Der MultiFX hat einen Auswähler mit Anzeige, um welchen Effekt es sich handelt. Es gibt insgesamt 15 Effekte, die auf dem FV1 Chip basieren, den auch Tiptop in ihren Modulen verwenden.

AE Modular MultiFX – Effekte für Tangible AE Modular

Drei Parameter sind per CV direkt erreichbar und damit sehr leicht zu beeinflussen. Viele Effekte bieten lediglich zwei Parameter an. Außerdem kann das AE Modular MultiFX auf LoFi gestellt werden, um so auch absichtliche Glitch-Sounds zu produzieren. Hall, Delay, Ring Crusher und Glitch Delay und weitere findet man auch dort inkl. dem „Valhalla-Reverb“.

Weitere Module werden aktualisiert, es wird also auch noch immer an dem System gearbeitet und verbessert. Mit unter 500,– Euro bekommt man ein komplettes System, dieses Modul kostet 89,– Euro als Einführungspreis. Später soll es dann 95,– Euro kosten. Es ist möglich, sich selbst ein System zusammenzustellen oder man kann wählen und einzeln kaufen.

Wer das AE System noch nicht kennt: Es ist Ergebnis einer Crowdfunding Aktion.

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AE Demos

und auf dem Meeting Happy Knobbing – ab 21:40 etwa…

Elektron Analog Heat Mk2 – Die Serie verjüngt sich!

Analog Heat Mk2

Was Apple nicht schaffte, schafft Elektron. Als noch vergleichsweise junges Gerät wurde auch das Effektgerät Analog Heat auf den neuen Stand mit der Bezeichnung Mark 2 gebracht.

Generell ist Analog Heat ein Gerät zum aufbereiten von Audiosignalen, andicken und aufpusten bis hin zu verzerren und veredeln. Das wird mittels 8 Stereo-Signalwegen analoger Art bewerkstelligt. Soweit so bekannt.

Neu ist auch hier eher ein Facelift in Form der neuen helleren Taster und des Displays, welches jetzt ein OLED ist anstatt LC. Das Display ist auch größer als bisher. Prinzipiell sind OLEDs auch eher wie Handy-Displays und daher auch besser zu erkennen, man steigt also bei der Herstellung um auf aktuellere Komponenten, ohne das Gerät wesentlich zu verändern. Die Pages sind jetzt etwas anders – bunter – gestaltet. Wie so etwas aussieht, kann man bei beim Digitone ganz gut sehen, wo möglichst auch die neuen Möglichkeiten zur besseren Ansicht genutzt werden.

Eine Revolution sind die Mark 2 – Updates insgesamt also nicht, es kommen auch keine Bedienelemente dazu wie das bei Octatrack der Fall ist, aber – nun ist wieder alles rund bei Elektron und auf dem neuen optischen und technischen Stand.

Wer vergessen hat, was Analog Heat in sich trägt: Verzerrung und VCAs, Filter , EQs, 1x LFO, 1x Hüllkurve und natürlich USB und MIDI in dreifacher Form. Damit können Audiosignale eingeleitet und verarbeitet werden. Anders gesagt: „Stereo rein und raus“

Der Preis der neuen Version beträgt 830 Euro

Die Produktwebsite ist Elektron.se

Auswendiges Video – Demonstriert alles und an der Mk2

Effekt oder Synthesizer? Geheimnisvolle Frage! Was ist der „Elettrorama Echo Rockit“?

elettrorama-echo-rockit

Fast ein Synthesizer ist diese kleine Effektbox namens Elettrorama Echo Rockit, weil sie nicht wirklich Hüllkurven hat. Nein, das ist ein Synthesizer. Doch, es ist eine Effektbox. Es ist fast beides. Oder sogar? Wieso formuliere ich das so komisch? 

Die Maschine ist irgendwie „mehr“ als eine Effektbox, es fehlt aber nicht der Oszillator, und damit ist er schon doch auch ein Synthesizer mit analogem Delay im klassischen Sinne. Das Echo reicht von 40 – 340 ms und ist damit in einem nutzbaren Bereich. Diese Eigenschaft macht es zu einem Zukunftssound, wie man ihn sich in den Fünfzigern und Sechzigern vorstellen konnte. Sie ist da!  Aber was ist das mit dem Synthesizer? Was macht die Box zu was?

Elettrorama Echo Rockit – der Fast-Synthesizer

Es gibt ein klassisches Tiefpassfilter und einen einfachen Oszillator mit Rechteck und Sägezahn, deren Schwingungsform man aus Platzgründen im Filter einstellt. Das Filter und der Oszillator sind von außen analog steuerbar und Audiosignale können zwecks Echoisierung eingeschleift werden. Ein LFO mit zwei Geschwindigkeitsstufen-Gangschaltung ist auch an Bord und hat eine feste Schwingungsform. Das Delay ist durch diesen LFO steuerbar und nennt sein Feedback „Repeat“.

Der Oszillator lässt sich nicht klassisch steuern, damit ist der Synthesizer nicht wirklich umfassend oder irgendwie sinnvoll steuerbar im normalen Sinne und sicher der größte Nachteil. Auch ein Gate-Input fehlt, da es keine Hüllkurve gibt, denn das Gerät ist eher wie ein Effektgerät-Synthesizer gedacht. Wie das gemeint ist, kann man am besten im Video sehen – Drones und Noises kommen permanent aus der Maschine und deshalb ist er eigentlich eher eine Effektbox und ein bisschen Synthesizer oder ein wenig Synthesizer mit viel Effektbox drumherum?

Die Idee stammt von MFOS – Music From Outer Space und ist für Selbstlöter gedacht. Elettrorama baut das Gerät aber selbst und so muss man nichts löten. Das ist nett. Der Preis ist mit 180,- Euro auch definitiv fair und nicht all zu teuer. Die Zielgruppe könnte sagen, es handele sich um ein aufwendigeres Monotron mit aufwendigerem Gehäuse oder fast um eine Art Waldorf Rocket, aber mit Echo, dafür aber nicht mit allem, was der kann aber dafür auch günstiger. Vielleicht stammt daher der Name Echo Rockit?

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  • Die Produktwebsite enthält weitere Informationen, eigentlich ist es deren Store, wo man das Gerät kaufen kann.
  • Es gibt auch eine Facebook-Präsenz.

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MOD Duo X – Effekte – Plug-ins in Kiste auslagern und Ruhe haben

MOD Duo X

Ich habe keinen Bock auf Computer auf der Bühne. Wer das sagt, muss sich auch Effektgeräte suchen. Und deshalb gibt es die zweite Revision des Duo, das MOD Duo X.

Diese kleine Kiste ist eigentlich der Computer. Man kann, aber muss keine externen Plug-ins aufspielen. Und am Ende ist das Gerät natürlich doch ein Rechner, nur sieht es nicht so aus und man muss sich um nichts kümmern.

MOD Duo X – alles kann, muss aber nicht

Wer möchte, kann laden und updaten. Das Gerät macht das alles von selbst, man hat also keinen Stress . Oder man lässt es auch sein und arbeitet mit dem, was bereits mitgeliefert wird.

Gedacht ist der Duo X als Multieffekt und eigentlich eher für Gitarristen. Man kann auch einige Effekte hintereinander stecken. Es ist also einfach ein Pedalboard, nur virtualisiert und wieder zurück in eine Kiste gesteckt, die aber auch ein paar Bedienelemente hat. Das Duo X hat mehr Potis und Schalter – genauer gesagt war das erste nur mit 2 Tastern und 2 Potis ausgestattet. Endlos-Encoder, um genau zu sein. Damit konnte man auswählen und einstellen.

Instrumentalisten mögen mehr Fußtaster und Synthesizer und Performer haben das Gerät gern auf dem Tisch und können mit dem X an vier Drehknöpfen drehen (zwei pro Seite, denn das Gerät ist für zwei Effekte gleichzeitig ausgelegt und hat deshalb zwei identische Sektionen mit Display und Encoder) und an vier Fußschaltern Dinge aktivieren. Der große Encoder bleibt erhalten für die Auswahl der Gesamteffekte. Außerdem gibt es drei Taster oben und vier unten für weitere Optionen. Es gibt nach wie vor zwei Eingänge und zwei Ausgänge, daher der Name „Duo“ für doppelt. Alles klar?

Ziel der Sache ist, ein einfaches Gerät mit einem einfachen Netzteil ohne Krypto-Bedienung einfach sofort nutzen zu können. Was alles möglich ist und wann es wirklich auf den Markt kommt, findet man auf der Website. Denn natürlich ist dies nur eine Vorschau auf das 699,- Euro teure Gerät. Man kann das Gerät selbst erweitern mit Akku und weiteren Schaltern oder Ports. Es hat MIDI und USB.

Die Knöpfe können auch mehr als nur einen Parameter steuern, diese Dinge kann man einstellen. Die Maschine ist vielseitig und doch simpel, darum geht es – aber sie ist am Ende ein Computerersatz und deshalb ist darin auch einer. Und genau deshalb kostet das Gerät nicht 250,- Euro, sondern eben 699,- Euro.

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Tiptop Z-DSP – Steuerbarer Effekt Prozessor mit Sahne

Tiptop Z-DSP

Gerade schießt Herr Tiptop ein neues Bild aus seinem Facebook-Account, nämlich diese Erneuerung des Effekt-Moduls Z-DSP.

Den Z-DSP gibt es schon eine gute Weile. Das Design ist neu und anders, aber auch an der analogen Schaltung wurde gearbeitet. Es geht dabei um Genauigkeit und Rauschen, welches von anderen Modulen kommt und einstrahlen könnte. An dieser Änderung sieht man auch, wie und wo aktuell viel gefeilt wird.

Tiptop Z-DSP – alles wird besser!

Die ersten Gehversuche sind längst Geschichte, die Module sind erwachsen und kriegen deutlich bessere Abschirmung und generell eine besser Schaltung. Man lernt, und daher steigert sich die Qualität insgesamt und die Anforderung an neue Mitbewerber ebenso. Es gibt auch Anpassungen beim Effektanteil und bisher nicht korrekten Pegeln, speziell in der Mittenstellung. Optisch sieht das natürlich auch alles besser aus, ist lesbar und sieht nicht mehr aus wie ein Laborgerät der 90er-Jahre.

Eine neue Produktionsart hat viele Hersteller und Module verändert. Daher kann man das an diesem Modul sehr schön sehen, wie und wo neue Versionen anders sind. Meist sind die bisherigen schlicht ausverkauft, weil man immer eine gewisse Menge einplant und dafür Bauteile und Frontplatten einkauft. Aber die Engine ist trotzdem gleich. Man könnte sagen: Es ist nicht wirklich neu, aber es ist besser.

Für das Modul gibt es eine ganze Anzahl von Cards, auf denen diverse Effekte sind. Das sind nicht gerade wenige.

Infos

Eine Webseite für die 2018er-Version des Z-DSP gibt’s inzwischen auch!

Video

Wie so etwas klingen könnte kann man hier hören. Ein simples Video:

Norns ist eine neue universelle Looper, Drone und Effekt-Maschine von den Monome-Machern

Monome Norns

Monome sind die Leute, die mit großem Idealismus ein Sequencer-System mit einer beleuchteten Taster-Matrix erschaffen haben. Kopien gibt es unter dem Namen Launchpad heute jede Menge, daher machen sie jetzt etwas Neues. 

Diese neue kleine Rechenmaschine mit offenbar mehreren USB-Ports und damit vielleicht auch der Option, verschiedene Controller oder Speichermedien anzuschließen, kann und soll mehr als nur einen Zweck erfüllen.

Norns – Effekte, Drone-Synth, Looper …

Sicher ist aber, dass es im Norns Effekte geben soll und man zwischen eben reinen Effekten und einem Drone-Synth, der noch nicht weiter spezifiziert wurde, auch einen Looper bekommt, der einige wichtigen Funktionen erhalten wird. Noch hüllt man sich aus Gründen der Veröffentlichung in Berlin auf und zur Superbooth in Schweigen. Man nennt nur, Abspielrichtungen und Tonalität seien aus beliebigen Aufnahmen sehr variabel einzustellen.

Ein Looper ist ein Live-Instrument oder vielleicht auch Effekt, der Instrumentalisten und Vokalisten interessieren soll. Diese arbeiten live und direkt damit. Die Maschine selbst könnte ihrerseits auch durch Monome-Elemente und damit Taster-Matritzen mit LEDs gesteuert werden. Damit könnte man dann vielleicht Stücke und Elemente eines Loops herausstellen, diese editieren und live umstellen. So wird jedenfalls beschrieben, wie das finale Funktionsspektrum aussehen soll.

Da das alles eher etwas kryptisch bis hin zu Reimen und Poesie ausgedrückt wird, ist eigentlich nichts wirklich genau und sicher klar, was Norns können wird. Aber: Die Monome-Community ist in der Tat speziell und individuell, ebenso auch eher idealistisch als eine Firma mit konkreten finanziellen Interessen im Vordergrund.

Man kann hier noch mit der ein oder anderen Überraschung rechnen, wie das Gerät arbeitet und welche Dinge es tun können wird. Daher Augen auf beim Berlin-Besuch.

Zen Delay mit Röhren von einem Newcomer aus der Label-Ecke

Ninja Tune Delay Effekt Teaser

Das Londoner Label Ninja Tunes baut nun unter dem eigenen Namen auch Geräte. Kopf der Firma ist Matt Black (Coldcut) und offenbar möchte man nicht nur digital Musik verkaufen sondern auch etwas zum „machen“ anbieten. Ein Delay macht den Anfang.

Zen Delay

Das Zen Delay hat vier Betriebsarten zu bieten: Eimerkettenschaltung aka. BBD (Brigade Bucket Delay, technisch analog), Band-Delay, Ping-Pong– und ein normales Stereo-Delay. Höchst wahrscheinlich wird kein echtes Band verwendet, sondern es ist eine Emulation. Die beiden Knöpfe für Delay, Modus und Feedback erklären sich faktisch selbst. Was und ob man etwas über die Eingänge steuern kann ist noch nicht genau zu erkennen. Ein schwarzes Gehäuse und eine Röhre, die wie R2D2 aus einem Fenster schaut, ist mit griffigen Knöpfen bestückt. Das Tempo lässt sich eintappen.

Offensichtlich gibt es einen stufenlosen Regler für die Filter, die in von Tiefpass über Bandpass bis Hochpass reichen. Dazu kommt ein Drive im Filterweg.

Das Gerät ist noch ein Prototyp, von daher ist das alles noch nicht in trockenen Tüchern. Aber machbar ist es auf jeden Fall – es gibt ja schon etwas in der Richtung von einem anderen Hersteller.

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Termine und Preise gibt es noch nicht, jedoch lässt sich vermuten, dass der Preis sicher eher über 350 € liegen wird.

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Analoge Dreifach-Effekt-Box – AVP Cosmwave

AVP Cosmwave fx

AVP aus Moskau ist bisher durch deren kleine analoge Drumsynthesizer bekannt. Aber es geht weiter, nämlich mit Effekten. Hier kommt der AVP Cosmwave.

Die drei Effektblöcke sind jeweils analoge und separate Sektionen, die auch jeweils separat verwendet werden können. Die drei Eingänge befinden sich auf der Rückseite, ebenso die insgesamt sechs Ausgänge, denn das Ergebnis ist „stereo“ – so etwas nennt man in der Regel „Pseudo-Stereo„. Jeweils für den Flanger und Phaser sind CV-Eingänge vorgesehen. Genau deshalb ist das Gerät nur „quasimodular“, denn das Delay hat keine CV-Eingänge und strotzt nicht vor Steuermöglichkeiten – aber es erlaubt immerhin eine vollkommen unabhängige Verkabelung.

AVP Cosmwave und die interne Verkabelung

Obwohl die drei Effekte getrennte Anschlüsse besitzen, lassen sie auch intern eine „Verkabelung“ zu, die jedoch nicht der aufgedruckten „Reihenfolge“ entspricht. So ist nämlich intern die Reihenfolge durch den Phaser, dann den Flanger und am Schluss das Delay vorgesehen. Das ist auch sinnvoll, aber nicht sofort ersichtlich. Das Delay ist übrigens nicht komplett analog als einziges, die anderen beiden sind komplett analog ausgeführt.

Super ist die Übersichtlichkeit und das Design selbst. Man findet alles und die Beschriftung kann man lesen. Die Symbolik ist deutlich und damit nahezu vorbildlich. Das Gerät soll schon bald in kleinen Stückzahlen zur Verfügung stehen und zielt wohl auf die kleinen Effekte von Analogue Solutions und Erica. Der Preis ist mit 469 Euro relativ hoch, aber wären es Eurorack-Angebote, so wäre das durchaus annehmbar, zumal es ja auch ein adäquates Gehäuse mit Netzteil dazu gibt. Super ist aber die flexible Option für Live-Effekte gerade im Bereich Synthesizer und Modular.

Infos

  • AVP Synths hat eine Facebook Group
  • Die Produkt-Website mit weiteren Informationen ist hier.

Bastl Thyme Post Sound Bandecho mit Automation

Bastl Thyme

Thyme von Bastl ist ein Bandgerät ohne Band. Es simuliert klassische und Bandecho-Effekte und auch die Veränderung der Laufgeschwindigkeit. Der “analoge” Touch bleibt erhalten.

Neben den üblichen 9 Einstellungsmöglichkeiten gibt es auch 9 sogenannte Robots. Das sind LFOs, die verschiedene Schwingungsformen haben können und natürlich auch eine Geschwindigkeit. Die Schwingungsform wählt man mittels Tasten am unteren Teil des Geräts. Damit kann subtil, aber auch radikal Bewegung in den Effekt gebracht werden – und ist das Salz in der Suppe.

Thyme – gesteuert via CV

Ein CV-Eingang erlaubt die Steuerung durch analoge Synthesizer. Ein Envelope Follower kann die Lautstärke des angeschlossenen Direktsignals analysieren und in Abhängig davon einen Parameter ändern. Außerdem gibt es einen “Meta Sequencer”. Insgesamt ist das Gerät stereo ausgelegt. Beide Kanäle können unterschiedlich behandelt werden. Speziell die “Robots” können die beiden Kanäle unterschiedlich animieren. Wenn man all diese Dinge eingestellt hat, kann man sie in 8 Speicherplätze verfrachten und direkt abrufen. Der Vorteil ist, dass die Änderung keine Artefakte erzeugen, sondern wirklich nur die Bewegungen ändern und damit hochmusikalisch sind.

MIDI gibt’s auch

Außerdem hat Thyme auch MIDI anzubieten und kann vollständig darüber automatisiert werden. Der CV-Eingang kann dagegen primär die Zeit beeinflussen. Übrigens werden drei Leseköpfe simuliert, nicht nur einer. Die oben erwähnten Robots sind wahlweise LFOs- oder Envelope-Follower-gesteuert.

Auch wenn Bastl für kleine Preise bekannt sind, so hat so eine massive Anzahl an Möglichkeiten durchaus ihren Preis. Allein die Anwesenheit von MIDI und der vielen Modulationsmöglichkeiten sind das Geld aber wert. Thyme ist jetzt direkt erhältlich, denn es wurde schon auf der Superbooth 2017 angekündigt.

439 Euro plus MwSt. kostet das Gerät und ist hier sehr gut erklärt:

Mehr Information: Produktwebsite