Für Roland SE02 und andere – Filter, Buchsen – Helfer-Box SE-02 Ex-Box

Studio Electronics SE02 Ext Box

Der SE02 ist als „Minimoog“ mit Speicher aktuell recht erfolgreich, gegenüber seinem Konkurrenten von Behringer hat er aber kein Hochpass-Filter. Das gibts extra in der SE-02 Ex-Box.

Diese kleine Box ist eigentlich auch für andere Synthesizer geeignet, jedoch ein guter Partner für den SE02. Sie ist im Wesentlichen ein Hochpassfilter mit Drive-Abteilung, um viel Dampf zu machen. Das Hochpassfilter ist allerdings ohne Resonanz ausgeführt. Wozu braucht man das? Um eine Art gekonnten ausdünnenden, aber kräftigen Sound zu erhalten, um ihn in Höhepunkten entsprechend wieder frei zu geben, ähnlich der DJ-Höhepunkte – beides kann man im Video angedeutet auch hören. Ein zweiter Freq-Knopf ist eine griffigere Version mit CV Steuerung, sodass es keine Stufen gibt.

SE-02 Ex-Box – Filter und Helferlein

Die Box liefert auch Audiobuchsen in gewohnter Größe 6,3mm und wird über eine DIN-Buchse mit den entsprechenden Signalen versorgt. Es ist also keine Zauberei. Die Buchsen sind noch immer in Eurorack-Größe, was aber heute eher Standard ist. Es handelt sich also um eine Anschluss-Hilfsbox. Zwei CV-Eingänge, Gate-Taster für Drones (dauerhaft) oder kurzes Antriggern helfen bei der Performance. Das Kabel für die Verbindung gehört mit zum Lieferumfang.

Das Gerät soll 125 US-Dollar kosten, etwa 108 Euro, und ist jetzt verfügbar. Wer nur kurz hinschaut, sieht nur einen externen Controller, es ist aber doch etwas mehr und für die Performance und Zusammenarbeit mit anderen Synths hilfreich.

Infos

Studio Electronics gibt es bekanntlich auch bei Schneidersbüro, weshalb das Gerät wohl dort auch erhältlich sein wird. Der Preis wird sicherlich hierzulande etwas höher sein wegen Zoll und Transport.

Video

808-Day auch bei Roland – Originalhersteller bringt drittes Plug-out ins System 8

System 8 JX03

Es verdichtet sich für morgen, dem „808-Tag“, dass auch Roland eine kleine Sache vorbereitet hat, nämlich erneut und kurz nach Aufwertung des System-8 per Update.

Der bekannte YouTuber Gattobus veröffentlichte ein Video, in dem man das System sieht und den Hinweis, dass es morgen (8.8.2018) ein neues Plug-out geben wird. Der Sound, die Vermutung und logische Überlegungen bringen sofort ins Nerdhirn – das muss der JX-3P sein, der als JX-03 bereits als kleines Boutique-Gerät angeboten wurde.

System-8 Update zum 808-Tag?

Alle drei Minisynthesizer (Jupiter-8, Juno-106 und eben der fehlende JX-3P) sind heute sinnloserweise nicht mehr erhältlich. Aber das System-8 gibt’s nach wie vor. Und es gab immer einen Slot, der „noch frei“ ist – nicht bei aktiven Usern des System-1 oder 1m, denn die Plug-outs funktionieren auch im System.8. Deshalb werden sich viele dort sicher mindestens das System-100 oder den Promars (SH-101 oder SH-2) eingeladen haben, auch wenn diese dort monophon bleiben werden.

Die hohe Qualität der Emulation und des Klanges an sich mit „DEM“ typischen „Roland-Sound“ würde damit noch einmal vervollständigt. Der JX-3P ist klanglich sehr weich und war seinerzeit sicher eher ein günstiger Synthesizer für Einsteiger und Leute mit weniger Geld. Dennoch ist er mit einigen Funktionen und zwei Oszillatoren ausgestattet und daher sogar dem Juno näher, ohne teurer zu sein. Heute ist er eher wiederentdeckt, was auch an seinem Arpeggiator/Sequencer liegt. Damit erlaubte er auch mit zwei Oszillatoren einfach mehr als der Juno.

Es fehlt ihm lediglich die Pulsbreitenmodulation. Dafür hat vermutlich auch die Implementation im System-8 mehr Schwingungsformen im LFO, Crossmodulation in beide Richtungen und eine ADSR-Hüllkurve für VCA und VCF zu bieten. Diese könnte möglicherweise umschaltbar sein, da das System-8 auch zwei ADSR-Fader anbietet und damit ein bisschen mehr JX-8P sein kann. Das wäre eine perfekte und würdige Sache und vermutlich wäre das sogar kostenlos wie die beiden anderen internen Plug-outs auch. Denn auch sie gab es mit dem Kauf quasi dazu. Damals wurde der Juno-106 einfach „nachgeliefert“.

Oder was anderes?

Es würde mich sehr überraschen, wenn es ich um einen SH-101 oder einen ganz anderen Synth handeln würde. Am meisten klanglich zu begrüßen wäre sicher ein polyphones System-100. Aber ein JX-3P mit 8 Stimmen ist auch nicht schlecht, besonders nicht, wenn er kostenlos sein wird. Damit wäre das System-8 auch insgesamt sehr attraktiv für seine aktuell 1.200 Euro Anschaffungswiderstand.

Es ist eine Art Aufwertung, die Roland mit neuen Filtertypen und Oszillatormodellen bereits vorab als OS-Update brachte.

Video

960 Sounds für den Klassiker Prophet 5 und Aftertouch für die Tastatur

SCI Prophet 5 Aftertouch 960 Patches

Wirklich alte Synthesizer wie der Sequential Circuits Prophet 5 werden heute gepflegt, aber sie haben einfach Grenzen wie zum Beispiel die wenigen Speicher. Was Ende der Siebziger überhaupt super war, ist heute eher wenig. Und eine Tastatur anzubauen, die Aftertouch verwendet? Geht nicht? Geht doch!

Der Prophet kann doch!

Ein Video mit dem ersten Prophet mit 960 Speicherplätzen ist aufgetaucht. Es funktioniert (habe ich mündlich erfahren) und sieht so aus, als wäre es schon immer Teil des Propheten gewesen. 8 Bänke mit jeweils 120 Patches sind hier möglich. Das ist verdammt viel, mehr als so mancher aktueller Synthesizer zu bieten hat. Außerdem ist wohl mit der Menge wohl kaum noch ein Problem mit freien Plätzen zu verzeichnen.

Rev.2

Wer noch den sehr viel selteneren Rev.2 Prophet 5 besitzt, muss sich allerdings mit 40 Plätzen zu 8 Bänken zufrieden geben, man erhält noch immer stattliche 320 Speicherplätze dort, da dort schlicht weniger Speicher verbaut wurde. In kaum einem Synthesizer wurden so viele Änderungen über die Zeit umgesetzt wie im Prophet 5 (und dem ARP Odyssey). So findet man in nahezu jedem Gerät eine Eigenheit und Zeichen von Transformation eines permanenten Updates bis hin zum Netzteil.

Übrigens gibt es auch Netzteile, die keine Hitze entwickeln, bzw. die 50% weniger Strom in Wärme umsetzen und daher auch dem Synthesizer bei der Lebensdauer helfen können. Billig ist das sicher nicht, aber es geht, da man bei solchen Netzteilen genau prüfen muss, dass keine schädlichen unsauberen Stöße das Gerät zerstören. Da hat der Anbieter allerdings jahrelange Erfahrung und zeigte bisher keine Ausfälle im Gegensatz zu anderen Angeboten.

Noch mehr

Kommen wir zum zweiten Highlight im Video: dem Aftertouch. Dafür wählt der Touch-Taster aus, dass Aftertouch das Modulationsrad „ersetzt (bzw. ergänzt)“, damit kann man ohne die Hände vom Keyboard zu nehmen Modulationsbewegungen mit FM und Polymod-Einstellungen bis hin zu Vibrato spielen und dosieren, denn es ist natürlich ebenfalls feinfühlig durch Druck beim Spielen zu dosieren. Dabei wird die komplette Tastatur ausgetauscht, nicht einfach modifiziert, deshalb muss man auch hier mit mehr als dem Preis für die Fatar-Tastatur einplanen.

Preise sind noch nicht bekannt, aber man kann persönlich anfragen auf der offiziellen WebsiteSynthtaste

Video

Waverex macht aus dem Korg M1 einen „Sampler“

Korg M1 Waverex

Korgs M1 ist seit 1986 bekannt. Damals beeindruckte sieseine Käufer mit Samples, was damals noch ungewöhnlich war. Und heute? Die Workstation mit eigenen Samples zu bestücken wäre damals nur ein Traum gewesen. Das geht jetzt mit Waverex.

Waverex kann 32-kHz-Samples mit bis zu 8,4 Sekunden Länge in die M1 bringen. Es handelt sich dabei um eine simple Einschub-Karte für den Kartenschacht. Die Samples können vom User selbst zusammengestellt und dann en bloc in die Karte „überspielt“ werden. Ab dann ist der M1 fast wie ein Sampler. Naja, ok – sie ist ein Sample-Player für eigene Samples, quasi ein Rampler.

Waverex – Korg M1 mit eigenen Samples

Die Menge der möglichen Samples ist vielleicht nicht groß, aber mit 512 kB liegt hat man gut 20 x mehr Platz, als eine Electribe ihn anbietet. Damit ist der sogar fast riesig zu nennen im Vergleich zu dem, was in jenen Zeiten üblich und möglich war. Die eigenen Samples können in der Klangsynthese der M1 beliebig verbaut werden.

Aktuell ist die Karte schon entwickelt und als Prototyp existiert sie bereits. Es sollen bis ins Quartal 4 diesen Jahres 100 Stück hergestellt werden und dann geht es los für jeden, der Lust hat.

Wer möchte, kann sich die schon bestehenden Wellenformen von Korg-Synthesizern mit DWGS-Wellensatz laden, außerdem MS2000 und sogar DSS-1 und dessen Rackversion DSM1 sowie der T-Serie. DWGS sind sehr kurze einfache Minisamples, die faktisch gar keinen Speicher verbrauchen.

Auch die Modelle M1r, M3r und die T-Serie können mit Waverex umgehen. Preise gibt es noch nicht, aber das wird wohl bald kommen. In der Ankündigung wird der Editor als „auf dem PC“ beschrieben, was vermuten lässt, dass es keine Mac-Version geben könnte. Das wäre natürlich schade. Deshalb sollte man hier genau nachfragen, wenn es soweit ist – gegen Ende des Jahres.

Mehr Infos

Video

Roland – das Geheimnis des verlorenen Moduls – System 80 füllt Lücken.

System 80 - 850

Rolands System 500 ist in sich geschlossen nutzbar und auch “vollständig”. Allerdings fehlt ein Modul, das es damals gab. Das muss man sogar von anderen Herstellern beziehen, da man selbst wohl bewusst nur jene Module anbieten mochte, die relevant nach Roland klingen. System 80 sorgt mit dem 850 für Abhilfe.

Modul 150 im alten System 100m und im neuen würde es wohl 550 heißen. Bei System 80 aber nennt es sich 850. Das ist ein Sample- and Hold Modul mit zusätzlichem LFO mit 4 Schwingungsformen und Rauschgeneratoren für weiß und rosa und einem Glättungsmodul (Slew Limiter), um zwischen den Stufen erneut eine Rundung zu erzeugen.

System 80 – 850 Modul

Sample and Hold benutzt man für interessante Treppenstufen-Muster, die man aus einem LFO und Rauschen generieren kann. Dazu taktet das Sample & Hold und greift bei jedem Taktsignal einfach ab, was am LFO oder Zufallsgenerator anliegt. So bekommt man entweder eine gerasterte steigende oder eine fallende “Treppe” oder jenen bekannten Zufallssprung von Takt zu Takt.

Alle diese Module sind gut gewählt, um eine vollständige und extrem praxisnahe Nutzung zu erhalten. Deshalb ist dieses Open-Source-Modul für alle Nutzer des neuen und des alten Systems von Roland das fehlende Stück Hardware. Da es offen und für jeden erreichbar sein soll, kann man sich auf auf Github. bedienen, einer bekannten Ablagerungsstelle für Open-Source-Hard- und Software. Ein kleines Delay ist übrigens auch eingebaut, welches sich auf den LFO bezieht. Die Taktung des Sample & Hold liegt bei 100 Hz, und der LFO kann sogar 150 Hz erreichen und startet bei 0,015 Hz. Damit ist das Modul definitiv für alle Anforderungen gewappnet.

System 80 ist uns bereits früher aufgefallen und der Name ist offenbar Programm: Roland-Clones von Modulen und vielleicht später noch mehr? Das Jupiter-6-Filter gab es “so” nie als Modul, aber als JOVE kann man es noch immer bekommen.

Mehr Infos