Transmutron Bored Brain mischt, filtert und verhex(el)t 2 Quellen

Transmutron Bored Brain

Unkonventionelles Konzept – das hat er definitiv, denn es ist ein Weltenwanderer zwischen Eurorack, Gitarren, Synths und FX soll er – oder eigentlich „es“ – ein bisschen vermitteln helfen, das Transmutron Bored Brain.

Ein Crossfader sorgt für die nötige Balance zwischen den zwei angeschlossenen Geräten. Man kann Pedale oder Module anschließen, die eigentlich nicht speziell Eurorack sein „müssen“, jedoch passen die Buchsen dazu. Mit Fuß oder Steuerspannung sind alle Vorgänge steuerbar, weshalb die Box je zwei Buchsen an jeder Seite hat (außer vorn). Die beiden Seiten sind faktisch symmetrisch aufgebaut und können ein Signal in zwei Frequenzbereiche aufteilen und zwei Effekte abgleichen.

Tansmutron Bored Brain

Mit dem Crossfader wird natürlich zwischen den Quellen geblendet. Dazu kann neben der Aufteilung auf zwei Frequenzebenen auch wiederum einfach das Signal insgesamt gefiltert werden, darunter auch Notch. Das Kerbfilter arbeitet wie alle anderen Typen auch und gern mit Resonanz. Es sind 12, 24 und sogar 48 dB pro Oktave Filterung möglich. Die Bandbreite lässt sich einschränken. Wie das insgesamt wirkt und klingt, ist im Demovideo mittels mehrerer Effekte und Quellen (Synths, Gitarre, Noises) zu hören. Erst hier wird klar, was und wozu das Gerät sinnvoll ist und dass es sogar eine Zentrale auf einer Bühne sein könnte.

Die Hersteller nennen das Fission, Fusion und Fallout. Der Splitpunkt bewegt ein weit offenes Notchfilter mit Resonanz über beide Signale, bevor sie die Effekte erreichen (das ist übrigens auch der Trick dabei).

Ebenso werden die beiden Pegel justiert und das Filter ist natürlich auch insgesamt steuerbar – inklusive der beiden Bänder, in die das Signal aufgeteilt wird. Das klingt viel komplizierter, als es ist in der Praxis. Außerdem kann der Pegel noch um 10 dB verstärkt werden.

258,85 Euro plus knapp 23 Euro Versand kostet das Gerät. Es soll Ende Oktober ausgeliefert werden.

Infos

Mehr Information gibt es bei Reverb zum Boredbrain Transmutron .

Video

Video-Demo, mit einer ganzen Reihe von Quellen:

Tiptop Z-DSP – Steuerbarer Effekt Prozessor mit Sahne

Tiptop Z-DSP

Gerade schießt Herr Tiptop ein neues Bild aus seinem Facebook-Account, nämlich diese Erneuerung des Effekt-Moduls Z-DSP.

Den Z-DSP gibt es schon eine gute Weile. Das Design ist neu und anders, aber auch an der analogen Schaltung wurde gearbeitet. Es geht dabei um Genauigkeit und Rauschen, welches von anderen Modulen kommt und einstrahlen könnte. An dieser Änderung sieht man auch, wie und wo aktuell viel gefeilt wird.

Tiptop Z-DSP – alles wird besser!

Die ersten Gehversuche sind längst Geschichte, die Module sind erwachsen und kriegen deutlich bessere Abschirmung und generell eine besser Schaltung. Man lernt, und daher steigert sich die Qualität insgesamt und die Anforderung an neue Mitbewerber ebenso. Es gibt auch Anpassungen beim Effektanteil und bisher nicht korrekten Pegeln, speziell in der Mittenstellung. Optisch sieht das natürlich auch alles besser aus, ist lesbar und sieht nicht mehr aus wie ein Laborgerät der 90er-Jahre.

Eine neue Produktionsart hat viele Hersteller und Module verändert. Daher kann man das an diesem Modul sehr schön sehen, wie und wo neue Versionen anders sind. Meist sind die bisherigen schlicht ausverkauft, weil man immer eine gewisse Menge einplant und dafür Bauteile und Frontplatten einkauft. Aber die Engine ist trotzdem gleich. Man könnte sagen: Es ist nicht wirklich neu, aber es ist besser.

Für das Modul gibt es eine ganze Anzahl von Cards, auf denen diverse Effekte sind. Das sind nicht gerade wenige.

Infos

Eine Webseite für die 2018er-Version des Z-DSP gibt’s inzwischen auch!

Video

Wie so etwas klingen könnte kann man hier hören. Ein simples Video:

Snazzy Effekt Serie – Glitch, Noise, Gitarren-Synthesizer und Modulation

snazzy fx tracer city

Mit der neuen Snazzy FX Serie hat Erica Synths eine Reihe sehr spezielle Effektmaschinen vorgestellt. Sie sind nicht nur für Synthesizer gedacht, sondern auch für Gitarren und wo es eben noch passen könnte.

Die Geräte sind von Dan Snazelle entworfen worden, daher stamm auch der Name der Serie. Er stammt aus New York und macht abstrakte Elektronik und Techno. Die Geräte kosten zwischen 300 und 390 Euro plus Steuer hierzulande, was gut 50€ mehr ausmachen wird. Es gibt aktuell drei Geräte:

Zunächst das Tape Glitch Noise Pedal Wow and Flutter für 300 € (plus Steuer und Versand), das Mini-ark 350 Euro (gleiche Bedingungen), ein Gitarren-Synthesizer – den man aber auch für alles was tonale Geräusche machen kann einsetzen kann. Das dritte Gerät ist Tracer City 390 € (ebenfalls plus Steuern und Versand) ist ein analoges Modulations-Effekt-Pedal.

Alle diese Geräte sind zwar hier mit Gitarren vorgeführt, funktionieren aber auch mit anderen Signalen und machen seltsame Dinge mit dem Signal. Es lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Man benötigt etwas Phantasie, sich diese mit eigenen Signalquellen und Instrumenten vorzustellen. Ein wenig Melancholie mit Pads und Strings könnte in die Richtung gehen, wie man sie von skandinavischen Bands kennt…

Der Gitarrensynthesizer erlaubt jede Art von Experiment mit dem zugeführten Signal, die Vorführung ist daher eher „konservativ“. Eigentlich folgt der Synthesizer der Stimmung des Signals, egal ob es gepfiffen, gezupft oder mit Tasten gespielt wird.

Aber Töne sagen mehr als tausend Worte:

Soundcloud

Videos

Ninja Tune are doing their own multi-delay, and it looks wild

Hey, if running a label to release music seems a daft idea these days, there’s always selling hardware. And Ninja Tune’s new hardware effect looks like it’s got some serious potential.

Gear guru and underground weirdo music impresario Ingmar Koch and his Liquid Sky Berlin / gearporn.berlin blog get the scoop here. But already from the hardware we can tell a few things:

  • The hardware sure looks like Erica Synths’ stuff. (Casing and knobs are a dead ringer for the Acidbox. So whether or not they did the engineering, they may have done the manufacturing and enclosure.
  • It seems to have a big tube. (See also Erica’s love for Polivoks-era, ex-USSR tubes and recreations.)
  • There are multiple delay modes: Stereo Delay, Tape Delay, Ping Pong Delay, and BBD Delay (Bucket Brigade – think classic chip delays)
  • Feedback, delay time, and tap tempo
  • A multimode analog filter (lowpass, bandpass, highpass) with overdrive knob
  • MIDI IN, which suggests you also get MIDI sync (good!)
  • CV in for analog control (and one control I’m unsure of, maybe pulse in – who has better eyesight than I do?)

So, it’s apparently some retro-style chip delay with analog filter and … tube for overdrive? That could get nicely nasty.

Plus if Erica was working on this, having tried their Acidbox line, expect all the right kind of mayhem.

I’ll be eager to get hands on this. The involvement of Ninja Tune suggests our friend Matt Black of Coldcut had some input with this, and he does love his tech.

More – photos of the prototype:

pure gearporn: ninja tune zendelay – hardware news leak [gearporn.berlin]

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New Sounds and Samples on Sample Saturday #381

Below are some of the new releases we have encountered this week on the Loops and Samples front. Just like

Audio Damage – Dubstation 2 für Delays mit musikalischer Bedienung

Audio Damage AD036 Dubstation 2

Delays gibt es viele. Aber Dubstation, bzw. im Ganzen “AD036 Dubstation 2” genannt, zeichnet sich durch seine Praxisnähe aus: Kein Schnickschnack, sondern einfache Knöpfe ohne verhipsterte, nervig zu bediende Holzimmitat-Knöpfe mit Kitsch drumherum.

Dubstation 2 ist ein Delay, dessen Zeit per LFO modulierbar ist. Dazu jeweils ein Regler zur Bedämpfung der Bässe und Höhen, sowie eine Sättigungsstufe um den Sound lauter und interessanter zu machen. Genau so, wie es sich für ein Plug-In mit dem Namen Dubstation auch gehört.

In der zweiten (weißen) Sektion befinden sich die interessanten Schalter und das eigentliche Delay. Nein, es sind eigentlich zwei Delays, die in der dritten Sektion als Ping-Pong-Effekt geschaltet werden können. Ohne den sind sie schlicht zwei unabhängige Delays für und mit Stereo-Effekt und dem obligatorischen Feedback. Soweit, so normal.

Schön ist aber, dass darunter das Delay zum DAW-Tempo synchronisiert werden kann und auf die Hälfte der eingestellten Zeit umgestellt werden kann und zurück. Genau das ist DER Schalter, den man sich dann auf der Bühne einfach auf einen Controller legen wird und schöne und einfache Variationen erstellen kann, die auch musikalisch stets passen werden.

Des weiteren kann das Delay-Gespann geloopt und somit ewig wiederholt oder rückwärts laufen. Auch diese Effekte sind nicht nur typisch für Dub, sie machen ein simples Delay erst wirklich lebendig, wenn man sie an sinnvollen Stellen automatisiert oder einsetzt.

Das Plug-In mit seinem zeitlosen schwarz-weiss-Design kostet $49. Es gibt auch eine kleine Audiodemo, die aber leider nicht alles zeigt, was möglich ist.

Mehr Informationen

Listen to the album “ADO36 Dubstation 2 Audio Demos” by Audio Damage.