Moog One – so klingt der Luxus-Synthesizer

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Es gibt Sounds! Der Moog One wurde zwar immer noch nicht offiziell veröffentlicht, aber das heißt ja nicht, dass man dem polyphonen Analogsynthesizer mit Memorymoog-Optik nicht schon ein paar Klänge entlocken kann. Endlich mal mehr als nur das Datenblatt und ein paar Fotos.

Klanglich würde ich es bei Retro-Speziell einordnen. Das ist gut so. Man lässt ein paar (ziemlich) bekannte „Nasen“ in einem Video mit 60er-Optik erscheinen. Und es geht weiter – man sieht Herrn Sakamoto lächeln, Frau Ciani und es gibt Demos.

Der erste Eindruck klingt voll, flächig und rund. Nicht zu „fett“ für ein polyphones Instrument – die ewige Befürchtung der Nerds. Der Spot erinnert an Apple Spots, nur mit Vintage-Filter für die Patina und diverse Spieler legen Hand an das Instrument. Wobei ein Synthesizer immer sinnlicher als ein Telefon sein wird.

Und ja, es ist so sinnlich, dass es schon ein wenig esoterisch erscheint. Es ist für Fans, für die, die Lust haben. Es geht nicht um Features, da diese reich an der Zahl sind und man das bereits weis. Daher einfach mal verschiedene Musiker einladen und spielen lassen. Wir sind selbst gespannt, wie ihr das findet, wie ihr den Moog One einordnet. Die Sounds hier sind fast ein bisschen konservativ. Aber der Beginn ist ein bisschen avantgardistisch. Eine doch eher amerikanische Sprache, die hier gesprochen wird.

Aber der Sound wandert von lustig-beschwingt-10-Pfennig-esque bis schwer-flächig. Was löblich ist, dass offenbar keine Effekte im Einsatz sind außer jenem Eventide, der eingebaut ist. Die Message ist – hier habt ihr etwas Wertiges, etwas zum anfassen, etwas Analoges.

Sounds

Videos

Leak: Behringers EMS VCS3 aka VCX3 kommt doch …

Behringer VCX3

Wieder mal gibt es einen Leak, in dem ein Produkt genannt wird, was es eigentlich nicht geben soll.  Diesmal also der Behringer VCX3.

Behringer VCX3 – ein Shop-Leak

Behringer hat vor einiger Zeit eine große Menge an Synthesizern ungewollt gepostet, dabei war auch der Behringer VCX3 gelistet, ein Clone des bekannten britischen Synthesizer-Klassikers von EMS.

Inzwischen haben eine Reihe von Testern den Odyssey-Clone erhalten, auch der SH-101 ist auf dem Wege, ebenso der Pro One – sie alle wurden direkt oder indirekt erwähnt bei jenem großen Leak. Es besteht daher Grund zur Annahme, dass das, was dort gelistet wurde, auch tatsächlich kommen könnte.

Anlass ist ein UK-Shop, der den VCX3 bereits listet, jedoch ohne Foto oder weitere Information. Das Anlegen neuer Produkte ist nicht in jeder Shop-Software „versteckt“ möglich, sodass es immer zufällig verteilt wieder vorkommt. Ob das ein sicheres Zeichen ist, ist nicht immer klar, denn bis vor Kurzem gab es in Deutschland nur einen Händler, der die Synthesizer von Behringer führte, jetzt sind es wieder deutlich mehr. Manche Läden „claimen“ so den Namen frühzeitig. So ist es auch mit dem ARP2600 passiert, den es nie gegeben hat als Clone von Korg oder Behringer. Daher sollte man solche Shop-Unfälle mit Vorsicht genießen.

Behringer VCX3 – ein Clone hätte viele Vorteile

Der EMS VCS3 ist dermaßen begehrenswert, dass er extreme Preislagen erreicht hat. Hier wäre ein Clone ein echter Segen für die User. Denn die Wahrscheinlichkeit einen zu erhalten ist heute sehr gering und erreicht nicht selten fünfstellige Preisvorstellungen. Es gibt zwar offiziell noch die Firma, jedoch warten Leute Jahre auf ihre Geräte.

Interessant wird dabei sein, ob man die Mehrgangpotis und die Schaltmatrix nachgefertigt werden und wie genau die Optik sein wird. Da der Name die große Holzversion und nicht die Kofferversion adressiert, muss man von einer großzügigen Größe ausgehen. Jedoch ist technisch eine Verkleinerung sehr realistisch und daher sicher auch hier wahrscheinlich.

Das Anfertigen spezieller Bedienelemente und analoger Schaltungen ist eine Stärke Behringers. Genau deshalb können sie günstiger sein als alle anderen. Rechtlich ist das legal, da die Patente längst abgelaufen sind, und im Falle des Behringer VCX3 handelt es sich zwar um ein sehr nerdiges Instrument, jedoch sind 1000 Stück weltweit vermutlich durchaus realistisch absetzbar. Ein Masseninstrument wird er aufgrund der doch exotischen Art nicht unbedingt sein, er ist nahezu das Gegenteil eines Minimoogs, auch wenn auch er mit 3 VCOs arbeitet.

Infos

Der Link zum selbst ausprobieren ist übrigens hier zu finden, solange man ihn online lässt.Preise lassen sich zurzeit maximal raten, bisher gibt es einen Clone von PIN Electronics namens Portabella, der jedoch auch die 6k Euro erreicht. Der „Hornet“ ist ein andere bekannter Clone vom gleichen Hersteller.

Wenn Behringer einen EMS für dreistellige Summen oder auch nur 1.500 Euro bauen könnte, wäre das eine Sensation für die Szene.

Yamaha MODX7 FM-Synthesizer – Ein günstiger 8-OP-FM-Synth

Yamaha MODX7

Yamaha hat mit dem Montage bereits den Grundstein für 8-OP-FM gelegt. Der Yamaha MODX7 ist offenbar die günstigere Version dazu, die den Montage vermutlich nicht ablöst sondern nach unten abrundet.

Ein Nachfolger läge wohl in einem ähnlichem Preis-Segment. So hat man hier die Option, die 8-Operatoren und die Samples aus der AWM-Abteilung mit etwas weniger Steuerung drumherum und ohne MIDI-Thru-Anschluss und einfacherer Tastatur spielen zu können. Meist trifft es ja den Aftertouch, und prompt finde ich keinen Hinweise auf „Pressure“ oder „Aftertouch“ in der Feature-Liste.

Yamaha MODX7 – was schon bekannt ist

Er soll etwa 1.550,– Euro kosten, was ebenfalls die Mittelklasse ist. Yamaha hat im ganz günstigen Sektor noch die Reface-Serie mit 4 Operatoren im Angebot, welche mit 280,– Euro auch als superfaires Angebot gelten und mit viel Druck und Livetauglichkeit sogar das beste Minikeyboard bieten. Hier ist es ein wenig anders, man bekommt das volle Paket mit „Super Knob“, dem Morph-Element: Es verändert radikal einige Parameter in der FM- und AWM-Synthese und ist damit das große Ding in der Werbung zum Montage gewesen.

Das Audiointerface mit dem Rechner ist eingebaut. Aktuell findet sich noch kein exakter Hinweis, ob man eigene Klänge einladen kann für die Sample-Engine. Die Begriffe sagen eher „nein“, denn ROM heißt normalerweise genau das.

Um den Vergleich möglich zu machen, hier die Daten des MODX (die Zahl hinter dem Namen sagt aus, wie viele Tasten das Instrument hat – 6, 7 oder 8 steht für 61, 76 oder 88. Geplant ist aber hier offenbar zunächst die MODX7 -Version. AWM ist schon immer die Bezeichnung für Samples.

Infos

Yamaha MODX7 – Feature-Liste

  • AWM2 (Advanced Wave Memory 2) sample and synthesis engine
  • 76-note semi-weighted keybed for fluid playability
  • Unparalleled sonic versatility for creating sounds from iconic 80s sounds to modern-day EDM cutting-edge leads
  • Integrated performance controls include faders and encoders for in-depth control over parameters
  • Ideal for both studio and stage use
  • FM-X Synth Engine
  • LCD-Touchscreen 7″-Colour-Wide-VGA-TFT
  • Waveform-ROM expanded from 741 MB to 5.67 GB
  • 2,370 new Waveforms, 6,347 total in ROM
  • 1 GB Flash-ROM built-in
  • Ca. 2,000 preset performances
  • 640 user performances
  • 5,120 library performances
  • Seamless Sound Switching “SSS“ for Performances with up to four Parts
  • 13 dual insert effects (12 Parts + A/D Input)
  • Over 256 preset live set slots, 2,048 User & 2,048 library live set slots
  • 10,239 arpeggios
  • Eight arpeggio Parts simultaneously
  • Eight Scenes per Performance
  • Master keyboard functions for each Performance
  • Multichannel USB Audio Interface, 2-in/10-out

Waldorf überrascht mit Kyra Synthesizer

Waldorf Kyra

Zack – Waldorf überrascht uns alle mit einem neuen Synthesizer auf Basis von FPGAs. Das sind Chips, die jedoch nicht einfach DSPs sind. Auf diesen arbeiten noch wenige Hersteller, aber Waldorf sind nach Exodus die ersten mit einem großen Produkt.

Ja, der Paradigm Synthesizer sollte auch auf FPGAs laufen und das Einzelstück Airbourne AVS04 von Martin Hollinger ebenso. Aber kommen wir nun zu dem was der Waldorf Kyra können soll. 128 Stimmen, 4.00 Schwingungsformen und 2- bzw. 4-Pol-Filter soll er bieten. Das liest sich ein bisschen wie die Features des Valkyrie. Echt stereo mit FM, Sync und Ringmodulation sind die Oszillatoren ausgelegt, von denen es 10 geben soll. Dazu kommt eine 18-fache Modulationsmatrix. Und im Waldorf Kyra sind bis zu 8 Effekte vorgesehen.

Waldorf Kyra – kennen wir den etwa schon?

Tja und was ist hier passiert? Der Valkyrie IST Kyra – denn Manuel Caballero ist der Entwickler, und somit kennen wir die Features und Möglichkeiten. Nur die Optik wird etwas anderes sein als jene, die man uns zeigte. Und alles wird unter Waldorf laufen!

Das Gerät ist sehr hochwertig, wir konnten es schon auf der Musikmesse hören und sehen, es klingt hervorragend. Viele vergleichen das Gerät mit dem Virus, was aber nicht so passend ist. Denn hier sind die Rechentiefe und Qualität um einiges höher und der Ansatz ein vollkommen anderer. Die Qualität der Effekte ist in der Tat sehr hoch, und das Gerät hat einen Multimode und kann deshalb mehrere verschiedene Klänge abspielen, was heute ja schon fast ein besonderes Feature ist.

Der Waldorf Kyra soll 1.899,– Euro kosten und zur NAMM 2019 erhältlich sein oder zumindest dort zuerst gezeigt werden. Hier wird vermutlich primär das Design ein anderes sein. Die vielen Einzelausgänge sind ebenfalls ein Merkmal, das man schon jetzt nennen kann zusammen mit dem vollständigen Editor für alle Betriebssysteme.

Infos

gibt’s auf der Waldorf-Webseite bisher noch nicht.

Mixtapes machen mit Tascam – Ein Doppel-Tapedeck mit USB

TASCAM-202mkvii

Ha, so habe ich mir die Zukunft vorgestellt. Tapes und die CD sterben aus, der Rest streamt oder postet altbackene Fotos mit Bleistift und Cassette „wer noch weiß, wie das hier zusammen passt bitte Like klicken“. Tapes zu verteilen, ist wieder schwer in Mode.

Aber wer liefert denn dann die Decks dafür? Tascam! Mit dem 202 Mk VII ist man schon lange hinter der ersten und zweiten Revision und so was von bewährter Technik angelangt.

Tascam Tapedeck 202 MK VII

An der Rückseite des Tascam Tapedecks findet man einen USB-Ausgang für Audio und die sonst üblichen Anschlüsse in analoger Form. Ein Pitch-Control ist mit eingebaut, womit man den Pro-Zielbereich schon mal gut markiert und etwas später bei der Rauschunterdrückung ebenso. Diese wirkt nämlich nur beim Abspielen und nicht beim Aufnehmen. Damals gab es ja meist die Regel „Dolby B und C zum Aufnehmen bzw. Abspielen weise zu wählen“. Wer dbx hatte, wird heute natürlich nicht mehr froh werden.

Was beim Tascam Tapedeck 202 MK VII auch machbar ist, sind Dub-Möglichkeiten und damit Testaufnahmen und mal eben „drübersingen“. Beide Seiten können aufnehmen und wiedergeben und auch beim Wiedergeben aufnehmen. So kann man auch mit mehreren Decks von einer Quelle aufnehmen und Kopien in kleinen Stückzahlen realisieren. Natürlich kann man auch Echtzeit-Kopieren mit und ohne Pitch-Korrektur mit bis zu 12% Abweichung.

Das zweite Deck kann bei Bedarf auf den Zählerstand 0 zurückspulen. Das Monitoring ist direkt oder über die Köpfe möglich. Die Rauschunterdrückung ist ähnlich der von Dolby B. Es werden alle Typen von Cassetten akzeptiert. Eine Fernbedienung gibt es natürlich auch, so wie man das damals gerne gehabt hätte, nur in professionell.

Die Maschine ist aber nicht wirklich billig, denn mit ca. 500 US-Dollar kostet das dann doch schon „was“.

Infos

  • Mehr dazu und weitere Information gibt es bei Tascam.

Analogsynth mit Sequencer für 199 Euro (!) – IK Multimedia UNO

IK Multimedia Uno

Klein und günstig aber dennoch komplett analog ist der Synthesizer-Erstling „Uno“ aus Italien. Ja, er wird komplett dort hergestellt und soll im Juli bereits im Laden sein. 

199€ ist eine echte Hausnummer und definiert neu was man für so wenig Geld bekommen kann. Es beginnt also, die absolute Verfügbarkeit für alle zu Taschengeld-Preisen. Der Uno hat zwei analoge Oszillatoren mit den drei klassischen Wellenformen Sägezahn, Dreieck und Puls (inkl. Rechteck) und auch Pulsbreitenmodulation beherrscht das Gerät. Dazu gibt es einen LFO, zwei ADSR-Hüllkurven und ein 12 dB / Oktave – Multimodefilter, was Tief-, Hoch- und Bandpass liefert.

IK Multimedia UNO Synthesizer Slant
IK Multimedia UNO Synthesizer Top
IK Multimedia UNO Synthesizer Rear
IK Multimedia UNO Synthesizer Side

Der Sequencer hat mindestens 16 Steps und hat die Anmutung einer MC202 mit einer Abbildung zweier Oktaven. Dazu ist ein Arpeggiator an Bord und ein Delay ist offenbar auch noch mit integriert. Diese Menge entspricht in etwa der Leistung der Roland Boutique Serie, nur ist dieser hier noch günstiger zu haben. Ob es Sequenzen mit mehr als 16 Steps gibt ist nicht bekannt, dennoch ist der Preis regelrecht sensationell und erinnert eher an eine Art Luxus-Volca gekreuzt mit dem Roland MC202, der in etwa einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet.

Der Uno hat noch einen Rauschgenerator und die meisten Parameter werden über ein Matrixfeld angewählt und mit vier Potis entsprechend eingestellt. Das Prinzip kennt man schon von anderen kleinen Synthesizern und stellt keine große Hürde dar.

Mehr Infos

LEAK: Roland System 500 mit neuen Modulen aus dem 100m

Roland System 500

Das System 500 wurde von Roland schon vor einiger Zeit vorgestellt, war aber unvollständig. Es war auf die wichtigen stilprägenden Module reduziert. Das ändert sich jetzt.

Das System 500 hatte ein Manko, man musste das Sample & Hold Modul mit dem Rauschgenerator und dem LFO extra von anderen Herstellern kaufen, obwohl Roland schon ein schönes Case bereit hielt, passte dieses natürlich dort nicht hinein.

Jetzt hat man eine Alternative gefunden mit einem neuen Misch-Modul aber auch dem klassischen VCO-VCF-VCA-Kombinations-Modul, welches sich sehr gut als Basis für ein mehrstimmiges System eigenen würde und Platz schafft.

Außerdem sind die Doppelmodule für 2 Tiefpassfilter und Oszillatoren offenbar auch lieferbar. Oder zumindest in diesem System zu sehen. Die Szene munkelte ja schon länger, dass dieses System wieder auftauchen würde. Klingen tut es authentisch und so wie man das erwartet. 😉

Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0
Roland System 500 Leak V2.0

Jupiter 8 und TR-909 von Behringer – subtile Signale?

Behringer Jupiter-8 TR-909 Synthesizer Clone Drummachine Teaser

Eigentlich ist es nur ein Foto von zwei unbekannten Typen und zwei Klassikern, die Behringer auf ihren Facebook-Account schieben…

Wäre es nicht Behringer, die ein Bild mit zwei Klassikern, dem Roland Jupiter 8 und der TR-909, auf ihren Facebook Account gestellt hätten, wäre das nicht mal einen Gedanken wert.

Jupiter-8 und TR-909

Etliche Prototypen von bereits kopierten Geräten stehen offenbar schon in deren Labor bei Midas im Vereinigten Königreich oder in der Heimzentrale, irgendwo in China in Behringer City. Inzwischen ist die Idee auch bekannt, dass man die gezeigten Geräte trotz ihres vollständigen Entstehungsprozesses nicht zwangsweise auch auf den Markt bringt. Vielmehr hat man bisher nur einen Clone und zwei Eigenentwicklungen beim Thema Synthesizer auf dem Markt. Ok, der Deep Mind ist inspiriert vom Juno 106, aber er ist doch anders.

Was muss man also heute von einem Bild des Jupiter 8 halten? Kaum sieht man Behringer mit einem Klassiker, schon ist das Gerät im Replikator und steht zur Verfügung?

Das muss nichts heißen. Aber man streut sicher bewusst und offen diese Bilder. Dass Drummachines in Planung sind, wurde schon vor vielen Monaten bereits gezeigt. Es gab eine Platine zu sehen mit – eigentlich keinem – Hinweis. Der Nerd in einem sagte aber – ah, das ist ein Lauflicht-Sequencer und der sieht aus wie eine TR808 oder TR909.

So offen wie Behringer geht kaum eine Firma mit Spekulation um. Sie schiebt diese auch an, was allerdings eine öffentliche Bilderflut auch damit auch Unklarheit bedeutet.

Kommt es? Oder nicht?

Wissen wir nicht. Genau deshalb schreiben wir es auch nicht. So wie der VC340 Vocoder könnte auch die beiden trotz des fertigen Äußeren und Inneren auch nicht unbedingt marktreif sein. Beim Thema Jupiter 8 haben wir es mit einem technisch aufwendigen Synthesizer zu tun, der im Original sehr solide gebaut ist.

Wir warten also mal ab, ob es nur ein Bild ist und ob wir bald einen Clone sehen und ob dieser dann auch im Laden zu finden sein wird.

Quelle

Arturia RackBrute Eurorack-Klapp-System für Minibrute-Serie & Modular

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Arturia brachte gestern und vorgestern Minibrute 2 und 2s zum ersten Mal unter die Augen. Diese beiden haben eine spezielle Halterung an der Seite. Die ist nicht zufällig, sondern gehört zu dem neuen RackBrute-System.

Für das System gibt es zwei Optionen, ein Doppelrack oder ein einfaches mit 3 HE, also der Eurorack-Größe für fremde Module und vielleicht ja auch zukünftige Arturia-Euromodule? Der große Clou daran ist, dass nicht nur die klassische Rahmen-Stromversorgung und das Mechanische dabei vorhanden ist, sondern dass sich Minibrute 2 oder Minibrute 2s und das Rack als ein System aufstellen lassen und in einem angenehmen Anstellwinkel zueinander ausrichten lässt.

Arturia RackBrute

Das ist nicht nur live oder im Studio interessant, sondern auch für den Transport des kompletten Systems. Genau deshalb sind die neuen Minibrutes auch mit einem so aufwendigen Patchfeld ausgestattet, denn sie sind füreinander gemacht und elegant zusammenzubringen.

Als Beispiele kann man nur das Modulsystem für sich benutzen und der Ständer dient dann als Fuß und zum Anstellen der Systeme, beim Doppelsystem liegend, beim einfachen eher stehend. Natürlich lassen sich auch zwei Racks verbinden, dann liegt eins davon und ein weiteres ist angewinkelt dazu aufgestellt. Deshalb gibt es die Holzseitenwände mit den Seitennubsis, jeder dieser orangen Halter ist das Clevere am System.

Arturia RackBrute

Arturia RackBrute

Eine Option davon ist natürlich, die Tastatur oder den Sequencer unten zu befestigen und dazu im angenehmen Winkel das Eurorack. Und unterwegs werden die beiden mit den Knöpfen gegeneinander geklappt. So entsteht kein Schaden und man kann alles gut transportieren. Und dennoch ist genug Platz zwischen den Geräten als Schutz und für eventuelle Patchkabel. Besser als Tetrapack, irgendwie clever.

Infos

Die Produktwebsite von Arturia zeigt einige Beispiele.

Video

Moog plant hybrid-Synthesizer?

Moog Synthesizer NAMM 2018 JUCE Teaser

Spekulation, andererseits aber auch nicht:  Die beiden Moog-Mitarbeiter Geert Bevin und Amos Gaynes bestätigten in einem Vortrag, dass sie seit Jahren an etwas arbeiten würden. Nun gilt es, das herauszufinden.

How to Use Juce, not Juice! Juce ist eine Entwicklungsumgebung für die gängigen Plattformen, Windows, macOS und Linux. Der Vorteil an einem solchen Framework ist, dass eine Menge Dinge bereits eingebaut sind und man so schnell Zugriff auf verschiedene, relevante Funktionen hat. Der Vortrag der Moog-Mitarbeiter handelt von der Darstellung mit diesem Tool – eher etwas für Geeks.

Aber: Es geht konkret um ein Gerät, das eingebettetes Linux verwendet und ein Display hat. Sie dürften nicht darüber reden, aber schon bei etwa 1:00 spricht Geert Bevin davon. Außerdem wird auch macOS erwähnt. Es gibt dieses neue Moog-Gerät bzw. Software also schon. Zuletzt gabe es den Animoog, ein Wavetable-Synthesizer auf dem iPad. Der ist auch die Basis des Theremini, einem Theremin von Moog mit etwas anderer Klangerzeugung als die klassischen Theremins mit der „singende Säge“.

Was nahe liegt, ist die Kombination eines „echten“ und damit analogen Moog Filters und natürlich Mehrstimmigkeit. Vermutlich wird man bei Moog eher konservativ sein und 6-8 Stimmen oder mehr einplanen. Sollte das Gerät sogar komplett digital bleiben, würde das Aufwand sparen, da die Wandlung wegfällt. Allerdings ist diese heute weder teuer noch aufwendig zu realisieren. Es gibt analoge Synthesizer, die nur wegen eines Effektes oder einer kleinen Sektion Wandler verbaut haben. Bei Hybriden ist das generell notwendig.

Die NAMM steht fast schon vor der Tür und es wäre fast komisch, wenn es da keinen neuen Moog gäbe. Nach der Moog-Ikone Minimoog baut man keinen Sub 49 oder 61. Viele erwarten einen Polymoog in neuem Gewand. Denkbar. Wirklich neu wäre allerdings ein Analoger mit digitalen Elemtenten. Und hier beginnt die Spekulation, denn klare Worte gab es nicht.

Wie üblich erwarte ich etwas eher luxuriöses und hochwertiges, wofür „ein Moog“ seinen Namen trägt. Wohl kein Sampler, denn es sind LFO und Oszillator in JUCE zu sehen. Dort könnte man auch reihenweise digitale Spektren ablegen, Wavetable-Verfahren.

Ein würdiges Gegenstück zu Animoog mit seinen 8 Wavetables mit Moog Tiefpass-Filter und vielleicht High-Pass und einigen Stimmen ist aktuell das wahrscheinlichste Szenario, was denkst du?