Lineal-Musik-Maschine Vtol – RBS20

Vtol Ruler Maschine RBS20Vtol Ruler Maschine RBS20

Vtol ist bekannt für kreative und mechanische Musikmaschinen, die eher abwegige Ansätze zulässt und sich auch nicht scheut, Aufwand zu betreiben.

Lineale Klangerzeugung

Jeder kennt das – mit dem Lineal kann man Sounds machen. Man muss es nur auf den Tisch legen und ein bisschen hervor stehen lassen und kann es dann anschlagen. Es flattert hin und her und erzeugt ein lustiges „Sploingkk“-Geräusch. Das kann man durch die Länge des beweglichen Teils des Lineals, was über den Tisch herausragt steuern. Die Schwingfrequenz wird entsprechend tiefer und langsamer und kann damit tonal gespielt werden.

Vtol: Eine Frage des richtigen Sploinks

Das kann man doch aber auch gezielt machen, dachte sich Vtol und hat eine kleine Sensortastatur gebaut, die von einem kleinen Rechner abgegriffen wird. Der gibt die Längen des Lineals in Form von Bewegung an einen Elektromotor weiter und positioniert das Lineal entsprechend.

A Machine to Ruler them All

Technisch steckt hinter dem OLED-Display ein Arduino, also ein kleiner Minirechner, der eigentlich 2 Motoren steuert. Einer zum „anschlagen“ und ein weiterer um das Lineal zu verschieben. Das alles in der gewohnten metallischen und sehr sehenswerten Arbeit. Alle Vtol-Werke sind sehr ansehnlich und so gebaut als wären sie faktisch serienreif zu kaufen. Sie sind aber Einzelstücke. Wir ziehen unseren nichtvorhandenen Hut! Der Klang wird übrigens per Piezo Abnehmern aufgenommen und kann damit auch in ein elektronisches Set integriert und leicht aufgenommen werden. Mehr Bilder und die genaue Erklärung findest du hier. Dort sind auch aktuell 120 vergleichbare und aufwendig gebaute Instrumente zu finden. Manche sind auch noch aufwendiger.

Weitere Information

Wir haben schon über einige Vtol-Entwicklungen berichtet, jedoch kann man die Reihe am besten beobachten, indem man hin und wieder bei Vtols Vimeo-Kanal vorbei schaut. Außerdem gibt es eine Website, wo man unter „Works“ viele tolle Maschinen finden kann, die jeweils Erklärungen bereit stellen und man kann sie in Aktion hören. Vtol macht auch Circuit Bending und Sounds.

Video

"

VTol – Drop – Radioaktivität steuert Wassertropen steuert Synth

Vtol DropVtol Drop

Vtol ist ein russischer Künstler, der in gewissen Abständen unterschiedliche „Geräte“ baut, die Klänge liefern und auch ein bisschen mechanisch sind. Drop arbeitet mit Wassertropfen und Geigerzähler!

Der Geigerzähler löst einen Tropfen aus und der Axoloti (der auf einem A4 ARM Chip basiert) generiert den Sound, wenn der Tropfen Wellen und Bewegung auslöst. Es gibt also zwei Umwelteinflüsse, die Häufigkeit und Klang beeinflussen, indem die (optischen) Sensoren die Wasserbewegung unten in dem kleinen Behälter registrieren. Der Sound mutiert und verändert sich dabei und bei wenig Strahlung ist das Gerät natürlich auch stiller.

Die Sounds reichen von freundlichen einfachen Pling-Sounds bis zu verzerrten Glitch-Elementen, was die Installation abwechslungsreich und interessant klingen lässt. In normaler Umgebung ist sie auch eher ambient. Wo es mehr Radioaktivität gibt, wird es radikaler klingen und nicht so „kontemplativ“.

Weitere Information

Das Gerät basiert auf einem Arduino, der die Sensoren steuert und die Erklärung dazu findet man sogar öffentlich. Wir haben schonmal über vtol berichtet. Sogar mehrmals. Es lohnt sich, immer mal vorbei zu schauen.

Video

Hier noch eine weitere interessante Installation von „vtol“, die auf Druck basiert. Es lohnt sich, die Beschreibung zum Video zu lesen.Allerdings wird im Video auch per Grafik informiert, wie das Gerät funktioniert.

VTol Modulator – Interessantes Objekt mit Sound und Bewegung

Der Vtol Modulator – das klingt doch schon nach etwas. Es ist allerdings nichts, was man kaufen kann, sehr wohl aber theoretisch etwas in der Art zu bauen, das ginge.

Das Gerät ist eine Konstruktion, die an eine Uhr erinnert oder eine Planetenbahnsimulation sein könnte. Es dreht sich und innerhalb dessen drehen sich einige Elemente. Es gibt Enden, die wie Sensoren aussehen. Dazu gibt das Gerät Klänge ab.

VTol Modulator – ein Künstler sieht Musik

Was hier aber gemeint ist, ist eine Sicht eines bildenden russischen Künstlers, wie er Musik sieht und Modulationen in der Musik. Frequenzmodulation als Syntheseform ist auch Teil dessen, weshalb es hier nicht um Logik, sondern eine kreative Verarbeitung geht.

Das Teil ist technisch mit 3 Hall-Sensoren ausgerüstet, 5 Motoren zur Bewegung der Streben. Es gibt eine selbstgebaute Elektronik und den Axoloti. Der ist eine Art kleines Modulsystem, das kostenlos im Umlauf ist und auf Linux läuft. Die Software hingegen läuft auf einem ARM-Prozessor, der etwa der Leistung eines iPhone 4 entspricht. Genau genommen ist nur der Editor extern und erinnerte damals an den Clavia Nord Modular und seinen Nachfolger, den G2.

Ästhetisch ist das definitiv etwas zum Hinsehen. Es sieht eher aus wie eine exakte Maschine, um 3D-Drucke herzustellen oder ein Roboter. Es gibt ein paar Worte dazu auf der Site von Vtol, der für diese Art Arbeiten bekannt ist.

Infos

  • Weitere interessante Projekte gibt es hier zu sehen und zu bestaunen.

Video

Kann man mit Apples iPhone X Musik oder sogar mehr machen?

Apple iPhone X

Apple hat gestern drei neue iPhones bekannt gegeben, darunter das iPhone X. Das Besondere ist nicht nur der neue schnellere A11 Bionic Chip, sondern etwas, was vielleicht später eine kreative Quelle werden könne.

Gemeint ist die Phalanx von Kameras und Sensoren des neuen iPhone X. Das iPhone 8 und 8+ sind weitgehend vom gleichen Potential wie bisherige iPhones. Sie sind schneller und die Ergebnisse für die Kameras können schneller berechnet werden und damit Rauschen verhindern. So auch beim iPhone X, aber was hat das nun mit Musik zu tun?

Apple iPhone X und die Musik

Eigentlich könnte diese neue FaceID-Sensorensammlung tun, was bisher Kinect tat, nämlich Gesten, Handstellungen und vieles mehr erkennen. Mit diesem Instrumentarium habe ich schon ganze Kunstausstellungen gefüllt gesehen, in denen 3D-Objekte auf Pappe projiziert werden und aussehen wie lebende Organismen, die die eigenen Tanzbewegungen in Muster umsetzen können. So könnte man selbstverständlich auch Musik erzeugen.

Die Möglichkeiten könnten Bewegungen eines Drummers oder Musikers umsetzen und damit Instrumente und Sounds einstarten helfen oder eine Art Theremin erschaffen, welches nicht nur auf die Entfernungen der Hände zu zwei Antennen berücksichtigen, sondern auch deren Stellungen.

Zauberwort Bewegungserkennung

Wieso sollte so etwas nicht eine Reihe Sampleloops auslösen können? Oder Audio in der Luft “aufnehmen“. Dies alles kann ein iPhone heute locker bewältigen, da schon der Vorgänger-Prozessor mit 6 Kernen in etwa die Kraft eines aktuellen 13” Macbooks hat. Dass diese Anwendungen auch VJs und Visual-Artists helfen könnte oder neuartige Controller aufbauen lassen könnten, liegt vermutlich auf der Hand. Denn das iPhone X besitzt einen Infrarot-Sensor, der auf Wärme reagiert – das liegt in der Natur der Sache.

iPhone X – alles in einem

Und wer Anwendungen von Kinect kennt, kennt vielleicht auch Instrumente wie das Space Palette von Tim Thompson. Das besteht aus einem selbstgebauten Rahmen und in einer Ecke des Raumes steht ein Kinect mit Rechner – so etwas kann das iPhone X heute allein vollbringen und könnte so aussehen. Wichtig dabei ist, dass das iPhone sowohl Klangerzeuger, Controller als auch Gesteneingabemaschine in einem wäre und verdammt portabel. Wesentlich weniger Aufwand ist nötig, als Kinect und Rechner aufstellen zu müssen. Man müsste bestenfalls einen Ständer haben, um die Kameras so auszurichten, dass sie auf den Performer zeigen. Und dann noch das nötige Kleingeld …

Das iPhone X auf den ersten Blick