VCO und LFO: Fraktale Geräusche aus Sonic Potions Malaclypse

Sonic Potions Malaclypse

Kalisti, liebe Dicordianer! Sonic Potions startet nun die Modulreihe, die man nicht mehr selbst löten muss. Es geht um Fraktale Geräusche die als LFO und Oszillator verwendet werden können. Die Algorithmen dazu stammen aus der Grafik-Programmierung.

Malaclypse

Sonic Potions ist der Kopf hinter der sehr innovativen Drummachine LXR, die sehr viele Funktionen im Bereich Substeps und Auflösung anbieten kann, die andere noch nicht haben. Es gab nur immer einen Haken bei der LXR und den Modulen: Es gab sie nur als Bausatz. Das hat endlich ein Ende und normale Leute können in gut einem Monat das erste Serien-Modul erhalten.

Malaclypse heißt das Modul und ist ein Oszillator und LFO, denn die Frequenz lässt sich sehr weitreichend einstellen und vorjustieren. Die Klänge bestehen eigentlich aus Noises, die aus der Grafik stammen. Das klingt auf jeden Fall unverbrauch und reicht von „rauschhafter“ bis tonaler Struktur. Die Basis bilden fünf Schwingungsformen, die über Similarity und drei weitere Parameter verändert werden können. Eine wahre Fundgrube an Sounds, die sich nur schwer als Text beschreiben lässt. Alles ist per CV steuerbar, intern wird eine Clock generiert, die intern arbeitet, aber auch das Modul als Slave laufen lassen kann.

Wer Module wie Wogglebug, Math und Co. mochte, wird hier noch musikalischere Angebote vorfinden.

Sonic Potions wirbt damit, dass das Modul noch vor BER, dem Flughafen, fertig werden soll. Genauer gesagt in einem Monat. Preislich soll es sich in der Region um 300 Euro bewegen. Weitere Module sollen folgen – etwa ein Touch-Sensor-Feld zur Fernsteuerung von Buchla Easel. Oder ein Modul mit acht Touchpads. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Analogsynth mit Sequencer für 199 Euro (!) – IK Multimedia UNO

IK Multimedia Uno

Klein und günstig aber dennoch komplett analog ist der Synthesizer-Erstling „Uno“ aus Italien. Ja, er wird komplett dort hergestellt und soll im Juli bereits im Laden sein. 

199€ ist eine echte Hausnummer und definiert neu was man für so wenig Geld bekommen kann. Es beginnt also, die absolute Verfügbarkeit für alle zu Taschengeld-Preisen. Der Uno hat zwei analoge Oszillatoren mit den drei klassischen Wellenformen Sägezahn, Dreieck und Puls (inkl. Rechteck) und auch Pulsbreitenmodulation beherrscht das Gerät. Dazu gibt es einen LFO, zwei ADSR-Hüllkurven und ein 12 dB / Oktave – Multimodefilter, was Tief-, Hoch- und Bandpass liefert.

IK Multimedia UNO Synthesizer Slant
IK Multimedia UNO Synthesizer Top
IK Multimedia UNO Synthesizer Rear
IK Multimedia UNO Synthesizer Side

Der Sequencer hat mindestens 16 Steps und hat die Anmutung einer MC202 mit einer Abbildung zweier Oktaven. Dazu ist ein Arpeggiator an Bord und ein Delay ist offenbar auch noch mit integriert. Diese Menge entspricht in etwa der Leistung der Roland Boutique Serie, nur ist dieser hier noch günstiger zu haben. Ob es Sequenzen mit mehr als 16 Steps gibt ist nicht bekannt, dennoch ist der Preis regelrecht sensationell und erinnert eher an eine Art Luxus-Volca gekreuzt mit dem Roland MC202, der in etwa einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet.

Der Uno hat noch einen Rauschgenerator und die meisten Parameter werden über ein Matrixfeld angewählt und mit vier Potis entsprechend eingestellt. Das Prinzip kennt man schon von anderen kleinen Synthesizern und stellt keine große Hürde dar.

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10 Ways To Use An LFO In Modular Synthesis

Here’s a look at 10 Ways To Use An LFO in modular synthesis:… Read More 10 Ways To Use An LFO In Modular Synthesis

Aemit – Ein besonderes Modular-System Post-Buchla

Aemit Modular System

Guy Drieghe ist ein kreativer Geist, der schon so etwas wie ein Urgestein der Synthesizer-Szene ist. Immer wieder gibt es interessante Hardware. Nun auch auch komplettes Modulsystem namens Aemit. Den Anfang machen ein EVC Filter, der wie ein Oberheim SEM auf Steroiden daher kommt und ein Variphase, ein Super-VCO/LFO.

Guy Drieghe?

Bekannt wurde er durch eine Art Zusatzkarte für Buchla. Aber schauen wir mal genauer bei Aemit. Es gibt inzwischen schon eine Reihe von Modulen und ein Gesamtkonzept für ein vollständiges System. Wie immer geht es hier um Details, sinnvolle und akkurate Steuerung und natürlich auch den Klang selbst.

Den Namen Guy Drieghe habe ich zum ersten Mal auf einem Cover von The Klinik gelesen, wer viel über die Belgische Elektro-Szene wissen will, sollte und kann ihn befragen.

Aemit Module

Aemit Module

Schaut man sich die Module an, findet man aufgeräumte und gut beschriftetes Design. Das EVC Filter ist von 6 bis 24 dB / Oktave fließend einstellbar und bringt Tief-, Hoch- und Bandpass getrennt regelbar sowie steuerbare Resonanz mit. Die Schaltung ist ein bisschen wie die des Oberheim SEM, jedoch massiv erweitert, weshalb sie auch bis 24 und nicht nur bis 12 dB / Oktave reicht. Die Steuerung kann auch oktavrein sein, deshalb findet man auch einen V/Oct-Eingang neben den beiden FM-Eingängen.

Ein anderes interessantes Modul ist Variphase, eine Art Super-VCO/LFO mit sehr genau einstellbarer Phasenlage, Modulation und Wahl von 7 Schwingungsformen. Deren Steuerung enthält AM, PM, lineare FM und natürlich V/Okt, damit ist das Modul absolut FM-tauglich und noch mehr PM-tauglich denn die Phasenlage ist komplett und genau steuerbar und hat mehrere Ausgänge für verschiedene Phasenlagen.

Wer gern sehr weit denkt und über das was analoge Synthesizer so können hinaus gehen möchte, wird mit dem Aemit sicher einen guten Weg an der Westküste finden. Post-Buchla!

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Frequency Central Intros 5U Wave Runner Multi-Waveform LFO

Frequency Central has introduced the Wave Runner, a 5U a multi-waveform sync-able LFO. … Read More Frequency Central Intros 5U Wave Runner Multi-Waveform LFO

TINRS launches Wobbler advanced LFO Eurorack module

TINRS WobblerThis Is Not Rocket Science has launched Wobbler, an advanced LFO module designed to go on stage as well as being a staple in the studio. Wobbler is a modulation source that adds controlled chaos to your sound. Our Wobbler has five shapes, two of which are based on physical modelling. Wobbler also gives you […]

Hybrid Synthesizer Hansy 1010 – hackbar!

0101 Hansy Synthesizer DIY

Immer mal wieder tauchen interessante Projekte auf, die aber klar nur Selbstbau sind oder sie werden als voll aufgebautes Gerät angeboten, sind dann aber geschlossen und geheim. Hansy, kurz für Hybrid Analog Numeric Synth, stammt aus Frankreich und wird in beiden Varianten angeboten. Der Kopf hinter dem Projekt ist Gilles Lacaud aus Grenoble.

Das Konzept ist Open Source und somit offen und für jeden frei zugänglich. Damit sind dem künftigen Erbauer des Atmel-basierten Synthesizers sämtliche Hackversuche nicht nur streng erlaubt, man kann sich auch selbst versuchen, in den Bau von Synthesizern einzuarbeiten und selbst etwas ändern oder beitragen. Durch das verbaute OLED-Display erinnert Hansy mich an Korgs Minilogue, der auch die Schwingungsformen wie in einem Oszilloskop darin anzeigt. Letztere werden digital erzeugt und sind dadurch ziemlich vielfältig generierbar.

Hybrid im Namen deutet auf die digitalen und analogen Elemente hin: Zwei Oszillatoren, ein Filter und zwei LFOs sind an Bord. Dazu kommen drei ADSR-Hüllkuren und ein Arpeggiator. Gesteuert wird der Synthesizer komplett über drei MIDI-Buchsen.

Insgesamt kann Hansy duophon gespielt werden, also beide Oszillatoren getrennt. Fans des ARP Odyssey oder dem neueren Moog Sub 37 sollten hier mal einen Blick drauf werfen. Im Inneren arbeitet ein Atmel-Prozessor, wie sie auch Soulsby für ihre Geräte und Module verwendet, z. B. beim Oscitron.

Wer mal reinhören möchte, kann jetzt unten das Video starten. Wer noch mehr braucht, kann sich eine ganze Reihe von Demos und Songs mit Hansy auf YouTube ansehen.

Detaillierte Infos für potenzielle Hacker, wie die genaue Funktionsweise, den Source Code und Anleitungen findet ihr auf der Projektseite.

Update 05.12.2o17

Es gibt nun auch eine Kickstarter Aktion dazu.

  • Duophonisch, hybrid
  • 256 Speicherplätze
  • Digital Oszillatoren / Analog Filter 4-Pol
  • Waves: Sinus/Tri/Saw/Square/PWM/Random,  TriSquare/SawSquare/Pro2/MKS…
  • über 4300 Wavetables
  • Rauschgenerator
  • Phase Distortion
  • 1 Sub Osc pro Osc mit Sinus/Tri/Saw/Square/Pulse1/Pulse2/Pulse3 –  Mit Oktavlage -2 / -1 / 0 Octave or 5Th Up or 5Th Down
  •  OSC & SubOsc verknüfbar via ADD/MULTIPLY/XOR/INTERLACE
  • Wave Morphing / Wave Shaping (2 Parameter per OSC)
  • 3 LFO
  • LFO Waveform : Sine/Tri/Saw/Inv/Random/Lag
  • LFO Sync: Free/Key/delay
  • 4 ADSR
  • Matrix EG
  • Glide
  • Extern. Analog audio Eingang Midi In & Out mit Soft-Thru
  • Sequencer and Arpeggiator ( 1 Sequence or Arp per Sound), 24 Step 6 Parameter pro step Transpose/Velocity/Cut-off/Gate/Glide/Noise, Swing
  • Sequencer / Arp senden Midi
  • Midi Sync In & Out
  • 2x Aftertouch an 20 Ziele zuweisbar
  • Sound and Library manager software on PC
  • Firmware can be updated easily via USB by dragging and dropping the firmware into the mass storage.

 

Moog plant hybrid-Synthesizer?

Moog Synthesizer NAMM 2018 JUCE Teaser

Spekulation, andererseits aber auch nicht:  Die beiden Moog-Mitarbeiter Geert Bevin und Amos Gaynes bestätigten in einem Vortrag, dass sie seit Jahren an etwas arbeiten würden. Nun gilt es, das herauszufinden.

How to Use Juce, not Juice! Juce ist eine Entwicklungsumgebung für die gängigen Plattformen, Windows, macOS und Linux. Der Vorteil an einem solchen Framework ist, dass eine Menge Dinge bereits eingebaut sind und man so schnell Zugriff auf verschiedene, relevante Funktionen hat. Der Vortrag der Moog-Mitarbeiter handelt von der Darstellung mit diesem Tool – eher etwas für Geeks.

Aber: Es geht konkret um ein Gerät, das eingebettetes Linux verwendet und ein Display hat. Sie dürften nicht darüber reden, aber schon bei etwa 1:00 spricht Geert Bevin davon. Außerdem wird auch macOS erwähnt. Es gibt dieses neue Moog-Gerät bzw. Software also schon. Zuletzt gabe es den Animoog, ein Wavetable-Synthesizer auf dem iPad. Der ist auch die Basis des Theremini, einem Theremin von Moog mit etwas anderer Klangerzeugung als die klassischen Theremins mit der „singende Säge“.

Was nahe liegt, ist die Kombination eines „echten“ und damit analogen Moog Filters und natürlich Mehrstimmigkeit. Vermutlich wird man bei Moog eher konservativ sein und 6-8 Stimmen oder mehr einplanen. Sollte das Gerät sogar komplett digital bleiben, würde das Aufwand sparen, da die Wandlung wegfällt. Allerdings ist diese heute weder teuer noch aufwendig zu realisieren. Es gibt analoge Synthesizer, die nur wegen eines Effektes oder einer kleinen Sektion Wandler verbaut haben. Bei Hybriden ist das generell notwendig.

Die NAMM steht fast schon vor der Tür und es wäre fast komisch, wenn es da keinen neuen Moog gäbe. Nach der Moog-Ikone Minimoog baut man keinen Sub 49 oder 61. Viele erwarten einen Polymoog in neuem Gewand. Denkbar. Wirklich neu wäre allerdings ein Analoger mit digitalen Elemtenten. Und hier beginnt die Spekulation, denn klare Worte gab es nicht.

Wie üblich erwarte ich etwas eher luxuriöses und hochwertiges, wofür „ein Moog“ seinen Namen trägt. Wohl kein Sampler, denn es sind LFO und Oszillator in JUCE zu sehen. Dort könnte man auch reihenweise digitale Spektren ablegen, Wavetable-Verfahren.

Ein würdiges Gegenstück zu Animoog mit seinen 8 Wavetables mit Moog Tiefpass-Filter und vielleicht High-Pass und einigen Stimmen ist aktuell das wahrscheinlichste Szenario, was denkst du?

4ms Pingable Envelope Generator für Softube Modular. Schnelle und spezielle Hüllkurven!

4ms PEG für Softube Modular

Der Softube Modular wächst. Zunehmend kommen immer wieder hochwertige Module aus der Eurorack-Welt hinzu. Die letzte namhafte Neuerung war der Buchla 259e Oszillator. Dieses Mal ist es 4ms spezieller PEG, ein doppeltes Hüllkurven-Modul.

PEG heißt ausgeschrieben Pingable Envelope Generator. Der Name kommt daher, da man diese sehr einfache Hüllkurve quasi per Trigger anschubsen kann. Die Antriggereinheit ist bereits so konzipiert, dass man die Hüllkurve mehrfach anschieben kann mit nur einem Triggersignal. So suggeriert auch dieses „Dubstep Wobble“ Video.

4ms Pingable Envelope Generator

Die Hüllkurve selbst ist steigend oder fallend oder zu gleichen Teilen steigend und fallend angelegt. Sie ist daher also „nur“ ein Decay oder Attack oder beides und kann schnell in einen LFO verwandelt werden, da diese Form sich dazu hervorragend eignet.

Die „Symmetrie“ ist nämlich frei und stufenlos wählbar und lässt sich in ihrem Verlauf verformen. Dazu dient der Curve-Knopf, der beispielsweise ein sehr, sehr schnelles Abfallen oder auch das Gegenteil bewirken kann, um sehr schnelle kurze Pulse oder Snares zu erzeugen oder eben auch gemächlichere Wobble-Sounds. Davon gibt es genau zwei Stück in dem Modul.

Über „Cycle“ kann die Hüllkurve als LFO dienen. Das PEG hat jeweils für Quantize und Asynchronität (!!) eine Buchse. Damit kann man faktisch bewusste Abstände zwischen den beiden Generatoren aufbauen und steuern.

Kurvenform und ob dies einen Attack- oder Decay-Charakter haben soll, ist modulierbar per CV. Ebenso kann man für die Steuerung des jeweils anderen (oder irgendeines Sequencers oder anderer Hüllkurven) die „Ende erreicht“-Signale abgreifen und so beispielsweise die beiden abwechselnd anlaufen lassen wie in einem Ping-Pong-Spiel. Dadurch wird die Hüllkurve komplexer und hat dann zwei Zeitphasen.

Das PEG kostet $23 und kann für 20 Tage getestet werden, ohne zu bezahlen.

Infos

  • Für mehr zu genau diesem Modul und der Bestellung geht hier.

Video

Odessa: MIDI Sequencers and Control Plugins for iOS by Bram Bos

Bram Bos Odessa Sequencer SuiteBram Bos has released Odessa, an iOS plugin suite for sequencing and controlling MIDI instruments. Odessa is a collection of MIDI Audio Unit plugins that let you sequence and generate MIDI instruments, such as Audio Unit plugins, IAA apps and even your external MIDI hardware. Note: MIDI Audio Units require iOS 11 and an AU […]