STG Soundlabs – 3 neue Dinge – Eurorack Modular Radiophonic mit komplexer Hüllkurve und EMS-Filter

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STG Soundlabs zeigten auf der NAMM 3 Dinge mit und um und für das Eurorack-System. Bekannt sind sie für die leicht buchlaesque Optik und die Fader-Hüllkurve.

Radiophonic Workshop

Nur Radiophonic 1 – so heißt das Basis-System von STG Soundlabs. Es enthält für Briten hohe Erwartungen, da die BBC lange den Radiophonic Workshop gesendet hatte, wo es um Synthesizer und Klang geht. Für uns ist es eine Zusammenstellung aus VCO, VCA, einer komplexen Hüllkurve und dem „Sea Devils“ Filter, dem dem berühmten EMS Synthi A / VCS3 entstammen soll und damit natürlich attraktiv ist. Der korrekte Name des VCO und VCA wird übrigens von einem Punkt angeführt: .VCO und .VCA heißen sie. Ein Mixer mit Namen .Mix entspricht weitgehend dem Moog CP3. Dazu gibt es noch den Wave Slicer, der zwei Schwingungsformen über eine weitere verändert wird – kurz gesagt – Waveshaping. Das letzte Modul ist .BAM und ist einfach nur ein Verteiler mit Verstärkung (Puffer). Lieferbar soll es im Sommer sein.

Komplexe Hüllkurve

Der Hüllkurvengenerator hat6 Fader mit den Zeiten T1-T4 und zwei Werten namens E und Curve, also der Art wie von Segment zu Segment verlaufen soll kann hier eingestellt werden. Ansonsten gibt es dort noch einige Taster für Geschwindigkeit und Art und Weise wie was wirken soll sowie Loop-Möglichkeit. Das ist dem Namen Komplex-Envelope wert.

Der .VCO

Im Radiophonic System gibt es den .VCO, er brilliert mit einem Halbton-Schritt-Tuning-Knopf und hat drei Schwingungsformen zu bieten.

Boatrocker

Als Case einzeln oder als Basis zum Radiophonic 1 System gibt es diesen 60HP breite Rahmen. Er hat die gleiche Breite wie der Moog Mother und ist damit kompakter. Damit ist auch die Breite des obigen Systems bekannt. Es gibt 10 Stecker für die Stromversorgung.

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…gibt es auf der STG Website.

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Behringer Crave Semimodular Synth – Prophet Oszillator, Moog Filter für 149€

Behringer CraveBehringer Crave

Unfassbar günstig, in metallenem Case und mit jeweils einem Oszillator, Filter bekannter Hersteller und einer Art kleinem Sequencer, so kommt „die 303“ wohl doch, nur ganz anders.

Crave ist keine 303, sondern ein patchbarer Synthesizer mit je einem Oszillator aus dem Prophet 5 mit 3340 – das ist ein Hinweis auf den Curtis-Chip der sich dahinter verbirgt. Das Filter ist ein klassisches Moog Tiefpassfilter und dazu ein LFO und ADS Hüllkurve. Mit an Bord ist auch ein Sequencer mit einer kleinen Tastatur, um die Töne eingeben zu können, was dann wirklich ein wenig an eine 303 oder an den Mother 32 von Moog erinnert. Aber eigentlich ist es das nicht. Klanglich doch ziemlich anders und erwachsen hat das Gerät noch MIDI In und -Thru und USB. Dadurch passt es in eine aktuelle Studioumgebung.

Extrem niedriger Preis

Der Sound klingt ziemlich solide und der wirklich krasse Überraschungsfaktor ist, dass dies ein recht vielseitiger Synthesizer für 149€ ist, also dem Preis eines Korg Volcas. So etwas bauen zu können dürfte für die meisten Kleinunternehmen nicht möglich sein, nicht für diesen Preis. Der Oszillator bietet zwei Schwingungsformen und der Aufwand ist wegen der Modularisierung schon recht hoch. Nein, das ist untertrieben, das ist sehr sehr viel für dieses Taschengeld. Der Neutron war schon günstig, aber der Crave sprengt das noch einmal. Der Name dürfte indirekt an Rave erinnern wollen und der Synth ist natürlich vollständig analog aufgebaut, denn Behringer hat ja die Produktion von CEM-Chips unter Kontrolle.

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Behringer schickte dies über ein Video an uns hinaus, es wird aber sicher etwas auf der Website geben, sehr bald.

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The Power of Umhängekeyboard: Korg RK100S gegen Yamaha Sonogenic und Roland AX Edge

Korg RK100SPKorg RK100SP

Keytar heißen sie eigentlich und seit es Modern Talking gibt, wagten nur wenige etwas damit zu machen. Das hat auch Gründe, denn die Performance damit kann sein wie die von Howard Jones mit umgehängtem Prodigy – irgendwie cool, aber auch wie die Performance die uns aus dem fernen Amerika erreichte. Dafür kann so ein Gerät nichts.

Jetzt, wo keiner mehr „Modern Talking“ kennt und die Welt anders ist und es auch eine Menge Performer gab, die Keytars souverän verwenden (Human League, Imogen Heap, Wir sind Helden etc.) – wo sind die neuen Musiker, die das auch einfach nutzen. Wir wären auch in dem Bereich sehr interessiert, wie du denkst – ist die Keytar seltsam, lächerlich oder cool oder einfach „nichts von allem“ – würdest du selbst eine einsetzen?

Korg und die anderen

Der Anlass für diesen Artikel sind neue Modelle des RK100S. Korg hat das bekannte RK100 der Achtziger in neuem aber ähnlichen Look auf der NAMM gezeigt. Ebenso gibt es ein Gegenmodell von Yamaha namens Sonogenic SHS-500 und hat dazu auch ein „klamaukiges“ Video zu bieten. Bei Roland wurde die AX Synth Serie leicht erweitert – schwarz und mit andersartigem Design und mehr Darth Vader als Korg und Yamaha das tun trauen sie sich auch. Außerdem ist Rolands Angebot mit Klangerzeugung, es gibt schon länger die AX-Serie bzw. AX-Synth-Serie, die mit vollständigem Synthesizer ausgestattet ist. Das Korg RK hat ein Gibbon im Griff, beim Yamaha sind es eher einfache Handräder. USB haben sie alle – aber die Ausstattung und Ausführung ist ausreichend verschieden, sodass man zu verschiedenen Schlüssen kommen muss. Total günstig kann man alle drei nicht nennen. Details sind Dinge wie Displays, die aus der Perspektive des Spielers zu lesen ist und die Art und Weise, wie die Spielhilfen angeordnet sind. Bei Korg ist das eher klassisch, bei Yamaha fast schon gewöhnlich und bei Roland etwas abgespeckt zum größeren AX-Synth und somit eher bei der Ausstattung des Korg. Auch unterschiedlich gelöst ist MIDI und Batterien für den Betrieb. Es mangelt nicht an Angeboten, es gibt auch noch Alesis und andere Hersteller, die etwas ähnliches anbieten. Was hältst du von solchen Remote-Keyboards oder Keytars?

Preise

Das Yamaha wird $499 kosten – wurde aber schon für 298€ gesichtet, bei Korg ist der Preis noch nicht bekannt, bei Roland ist das AX Edge in zwei Farben für 924€ zu haben.

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Aktuell hat Korg das noch nicht online. Yamaha hingegen schon. Bei Roland gibt es natürlich auch etwas, da es das Gerät schon einige Zeit gibt.

Video

Achtung, dies ist der RK100S Vorgänger zu den Remote-Prototypen von der NAMM..

Den Modular in Stimmung bringen mit jedem und allem ist kinderleicht mit Intelljel Scales

Intellijel ScalesIntellijel Scales

Das Problem ist einfach, man spielt mit anderen zusammen und da einigt man sich auf eine Tonart und vielleicht auch auf eine bestimmte Frequenz für den Kammerton A – sobald akustische Spiele dabei sind ist das ein Thema und du hast keinen Bock auf Panik. 

Die Firma Intellijel hat dafür ein neues Modul zu bieten, nämlich Scales. Technisch gesehen handelt es sich um einen Quantizer für Tonhöhen, der diverse klassische Stimmungen kennt. Die dazu passende Tonleiter kann man sich dann mit den „Klaviatur-Tasten“ zusammenstellen. Per Trigger lässt sich der Quantizer auslösen und damit das System immer korrekt in Tune spielen.

Doppelt

Scale arbeitet grundlegend mit zwei Kanälen. Das Doppelmodul kann nicht nur bestehende Skalen abbilden wie phrygisch oder chromatisch sondern auch Mikrotuning-Skalen nachempfinden wie sie vor Bach und in anderen Ländern dieser Welt verwendet werden. Selbstverständlich sind auch eigene Kreationen erstellbar. Auf diese Weise würde nach einem LFO oder einer Hüllkurve ein kleiner Arpeggiator daraus, beziehungsweise eine Art „Tastendruck-Glissando“.

Anwendung

Aus jeder nicht all zu genauen Stimmung lässt sich mit dem Modul alles auf Reihe und in Form bringen, was nicht nur aber auch für die Bühne sehr hilfreich sein kann, denn nebenbei behebt es immerhin auch Drift und ähnliches beim Einstellen der Oszillatoren. Außerdem spielt man nicht neben dem befreundeten Gitarristen oder Saxophonisten.

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Scales kostet $290 und die entsprechende Information bekommt man auf deren Website.

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NAMM 2019: Arturia Microfreak – Digitalsynth mit analogem Filter für 299€

Arturia MicrofreakArturia Microfreak

Eher Buchla ist das Vorbild für diesen kleinen hybriden Synthesizer Microfreak – er hat ein neues Konzept aber dennoch erkennt man einiges wieder vom Microbrute. 

Digital

Der Oszillator hat einen Timbre-Regler, so wie man das von Buchla her kennt. Dort findet man eine Art Multi-Engine-Synthese-Oszillator mit verschiedenen auswählbaren „Methoden“ den man dort mehr als ein Wavetable „durchsweepen“ lassen kann – das Drumherum erinnert an den Microbrute, ist aber dennoch anders, denn man hat neben dem LFO, dem Arpeggiator und dem Sequencer auch eine neue Hüllkurve, die bei Bedarf auch loopbar ist. Damit kann man schnell Bewegungen herstellen und wild zwischen Hüllkurve und LFO hin und her schalten, was ein großer Vorteil ist, den nur wenige Hersteller wirklich erkannt haben, gerade für die Liveperformance lässt sich da schnell etwas basteln. Die Tastatur ist ein wenig wie die des Buchla Music Easel.

Analog

Die Anschlüsse sind Analog und es gibt USB – MIDI hingegen ist als Klinke ausgeführt für in und out. Das Filter ist das bekannte Steiner-Parker-Filter mit 12 dB / Oktave Flankensteilheit und dem bekannten Sound mit verschiedenen Filtertypen. Das Gerät ist also hybrid.

Matrix

Supergut ist die Integration einer Modulationsmatrix, die neben der Speichermöglichkeit für Sounds und sogar einem kleinen OLED-Display Platz gefunden hat. Modulieren kann man Tönhöhe, Filter und Lautstärke, Timbre und drei zuweisbare Ziele. Das klingt schonmal spannend und ebenfalls vielseitig. Die Hüllkurve ist übrigens nicht allein, für den VCA gibt es eine eigene ADSR-Hüllkurve dazu. Außerdem gibt es ein Touchfeld als Modulationsbereich. Das alles kostet 299€ und scheint sehr viel zu sein für’s Geld

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Bei Arturia glühen jetzt die Server – hier ist deren Website

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NAMM 2019: Moog Sirin – ein kleiner neue Minisynthesizer mit tollem Sound und analog.

Moog SirinMoog Sirin

Siri? Nein, Sirin – mit „n“ – So heißt ein neuer kleiner Moog für den Tisch – er ist irgendwo zwischen Werkstatt und Minitaur angesiedelt und es gibt sogar ein Demovideo dazu.

Bunt wie Grandmother aber klein, das ist Sirin. Moog hat es offenbar geschafft, zwei Oszillatoren unterzubringen und den Sound des Grandmother, der deutlich saftiger und breiter ist als der der Sub-Serie. Deshalb lohnte sich offenbar auch eine Variante für „Jeden“. Ein LFO mit offenbar fester Schwingungsform und Oszillatoren mit Sägezahn und Rechteck können durchaus schon gut klingen.

Filter, Hüllkurven und versteckte Funktionen

Das Filter ist ein klassisches Moogfilter, was natürlich ein 24 dB / Oktave – Tiefpass ist und mit einer ADR-Hüllkurve sowohl Filter als auf die Lautstärke steuert. Der Release-Faktor wird, wie üblich bei Moog, mittels Release-Schalter identisch mit den Decay-Einstellungen gleichgesetzt. Offenbar kann Sirin mittels Software befüttert werden. Der Editor ist kostenlos für registrierte (!) Nutzer und erlaubt 6 verschiedene Wellenformen für den LFO und 128 Sounds zu speichern und in den Sirin zu übertragen, außerdem kann man eine vollständige ADSR-Hüllkurve verwenden. Ob man theoretisch mit einer kleinen Box diese beiden Funktionen von außen zuführen kann ist nicht klar, vermutlich wäre es aber machbar. Das machen inzwischen viele Firmen so, zB. Arturia mit der kleinen Brute-Serie.

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Auf der Moog Website kann man ein Video und einen kleinen Informationstext finden. Preis und Verfügbarkeit wird in Kürze hier nachgetragen.

 

Make Noise kündigt Modul an – Britzelsounds aus Amerika

Make NoiseMake Noise

Britzelnde Sounds aus dem fernen Amerika dringen zu uns herüber. Die NAMM hat uns fest im Griff. Der Erfinder der 0-Coast-Module versucht stets kreative neue Ideen zu finden, wie man neben klassischer FM, Shaping und ähnlichem neue Wege zum Sound finden kann, der einen nicht langweilt.

Die Optik ist bekannt, es gibt auch ein paar Bilder von einigen Details, die jedoch nicht unbedingt ausreichen um genaueres zu sagen, deshalb ist dies der Platzhalter für das, was kommen wird. Einige werden uns erneut hassen, weil es nur die Ankündigung für etwas ist, was man nur grob irgendwo zwischen Ringmodulation und FM beschreiben kann und klar für Obertöne gemacht ist.

Wir geben also nur bekannt, dass etwas kommt und was der Hersteller normalerweise tut und was wir erwarten können – es kann ein neuer kleiner Synthesizer sein (wie der 0-Coast) oder aber neue Module, wie etwa diese hier. Spekulation ist jetzt noch sinnvoll bis zum 24.1.

Level? Coordinate-L (oder so etwas)? Und dazu eine Art Steckfeld, welches mehrere identische Buchsen aufweisen werden gezeigt, was könnte das sein?

Make Noise 2

Make Noise 2

 

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Selbst hören kann man das in dem Video auf Instagram

NAMM 2019: Korg Volca Drum – Machinedrum ähnliche digitale Percussion im Kleinformat

Korg Volca Drum Digital Percussion Synthesizer Close UpKorg Volca Drum Digital Percussion Synthesizer Close Up

Korg hat nicht nur den (bereits geleakte) neuen Volca Modular pünktlich vor der NAMM 2019 fertiggestellt, sondern auch noch das Volca Drum. Es spezialisiert sich auf die typisch „synthetischen“ Klänge von digitalen Drummachines, kann aber ein wenig mehr. Es erzeugt Sounds nicht analog oder via PCM-Samples, sondern berechnet via DSP – das gibt eine Latte an Möglichkeiten.

Eigentlich ist die Idee auch für Korg nicht neu, denn die Electribe R war genau das, eine digitale Drummachine, die aber die klassischen Drum-Modelle an Bord hat. Es gibt 6 Drumsounds, die allesamt synthetisch sind. Es erinnert an Elektrons Machinedrum, auch weil es sogar ein richtiges Display gibt, welches Wellenformen und mehr darstellt. Ein Drumsound besteht generell aus einem Rauschanteil und einem tonalen Part und die kann man hier entsprechend einstellen. Dafür gibt es drei Potis für den Klang selbst und weitere für Hüllkurven der jeweiligen Anteile der Sounds wie etwa der Snare.

Der 16-Step-Sequencer animiert die sechs Sounds und damit ist der Drum das Gegenstück zur Sample-Volca oder der Microtonic unter den Volcas. Auch vorher gab es ja eine analoge Drummachine bei den Volcas, den „Beats“, aber der ist eher wie ein klassischer Drumcomputer aufgebaut mit wenigen Einstellmöglichkeiten und erinnert eher an die MFB Drummachines, als diese noch sehr klein und blau waren. Die Erzeugung ist aber nicht nur mit Filter oder Oszillator in der einfachen Form vorhanden, es gibt durchaus auch noch Wavefolding für mehr Obertöne. Es sind schon ganze Drum-Modelle, so ähnlich wie Elektrons „Machines“. Wie auch immer man sie nennt, sie sind alle nicht neu, nur sind sie in einer Volca neu. Die Preise stehen nicht endgültig fest, man kann aber mit unter 199 Euro rechnen.

Korg Volca Drum

Korg Volca Drum Digital Percussion Synthesizer

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NAMM 2019: Korg Volca Drum – Machinedrum ähnliche digitale Percussion im Kleinformat

Korg Volca Drum Digital Percussion Synthesizer Close UpKorg Volca Drum Digital Percussion Synthesizer Close Up

Korg hat nicht nur den (bereits geleakte) neuen Volca Modular pünktlich vor der NAMM 2019 fertiggestellt, sondern auch noch das Volca Drum. Es spezialisiert sich auf die typisch „synthetischen“ Klänge von digitalen Drummachines, kann aber ein wenig mehr. Es erzeugt Sounds nicht analog oder via PCM-Samples, sondern berechnet via DSP – das gibt eine Latte an Möglichkeiten.

Eigentlich ist die Idee auch für Korg nicht neu, denn die Electribe R war genau das, eine digitale Drummachine, die aber die klassischen Drum-Modelle an Bord hat. Es gibt 6 Drumsounds, die allesamt synthetisch sind. Es erinnert an Elektrons Machinedrum, auch weil es sogar ein richtiges Display gibt, welches Wellenformen und mehr darstellt. Ein Drumsound besteht generell aus einem Rauschanteil und einem tonalen Part und die kann man hier entsprechend einstellen. Dafür gibt es drei Potis für den Klang selbst und weitere für Hüllkurven der jeweiligen Anteile der Sounds wie etwa der Snare.

Der 16-Step-Sequencer animiert die sechs Sounds und damit ist der Drum das Gegenstück zur Sample-Volca oder der Microtonic unter den Volcas. Auch vorher gab es ja eine analoge Drummachine bei den Volcas, den „Beats“, aber der ist eher wie ein klassischer Drumcomputer aufgebaut mit wenigen Einstellmöglichkeiten und erinnert eher an die MFB Drummachines, als diese noch sehr klein und blau waren. Die Erzeugung ist aber nicht nur mit Filter oder Oszillator in der einfachen Form vorhanden, es gibt durchaus auch noch Wavefolding für mehr Obertöne. Es sind schon ganze Drum-Modelle, so ähnlich wie Elektrons „Machines“. Wie auch immer man sie nennt, sie sind alle nicht neu, nur sind sie in einer Volca neu. Die Preise stehen nicht endgültig fest, man kann aber mit unter 199 Euro rechnen.

Korg Volca Drum

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NAMM 2019: Korg Volca Modular – semimodulare Wunderkiste?

Korg Volca Modular West Coast SynthesizerKorg Volca Modular West Coast Synthesizer

Wir wussten zwar schon durch den Leak vom Volca Modular, aber nun haben wir die Gewissheit: Er kommt zur NAMM 2019. Der Name ist allerdings etwas überschwänglich gewählt, denn er ist eigentlich nur semimodular. Wie es klingt, erfahrt ihr hier.

Korg Volca Modular

Eigentlich passiert beim Modular, was alle wünschen, alle lieben, aber niemand gewagt hat, dass Korg das ausgerechnet in das Volca-Format stecken würde. Sie haben es aber getan. Wir berichteten dazu auch bereits. Was für Make Noise 0-coast und für Buchla und Co. üblich, landet in minimaler Form auch im Volca und lässt sich mit kleinen Käbelchen patchen. Das Prinzip wurde klar vom Anyware Tinysizer übernommen, er war deutlich der, der dieses Prinzip erstmals verwendet hat. Er enthält sogar eine Art Woggle-Bug, einer erweiterten Mehrfach-Sample & Hold Einheit, die von Grant Richter (Wiard) in die Welt gebracht wurde.  Es gibt zwei Lowpass-Gates und somit haben wir es mit Westküsten-Denkweise zu tun. Der Oszillator ist mit Wavefolding/Waveshaping ausgestattet, um obertonreiche Klänge zu generieren, auch Grant Richter hat damals das Borg-Filter, eine Kombination aus Buchla und Korg gemacht, was hier wohl auch hier teilweise mit drin steckt, allerdings gibt es keine Resonanz, so wie das bei LPGs üblich ist. Mehr Verarbeitung bekommt man über die logischen Verknüpfungen hin, die für Audio und Modulation tauglich sind.

Die Bedeutung dieser Volca ist wohl doch als hoch einzustufen und der Preis soll dennoch unter 199 Euro liegen. Die Beliebtheit des 0-Coast ist nach-wie-vor hoch und nun kann „jeder“ in diese Welt einsteigen, die bei Make Noise immerhin noch 529 Euro kostet. Korg hat inzwischen alles nachgeliefert, was man liefern kann – wie macht man die berühmten Buchla Bongos? Wie geht man damit um? Und was macht er wirklich genau? Richtig gut ist auch der Hall, denn zu Geräten dieser Bauart passt immer etwas Hall. Die Hüllkurve ist natürlich vom Typ AR. Das reicht aber auch und ist für diese Form auch genug. Der Sequencer hat 16 Steps und kann auch zufällig abspielen, was durchaus wichtig ist für Synthesizer dieser Art.

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