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Musikmesse: Valkyrie – digitaler Synthesizer mit 128 Stimmen und endlich wieder Multimode

Exodus Digital Valkyrie

Wie selten ein Multimode geworden ist, sieht man an faktisch allen Neuerscheinungen der letzten Jahre. Sie klingen zwar alle etwas besser als in den Neunzigern, aber mehr als zwei verschiedene Klänge können sie nicht mehr herstellen. Valkyrie ist anders. 

Zur Musikmesse, die morgen eröffnet, soll er zu sehen sein, und bis da hin hat ihn noch keiner wirklich gesehen. Der Exodus Digital Valkyrie ähnelt ein wenig dem Virus in der Optik, jedoch ist er „von heute“.

Exodus Digital Valkyrie Facts

Der Exodus Digital Valkyrie hat zwei Oszillatoren mit 4096 Waves bzw. Wavetables. Dazu gibt es drei Grundwellenformen. Die beiden Suboszillatoren haben sogar vier Schwingungsformen. Mit FM, hartem Oszillator-Sync und Ringmodulation sind alle klassischen Syntheseformen abgedeckt. Darunter befindet sich auch die Hypersaw. Diese kann man von 6 auf 12 „simulierte Oszillatoren stellen“.

Der Valkyrie nutzt zwei Channels in der Synthese, sodass Oszillatoren jeweils in getrennte Filter fließen können. Deshalb gibt es derer zwei. Sie sind mit drei Filtertypen und 12, bzw. 24 dB / Oktave Flankensteilheit ebenfalls klassisch und orientieren sich an der analogen Welt.

Drei Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik und ebenso viele LFOs bilden einen guten Grundstock an Möglichkeiten. Die Zentrale bildet eine Modulationsmatrix mit sechs Modulationsbussen und drei Zielen. Das ist in der Anzahl wenig aber in der Zielanzahl viel. Es sind 9 Stereo-Effekte möglich, also für jeden Multimode-Slot einer und ein Master-Effekt. Es gibt 27 Effekttypen.

Das alles liest sich gut, jedoch nicht spektakulär. Der Klang ist offenbar neuerer Art, also nicht etwa wie der Sound der Neunziger wie im Virus und einem doch typischen „digital-virtuell“-Grundklang. So zumindest erscheint das Klangbeispiel-Set was man grundsätzlich verteilt. Die Ohren an die Walküre halten können wir morgen.

Preise und Verfügbarkeiten sind noch nicht klar. Auch davon erfahren wir sicher etwas. Richtig – auch morgen.

Exodus Digital Valkyrie Sound

Zen Delay mit Röhren von einem Newcomer aus der Label-Ecke

Ninja Tune Delay Effekt Teaser

Das Londoner Label Ninja Tunes baut nun unter dem eigenen Namen auch Geräte. Kopf der Firma ist Matt Black (Coldcut) und offenbar möchte man nicht nur digital Musik verkaufen sondern auch etwas zum „machen“ anbieten. Ein Delay macht den Anfang.

Zen Delay

Das Zen Delay hat vier Betriebsarten zu bieten: Eimerkettenschaltung aka. BBD (Brigade Bucket Delay, technisch analog), Band-Delay, Ping-Pong– und ein normales Stereo-Delay. Höchst wahrscheinlich wird kein echtes Band verwendet, sondern es ist eine Emulation. Die beiden Knöpfe für Delay, Modus und Feedback erklären sich faktisch selbst. Was und ob man etwas über die Eingänge steuern kann ist noch nicht genau zu erkennen. Ein schwarzes Gehäuse und eine Röhre, die wie R2D2 aus einem Fenster schaut, ist mit griffigen Knöpfen bestückt. Das Tempo lässt sich eintappen.

Offensichtlich gibt es einen stufenlosen Regler für die Filter, die in von Tiefpass über Bandpass bis Hochpass reichen. Dazu kommt ein Drive im Filterweg.

Das Gerät ist noch ein Prototyp, von daher ist das alles noch nicht in trockenen Tüchern. Aber machbar ist es auf jeden Fall – es gibt ja schon etwas in der Richtung von einem anderen Hersteller.

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Termine und Preise gibt es noch nicht, jedoch lässt sich vermuten, dass der Preis sicher eher über 350 € liegen wird.

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Der Apfel und das liebe Vieh – Macs mit ARM-Prozessor, macOS 10.15

Apple Macs auf ARM Chips

Gerüchte kochen und Beweise finden sich immer mehr. Nicht nur bei den abschreibenden Medien, sondern auch bei denen mit echten Quellen, der Mac wird nicht nur ein „etwas anderer Windows PC“ sein, sondern …

… er wird wieder zu einem Teil seiner Wurzeln zurückkehren, dem ARM Prozessor. Dieser ist strukturell eher ein RISC-Typ, während Intel immer mehr spezielle Befehlsätze anbot. Der ARM-Chip kann von Apple selbst hergestellt werden und wird aktiv in iPads und iPhones verbaut. Der aktuelle A11 Bionic schafft bereits die Leistungen eines Macbook Pro 13″ zu erreichen und teilweise sogar einzuholen.

Es müsste eine Frage der Zeit sein, bis Apple diese Prozessoren auch in die Macs bringt. Der Vorteil dabei wäre, dass Macs auch iOS-Apps ausführen könnten und quasi beide Betriebssysteme in Gemeinschaft leben können, sogar miteinander kommunizieren lernen könnten oder zu einem einzigen OS zurück gewandelt werden. Das gilt primär für mobile Computer, denn die Vorteile der ARM-Chips sind für stromsparende, leichte Rechner gemacht, Handies und Tablets ohne Lüfter.

Intel vs ARM?

Intel ist eher auf Hochleistungsprozessoren spezialisiert und hat es nie geschafft, die Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung für Mobilgeräte so stark zu senken ohne eine deutlich Leistungsgrenze zu erreichen wie das Macbook One (12″). Somit werden wohl die 12″ Macbooks und das Air die ersten Geräte sein, die mit ARM ausgestattet werden werden. Denn sie sollen klein sein und müssen keine Raketen sein.

Das bisherige Air ist ohnehin ohne Retina-Display und mit veralteten aber schnelleren Intelprozessoren heute kaum noch sinnvoll – außer beim Preis, denn Apple ist auch noch nie so teuer gewesen wie zurzeit. Das liegt an der Verlötung der RAMs und SSDs, die man nicht mehr selbst leicht wechseln kann. Das lässt sich der Apfel sehr sehr gut bezahlen.

Was bedeuten Apple ARM Macs für uns Musiker?

Die ARM-Chips werden also primär in der unteren Klasse und überall da, wo Mobilität und wenig Strom eine Rolle spielen, Einzug erhalten. Schnelle Pro-Geräte werden sicher noch eine Weile auf die jetzt gerade angekündigte neue Serie von Intel-Chips setzen, so wie es der aktuelle iMac Pro tut. Soweit die Theorie.

Für Audio braucht man hohen Takt, die Verteilung auf mehrere Kerne bei Software-Synthesizern ist sehr begrenzt nutzbar. Und deshalb konnte der Mac Pro bei Logic X-Tests bisher gegenüber dem 4.5 GHz Normal-iMac mit 4 Kernen kaum etwas gewinnen. Für Video und andere Dinge, die nicht in Echtzeit passieren müssen, ist das anders. Deshalb wird der Musiker mit Power-Ambitionen sich wohl nicht sofort auf die ARM-Plattform stürzen, sondern die hochgetakteten Macs bevorzugen.

Apple ist kein Vertreter von Hochtaktung, nur in der Not-Zeit mit IBM und Motorola haben sie Wasserkühlung gebaut, und das Ding war laut. Das wäre für Audio jedoch die beste Option, daher haben Hackintosh-Bastler aktuell die beste Chance auf schnellste Rechner, je nach dem was der Mac Pro tun und können wird, der im nächsten Jahr zu sehen sein wird. Viele Kerne sind zwar sinnvoll, da die DAW die Plugins dann auf verschiedene Kerne verteilen kann, aber das ist auch „alles“. Viele Plugins, viele Kerne – das geht, sofern alle Komponenten das unterstützen.

Wie wird Apple das machen? Und wann?

ARM verwendet anderen Code. Wer sich schon jetzt an die neueren Regeln hält, wird in der Entwicklungsumgebung aber auch fast nur „neu kompilieren“ klicken können. Ältere Systeme hingegen müssten komplett neu gemacht werden. Alte Mac-User kennen das vom Umstieg von 68K auf Intel. So etwas braucht einen großen Vorlauf, weshalb die Gerüchte über deren Einführung mit macOS 10.15 schon weit gekommen sind.

Apple wechselt das OS jedes Jahr, daher sind die Meilensteine hier klar gesetzt und erkennbar. Vermutlich wird es die neue ARM-Plattform für Entwickler vorher geben als Entwicklerkit, so wie das bei Intel-Einführung passierte. Die Software würde zunächst in Universal-Apps eine Art Doppelpack bieten, wo beide Versionen zu finden sind. Ob Apple die Intel-Plattform komplett aufgeben möchte, ist fraglich, da ihnen die schnellen Optionen fehlen würden. Noch.

ARM Chips haben aktuell 6 Kerne, langsamere und schnelle für verschiedene Aufgaben. Texteditoren würden von den langsamen erledigt, Synthesizer von den schnellen. Man kann sicher auch weitere Kerne hinzuentwickeln und als A12 bringen, was sicher bereits in Planung ist oder erprobt wird.  So ließen sich die Defizite ausgleichen, indem man einfach 2 Kerne einsetzt.

Der Weg wird sehr, sehr ähnlich laufen, wie man das aus der Vergangenheit kennt: Eine Art Emulationsbox kann alte Sachen laufen lassen, vielleicht auch iOS-Programme und alles muss auf Dauer umgearbeitet werden. Dies wird sicher 2-4 Jahre dauern. Das Ergebnis wären aber auch Geräte, die sehr leicht und klein sind und seltener an die Steckdose müssen. Das sind Eigenschaften, die Musiker nicht primär benötigen, aber Mobilrechner sicher schon.

Wie schnell – Die lüfterlose Zukunft?

Wie schnell das nach der Entwicklung von iPhone X 2 und dem A12 sein kann? Nun, es wird schneller sein als ein 13″ Macbook Pro jetzt. Jetzige Apps auf dem iPad zeigen das noch nicht ganz, da Entwickler meist auch die Leistung so weit zurückfahren, dass auch „ältere“ iPads den neuen Synth nutzen können wie kürzlich der Minimoog von Moog. Man kann also durchaus erwarten, dass das nicht langweilig sein wird. Es wird günstiger sein, da Apple wenig fremde Teile benötigt und die ARMs in Massen herstellen kann und wird.

Apple möchte möglichst wenige Fremdhersteller im Boot haben. Die Apple ARM Macs werden für die meisten normal bis nicht so betuchten Musiker also interessant sein. Für Poweruser gibt es weiterhin Intels mit i9, 10 Kernen und mehr. Die neue Serie ist bereits alt, es wurden heute nämlich bereits neue i9 angekündigt. Apple wird Frameworks bauen und APIs, die alle, die sie nutzen, automatisch leichter auf ARM portieren lassen. Das gibt es bereits. Wegen solcher Dinge coden Entwickler gerne und oft lieber auf dem Mac.

Es wird viel passieren! Es wird aber auch mehr All-in-One Rechner geben, an die man wenig herankommt, jedoch mit einigen USB-C Ports, die jede Art von Anschluss ersetzen. So wie das bei den Macbooks aktuell bereits passiert ist. Intel wird nicht komplett verschwinden, aber ARM dazukommen. Und diese Geräte werden auch iOS-Apps laufen lassen und könnten mit einem Touchscreen ausgestattet sein, aber auch als normale Laptops angeboten werden oder eine Mischung daraus.

Bellatrix Audio releases Symphony soundset for Spire synth

Bellatrix Audio Symphony for SpireBellatrix Audio has announced a new soundset for the Spire synthesizer instrument by Reveal Sound. Symphony offers a collection of 70 presets by Vladimir Andreev, designed for Ambient music production. A new SYMPHONY presets collection gives you rich and enchanting sounds for creating any ambient composition. The inspirational voices of the Symphony are designed for […]