Hologram Electronics Microcosm Granular Pedal

Hologram Electronics MicrocosmHologram Electronics Microcosm

Granular-Effekt in einem Pedal? Da hat man doch mal etwas gefunden, was nicht so oft vor kommt, es richtet sich dafür auch an alle Musiker, nicht nur Gitarristen oder Synthesisten.

Granulare Effekte kennen wir von Ableton Live, dem VSynth oder auch dem Waldorf Quantum, vielleicht auch vom Tasty Chips GR-1. Als Effekt kommt es auch vor, nur sind dies meist eher spezielle Anwendungen und spezielle Geräte, die ein bisschen Granulares von sich geben können. Deshalb hat Hologram ein eigenes Pedal nur für Granular-Effekte jetzt im Programm:

Es bietet ein Tiefpassfilter mit Resonanz, 60-Sekunden-Looper, MIDI-Steuerung und 11 Granular-Effekte an. Außerdem hat es Stereo-Reverb an Bord und eine PitchModulation und 16 Speicher für eigene Loops. Damit ist der Umfang der Möglichkeiten ziemlich groß, wenn nicht sogar riesig zu nennen.

Die bekannteste Anwendung ist natürlich Glitch, und die Zerlegung in einzelne interessante kleine Segmente, die sich malerisch und verträumt zusammensetzen und damit eine neue Form von Bestandteilen des gespielten Sounds spielen. Eine davon ist auch zB. das auseinanderziehen für flächige Sounds aber auch das Gegenteil, die Zusammenführung auf bestimmte Zählzeiten, sodass man auch mit der Gitarre eine straighte Sequenz spielen kann. In jedem Falle wird alles deutlich interessanter sein als vorher. Dafür gibt es jeweils Knöpfe, um den Sound noch ein wenig einzustellen. Man muss aber nicht ständig dort hin greifen, wie bei Synth-Effekten – sondern kann durchaus einen Song mit einem Effekt durchspielen, ohne dass es zu statisch klingt. Die einzelnen Programme werden im Video vorgestellt – es ist also anzuraten, sich die 2 Minuten zu nehmen! Lohnt sich!

Weitere Information

Ab April 2020 wird es verfügbar sein und $449 kosten. Mehr dazu gibt es auf der Website von Hologram.

Video

Enjoy – Kleiner Joystick MIDI-Controller mit 6 CV Ausgängen

Lab4Music EnjoyLab4Music Enjoy

Lab4Music aus Italien zeigt einen kleinen Controller für MIDI, welches auch CV-Steuerspannungen erzeugen kann.

Dieses kleine Gerät ist primär für die Anschlüsse von gleich 3 Pedalen gedacht, die man frei intern auf MIDI Controller patchen kann. Das gilt natürlich auch für den Joystick selbst. Als besondere Möglichkeit bietet das Gerät, was mit USB- MIDI ausgerüstet ist, 6 CV Ausgänge an. Diese werden über die Website und damit auch einem Webinterface eingestellt. Dort findet man also einfach 6 Eintragungen, die man nur machen muss und das Gerät muss mit seinem USB Anschluss mit dem Rechner der einen Browser laufen hat verbunden sein. Was es nicht gibt ist DIN-MIDI und die CV Ausgänge sind quasi jeweils paarweise als Stereo-Miniklinken ausgeführt um Platz zu sparen.

Was nicht sichtbar aber machbar ist, sind Dinge wie einen 100 Hz schnellen internen LFO auf einen der CV Ausgänge zu Routen und diesen dann per Joystick (oder was man auch immer dafür verwenden möchte) zu verändern.

Der Editor kann natürlich auch die MIDI-Controller zuweisen, welche sich ebenfalls einfachst aus einer Liste wählen lassen. Die CVs liefern bipolare 4,5V – also Plus- und Minuswerte.

Weitere Information

Lab4Music Enjoy kostet 299€, weitere Erklärungen und einen Blick auf das Web-Interface zur Erstellung von CV Ausgängen findet man ebenfalls dort.

Video

Eurorack und Pedale zusammen arbeiten lassen – Patch-Modul „Stompbox Adatper“

AI Synthesis Stompbox AdapterAI Synthesis Stompbox Adapter

AI Synthesis ist eine Person und diese Person ist ein Nerd, denn er kombiniert die Geräte. Nur wie machen das andere? Na, man erfindet einfach ein Modul, das dabei hilft und bietet es als Bausatz und fertig an und macht es schmal, den Stompbox Adapter.

Das Prinzip ist einfach: Man verkabelt alle Pedale und die Eurorack-Module auch und patcht über eine Patchbay alles zusammen. So bleibt es offen genug und so ist es ordentlich genug. Das ist, was hier passiert ist und im Video gut erklärt ist.

Das fehlende Teil

Was fehlt, ist der Missing Link, das fehlende Stück Hardware, welches diese Elemente regelbar macht. Und da kommt das kleine 2HP schmale Modul Stompbox Adapter ins Spiel. Es macht genau das und auch nicht mehr als das. Man kann sich ein Rack mit diesen Modulen zusammenstecken, wie das im Beispiel der Fall ist oder steckt diese mit ins Eurorack und patcht dann direkt zu den Pedalen.

Beide oder noch weitere Arbeitsweisen sind möglich, nur um das Modul kommt man nicht gut herum, außer man steckt es eben direkt in die jeweiligen Geräte und Module. Das kann klappen, muss aber nicht – weil die Pegel oft nicht genau passen. Daher gibt es die beiden kleinen Potis für Eingangs- und Ausgangspegel in dem Modul, das es als Bausatz für 10 US-Dollar gibt. Für 70 US-Dollar kann man den Stompbox Adapter fertig kaufen.

Mehr Information

Die Website und der Shop erklären mehr und lassen die Bestellung einfach aussehen.

Video

MOD Duo X – Effekte – Plug-ins in Kiste auslagern und Ruhe haben

MOD Duo X

Ich habe keinen Bock auf Computer auf der Bühne. Wer das sagt, muss sich auch Effektgeräte suchen. Und deshalb gibt es die zweite Revision des Duo, das MOD Duo X.

Diese kleine Kiste ist eigentlich der Computer. Man kann, aber muss keine externen Plug-ins aufspielen. Und am Ende ist das Gerät natürlich doch ein Rechner, nur sieht es nicht so aus und man muss sich um nichts kümmern.

MOD Duo X – alles kann, muss aber nicht

Wer möchte, kann laden und updaten. Das Gerät macht das alles von selbst, man hat also keinen Stress . Oder man lässt es auch sein und arbeitet mit dem, was bereits mitgeliefert wird.

Gedacht ist der Duo X als Multieffekt und eigentlich eher für Gitarristen. Man kann auch einige Effekte hintereinander stecken. Es ist also einfach ein Pedalboard, nur virtualisiert und wieder zurück in eine Kiste gesteckt, die aber auch ein paar Bedienelemente hat. Das Duo X hat mehr Potis und Schalter – genauer gesagt war das erste nur mit 2 Tastern und 2 Potis ausgestattet. Endlos-Encoder, um genau zu sein. Damit konnte man auswählen und einstellen.

Instrumentalisten mögen mehr Fußtaster und Synthesizer und Performer haben das Gerät gern auf dem Tisch und können mit dem X an vier Drehknöpfen drehen (zwei pro Seite, denn das Gerät ist für zwei Effekte gleichzeitig ausgelegt und hat deshalb zwei identische Sektionen mit Display und Encoder) und an vier Fußschaltern Dinge aktivieren. Der große Encoder bleibt erhalten für die Auswahl der Gesamteffekte. Außerdem gibt es drei Taster oben und vier unten für weitere Optionen. Es gibt nach wie vor zwei Eingänge und zwei Ausgänge, daher der Name „Duo“ für doppelt. Alles klar?

Ziel der Sache ist, ein einfaches Gerät mit einem einfachen Netzteil ohne Krypto-Bedienung einfach sofort nutzen zu können. Was alles möglich ist und wann es wirklich auf den Markt kommt, findet man auf der Website. Denn natürlich ist dies nur eine Vorschau auf das 699,- Euro teure Gerät. Man kann das Gerät selbst erweitern mit Akku und weiteren Schaltern oder Ports. Es hat MIDI und USB.

Die Knöpfe können auch mehr als nur einen Parameter steuern, diese Dinge kann man einstellen. Die Maschine ist vielseitig und doch simpel, darum geht es – aber sie ist am Ende ein Computerersatz und deshalb ist darin auch einer. Und genau deshalb kostet das Gerät nicht 250,- Euro, sondern eben 699,- Euro.

Infos

Snazzy Effekt Serie – Glitch, Noise, Gitarren-Synthesizer und Modulation

snazzy fx tracer city

Mit der neuen Snazzy FX Serie hat Erica Synths eine Reihe sehr spezielle Effektmaschinen vorgestellt. Sie sind nicht nur für Synthesizer gedacht, sondern auch für Gitarren und wo es eben noch passen könnte.

Die Geräte sind von Dan Snazelle entworfen worden, daher stamm auch der Name der Serie. Er stammt aus New York und macht abstrakte Elektronik und Techno. Die Geräte kosten zwischen 300 und 390 Euro plus Steuer hierzulande, was gut 50€ mehr ausmachen wird. Es gibt aktuell drei Geräte:

Zunächst das Tape Glitch Noise Pedal Wow and Flutter für 300 € (plus Steuer und Versand), das Mini-ark 350 Euro (gleiche Bedingungen), ein Gitarren-Synthesizer – den man aber auch für alles was tonale Geräusche machen kann einsetzen kann. Das dritte Gerät ist Tracer City 390 € (ebenfalls plus Steuern und Versand) ist ein analoges Modulations-Effekt-Pedal.

Alle diese Geräte sind zwar hier mit Gitarren vorgeführt, funktionieren aber auch mit anderen Signalen und machen seltsame Dinge mit dem Signal. Es lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Man benötigt etwas Phantasie, sich diese mit eigenen Signalquellen und Instrumenten vorzustellen. Ein wenig Melancholie mit Pads und Strings könnte in die Richtung gehen, wie man sie von skandinavischen Bands kennt…

Der Gitarrensynthesizer erlaubt jede Art von Experiment mit dem zugeführten Signal, die Vorführung ist daher eher „konservativ“. Eigentlich folgt der Synthesizer der Stimmung des Signals, egal ob es gepfiffen, gezupft oder mit Tasten gespielt wird.

Aber Töne sagen mehr als tausend Worte:

Soundcloud

Videos

Vermona DRM-1 mkIII FX Insert

I’ve owned a Vermona DRM1 MKIII for a while. It’s one of my most beloved machines. It sounds so sharp and vintage it’s really incredible. I noticed the insert jacks but never realized you could use them not only as outs but to route the audio back in! Thanks to The Tuesday Night Machines for posting this. Time to find some pedals!

“The effects insert feature lets you route processed drum sounds back into the drum machine’s internal stereo mixer.” – The Tuesday Night Machines

For more info: vermona.com/index.php/en_drm1mk3