Arturias Keystep bekommt „größeres“ Update

Arturia Keystep UpdateArturia Keystep Update

Der Keystep ist beliebt, schon weil er eines der wenigen günstigen kleineren Tastaturen ist, die noch MIDI haben und nicht nur USB. Aber er konnte schon immer etwas mehr, denn eigentlich ist er ja ein polyphoner Sequencer mit Arpeggiator. Und jetzt noch etwas mehr…

Neu sind sechs Dinge:
Man kann nun die (Sequenz-)Länge direkt und schnell über das Gerät anwählen. Das geschieht über die MIDI-Channel Aufdrucke, also der Tastatur selbst über einen Tasten-Befehl. Des Weiteren kann man dem analogen Clock Eingang nun eine Art Auto-Mode geben. Dann arbeitet er genau ab dann, wo der Keystep ein Clocksignal bekommt und bleibt stehen, wenn es stoppt.

Am Gerät selbst kann man nun in Einerschritten das Tempo genau eingeben, was vorher etwas zu grob aufgelöst war. Damit kann man sich auch manuell besser anpassen (neben der Tap-Funktion natürlich).

Im Arpeggiator kann man nun auch manuell die Oktaven vorgeben, dazu muss man nur Shift festhalten und die Oct- und Oct+ Tasten verwenden. Das kann man sich also auch gut merken und wertet den Arpeggiator deutlichst auf, denn er war nicht all zu intuitiv direkt zu bedienen mangels Knöpfen. Außerdem erhält der Arpeggio-Abspielmodus zwei neue Zufallsmodi, Brownian und Chaos.

Für Live-Spieler lässt sich die LED Helligkeit steuern, wem das alles zu schrill ist, kann sie etwas herunter-dimmen.

 

Weitere Information

Bei Arturia bekommt man das Update als Download oder über das MIDI Control Center. Für den Fall, dass es nicht sofort klappt nach Anleitung: Man muss eventuell 2 Devices in Core MIDI löschen, sonst verweigert das Gerät den Updateprozess im Bootmodus und man kommt nicht weiter. Es handelt sich um 2 Devices Keystep und ggf. ein generisches, welches aufleuchtet, wenn er verbunden ist im MIDI-Kontrollfeld (Audio-MIDI).

Video

Behringer und der Yamaha CS-80

Behringer Yamaha CS80Behringer Yamaha CS80

Ein simples und einfaches „And then this showed up… Uli“ erscheint gerade auf der Facebook Page von Behringer mit zwei Bildern eines Yamaha CS-80, dem großen und teuren und sehr sehr schweren Poly-Synthesizer dessen Netzteil bereits ein Monster von Klotz ist. 

Erst kürzlich ging im Yamaha-Forum ein Gerücht seitens der Yamaha-Leute um, dass man sich für eine Art neue Version des CS80 interessiere. Das wäre in analoger Form in der bisherigen Version allerdings eher unsinnig und würde dem Geist der Firma eher nicht entsprechen. Eher wäre eine digitale neue und komplett andere Version denkbar, die den Sound dennoch mitnehmen kann oder sinngemäß ähnlich sein kann, da die Herstellung des Originals kaum jemand bezahlen könnte. Allerdings kann Yamaha auch teuer – das haben wie mit dem VP-1 bewiesen.

Gekauft ist nicht gebaut?!

Ob der Kauf oder der Hinweis auf „irgendwie bei uns in der Firma“ nicht immer etwas bedeutet, zeigen die Ablenker TB 303 oder TR 606, Jupiter-6 und jetzt der CS-80. Diese wurden alle mal als Screenshot dort gezeigt. Es ist nur sehr viel wahrscheinlicher, dass eine Firma wie Behringer den CS-80 clonen könnte in einer Desktopversion, so wie Deckards Dream. Dieser bedenkt allerdings nicht einen der wichtigen Highlights des Instruments, den polyphonen Aftertouch. Ein CS-80 wäre auch heute nicht billig, aber vielleicht könnte Behringer ja das alte Ensoniq-Patent verwenden oder etwas ähnliches machen? Die halten nämlich noch immer die Rechte an dieser Tastatur in „alter“ Bauform, während Keith McMillen und CME mit dem Xkey auch polyphonen Druck versteht, ebenso wie Push und Launchpad Pro und andere.

Die Anderen

Die Liste der Clone-Wünsche ist lang und da der K20 (MS20) bereits als Bild auftauchte, müssen wir davon aus gehen, dass die Leak-Liste durchaus real werden könnte. In dieser kam der CS-80 nicht vor, generell waren es weniger polyphone Synthesizer. Außerdem basiert der CS-80 nicht auf CEMs oder SSMs, die Behringer als Cool Audio herstellt. Es wäre in jeder Hinsicht eine sehr krasse Idee und billig auch nicht, dennoch ist sie nicht total unwahrscheinlich – weil Behringer sich als Aufgabe vorgenommen hat, Klassiker für alle billig anbieten zu können. Egal ob der Original-Hersteller oder ein anderer diese noch oder wieder baut (Korg, Roland und andere sind hier betroffen – wobei Roland im Minimoog-Cloning auch bereits gewildert hat).

Skepsis ist angesagt, denn einen Jupiter 8 haben wir von Behringer auch noch nicht gesehen, auch nicht in der Liste oder sonst irgendwo.

Weitere Information

Behringers Facebook-Account gibt immer Gerüchte und Nebeninformationen, die weit aktueller sind als die Website.

Neuer 12-stimmiger polyphoner Analoger aus Argentinien: GS Music

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GS Music haben wir alle wohl noch nie gehört. Die Firma sitzt in Argentinienund kündigt einen analogen polyphonen Synthesizer an. Wirklich bekannt geben sie nur das Layout.

Bisher ist nur ein Bild unterwegs, welches das Layout des neuen Synthesizer zeigt. Auf dem Panel kann man LEDs mit 12 Stimmen erkennen.

Struktur

Die Struktur ist klassisch, jedoch gibt es 3 LFOs in der Mitte des Bedienfeldes. Sie scheinen nicht identisch zu sein, denn der dritte weicht im Aufbau von den ersten beiden ab. Es gibt drei Oszillatoren, bei denen Pulswellen und Pulsbreitenmodulation getrennt von Sägezahn und Dreieck zu finden sind. Der dritte Oszillator bietet alle gängigen Schwingungsformen, aber deutlich weniger Modulations-Einstellungen. Im Mix-Bereich findet man keinen Rauschgenerator.

Filter und Modulation

Das Filter scheint klassisch zu sein, aber wohl auch mit nur einer Filtercharakteristik, so nicht dafür ein Poti verwendet wird. Deutlich erkennbar sind jedoch die Steuerung durch Anschlagdynamik und Aftertouch und mindestens die Modulation durch zwei LFOs. Eine Modulationsmatrix ist nicht zu erkennen, jedoch gibt es offenbar ein Display, über das ein Modulationssystem denkbar wäre.

Und sonst?

Die Hüllkurven sind auf zwei ADSR sehr klassisch ausgelegt. Da das noch kein Prototyp ist, sollte man das alles noch vorsichtig betrachten. Und dennoch gibt es bereits Synthesizer, man meint es offenbar schon ernst.

Mehr Information

Eigentlich gibt es nicht viel mehr dazu, selbst die Website besteht nur aus einer kleinen kurzen einseitigen Information und Links zu Facebook. Das war’s.

Paramount Synth „Meira“ – analog und polyphon mit auffälligem Design und drei Oszillatoren

Paramount Synth "Meira"Paramount Synth "Meira"

Curtis-Chips und Polyphonie, sowas klingt nach den Achtzigern und ist es auch ein bisschen. Aber es fehlt das Geld und dieser Tage bedient man sich einer Bitte an alle, genug Kapital bereitzustellen, um das Projekt mit drei Oszillatoren zu realisieren.

Dass heute Curtis-Chips, die Basis für solche Projekte, wieder verfügbar sind, weiss inzwischen wohl jeder. Der Sound „soll“ etwa zwischen dem Jupiter-8, dem Prophet-5 und dem Oberheim OB-Xa liegen. Genutzt werden sollen CEM 3340 für den Aufbau der Oszillatoren.

Der Preis für einen solchen Synthesizer soll 1795 US-Dollar sein, was ziemlich ehrgeizig ist für eine unbekannte Firma. Der Sound wird offenbar durch die genutzten Chips in diese Richtung „geschätzt“. Das ein AX80 nicht wie ein Oberheim Xpander klingt, obwohl sie die gleichen CEMs nutzen, ist aber auch klar. Und bei den Filtern weiss man noch nicht, was verwendet werden soll. Offensichtlich ist alles noch eher in einer Art Entwurf-Phase.

Daten zu Paramount Synth Meira

Es gibt ein Panel und eine Optik, die etwa zeigen soll ,wie das Gerät aussehen soll. Es bekommt 3 LFOs, 2 Filter mit jeweils einer ADSR-Hüllkurve und noch eine weitere für die Lautstärke. Speicherung und Arpeggiator sind ebenfalls geplant und es ist offenbar noch ziemlich viel offen, was Preis und Machbarkeit etwas im Ungewissen lässt.  Es wäre nicht die erste kleine Firma, die sich etwas übernimmt, dennoch wäre es toll einen nicht so großen und vielversprechenden Hersteller zu begrüßen.

Das Panel sieht Umschaltung zwischen den 3 Oszillatoren vor, und mit einem Knopfset kann man jeweils alle Einstellungen erreichen. Dadurch wird die Oberfläche übersichtlich. Aber: Aktuell gibt es nur die Optik und keine Entwürfe. Dennoch schauen wir, was „Meira“ für eine Zukunft hat. Den Namen Meira haben wir einfach aus dem Video – auch der Präsentator scheint jemand zu sein, der einfach eine Art Freund oder Mentor zu sein scheint.

Ein Blick zu einer Firma, die durchaus auch fertige Angebote macht aber auch eine gewisse Zeit benötigt: Behringer. Die können mit ihren besonderen Produktionsmethoden sicher bessere Preise machen. Aber dort wartet man dann doch schon auch mal 1–2 Jahre, bis ein Gerät wirklich auf dem Tisch steht. Hier hingegen muss noch eine komplette Entwicklung folgen, und deshalb schauen wir uns das an und hoffen, dass etwas herauskommt.

Was es bereits gibt

Korg und DSI bieten durchaus schon Synthesizer an, die polyphon und analog sind. Ebenso gibt es hybride Synthesizer wie den Peak, der ebenfalls eine Konkurrenz wäre und der Erklärung auch durchaus „nahe steht“. $2k ist eigentlich wenig Geld für einen mindestens 4, 6 oder 8-stimmigen Synthesizer (es soll mindestens 4 Stimmen geben, aber offenbar auch Optionen auf 6 haben …)
Aktuell gibt es 100 Dollar im Topf, es benötigt aber 179.500 US-Dollar, um das Projekt umzusetzen innerhalb 35 Tagen. Es werden 11 Farben angeboten, die Lieferung soll im Januar 2020 erfolgen.

Mehr Information

Video

Neuer Oberheim-Synthesizer für 2019? Keine SEM / Two+Four-Voice Synthesizer mehr?

oberheimoberheim

Es ist eigentlich nur ein einziger Satz auf dem die ganze Nachricht fußt, nämlich von keinem geringeren als Tom Oberheim selbst, es würde 2019 einen neuen Synthesizer geben. Und der wäre kein SEM-Synthesizer.

Jemand aus dem bekannten Forum „Gearslutz“ fragte Tom Oberheim persönlich und direkt per Mail, ob und was mit den SEM-basierten Synthesizer passiere. Daraufhin kam die Nachricht, dass der TVS (Two Voice Synthesizer) und das SEM (Synthesizer Expander Module) bald ausverkauft seien und nicht weiter hergestellt würden. Noch kann man die SEM-Synthesizer kaufen, welche auf den Entwicklungen von Tom Oberheim von 1975 basieren. Sie sind bekannt für einen sehr weichen Sound.

Tom Oberheim: Es kommt ein neuer Oberheim-Synthesizer!

Der neue Synthesizer oder irgendwelche Details sind nicht bekannt. Nicht gemeint ist der DSI/Sequential OB6, der unter Mithilfe von Tom Oberheim entstand. Der ist faktisch ein sechsstimmiger 6-fach-SEM-Synthesizer und erinnert optisch an die Blaue-Streifen-Serie (OB-Xa, OB-8). Nach einigen Modulvarianten und ähnlichem von SEM-Modulen scheint Herr Oberheim nun also doch etwas zu planen.

Interessant wäre durchaus auch eine Zusammenarbeit mit dem jungen Ingenieur mit dem Namen Shear. Die größte Wahrscheinlichkeit jedoch ist eine eigene neue Entwicklung, die faktisch alles sein könnte. Besonders nahe läge aber, dass in irgendeiner Form ein Multimode-Filter mit 12dB/Oktave enthalten sein könnte. Denn das ist „typisch“ für Tom Oberheim und es ist sein Verdienst, dass es diese so in dieser Form überhaupt gibt.

Was genau kommt, weiss niemand, dem Gerücht könnte man auch ein sehr viel weniger ambitioniertes „mal sehen“ unterstellen. Dennoch ist die Ansage, es käme etwas, deutlich genug. Es wird sogar ein Zeitraum genannt, nämlich frühes nächstes Jahr, was entweder jetzt sein könnte oder der Beginn des Jahres 2020. Realistischer wäre wohl eine Entwicklungszeit von 1 Jahr einzuplanen und auch dann nicht sofort mit einem funktionierenden Vorserienmodell zu rechnen.

Mehr dazu gibt es bisher nicht, aber was erwartest du eigentlich heute von Oberheim? Einen neuen Xpander? Ein neuer OB-X oder OB-Xa? New Stuff kann aber auch monophon sein oder deutlich weniger aufwendig als ein polyphoner speicherbarer Synthesizer, so wie man das von Tom gewohnt ist.

Fingersonic Analog Fusion 6OP-FM und analoge Filter Polysynths!

Fingersonic Analog FusionFingersonic Analog Fusion

Whaaah, was ist denn das? Ein 6 OP FM Synthesizer, Wavetable und analoger Synthesizer in einem? Ziemlicher Knaller?

Diese Firma hat bereits einen 6-Operatoren-FM Synthesizer vorgelegt und jetzt soll dieses neue Teil 6stimmig wahlweise genau das tun oder Wavetables oder als klassischer „Standard-Analoger“ arbeiten können.

Das Geheimnis ist offenbar, dass er hybrid arbeitet, er hat analoge Filter und bietet Ringmodulation, Pulsbreitenmodulation, Sync, hat 3 LFOs, bietet Rauschen und 3 Schwingungsformen und das alles soll diskret – also nicht mit digitaler Technik aufgebaut sein.

Dazu kommt jener oben erwähnter digitaler Teil, der faktisch einem DX7 vergleichbar ist, zumindest nach Zahlen und Technik. Außerdem können alternativ 10 Drums abgespielt werden und zwar in Forum von Sampling. die Maschine hat USB und MIDI und macht den Job mittels dreier ARM Prozessoren. Das alles wird in Italien hergestellt. Einen CV/Gate Anschluss bietet der Synth genau so wie eine Tastatur und Effekte.

Ebenfalls an Bord sind Arpeggiatoren und 5 einzelne Sequencerspuren und ein SD-Kartenschacht um das alles zu speichern.

Außerdem gibt es zusätzlich noch einen kleinen Bass Synthesizer in analoger Form mit klassischem 24 dB / Oktave- Tiefpassfilter.

Die Auslieferung wird noch bis Sommer 2019 benötigen und daher ist ein Preis noch nicht genannt worden. Das ist nun doch mal spannend und kann wirklich nicht wenig.

 

Mehr dazu findet man auf der Fingersonic Website.

Roland und Studio Electronics – neuer polyphoner Synthesizer in der Pipeline?

Roland Studio Electronics

Es kursieren keine Bilder, jedoch ist seit dem SE02 alles etwas anders. Denn die Kooperation ist insgesamt anders als bisher und lässt daher Spekulationen zu.

Anlass ist ein harmloses Foto von Studio Electronics, welches den Code zeigt. Den gibt es schon lange, und er ist ein hochwertiger analoger polyphoner Synthesizer, den man jeweils über Voice-Cards auf 8 Stimmen erweitern kann. Nun wird wohl kaum ein Sinn bestehen, diesen genau so als Roland SE zu bringen, und in ein Boutique-Gehäuse passt er mit Sicherheit nicht. Außerdem ist speziell Roland ziemlich gut in Marketing und zeigt solche Dinge, wenn sie gezeigt werden, immer dann, wenn sie fertig sind mit Videos und nicht in dieser Weise.

Roland und Studio Electronics – eher nichts neues, oder?

Daher – mein Tipp ist, dass es sich wirklich bestenfalls um eine Reparatur oder Pflege der Serie handeln wird. Leser posten bei Instagram: „Bring noch mehr davon wie den SE02“. Ziemlich naiv, und es wird schnell zu einem Gerücht. Aber – das ist gar nicht so schlecht und falsch, denn polyphone sind noch nicht so überlaufen wie monophone, und daher wäre eine solche Kooperation sinnvoll. Nur,  in welchem Format würde man so etwas bringen können? Vermutlich hat Roland eher die Produktionsstraßen, und man kann anders herstellen als SE. Sie haben eigentlich primär das System 8 im Programm. Beim System 1 halten sie sich merkwürdig zurück mit Updates.

Die beste Idee wäre also, diese Technik in neuerer Form in einem attraktiven Angebot zu bieten. Vielleicht auch im klassischen 5-Oktaven-, oder noch besser  3-Oktaven-Synthesizer-Format wäre das aktuell recht besonders und mit Knöpfen auch platztechnisch machbar. Das Teil wäre gut vollgepackt, oder das Design würde komplett neu sein – davon ist auszugehen. Wie viel hier wer gemacht hat beim SE02, ist schwer zu sagen. Jedoch könnte man trotz der Vergangenheit Rolands vermuten, dass sie diese Kooperation machen, weil sie es nicht selbst machen wollen oder die Leute nicht mehr dafür haben. Ein solches Produkt würde sogar am System 8 knabbern – weniger an den anderen, schon wegen der Preise, die sicher noch immer hoch wären, aber sicher nicht so wie bei SE selbst.

Deine Meinung?

Was denkst du, sollte kommen und was würde fehlen? Jetzt, wo wieder alle Curtis-Chips bekommen und andere Fertigung möglich ist, wird es preislich sicher nicht zu Behringer-Preisen und Ideen laufen, sondern Handling und Übersicht typisch Roland sein. So ein Gerät ist zwischen 4-8 Stimmen denkbar. Weniger lohnt sich nicht und mehr ist zu teuer.  Sinnvoll kann es ab 5-6 Stimmen sein. Split, Sequencer und Co. – das wäre alles drin. Was fehlt, wäre Multitimbralität, etwas, das in dem Bereich sehr selten ist und daher wieder „neu“. Kleiner und handlicher ist interessant und wegen der Besonderheit kann es eher nur ein Modell geben, nicht zu viele.

Es kann auch genau so gut gar nichts passieren. Roland ist mit den Boutiques eher wenig Risiko eingegangen. Es gibt in der Menge eher so wenige, dass sie eher zu knapp sind. Mal schauen, wie das „firmenpolitisch“ angelegt wird.

Obwohl der Aufhänger ganz gut ist, so wirkt er etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. So ein Gerät wird jedenfalls anders sein, wenn es kommt. Wenn in einem Jahr nichts passiert ist, kommt vermutlich gar nichts mehr aus der Ecke. Roland und Nichtroland-Sound ist übrigens eh untypisch. Der Synth könnte aber ein Wechselfiltersystem haben – oder 2-4 Filter eingebaut haben, was aber noch ein weiterer Aufwand wäre. Wenn sowas kommt, würde es sicher eher 2 feste Filter haben, Oberheim und Moog im Typ oder eben auch mal Roland.

Wenn man sich da einbrächte, könnte auch ein neuer MKS80-Jupiter entstehen, der aber anders klingen würde. So wie ihn SE bauen würde, mehr als ob Roland ihn bauen würde. Technisch wäre ein Gerät mit den wichtigsten Komponenten im Roland-Klangspektrum machbar, der SE02 deutet aber nicht darauf hin. Andere Welten würden aufgehen, wenn man einen Jupiter-4 bauen würde, der 8 Stimmen erlaubt und mit 2 Oszillatoren ausgestattet wäre, FM hätte und so weiter. Denn er ist einer der charaktervollsten Synthesizer mit interessanten Eigenschaften dann. Aber so etwas haben sie eigentlich schon in digital fast genau so realisiert – fast…

 

Teaser: Polyphoner Skulpt Synthesizer, neu von Modal, aber was genau?

Modal Mieser Teaser

Am 6.7. soll ein neuer Modal-Synthesizer vorgestellt werden und wir bekommen ein Video, in dem man faktisch nichts erkennen kann. Wir nennen das „Mieser Teaser“, auch wenn das Gezeigte sicher schön wird. 

Was bisher geschah: Modal sind bekannt für sehr hochwertige analoge Synthesizer und Hybride mit edler Technik und weiten Gedanken. Sicher nicht Geräte mit Sweet-Spot, aber solche, die hervorragend klingen können. Sei es voll analog (008) oder mit Wavetables mit 2 bis 8 Stimmen. Der neue Synthesizer wirkt schlanker und mit Tastatur, denn beides sieht mit in dem stark verschwommenem „miesen Teaser“.

Modal Skulpt Synthesizer – noch sehr verschwommen

Skulpt“ soll uns alle aufrufen, Klänge zu bauen – oder das ist der Name des neuen Synths? Denn „k“ statt c ist in angelsächsischen Sprachräumen ziemlich beliebt. Oder bewirbt es bereits existierende Synthesizer? Das wäre dann wohl diese Aufmerksamkeit nicht wert. Wir sind ja nicht in Koalitionsgesprächen.

Modal wären sicher in der Lage, einen neuartigen Sampler zu bauen oder einen weiteren Hybrid oder eben auch einen Analogen – einen echten Synthesiser, wie man auf der Insel sagen würde. Meine Vermutung ist ein günstigerer Synthesizer als bisher, eher deutlich unter den bisher aufgerufenen Preisen und daher etwas schlanker. Das wäre eine wirkliche Verbreiterung der Palette und würde auch andere Kunden hinzugewinnen.

Aber was wir wirklich wissen, ist genau nichts. Wir müssen in zwei Tagen diesen Beitrag nach oben schieben und dazu schreiben, was es wirklich war. Bleib dran! Oder spekuliere mit.

Sicher  wird es ein polyphoner Synthesiser™ werden, und der Sound klingt so, wie man das auch erwartet: hell, strahlend und klar. So werden wohl auch die Statements sein in 2 Tagen, bis dahin dünkeln wir und sagen einfach – mieser Tease r…

Grinsender Smiley.

Infos

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Gerücht: Neuer polyphoner Moog „One“

Moog One

Ja, wir haben schon mehrfach von diesem nicht tot zu kriegenden Gerücht berichtet. Nun möchte jedoch jemand ein paar Daten herausgefunden haben.

Sogar Zeitpunkte ab Mitte-August bis September sind bereits in der Küche der Gerüchte unterwegs, wie ein offenbar Insider berichtet. Eine erste Charge der Geräte sind offenbar mit Fan-Zusätzen versehen und kosten auch mehr. Die Daten sind mächtig, denn mit 3 VCOs und dreifacher Multitimbralität und 4 LFOs ist er ausgestattet, dazu gibt es Arpeggiator und Sequencer und zuweisbare CV / Gate-Anschlüsse (Ein und Ausgänge).

Hochinteressant ist die Zusammenarbeit mit Eventide, die den Hall spendieren, die Mange der Sounds ist offenbar enorm und die VCO können auch komplexere Wellenformen erzeugen, was vielleicht dann keine reinen analogen „VCOs“ sind, jedoch spricht die Quelle von „VCO“ – die natürlich nicht digital sein dürften.

Für Transienten gibt es eine eigene Hüllkurve und natürlich einen Rauschgenerator. Vielleicht ist es aber auch eine Hüllkurve für Rauschgenerator oder andere Dinge, dies wird nicht besonders klar beschrieben. Es gibt zwei Filter, nämlich die klassische Moog-Filter-Kaskade und ein 12 dB / Oktave Multimode-Filter mit den obligaten vier Filtertypen. Das Filterkonzept erinnert damit an den Pro 2 oder den Andromeda.

Drei Hüllkurven und eine Modulationsmatrix sollen an Bord sein und sogar ein Vocoder und Effekte pro Slot (Multimode) sowie Macros zu Kontrolle. Demnach sind mindestens 4 Effekte an Bord plus Vocoder. Eingaben für ähnliche Modulationseinträge sollen vereinfacht sein und die LFOs haben ein entsprechendes 1-Knopf-Routing. Auch eine Reihe Performance-Controller sind offenbar vorhanden, die frei zugewiesen werden und ein 2D-Pad als Steuerung ähnlich des Korg Z1.

Das alles klingt nach einer Art Monster, das nicht so weit vom Alesis Andromeda oder dem Memorymoog entfernt ist und der Preis für den kleinen 8-stimmigen sollte allerdings bei $6000 liegen, der 16-stimmige möchte mit $8000 durchfinanziert werden, es wird also kein billiges Vergnügen, aber das ist bei Moog auch kaum von irgendjemandem vermutet worden, oder?

Ob das stimmt, wissen wir nicht – aber es wirkt wie etwas, was durchaus realistisch sein könnte und die Gerüchte sprechen schon länger, dass ein solcher großer polyphoner Synthesizer auf dem Weg ist. Wie er aussieht ist absolut unklar, daher haben auch wir kein konkretes Bild.

Der kleinste analoge polyphone Synthesizer?

John Krischer Synth

Krischer aus Paris bietet einen dreistimmigen Synthesizer für gute 60 Euro an. Wie geht das und wieso hat er nur 3 Knöpfe?

Nun, es sind nur stehende Töne, es gibt kein Filter sondern einfach drei stimmbare Oszillatoren. Der Begriff Synthesizer wäre eigentlich nicht angemessen, denn dann müsste man eine gewisse Mindestanforderung haben wie etwa auch eine Lautstärkensteuerung und etwas, was den Klang beeinflusst. Es ist eigentlich ein Gerät mit drei Oszillatoren, die man stimmen kann. Daher kann man auch „polyphon“ sagen, da es ja unabhängig stimmbar ist.

Krischer Polyphonic analog Synthesizer

Postitiv gesagt ist das aber eine mögliche Grundlage für Flächen und kostet eher ein Taschengeld. Das kleine Teil gibt es in zwei Ausführungen, nämlich mit CV Anschluss, rot und für etwas mehr, jedoch noch immer unter 100 Euro oder in einem feurigen mausgrau bis spacegrau und leichtem Hang ins etwas grauere Grau. Aber im Ganzen Grau wäre die besagte 59-Euro-Maschinerie. Wie man an den fast monsterhaften Anschlüssen erkennen kann, ist das Gerät nicht groß und daher faktisch Begleiter für den Proberaum, stehende Akkorde und Hypnotisierendes.

Kaufen kann man es bei Reverb, nicht über eine eigene Website. Demzufolge gibt es auch keine spezielle Site dafür, sondern genau hier gibt es weitere Information dazu. Der Hersteller ist John Krischer.

Die orange-rote CV-Version kostet 79 Euro, die normale Version 59 Euro. Im Video ist die Farbe übrigens rötlicher, auf Bildern hingegen klar orange.

Die CV-Version enthält kein Gate, da es auch keine Hüllkurven oder VCAs gibt. Deshalb ist und sind es zwei CV-Eingänge. Damit wäre es ein duophoner Synthesizer mit einem festen dritten Oszillator, um wirklich genau und exakt zu bleiben. Es ist trotzdem nett, die Idee „polyphoner Synthesizer“ in dieses Extrem zu bringen. Aber es ist vielleicht ein kleinwenig schöner dargestellt, als es ist. Aber klingen tut er trotzdem, hier eine Kostprobe:

Video