Paramount Synth „Meira“ – analog und polyphon mit auffälligem Design und drei Oszillatoren

Paramount Synth "Meira"Paramount Synth "Meira"

Curtis-Chips und Polyphonie, sowas klingt nach den Achtzigern und ist es auch ein bisschen. Aber es fehlt das Geld und dieser Tage bedient man sich einer Bitte an alle, genug Kapital bereitzustellen, um das Projekt mit drei Oszillatoren zu realisieren.

Dass heute Curtis-Chips, die Basis für solche Projekte, wieder verfügbar sind, weiss inzwischen wohl jeder. Der Sound „soll“ etwa zwischen dem Jupiter-8, dem Prophet-5 und dem Oberheim OB-Xa liegen. Genutzt werden sollen CEM 3340 für den Aufbau der Oszillatoren.

Der Preis für einen solchen Synthesizer soll 1795 US-Dollar sein, was ziemlich ehrgeizig ist für eine unbekannte Firma. Der Sound wird offenbar durch die genutzten Chips in diese Richtung „geschätzt“. Das ein AX80 nicht wie ein Oberheim Xpander klingt, obwohl sie die gleichen CEMs nutzen, ist aber auch klar. Und bei den Filtern weiss man noch nicht, was verwendet werden soll. Offensichtlich ist alles noch eher in einer Art Entwurf-Phase.

Daten zu Paramount Synth Meira

Es gibt ein Panel und eine Optik, die etwa zeigen soll ,wie das Gerät aussehen soll. Es bekommt 3 LFOs, 2 Filter mit jeweils einer ADSR-Hüllkurve und noch eine weitere für die Lautstärke. Speicherung und Arpeggiator sind ebenfalls geplant und es ist offenbar noch ziemlich viel offen, was Preis und Machbarkeit etwas im Ungewissen lässt.  Es wäre nicht die erste kleine Firma, die sich etwas übernimmt, dennoch wäre es toll einen nicht so großen und vielversprechenden Hersteller zu begrüßen.

Das Panel sieht Umschaltung zwischen den 3 Oszillatoren vor, und mit einem Knopfset kann man jeweils alle Einstellungen erreichen. Dadurch wird die Oberfläche übersichtlich. Aber: Aktuell gibt es nur die Optik und keine Entwürfe. Dennoch schauen wir, was „Meira“ für eine Zukunft hat. Den Namen Meira haben wir einfach aus dem Video – auch der Präsentator scheint jemand zu sein, der einfach eine Art Freund oder Mentor zu sein scheint.

Ein Blick zu einer Firma, die durchaus auch fertige Angebote macht aber auch eine gewisse Zeit benötigt: Behringer. Die können mit ihren besonderen Produktionsmethoden sicher bessere Preise machen. Aber dort wartet man dann doch schon auch mal 1–2 Jahre, bis ein Gerät wirklich auf dem Tisch steht. Hier hingegen muss noch eine komplette Entwicklung folgen, und deshalb schauen wir uns das an und hoffen, dass etwas herauskommt.

Was es bereits gibt

Korg und DSI bieten durchaus schon Synthesizer an, die polyphon und analog sind. Ebenso gibt es hybride Synthesizer wie den Peak, der ebenfalls eine Konkurrenz wäre und der Erklärung auch durchaus „nahe steht“. $2k ist eigentlich wenig Geld für einen mindestens 4, 6 oder 8-stimmigen Synthesizer (es soll mindestens 4 Stimmen geben, aber offenbar auch Optionen auf 6 haben …)
Aktuell gibt es 100 Dollar im Topf, es benötigt aber 179.500 US-Dollar, um das Projekt umzusetzen innerhalb 35 Tagen. Es werden 11 Farben angeboten, die Lieferung soll im Januar 2020 erfolgen.

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Neuer Oberheim-Synthesizer für 2019? Keine SEM / Two+Four-Voice Synthesizer mehr?

oberheimoberheim

Es ist eigentlich nur ein einziger Satz auf dem die ganze Nachricht fußt, nämlich von keinem geringeren als Tom Oberheim selbst, es würde 2019 einen neuen Synthesizer geben. Und der wäre kein SEM-Synthesizer.

Jemand aus dem bekannten Forum „Gearslutz“ fragte Tom Oberheim persönlich und direkt per Mail, ob und was mit den SEM-basierten Synthesizer passiere. Daraufhin kam die Nachricht, dass der TVS (Two Voice Synthesizer) und das SEM (Synthesizer Expander Module) bald ausverkauft seien und nicht weiter hergestellt würden. Noch kann man die SEM-Synthesizer kaufen, welche auf den Entwicklungen von Tom Oberheim von 1975 basieren. Sie sind bekannt für einen sehr weichen Sound.

Tom Oberheim: Es kommt ein neuer Oberheim-Synthesizer!

Der neue Synthesizer oder irgendwelche Details sind nicht bekannt. Nicht gemeint ist der DSI/Sequential OB6, der unter Mithilfe von Tom Oberheim entstand. Der ist faktisch ein sechsstimmiger 6-fach-SEM-Synthesizer und erinnert optisch an die Blaue-Streifen-Serie (OB-Xa, OB-8). Nach einigen Modulvarianten und ähnlichem von SEM-Modulen scheint Herr Oberheim nun also doch etwas zu planen.

Interessant wäre durchaus auch eine Zusammenarbeit mit dem jungen Ingenieur mit dem Namen Shear. Die größte Wahrscheinlichkeit jedoch ist eine eigene neue Entwicklung, die faktisch alles sein könnte. Besonders nahe läge aber, dass in irgendeiner Form ein Multimode-Filter mit 12dB/Oktave enthalten sein könnte. Denn das ist „typisch“ für Tom Oberheim und es ist sein Verdienst, dass es diese so in dieser Form überhaupt gibt.

Was genau kommt, weiss niemand, dem Gerücht könnte man auch ein sehr viel weniger ambitioniertes „mal sehen“ unterstellen. Dennoch ist die Ansage, es käme etwas, deutlich genug. Es wird sogar ein Zeitraum genannt, nämlich frühes nächstes Jahr, was entweder jetzt sein könnte oder der Beginn des Jahres 2020. Realistischer wäre wohl eine Entwicklungszeit von 1 Jahr einzuplanen und auch dann nicht sofort mit einem funktionierenden Vorserienmodell zu rechnen.

Mehr dazu gibt es bisher nicht, aber was erwartest du eigentlich heute von Oberheim? Einen neuen Xpander? Ein neuer OB-X oder OB-Xa? New Stuff kann aber auch monophon sein oder deutlich weniger aufwendig als ein polyphoner speicherbarer Synthesizer, so wie man das von Tom gewohnt ist.

Fingersonic Analog Fusion 6OP-FM und analoge Filter Polysynths!

Fingersonic Analog FusionFingersonic Analog Fusion

Whaaah, was ist denn das? Ein 6 OP FM Synthesizer, Wavetable und analoger Synthesizer in einem? Ziemlicher Knaller?

Diese Firma hat bereits einen 6-Operatoren-FM Synthesizer vorgelegt und jetzt soll dieses neue Teil 6stimmig wahlweise genau das tun oder Wavetables oder als klassischer „Standard-Analoger“ arbeiten können.

Das Geheimnis ist offenbar, dass er hybrid arbeitet, er hat analoge Filter und bietet Ringmodulation, Pulsbreitenmodulation, Sync, hat 3 LFOs, bietet Rauschen und 3 Schwingungsformen und das alles soll diskret – also nicht mit digitaler Technik aufgebaut sein.

Dazu kommt jener oben erwähnter digitaler Teil, der faktisch einem DX7 vergleichbar ist, zumindest nach Zahlen und Technik. Außerdem können alternativ 10 Drums abgespielt werden und zwar in Forum von Sampling. die Maschine hat USB und MIDI und macht den Job mittels dreier ARM Prozessoren. Das alles wird in Italien hergestellt. Einen CV/Gate Anschluss bietet der Synth genau so wie eine Tastatur und Effekte.

Ebenfalls an Bord sind Arpeggiatoren und 5 einzelne Sequencerspuren und ein SD-Kartenschacht um das alles zu speichern.

Außerdem gibt es zusätzlich noch einen kleinen Bass Synthesizer in analoger Form mit klassischem 24 dB / Oktave- Tiefpassfilter.

Die Auslieferung wird noch bis Sommer 2019 benötigen und daher ist ein Preis noch nicht genannt worden. Das ist nun doch mal spannend und kann wirklich nicht wenig.

 

Mehr dazu findet man auf der Fingersonic Website.

Roland und Studio Electronics – neuer polyphoner Synthesizer in der Pipeline?

Roland Studio Electronics

Es kursieren keine Bilder, jedoch ist seit dem SE02 alles etwas anders. Denn die Kooperation ist insgesamt anders als bisher und lässt daher Spekulationen zu.

Anlass ist ein harmloses Foto von Studio Electronics, welches den Code zeigt. Den gibt es schon lange, und er ist ein hochwertiger analoger polyphoner Synthesizer, den man jeweils über Voice-Cards auf 8 Stimmen erweitern kann. Nun wird wohl kaum ein Sinn bestehen, diesen genau so als Roland SE zu bringen, und in ein Boutique-Gehäuse passt er mit Sicherheit nicht. Außerdem ist speziell Roland ziemlich gut in Marketing und zeigt solche Dinge, wenn sie gezeigt werden, immer dann, wenn sie fertig sind mit Videos und nicht in dieser Weise.

Roland und Studio Electronics – eher nichts neues, oder?

Daher – mein Tipp ist, dass es sich wirklich bestenfalls um eine Reparatur oder Pflege der Serie handeln wird. Leser posten bei Instagram: „Bring noch mehr davon wie den SE02“. Ziemlich naiv, und es wird schnell zu einem Gerücht. Aber – das ist gar nicht so schlecht und falsch, denn polyphone sind noch nicht so überlaufen wie monophone, und daher wäre eine solche Kooperation sinnvoll. Nur,  in welchem Format würde man so etwas bringen können? Vermutlich hat Roland eher die Produktionsstraßen, und man kann anders herstellen als SE. Sie haben eigentlich primär das System 8 im Programm. Beim System 1 halten sie sich merkwürdig zurück mit Updates.

Die beste Idee wäre also, diese Technik in neuerer Form in einem attraktiven Angebot zu bieten. Vielleicht auch im klassischen 5-Oktaven-, oder noch besser  3-Oktaven-Synthesizer-Format wäre das aktuell recht besonders und mit Knöpfen auch platztechnisch machbar. Das Teil wäre gut vollgepackt, oder das Design würde komplett neu sein – davon ist auszugehen. Wie viel hier wer gemacht hat beim SE02, ist schwer zu sagen. Jedoch könnte man trotz der Vergangenheit Rolands vermuten, dass sie diese Kooperation machen, weil sie es nicht selbst machen wollen oder die Leute nicht mehr dafür haben. Ein solches Produkt würde sogar am System 8 knabbern – weniger an den anderen, schon wegen der Preise, die sicher noch immer hoch wären, aber sicher nicht so wie bei SE selbst.

Deine Meinung?

Was denkst du, sollte kommen und was würde fehlen? Jetzt, wo wieder alle Curtis-Chips bekommen und andere Fertigung möglich ist, wird es preislich sicher nicht zu Behringer-Preisen und Ideen laufen, sondern Handling und Übersicht typisch Roland sein. So ein Gerät ist zwischen 4-8 Stimmen denkbar. Weniger lohnt sich nicht und mehr ist zu teuer.  Sinnvoll kann es ab 5-6 Stimmen sein. Split, Sequencer und Co. – das wäre alles drin. Was fehlt, wäre Multitimbralität, etwas, das in dem Bereich sehr selten ist und daher wieder „neu“. Kleiner und handlicher ist interessant und wegen der Besonderheit kann es eher nur ein Modell geben, nicht zu viele.

Es kann auch genau so gut gar nichts passieren. Roland ist mit den Boutiques eher wenig Risiko eingegangen. Es gibt in der Menge eher so wenige, dass sie eher zu knapp sind. Mal schauen, wie das „firmenpolitisch“ angelegt wird.

Obwohl der Aufhänger ganz gut ist, so wirkt er etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. So ein Gerät wird jedenfalls anders sein, wenn es kommt. Wenn in einem Jahr nichts passiert ist, kommt vermutlich gar nichts mehr aus der Ecke. Roland und Nichtroland-Sound ist übrigens eh untypisch. Der Synth könnte aber ein Wechselfiltersystem haben – oder 2-4 Filter eingebaut haben, was aber noch ein weiterer Aufwand wäre. Wenn sowas kommt, würde es sicher eher 2 feste Filter haben, Oberheim und Moog im Typ oder eben auch mal Roland.

Wenn man sich da einbrächte, könnte auch ein neuer MKS80-Jupiter entstehen, der aber anders klingen würde. So wie ihn SE bauen würde, mehr als ob Roland ihn bauen würde. Technisch wäre ein Gerät mit den wichtigsten Komponenten im Roland-Klangspektrum machbar, der SE02 deutet aber nicht darauf hin. Andere Welten würden aufgehen, wenn man einen Jupiter-4 bauen würde, der 8 Stimmen erlaubt und mit 2 Oszillatoren ausgestattet wäre, FM hätte und so weiter. Denn er ist einer der charaktervollsten Synthesizer mit interessanten Eigenschaften dann. Aber so etwas haben sie eigentlich schon in digital fast genau so realisiert – fast…

 

Teaser: Polyphoner Skulpt Synthesizer, neu von Modal, aber was genau?

Modal Mieser Teaser

Am 6.7. soll ein neuer Modal-Synthesizer vorgestellt werden und wir bekommen ein Video, in dem man faktisch nichts erkennen kann. Wir nennen das „Mieser Teaser“, auch wenn das Gezeigte sicher schön wird. 

Was bisher geschah: Modal sind bekannt für sehr hochwertige analoge Synthesizer und Hybride mit edler Technik und weiten Gedanken. Sicher nicht Geräte mit Sweet-Spot, aber solche, die hervorragend klingen können. Sei es voll analog (008) oder mit Wavetables mit 2 bis 8 Stimmen. Der neue Synthesizer wirkt schlanker und mit Tastatur, denn beides sieht mit in dem stark verschwommenem „miesen Teaser“.

Modal Skulpt Synthesizer – noch sehr verschwommen

Skulpt“ soll uns alle aufrufen, Klänge zu bauen – oder das ist der Name des neuen Synths? Denn „k“ statt c ist in angelsächsischen Sprachräumen ziemlich beliebt. Oder bewirbt es bereits existierende Synthesizer? Das wäre dann wohl diese Aufmerksamkeit nicht wert. Wir sind ja nicht in Koalitionsgesprächen.

Modal wären sicher in der Lage, einen neuartigen Sampler zu bauen oder einen weiteren Hybrid oder eben auch einen Analogen – einen echten Synthesiser, wie man auf der Insel sagen würde. Meine Vermutung ist ein günstigerer Synthesizer als bisher, eher deutlich unter den bisher aufgerufenen Preisen und daher etwas schlanker. Das wäre eine wirkliche Verbreiterung der Palette und würde auch andere Kunden hinzugewinnen.

Aber was wir wirklich wissen, ist genau nichts. Wir müssen in zwei Tagen diesen Beitrag nach oben schieben und dazu schreiben, was es wirklich war. Bleib dran! Oder spekuliere mit.

Sicher  wird es ein polyphoner Synthesiser™ werden, und der Sound klingt so, wie man das auch erwartet: hell, strahlend und klar. So werden wohl auch die Statements sein in 2 Tagen, bis dahin dünkeln wir und sagen einfach – mieser Tease r…

Grinsender Smiley.

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Gerücht: Neuer polyphoner Moog „One“

Moog One

Ja, wir haben schon mehrfach von diesem nicht tot zu kriegenden Gerücht berichtet. Nun möchte jedoch jemand ein paar Daten herausgefunden haben.

Sogar Zeitpunkte ab Mitte-August bis September sind bereits in der Küche der Gerüchte unterwegs, wie ein offenbar Insider berichtet. Eine erste Charge der Geräte sind offenbar mit Fan-Zusätzen versehen und kosten auch mehr. Die Daten sind mächtig, denn mit 3 VCOs und dreifacher Multitimbralität und 4 LFOs ist er ausgestattet, dazu gibt es Arpeggiator und Sequencer und zuweisbare CV / Gate-Anschlüsse (Ein und Ausgänge).

Hochinteressant ist die Zusammenarbeit mit Eventide, die den Hall spendieren, die Mange der Sounds ist offenbar enorm und die VCO können auch komplexere Wellenformen erzeugen, was vielleicht dann keine reinen analogen „VCOs“ sind, jedoch spricht die Quelle von „VCO“ – die natürlich nicht digital sein dürften.

Für Transienten gibt es eine eigene Hüllkurve und natürlich einen Rauschgenerator. Vielleicht ist es aber auch eine Hüllkurve für Rauschgenerator oder andere Dinge, dies wird nicht besonders klar beschrieben. Es gibt zwei Filter, nämlich die klassische Moog-Filter-Kaskade und ein 12 dB / Oktave Multimode-Filter mit den obligaten vier Filtertypen. Das Filterkonzept erinnert damit an den Pro 2 oder den Andromeda.

Drei Hüllkurven und eine Modulationsmatrix sollen an Bord sein und sogar ein Vocoder und Effekte pro Slot (Multimode) sowie Macros zu Kontrolle. Demnach sind mindestens 4 Effekte an Bord plus Vocoder. Eingaben für ähnliche Modulationseinträge sollen vereinfacht sein und die LFOs haben ein entsprechendes 1-Knopf-Routing. Auch eine Reihe Performance-Controller sind offenbar vorhanden, die frei zugewiesen werden und ein 2D-Pad als Steuerung ähnlich des Korg Z1.

Das alles klingt nach einer Art Monster, das nicht so weit vom Alesis Andromeda oder dem Memorymoog entfernt ist und der Preis für den kleinen 8-stimmigen sollte allerdings bei $6000 liegen, der 16-stimmige möchte mit $8000 durchfinanziert werden, es wird also kein billiges Vergnügen, aber das ist bei Moog auch kaum von irgendjemandem vermutet worden, oder?

Ob das stimmt, wissen wir nicht – aber es wirkt wie etwas, was durchaus realistisch sein könnte und die Gerüchte sprechen schon länger, dass ein solcher großer polyphoner Synthesizer auf dem Weg ist. Wie er aussieht ist absolut unklar, daher haben auch wir kein konkretes Bild.

Der kleinste analoge polyphone Synthesizer?

John Krischer Synth

Krischer aus Paris bietet einen dreistimmigen Synthesizer für gute 60 Euro an. Wie geht das und wieso hat er nur 3 Knöpfe?

Nun, es sind nur stehende Töne, es gibt kein Filter sondern einfach drei stimmbare Oszillatoren. Der Begriff Synthesizer wäre eigentlich nicht angemessen, denn dann müsste man eine gewisse Mindestanforderung haben wie etwa auch eine Lautstärkensteuerung und etwas, was den Klang beeinflusst. Es ist eigentlich ein Gerät mit drei Oszillatoren, die man stimmen kann. Daher kann man auch „polyphon“ sagen, da es ja unabhängig stimmbar ist.

Krischer Polyphonic analog Synthesizer

Postitiv gesagt ist das aber eine mögliche Grundlage für Flächen und kostet eher ein Taschengeld. Das kleine Teil gibt es in zwei Ausführungen, nämlich mit CV Anschluss, rot und für etwas mehr, jedoch noch immer unter 100 Euro oder in einem feurigen mausgrau bis spacegrau und leichtem Hang ins etwas grauere Grau. Aber im Ganzen Grau wäre die besagte 59-Euro-Maschinerie. Wie man an den fast monsterhaften Anschlüssen erkennen kann, ist das Gerät nicht groß und daher faktisch Begleiter für den Proberaum, stehende Akkorde und Hypnotisierendes.

Kaufen kann man es bei Reverb, nicht über eine eigene Website. Demzufolge gibt es auch keine spezielle Site dafür, sondern genau hier gibt es weitere Information dazu. Der Hersteller ist John Krischer.

Die orange-rote CV-Version kostet 79 Euro, die normale Version 59 Euro. Im Video ist die Farbe übrigens rötlicher, auf Bildern hingegen klar orange.

Die CV-Version enthält kein Gate, da es auch keine Hüllkurven oder VCAs gibt. Deshalb ist und sind es zwei CV-Eingänge. Damit wäre es ein duophoner Synthesizer mit einem festen dritten Oszillator, um wirklich genau und exakt zu bleiben. Es ist trotzdem nett, die Idee „polyphoner Synthesizer“ in dieses Extrem zu bringen. Aber es ist vielleicht ein kleinwenig schöner dargestellt, als es ist. Aber klingen tut er trotzdem, hier eine Kostprobe:

Video

Sequential Prophet X – Sampler mit Synthesizer aufgetaucht

sequential-circuits-prophet-x

Mit diesem Video zeigt Dave Smith einen Vorgeschmack auf einen neuen sampling Synthesizer unter dem Sequential-Label-Namen.

Man sieht wenig, die Optik erinnert aber an den unter dem Namen Dave Smith Instruments angebotenen Rev 2 und dessen Vorgänger. Der Name steht ja bisher nur für den Prophet-6 und dem OB-6, also „an Klassikern“ orientierten Synthesizern mit mehreren Stimmen und in analoger Bauform. So wird das auch hier sein.

Sequential Prophet X – ein Videoclip macht neugierig

Man wird nicht  sehr gut informiert, sondern erstmal nur ein wenig angeregt – hier ist der Clip.

Und mehr wird man sicher auf der Superbooth sehen und hören. Preise und Verfügbarkeit weiss keiner. Noch keiner.

Aber was man sehen kann, ist sehr stark das, was man auch erwartet. Die Frage ist, inwieweit sich der Prophet X von den anderen Angeboten aus gleichem Hause unterscheidet und wie viele Stimmen er haben wird.

Dass man dort „Instrument“-Regler neben Oszillator 1 und 2 findet, könnte auf eine Sampling-Engine hinweisen. Und genau das wäre das total „andere“, was bisher nur wenige wirklich tun, außer Waldorf mit dem Quantum, der eine vollständige Sampling und sogar Granular-Sampling Engine hat. Jedenfalls „riecht“ der Prophet X nach Sampling mit analoger Filterung oder Unterstützung von klassischen Oszillatoren. Sampling also – das ist das Neue hier!

Video

NAMM 2018: Ein unbekannter Synthesizer? Ein CS-80 B? Ein Virus?

Black Corporation Synth

Die Optik erinnert an einen Access Virus C und ein bisschen auch an Hypersynth Xenophone. Was ist das? Ein CS-80 in neuem Gewande.

Black Corporation zeigen sich eindeutig verbunden mit Deckard’s Dream, dem achtstimmigen CS-80-Clone. Bisher war das ein DIY-Synthesizer. Nun, welchen Teil die Black Corporation spielt, die in dem Instragram-Bild auch verlinkt ist, müssen wir noch herausfinden. Offenbar sind sie aber die eigentlichen Hersteller.

Ein Desktop-CS-80

Der gezeigte Synthesizer ist offensichtlich ebenfalls achtstimmig und analog. Folglich handelt es sich wohl um ein Desktop des CS-80 und hat einen neuen Namen bekommen, denn die Struktur besteht aus zwei Oszillatoren, zwei LFOs und auch zwei Filtern mit Resonanz, was der Idee des CS-80 sehr nahe kommt. Eine Modulationsmatrix ist in Form von Tastern zu sehen, wo diverse Ziele zu sehen sind. Hier sind die beiden Filter als LPF und HPF zu erkennen, es ist erneut offenbar die Struktur des CS-80.

Black Corporation

Damit wird es wohl eine kompakte Version von Deckard’s Dream geben, die zudem mit zwei ADSR-Hüllkurven und Waveform-Morphing ausgestattet ist. Dazu hat man von Yamaha eine leicht spezielle Anordnung übernommen, die die Modulations-bezogenen Knöpfe nach links beordert und dennoch auch die der beiden VCAs, was auf das 2-Channel-System von Yamaha hinweist. Und einen Suboszillator gibt es obendrein dazu. Die beiden LFOs haben eine AD-Hüllkurve integriert, um ihn ein- und ausfaden zu lassen.

Ein einfaches Display scheint für Zahlen da zu sein oder als OLED vielleicht auch etwas mehr darstellen zu können. Das scheint eine interessante Weiterenwicklung zu sein. Was sie kostet, wo es sie zu kaufen gibt und wann es sie geben wird, wissen wir noch nicht, aber es wird Deckard’s Daughter heißen können.

Polyphone Eurorack-Module von Doepfer

Doepfer Module Poly

Polyphonie und modulare Synthesizer – das geht nicht gut, weil man bekanntlich für jede Stimme auch ein komplettes Set an Modulen benötigt. Das Problem hat Doepfer erkannt.

Der eigentliche Haken ist, dass man auch ein einfaches Patch mit einem Oszillator, einem Filter und einem VCA mit den dazugehörigen Hüllkurven jeweils aufbauen muss. Genau das machen die neuen polyphonen Module von Doepfer auch. Sie sind alle vierfach ausgelegt. Die Module können das vierfache ihrer normalen Versionen und sind damit hochkomplex. Die Struktur hingegen ist wegen dieser doch sehr kompakten Serie klassisch. Und so passt ein vierstimmiges System dann schon in einen einzigen Rahmen.

Was ist noch möglich mit den Poly-Modulen?

Ein kleiner Tipp dazu ist noch, dass man die einzelnen Stimmen alle trotzdem auf gleiche Weise stecken und einstellen muss. Dies ist natürlich schon ein wenig mehr Arbeit als nur eine einzige Stimme zu bauen. Jedoch würde die Verkabelung symmetrisch und identisch auch optisch schnell auffallen. Interessant sind auch leicht verschiedene Stimmen-Setups oder Dinge, die man in der Modularwelt vielleicht nicht angedacht hat wie Dual-Layering und echtes Unisono oder ähnliches. Auch sind natürlich 4 total verschieden klingende Patches möglich, die man einfach nur kompakt aufbauen kann. Es gibt also mehr als eine Anwendung für die Poly-Modul-Serie.

Weitere Module mit „viel drin“

Neben den polyphonen gibt es auch zwei ganz normale klassische weitere Module, nämlich eine Doppel-Hüllkurve mit ADSR-Charakteristik sowie ein VCA und eine einfache AD/AR-Hüllkurve in einem Modul zusammen, was sich für Drums hervorragend anbieten würde und für alle, die innerhalb des Modulars mehrere kompakte Module für eine kleine individuelle Drummachine oder Bassline suchen.

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