Recovery Effects – Vier Oszillatoren in einem Modul – Jupiter Spirits 4 Voice

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Modularsysteme sind groß und ausladend, oder nicht? Zunehmend werden immer mehr Elemente integriert und die Systeme können endlich kompakter werden. Vier VCOs in einem Modul gereichen zu Polyphonie oder einem sehr fetten Basissound mit analoger Urgewalt.

Die Curtis-Wiederauferstehung ermöglicht vieles, auch mehrere Oszillatoren analoger Bauart vom Typ 3340 zu verbauen. Das ist jener, der auch in Prophet und Pro One arbeitet.

Die vier Module sind dicht gepackt, allerdings fehlt ihnen eine Pulsbreitenmodulations-Steuerung, was auch daran liegt, dass man tatsächlich nur Dreieck und Sägezahn hergeben will. Die Idee zu diesem Oszillator stammt offenbar vom Crumar Spirit, dem von Moog ersonnenen Synthesizer, dem Jupiter 4 und dem SH101. Alle vier Oszillatoren kann man feinstimmen, weshalb man allerdings auf das Rechteck per se verzichtet, ist nicht bekannt. Der Platz könnte ein Grund dafür sein.

Invincible Spirit

Neben der Idee polyphon zu arbeiten lässt sich natürlich auch eine Vierer-Gruppe von Oszillatoren sehr fett machen durch simples gegeneinander verstimmen. Das kennt man von Korgs Mono/Poly recht gut und kann sehr gewaltig sein. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass die Wiederverfügbarkeit der Curtis Chips eine große Menge an bezahlbaren analogen Modulen zurück gebracht ha, sie zeigt auch, wie wichtig es ist, dass es die noch lange geben wird.

Weitere Information

Recovery Effects hat eine Website und dort findet man den Preis von $229, was für vier Oszillatoren ziemlich wenig, wenn nicht sogar günstig zu nennen ist.

Video

 

Novation Circuit 1.8 Update – interessant auch für externe Hardware

Novation Circuit 1.8Novation Circuit 1.8

Die Firma Novation pflegt ihre Geräte gut und offenbar regelmäßig, denn nun kommt das Novation Circuit 1.8 Update mit ein paar nützlichen Neuerungen und Verbesserungen. Die verbesserten Bereiche sind MIDI, Auflösung im Timing, Polyphonie und Dynamik.

Der Circuit ist günstig, hat zwei sechstimmig-polyphone Synthesizer-Parts und vier Drums, die dank eines früheren Updates auch mit eigenen Samples versorgt werden können. Nur bisher konnte man nicht für alle einen individuellen MIDI-Kanal setzen, was nun geht und vorher vielleicht so manchem Performer fehlte. Selbst wenn man schon eine Groovebox oder Sequencer im Einsatz hat, so verstehen viele leider nicht die Polyphonie, was Circuit ja zweifach anbietet und damit eine gute Ergänzung sein könnte.

Mehr davon

Bisher konnte man nur in Echtzeit oder auch mit Step-Recording arbeiten und hatte dadurch immer eine quantisierte Aufnahme. Alles exakt. Aber wenn man das nicht möchte, kann man das nun auch einstellen. Microsteps machen es möglich und man kann sie auch später editieren, sodass leicht vorgezogene Noten kein Problem mehr sind.

Dynamik!

Für die Polyphonie gibt es auch Neuigkeiten bei Velocity-Werten. Das Step-System machte es bisher leichter, für alle Töne auf der gleichen Step-Zählzeit auch gleiche Anschlagdynamik zu verwenden. Das ist jetzt individuell einstellbar und rückt sich von Electribe und Elektron ab.

Novation Circuit 1.8 Update – Wie geht es?

Das Update selbst ist kostenlos und über den „Novation’s Components Content Manager“ einfach in den Circuit zu laden. Da es heute fertig ist, kannst du also damit jetzt anfangen.

Wo gibt es das?

Novations Website hält das Update bereit.

Modal Craft Synth bekommt Updates: Polyphonie!

Modal Craft Synth Poly-Update

Wenn heute ein Hardware-Synthesizer ein Update bekommt, passiert das seltener als früher bei Waldorf und Access. Man fühlt sich damit, als hätte man einen neuen Synthesizer gekauft und freut sich ein Bein ab. Jetzt ist der Craft Synth von Modal dran.

Modal ist bekannt für sehr teure Synthesizer. Mit dem Craft haben sie schon vor einiger Zeit einen interessanten Gegenentwurf zu Volcas, Moog Werkstatt und Co. gemacht. Dabei kann der Craft durchaus mehr und ist ein DSP-Synth für wenig Geld, nämlich knapp unter 90€. Er hat 2 Oszillatoren und Hüllkurven und einige interessanten Möglichkeiten. Und obwohl er optisch wie eine Art Haus vom Nikolaus aus Platinen aussieht, klingt er doch sehr überzeugend.

Wer kauft schon 3 Modal Craft Synths?

So könnte man sich 3 davon kaufen, um sie zu einem dreistimmigen Synthesizer zu verkoppeln. Sicher kann man sich für 399€ einen Boutique-Synth à la SH01A (also einen SH101) mit vier Stimmen kaufen. Aber der kann eigentlich weniger als der Craft Synthesizer – zumal man vielleicht mit 2 oder 3 auch auskommen könnte. Ich glaube jedenfalls, dass nur wenige viel mehr als 3 Crafts kaufen werden, oder? Es ist schließlich eher ein “Gadget”.

Außerdem erhält man nun MIDI via Bluetooth und kann die Clock weiterreichen. Damit kann man den Editor, den es auch als App gibt, über die Luft mit dem Craft verbinden. Insgesamt sind die Kommunikation und der Grafikaufbau sowie die eigentliche Übertragung jetzt schneller und flüssiger und Klänge werden beim Editieren nicht unterbrochen.

Wie wär’s mit regelmäßigen Updates von allen?

Interessant ist, dass so ein Gadget heute so klingen kann und dass die Hersteller sowas nicht nur als Gimmick bringen, sondern es auch pflegen. Man könnte und sollte hoffen, dass auch Hersteller wie Roland und Korg mehr Pflege betreiben. Und eigentlich wäre im Zeitalter von einem iOs- und macOS-Update pro Jahr auch bei Hardware angebracht, solche Zyklen einzuführen und diese auch einfach anzubieten. Ein sehr großes Abschlussupdate kann man dann sogar nach 5 Jahren noch einmal für einen geringen Preis anbieten.

Allerdings haben das Waldorf und Access nie für einen Preis gemacht, sondern ganze Filtertypen und wirklich wesentliche Funktionalitäten mit eingebracht, sodass man wirklich glücklich war, diesen Synthesizer gekauft zu haben. So auch hier.

Natürlich sind das meiste Bugfixes und Verbesserungen, aber es gibt sie! Und es ist Modal nicht egal. Das ist gut. Bitte weitermachen und nicht aufhören. Und die Poly-Chain dürfte dennoch eine willkommene Sache sein. Na? Wer kauft sich einen zweiten? 87 Euro?

Modal Produktwebsite