Otto’s Eurorack-Selbstbaustelle – Simple VCO-Kochanleitung für ALLE

Ottos DIY intech-VCO cookbook

Wie „koche“ ich mir einen eigenen VCO fürs Eurorack? Das zeigt Ottos DIY bzw. Intech mit dem DIY Cookbook. 

Ottos DIY Cookbook

Intech Studio zeigt mit der „Otto’s DIY„-Serie immer wieder, wie man mit einfacher Lochraster-Platine und ein paar Bauteilen etwas aufbauen kann. Mit dem VCO Cookbook möchte Intech zeigen, dass es menschenmöglich ist, so etwas wirklich selbst zu machen. Die Bauteile gibt es natürlich dazu. Insgesamt vier Lochrasterplatinen sind enthalten. Die kann man hintereinander bauen und am Ende ist das Modul gar nicht mal so dick.

Der gesamte Baukasten kostet knapp unter 45 US-Dollar mit Platinen, Widerständen, ICs, Potis und Buchsen. Porto kommt hierzulande noch drauf – es kommt aus Ungarn. Im Video kann man bereits einige andere Module aufgebaut sehen und bekommt einen Eindruck von den Möglichkeiten des „einfachen VCOs“. Als Beweis der allgemeinen Zuneigung kann man den ersten Teil der Anleitung auch kostenlos lesen, den Rest nach Einwurf der Kosten für die Bauteile.

Eine tolle Idee! Günstig, einfach und ohne spezielle Frontplatten. Vielleicht kann man eines Tages ein komplettes Modulsystem auf gleiche Weise aufbauen. Das wäre dann nicht nur unfassbar günstig, man hat dann auch einfach dieses schöne Gefühl alles wirklich selbst gemacht zu haben.

Und nein, man muss keinem Fernsehkoch dafür in die Augen gucken, es ist keine Zeit für Langeweile, Lötkolben raus – loslegen! So geht das!

Mehr Information

  • Die „Cookbook“ Website.
  • Das Cookbook herunterladen kann man hier.
  • Den Bausatz kaufen ist hier möglich.

Video

Pittsburgh Modular Microvolt 3900 Synthesizer Now Shipping

Pittsburgh Modular is now shipping the Microvolt 3900 analog synthesizer, a new design that they describe as ‘a love letter to the analog monosynth’.… Read More Pittsburgh Modular Microvolt 3900 Synthesizer Now Shipping

VCO und LFO: Fraktale Geräusche aus Sonic Potions Malaclypse

Sonic Potions Malaclypse

Kalisti, liebe Dicordianer! Sonic Potions startet nun die Modulreihe, die man nicht mehr selbst löten muss. Es geht um Fraktale Geräusche die als LFO und Oszillator verwendet werden können. Die Algorithmen dazu stammen aus der Grafik-Programmierung.

Malaclypse

Sonic Potions ist der Kopf hinter der sehr innovativen Drummachine LXR, die sehr viele Funktionen im Bereich Substeps und Auflösung anbieten kann, die andere noch nicht haben. Es gab nur immer einen Haken bei der LXR und den Modulen: Es gab sie nur als Bausatz. Das hat endlich ein Ende und normale Leute können in gut einem Monat das erste Serien-Modul erhalten.

Malaclypse heißt das Modul und ist ein Oszillator und LFO, denn die Frequenz lässt sich sehr weitreichend einstellen und vorjustieren. Die Klänge bestehen eigentlich aus Noises, die aus der Grafik stammen. Das klingt auf jeden Fall unverbrauch und reicht von „rauschhafter“ bis tonaler Struktur. Die Basis bilden fünf Schwingungsformen, die über Similarity und drei weitere Parameter verändert werden können. Eine wahre Fundgrube an Sounds, die sich nur schwer als Text beschreiben lässt. Alles ist per CV steuerbar, intern wird eine Clock generiert, die intern arbeitet, aber auch das Modul als Slave laufen lassen kann.

Wer Module wie Wogglebug, Math und Co. mochte, wird hier noch musikalischere Angebote vorfinden.

Sonic Potions wirbt damit, dass das Modul noch vor BER, dem Flughafen, fertig werden soll. Genauer gesagt in einem Monat. Preislich soll es sich in der Region um 300 Euro bewegen. Weitere Module sollen folgen – etwa ein Touch-Sensor-Feld zur Fernsteuerung von Buchla Easel. Oder ein Modul mit acht Touchpads. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Es gibt vier neue Module von MFB! Darunter der Visual VCA!

MFB module

Hui, überraschend erreichte mich ein kleines Demorack von vier neuen Modulen von MFB. Es wird sie zur Superbooth geben.

Gleich ein kleines System gibt es von MFB mit komplett neuen Modulen, die alle unter 100 Euro kosten.

4 neue MFB Module

Das sind zum einen ein neues VCA mit einem OLED- Display. Dort gibt es eine Intervalleinstellung und ein eingebautes Oszilloskop. Es liefert auch die Abschwächen gleich mit, so wie übrigens die anderen Module auch. Wie immer sind die Module gut durchdacht. Das Modul kostet 89,- Euro.

ADSR heißt der klassische Hüllkurvengenerator mit Überblendung zwischen logarithmischer und linearer Kennlinie, dadurch erscheint es von knackig bis flächig. Außerdem gibt es eine Loop-Funktion und CV Eingänge für Attack, Decay und Release. Der Preis liegt bei 79,- Euro

Das Filter ist ein analoges 24dB-Tiefpassfilter und als Kaskadenfilter mit dem SSI2144 umgesetzt. Es gibt einen 2dB-Ausgang umschaltbar auf LP und BP. Die Resonanz kann man modulieren und das Modul kostet 99,- Euro

Das VCO/DCO ist ein analoger VCO, das umschaltbar auf DCO ist. Sehr gut ist, dass ein FM-Eingang vorgesehen ist. Die Schwingungsformen werden überblendet (gemorpht) und können per Steuerspannung verändert werden. Der Preis ist bei 99,- Euro, und damit kann man allen vier Modulen klar einen sehr fairen Preis bescheinigen. Es braucht also kein Behringer mit ihren Modulclones, damit es solche günstigen Module gibt.

MFBerlin ist auf der Superbooth und natürlich auch im Web zu erreichen.

ACL Intros ‘Monster VCO’ For Eurorack Modular Synthesizers

Audiophile Circuits League (ACL) has introduced the Multi-Function Discrete VCO – a ‘monster VCO’ with multi-waveform sub-oscillator. … Read More ACL Intros ‘Monster VCO’ For Eurorack Modular Synthesizers

Pittsburgh mit neuem speziellen VCO-Konzept: Primary Oscillator

pittsburgh-modular-primary-oscillator

Pittsburgh kündigt sehr rechtzeitig vor der Superbooth noch einen Oszillator an, der eine spezielle Oberfläche hat …

Immer wieder versucht man eine andere Idee zu haben, wie die Grundwellen bereit gestellt werden und wie vielleicht darüber hinaus auch mehr möglich ist, ohne dass man mehr wirkliche Bedienelemente benötigt. Genau das ist hier auch der Ansatz beim Pittsburgh Primary Oscillator.

Pittsburgh Primary Oscillator

Es hat insgesamt 3 Fader und seine Tuning-Möglichkeit begrenzt sich nicht auf das simple Stimmen per Grob- und Feinstimmung. Es gibt auch einen Harmonie-Sine -Taster, der andeutet, dass man hier auch nach der harmonischen Obertonreihe stimmen kann. Das ist für FM hochinteressant, da die Stimmung auch bei FM-Synthesizern nach der dieser natürlichen Obertonreihe erfolgt.

Bei den drei Fadern findet man die Bezeichnungen Blade, Fragments und Timbre. Darunter jeweils analog Shape/PW, Density und Depth. Damit gibt es offenbar schon einmal Pulsbreitenmodulation und anhand der Wellenaufdrucke lässt sich ablesen, welche Funktion die Fader haben. Hier gibt es offensichtlich Shaping und Timbre deutet auf eine Buchla-esque Filter-ähnliche Wirkung hin, die offenbar mehr Obertöne erzeugen kann, was an den nun doppelt aufgedruckten Wellen abzulesen ist.

Das ist zumindest was man vermuten müsste. Eine Beschreibung kommt nämlich nicht nicht mit bei dem Instagram-Posting von Pittsburgh. Die Fragments-Abteilung ist mehr auf Veränderung der Welle aus und erzeugt ebenfalls Obertöne. Die Zusätze mit Blade on, Sin on/off sind vermutlich die beeinflussenden Shaping-Waves die das Material entsprechend verbiegen anhand der Stellung mehr oder weniger.

Das klingt recht vielversprechend und auch irgendwie neuartig. Alle Elemente lassen sich per Steuerspannung modulieren und es gibt für Sinus und Sägezahn einen eigenen Ausgang, genau wie für die Pulsbreitenmodulation und Fragments und Timbre.

Das Shape da nicht vorkommt, ist wohl begründet durch den Pulse-Ausgang. Ein Sync-Eingang ist auch vorhanden und ein FM/CV-Eingang neben dem Pitch-Eingang deutet lineare FM an. Wie der VCO seine Wellen erzeugt ist noch nicht bekannt, aber das werden wir in Berlin dann herausfinden …

Infos

Aemit – Ein besonderes Modular-System Post-Buchla

Aemit Modular System

Guy Drieghe ist ein kreativer Geist, der schon so etwas wie ein Urgestein der Synthesizer-Szene ist. Immer wieder gibt es interessante Hardware. Nun auch auch komplettes Modulsystem namens Aemit. Den Anfang machen ein EVC Filter, der wie ein Oberheim SEM auf Steroiden daher kommt und ein Variphase, ein Super-VCO/LFO.

Guy Drieghe?

Bekannt wurde er durch eine Art Zusatzkarte für Buchla. Aber schauen wir mal genauer bei Aemit. Es gibt inzwischen schon eine Reihe von Modulen und ein Gesamtkonzept für ein vollständiges System. Wie immer geht es hier um Details, sinnvolle und akkurate Steuerung und natürlich auch den Klang selbst.

Den Namen Guy Drieghe habe ich zum ersten Mal auf einem Cover von The Klinik gelesen, wer viel über die Belgische Elektro-Szene wissen will, sollte und kann ihn befragen.

Aemit Module

Aemit Module

Schaut man sich die Module an, findet man aufgeräumte und gut beschriftetes Design. Das EVC Filter ist von 6 bis 24 dB / Oktave fließend einstellbar und bringt Tief-, Hoch- und Bandpass getrennt regelbar sowie steuerbare Resonanz mit. Die Schaltung ist ein bisschen wie die des Oberheim SEM, jedoch massiv erweitert, weshalb sie auch bis 24 und nicht nur bis 12 dB / Oktave reicht. Die Steuerung kann auch oktavrein sein, deshalb findet man auch einen V/Oct-Eingang neben den beiden FM-Eingängen.

Ein anderes interessantes Modul ist Variphase, eine Art Super-VCO/LFO mit sehr genau einstellbarer Phasenlage, Modulation und Wahl von 7 Schwingungsformen. Deren Steuerung enthält AM, PM, lineare FM und natürlich V/Okt, damit ist das Modul absolut FM-tauglich und noch mehr PM-tauglich denn die Phasenlage ist komplett und genau steuerbar und hat mehrere Ausgänge für verschiedene Phasenlagen.

Wer gern sehr weit denkt und über das was analoge Synthesizer so können hinaus gehen möchte, wird mit dem Aemit sicher einen guten Weg an der Westküste finden. Post-Buchla!

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Mutable zeigt Nachfolger des Braids-Moduls: Plaits

Mutable Plaits

Ein sehr beliebtes Oszillator-Modul war Braids, und es wurde natürlich nicht einfach gestrichen sondern neu gemacht. Das Ergebnis ist kleiner und günstiger: Plaits.

Das ist möglich, da man auf das Display verzichten kann, welches ohnehin nur die Betriebsart angezeigt hat. Dies wird jetzt durch eine LED-Kette erledigt und ist damit natürlich auch schmaler geworden. Dadurch kann man alles günstiger bauen.

Plaits – der Braids-Nachfolger

Die bekannten Modelle wie Physical Modelling Typen sind nach wie vor drin, aber es gibt auch weitere neue Elemente, besonders für Drums. Damit ist das Modul nun auch nebenbei ein Drum-Synthesizer, ohne dass das irgendetwas „extra“ kostet.

Aber man kann das VCO-Model jetzt per Steuerspannung auswählen (neu), und dazu sind nun drei CV-Eingänge frei modulierbar. Nun gibt es Saiten-Modelle, Drums und mehr, aber es enthält dennoch eine interne Decay-Hüllkurve, die man aber durch ein externes Modul ersetzen kann. Das ist nicht nur clever, sondern es gibt deutlich mehr, was das Modul insgesamt bietet. Das spart einige weitere! So kann man sich nun mit einigen Plaids einen schönen Drumcomputer zusammenbasteln, der ausschließlich im Eurorack funktioniert.

16 Oszillatormodelle, darunter FM, Shaping, Additiv, Akkorde, Formant, Granular-Wave und Karplus Strong, Bassdrum, Snare, HiHats und mehr …

Video

… werden hier vorgeführt:

Erica Synths Graphic VCO Lets You Draw Your Own Waveshapes

Erica Synths has introduced the Graphic VCO – a new Euro module that lets you draw your own waveforms, morph between two selected waves and more.… Read More Erica Synths Graphic VCO Lets You Draw Your Own Waveshapes

Halcyon Miasma will Klassiker-Oszillatoren schöner machen

Halcyon Miasma

Miasma ist ein Oszillator-Modul, das bewusst den Curtis Sound der Klassiker bereit stellen möchte – SH101, SCI Pro One / Prophet 5 und andere.

Ist das nicht etwas, was schon hundert andere gemacht haben? Witzigerweise ist in der Modulwelt ein ganz anderer Trend als der der des Schönklangs oder der Simulation im Vordergrund. Da waren oft eher Buchla und Serge die großen Vorbilder als Moog, Roland und Co.

Es gibt deshalb in dem Format zwar Angebote, jedoch kaum solche, die etwa das zulassen würden, was man sich naiv unter einem Modulsystem vorstellt. Die Zusammenstellung eines Synthesizers, der mit Pro-One Oszillatoren in ein Moog-Filter gehen, und mit 4 LFOs und 3 Hüllkurven arbeitet und die VCAs reagieren bitte so wie der Jupiter 4. Das ist alles bereits existierende Technik, dennoch gibt es diese Konstellation noch nicht.

Da greift Miasma ein, es bietet die drei klassischen Schwingungsformen, Pulsbreitenmodulation und zur Freude bei Klangschaffenden eine interne Crossmodulation an. Außerdem ist die harte und weiche Synchronisation der Oszillatoren möglich, wie man sie vom Oberheim Matrix 6 kennt. Damit kann man zwar auch schneidende Leads und Bässe erstellen, sie sind nur nicht so extrem wie die bekannten Leadsounds.

Crossmodulation heißt natürlich, dass ein Doppeloszillator verbaut ist. Dazu kommt ein Suboszillator – und damit ist der komplette Bereich von klassischen Synthesizern abgedeckt. Und die Sounds aus dem Demovideo bestätigen das!

Das Modul ist fertig entwickelt und soll über Crowdfunding realisiert werden. Der Preis für ein Modul ist etwa 283 Euro, jedoch muss das Ziel von 16000 USD erreicht werden.

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Video