Guide to Modular Worlds vs. Modular Sound Synthesis on the Moon – 2 Modular Buch-Tipps

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Heute mal zwei Bücher über Modular-Synthesizer in englischer Sprache als Tipp. Das sind Modular Worlds vs. Modular Sound Synthesis on the Moon.

Wie üblich startet man hier mit ein paar Basics in beiden Büchern und rundet das so weit ab, dass man Lust bekommt selbst die Hand anzulegen. Beide Bücher stammen von zwei Autoren. Im ersten Fall (Moon) sind das Anna Martinova („Tulpa Dusha“) and Pete Johnston von „Bantu Sound“. Im zweiten Falle (Modular Worlds) Ulf Kaiser, der als Keys-Autor bekannter sein dürfte und Rolf-Dieter Lieb, der im SynMag – Das Synthesizer-Magazin schreibt und damit beide eher aus der Journalisten-Ecke stammen. Ich möchte noch wegen der Transparenz erklären, dass ich Gründer des SynMag Print-Magazins bin und dennoch nichts mit dem Modular-Buch zu tun habe. Im Zweifel sollte man mir da aber nicht zu sehr trauen.

Modular Sound Synthesis on the Moon

In Moon-Modular-Buch (ohne Bezug auf den gleichnamigen Hersteller) geht es um komplexe Patches und wie man sie herstellt, berührt die Aspekte wie man live oder für das eigene Album Performance mit dem Modular angehen könnte aber auch um die grundlegenden Syntheseformen, die in einem Modularsystem möglich sind. Dann sind noch Blicke auf Setups für das Studio und den Betrieb ohne Bühne ein Thema, da gerade das Modulsystem hier wandelbar ist und nicht auf Transport optimiert sein muss. Außerdem gibt es auch ein Kapitel über die Verwendung der Modular-Synthesizer in der Post-Produktion und damit als Bearbeitungselement oder um damit einige klassische Sounds „auszutauschen“ und endet in der Idee auch kleine Taschensynthesizer selbst herzustellen.

A Guide to Modular Worlds

Hier gibt es eine Einordnung und Aussichten der aktuellen Einschätzung zu lesen, die bis hin zu MPE in Modularsystemen reicht und die Grundlagen grundsätzlich auf diesem Wege mit erklärt. Etwas später folgen Interviews mit Künstlern und Herstellern wie Jean-Michel Jarre, NIN’s Charlie Clouser oder den Machern hinter ACL, Jomox, Moog, Endorphin.es oder Erica Synths (und weitere). Man bekommt also einen Background über die Macher und Entwickler hinter den Systemen. Man bekommt einen Einblick in aktuelle Denkweisen und Ideen der verschiedenen Systeme bis hin zu Software-Modulars von G2 bis VCV-Rack und liest über Selbstbau-Enthusiasten. Dies ist so etwas wie das Gegenstück zu Vintage Synthesizers von Mark Vail jedoch auf Modular-Synthesizer spezialisiert. Das Mark-Vail Buch sollte übrigens jeder „Nerd“ mal in der Hand gehabt haben, denn dort liest man viel über die Geschichte der wichtigsten Firmen.

Weitere Information

Moon: Das Buch kostet 60€ und kann über die Website bestellt werden.
Das Modular Worlds Buch bekommt man für 29.99€ über diesen Webshop.

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Producing With Reference tutorial course by W.A. Production

WA Production Producing with Reference

W.A. Production has released a new course titled Producing With Reference, a 4-part video tutorial on references for your music productions. In this course we are looking into the process of producing a track, using a variety of references. Starting with a broad reference such as genre-specific, down to the last detail of producing using […]

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Top 5 – die interessantesten Oszillator-Module fürs Eurorack Modular-System

Top5 Oszillator Module EurorackTop5 Oszillator Module Eurorack

Bei Modulen kann man sehr viele Richtungen einnehmen. Auch wenn man sich die aktuellen Oszillator-Angebote ansieht, gibt es ganz sicher mehrere klare Trends, wie etwa viel mehr Granular-Sampling, viel digitalen Einsatz und hat längst die Thematik von West-vs.Ostküsten-Philosophie längst verinnerlicht. Man versucht abgefahrenere Synthese oder schlicht andere als „Standard VCOs“ anzubieten.

Wonach haben wir gesucht?

Damit verwandelt sich das Modularsystem nicht nur kategorisch anders sondern erlaubt auch Alternativen zu Kompaktsynthesizern selbst zu bauen, die nie angeboten wurden oder werden. Deshalb ist eine Alternative zu etwas wie dem Arturia Microfreak aber mit besseren Filtern oder ähnlichem (mehr Hüllkurven, LFOs oder mit anderen Features oder zB mit 3 Oszillatoren. Das ist die große Stärke und oft reicht da ein komplexes Oszillatormodul schon aus. Wir haben also mal gesucht und eher nach diesem „anders-sein“-Aspekt geschaut. Wenn etwas gut klingt in klassischem Sinne ist das heute sicherlich dennoch auch nicht gerade schlechter geworden.

Diese klassisch-konservativen Module sind in dieser Liste nicht so stark berücksichtigt. Dem werden wir noch eine eigene Kategorie widmen. Wir sind uns bewusst, dass diese Art Module selten „günstig“ sind und somit eher bei 350€ starten. Wir planen auch eine weitere einfache Top-Liste, in der die klassisch-analogen und günstigeren Module auftauchen können.

Mutable Instruments Elements vs. Plaits

Dieses Modul ist ein Phänomen. Es bietet die mehr als die klassischen Synthesemethoden. Warum man es kauft, sind die vielen Oszillatormodelle, die nicht „normal“ sind. Dabei geht es um komplexe Obertöne, die mit wenigen Parametern zu durchfahren sind und damit etwas, was ganz allgemein ein Trend bei digitalen Synthesizern ist. Zumindest wenn man innovativ sein möchte. Das Modul gibt es schon länger. Plaits ist ein wenig mehr auf Percussion ausgerichtet, bietet aber eine ähnliche Denkweise (ältere Version: Braids, welches es auch als Simulation bereits gibt). Hier gibt es FM, Physical Modeling / Modale Synthese, Phase Distortion, Karplus Strong und einige mehr.

Mein erster Kauf für irgendein Modulsystem wäre definitiv immer ein Mutable Instruments Elements, (Sicherlich neben einem bis 100 VCAs, einem Mehrfach-LFO und einer bis drei Hüllkurven als Kombimodul) – damit wäre das Minimalmodularsystem schon fertig. Es eignet sich auch als eine Art Erweiterung auf der effektivsten Ebene sämtlicher Semi-Modularen vom System 1m bis hin zu den Dreadbox und Pittsburgh-Angeboten. Elements kostet aktuell 467€ und ist jeden verfluchten Cent wert, gibt es aber auch „kostenlos“ in der MiRack App als Software Emulation.

Mathias Kettner Droid System vs. Schlappi Engineering Three Body

Mathias Kettner droid

Das Droid-System aus Steuermodulen ist meiner Ansicht nach der Prototyp einer neuen Generation von vielleicht noch kommenden Wechselbalg-Modulen, die man frei definieren kann. Einige setzen auf Wechsel-Frontpanel, andere auf eine Art Minicomputer wie Monome Norns. Einige dieser Module sind selbst kleine Rechner (wie die meisten übrigens) oder aber sind eine Steuereinheit für oder in Zusammenarbeit mit Software wie VCV Rack. Diese Lösung ist autark und als User hat man einfach nur Module, die man per Skriptanweisung als Text so einrichtet, wie man sie braucht.

Ich will einen LFO und zwei Hüllkurven und einen Quantizer bitte und davon möchte ich das Tempo des Oszillators oder LFOs bitte auf einen Knopf und die Intensität auf den anderen gelegt haben und so weiter. Das macht das System und wird nicht sonderlich billig sein. Aber es wird mit dem flexiblen und modularen Steuerkonzept eines der flexibelsten sein, die sogar das Multitalent Disting von Expert Sleepers als das Ding mit noch mehr Scheren und Korkenziehern als Schweizer Taschenmesser überholen dürfte. Nun ist natürlich wahr, dass dieses Modul eher Hilfsmodule und Modulation bietet und nur in Teilen ein Oszillator ist. Die Eingabemodule bestehen aus 2 Potis und 8 Tastern (nicht im Bild). Aktuell werden Beta-Test-Systeme verteilt, das System ist aber bereits einsatzbereit. Die Kosten werden die 1k€ überschreiten, dennoch eine Vielzahl von Modulen sparen.

 

Schlappi Three Body

HAAALT! Dies ist eigentlich kein Oszillator-System, sondern ein „alles“ System und uns Wert hier aufzutauchen. Deshalb entschädigen wir dich auch direkt mit einem echten Oszillator: Schlappi Engineering Three Body  Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich um einen dreifachen Oszillator. Er ist zu FM und AM in der Lage und schafft das in exponentiell wie linear zusammen mit Phasenmodulation und Crossmodulation anzubieten. Schlappi-Module sind immer etwas anders, so auch hier. Es ist zwar auch zu LoFi Sounds in der Lage, es kann aber auch anders. Und es bietet vielfältige Kontrolle, was an den vielen Anschlüssen und Wellenformausgängen zu erkennen ist. Und ja, der Entwickler heißt wirklich Eric Schlappi.

Er ist noch nicht lieferbar, genau wie der Droid. Daher wird hier noch kein konkreter Preis gelistet, er kommt Ende des Jahres verzögert auf den Markt. Covid hat leider den Plan durcheinander geschmissen.

 

Frap Tools Brenso

Frap Tools - Brenso

FM gibt es in vielen Varianten. So beispielsweise von Industrial Music Electronics (Harvestman) und den vielen Buchla-nahen Doppel-Oszillatoren und sie alle bieten Thru-Zero FM an, also die steuerbare Frequenzmodulation, die wir haben wollen. Dazu kommen Folding und weiteren Variationen bieten dagegen Frap Tools aus Italien an. Mit ihren auch sonst sehr aufwendigen Modulangeboten sehr viel anbieten. Diese Oszillatoren sind analog und laufen mit Dreieck-Basiswellenform. Natürlich ist Sinus hier der Standard. Der Brenso kann auch als LFO dienen und es gibt interne Modulationsbusse um Ringmodulation und Amplituden-Modulation (AM) und den internen VCA zu verwenden. Außerdem gibt es noch Sync zwischen den Oszillatoren. Brenso ist wirklich weit mehr als nur „ein Oszillator“ bzw. Dual-Oszillator. 587€ kostet Brenso aktuell hier.

Erica Synths Röhren Fusion VCO V2

Erica Fusion VCO2 V2

Erica Fusion VCO2 V2

Lange nachdenken musste man. Röhren? Im Jahr 2020? Wieso ist das sinnvoll? Nun. Diese VCOs haben so einen Schub und Druck, wie ich sie jedenfalls woanders nicht all zu oft vernehmen durfte. Es gab einige Ansätze mit Röhren, die aber nur auf verschiedenste Weise Möööp von sich geben und eigentlich mehr ein Spaß für Ingenieure sind, aber dem Klang nichts hinzufügen außer Zeug, was lustig ist aber ich in keinem einzigen Stück einsetzen würde. Nicht so ist das bei diesem neueren VCO2 aus Erica Synths Röhrenserie. Das ist nicht nur für Industrial oder EBM, härterem Techno und ähnlichem spannend sondern für jeden Stil, weil man von weich bis hart alles machen kann und das auch einfach überzeugend und druckvoll klingt. Es braucht massiv Strom, aber es lohnt sich dafür das dicke Netzteil mit einzubauen. Dieser VCO V2 ist für 350€ zu haben.

4MS Stereo Triggered Sampler

4ms Triggered Sampler

Sampling mit granularer Technik ist mal komplex und mal schwer zu bedienen, mal nerdig und mal ziemlich eckig. Aber 4MS haben es geschafft, schon 2017 ein Modul zu bringen, was ohne Display eine gute Oberfläche zu finden und das Sampling „analog“ zu machen. Es speichert Samples auf (SD)-Card und hat damit eigentlich alles was es braucht um in einem Sample stehen zu bleiben ohne Fancy-Bling-Bling und funktional top. So ein Sample darf bis zu 4 GB lang sein und eine Menge von 600 Stück sollte wohl jeden Bedarf befriedigen können. Bis 96 kHz handelt es sich auch nicht gerade um ein LoFi-Tool sondern um solide Oszillatoren-Hardware. 437,68€ bei Schneidersladen kostet der Spaß.

 

Hinweis: Ja, es ist richtig, keiner der Module ist wirklich „billig“, aber ihr Geld wert. Wir überlegen uns deshalb noch eine zweite Liste zu machen, die günstigere Module bis maximal 295 € listet. Stay tuned.

*Artikel enthält Affiliate Links

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Molasses Industries Trypophyte – Minimaler Desktop und Eurorack-Synth

Molasses Industries TrypophyteMolasses Industries Trypophyte

Tryophyte ist sicher ein ungewöhnlicher Name. Man kann im Gegensatz zu der Optik durchaus sehr schöne Bandpass-Sounds damit erzeugen.

Touch-Steuerung für Intervalle und Sounds

Das Gerät hat einige Touch-Felder mit denen das Filter steuerbar ist und sich der Klang auch sonst ändern lässt. Es gibt für diese klanglichen Änderungen einen Frequenzteiler. Pro Touchfeld jeweils einer. Es klingt zwar ein bisschen nach FM, Shaping oder noch eher nach AM. Es gibt die Möglichkeit einfache tonale Minimelodien zu spielen. Die drei Pads bieten jeweils feste Intervalle, die so eine eigene kleine musikalische Skalierung hat.

Kein Noise-Random-Quälgeist

Was schön ist, ist das dies keine klassische Noise-Quietschkiste ist. Das Bandpass-Filter klingt einfach recht angenehm und der interessante Sound kommt durch die Interaktion mit dem Frequenzteiler-Prinzip, der den Hauposzillator beeinflusst.

Der Oszillator hat eine Pulswelle als Basis. Das Filter bietet Resonanz und eine Filtereckfrequenz, die beide per Touch gesteuert werden. Es scheint eine Art von Pulbreitenbeeinflussung zu geben. Das könnte aber auch ein Resultat der Divider sein.

Einschätzung

Um es präzise zu sagen, handelt es sich bei den Tonhöhen-Pads um andere als die Klang-Steuerungs-Sensoren, die sogar ganz anders aussahen. Es gibt insgesamt 5 Potis, davon ist mindestens eins für die Tonhöhe zuständig. Mehr kann man leider nicht sagen, außer dass mindestens eins der Potis auch klangliche Änderungen bringt. Die Kombination der Bespielung bringt aber recht brauchbare Ergebnisse.

Weitere Information

Im Reverb Shop gibt es die Eurorack-Version mit grünem Platinenlook für 83,35 €. Molasses haben ihren Sitz in den USA, genauer in Richmond. Eine Website gibt es dazu sonst allerdings nicht.

Video

Die Desktop Version

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