Rechteckiges Ding – Synthesizer mit Rambler und Fragezeichenknopf!

TINRS Rectangular ThingTINRS Rectangular Thing

This is not rocket science (TINRS) zeigen den neuen kleinen Synthesizer Rectangular Thing im Eurorack-Format. Es ist namensgerecht rechteckig und es enthält „Rambler“. Was zum Teufel ist ein Rambler?

Rectangular Thing

Curtis Chips machen es möglich: Ein kompletter Synthesizer mit je einer ADSR-Hüllkurve für Filter und Lautstärke, zwei Oszillatoren mit Soft- und Hard-Sync und einem Doppelfilter für Tief und Hochpass mit Resonanz im Stile des MS20. Mit MS20 ist nicht der Sound sondern die Anordnung Tiefpass und Hochpass gemeint. Es würde auch der Yamaha CS-Vergleich passen.

Die Oszillatoren nutzen die Schwingungsformen Sägezahn, Rechteck mit Pulsbreitenmodulation und Dreieck. Dazu kommt noch ein vierter Knopf mit Fragezeichen. Man darf selbst per Jumper auf der Rückseite bestimmen, was genau dort anliegt: Ein SuboszillatorRambler oder ein Saw-Pulse (ein wechselnder Zyklus zwischen Sägezahn und Rechteck, um neue Obertöne zu erhalten). Auch die Filter-Reihenfolge kann per Jumper getauscht werden. Intern haben beide Oszillatoren jeweils einen Suboszillator, der den Klang insgesamt fetter macht.

Der Rambler kehrt zurück

Der schon erwähnte Suboszillator wechselt in Audiogeschwindigkeit zwischen den beiden VCO hin und her. Auf kleinerer Ebene hat man den oben schon erwähnten Saw-Pulse, wenn man ihn per Jumper auf den Fragezeichen-Knopf legt (jeweils separat pro VCO).

700 Euro kostet das Modul. Nicht wenig, aber dafür bekommt man auch etwas jenseits der FM – schnelle VCO-umschaltung. Die Bestellung erfolgt etwas ungewöhnlich per E-Mail.

Mehr zu dem innovativen Synth-Modul kann man hier finden. Und es ist doch „Rocket Science“. Verdammte Nerds!

Video

Daniel Miller und der 4. Mute Synthesizer

Dirty Mute SynthDirty Mute Synth

Daniel Miller war lange der Chef von Mute und hat Bands wie Depeche Mode, Yazoo und das Mute Label groß gemacht. Einen Mute-Synthesizer gab es aber nicht, oder doch?

In einem älteren Video aus dem Jahre 2011 sieht man tatsächlich Daniel Miller, wie er mit John von Dirty Electronics einen einfachen Einplatinen-Synthesizer mit dem Namen Mute-Synth präsentiert. Er war schon immer sehr interessiert an neuen Synthesizern. Es handelte sich natürlich um einen Noise-Synth mit Sensorflächen und drei Chips, der nicht nach Depeche Mode oder The Normal klingt.

Der neue Mute

Die vierte Version ist deutlich umfangreicher, hat sogar sowas wie ein Design, ist aber dennoch ein Platinen-Synthesizer. Er hat unerwarteterweise einen Wavetable-Oszillator, den Krach-Kern, einen LFO, Filter und zwei Eingänge mit Mischsektion. Die sichtbaren Elemente sind so wenige, dass der Synth offenbar weitgehend auf einem Chip konzentriert werden kann. Der Punkt Cut-Up Brassage bedeutet eine Methode des programmierbaren Zufalls. Klingt ein wenig widersprüchlich, aber irgendwie interessant. Dieser Hintergrund ist besonders bei Mute und Daniel Miller extrem symbolisch, da dieser sehr klar von William S. Burroughs beeinflusst sind. Die Synthpop-Szene von Human League bis the Normal berufen sich auf ihn und auch Cabaret Voltaire pflegten diesen Stil bei ihren Videos.

Hack-bar

Das Gerät ist bewusst „Hackable“, kann also verändert und manipuliert werden. Außerdem ist es erweiterbar über einen Chip mit offenbar extra-schrägen Wellenformen. Es gibt sogar die Möglichkeit der Synchronisation von außen.

Übrigens ist dies mindestens der vierte Mute-Synth, es gab entsprechend viele Vorläufer mit weniger Aufwand aber dem gleichen Anliegen – Noise! Das Video zeigt den ersten Urtypen, von den neueren gibt es leider keine Video oder Audiobeispiele. Der neue ist ab dem 07. Dezember erhältlich und nach dem Motto „Mach Musik mit Programmcode und Kabeln“. Der Preis ist mit 89 Pfund, was knapp unter 100€ entspricht. Der Synth kann hier vorbestellt werden.

Die wichtigsten Punkte noch einmal als Liste:

  • 2 inputs/mixer
  • Cut-up – brassage (programmable)
  • Sequencer (programmable)
  • On-board wavetable synth (select sounds and algorithms)
  • Noise circuit
  • Filter (VCF) – bandpass/lowpass + resonance
  • LFO
  • Portamento
  • Control voltages +5v (programmable x5)
  • Touch and knob/pot controls
  • External sync
  • Battery powered (9v)
  • Headphone/line out
  • Artwork PCB
  • Hackable
  • Expandable – chip releases

Video (vom alten Mute-Synth)

Nuendo update intro new built-in tools for audio authoring of 360° videos

Steinberg Nuendo 8Steinberg has announced the immediate availability of Nuendo 8.3, a maintenance update that comes with various fixes and improvements. Nuendo 8.3 includes new functionality that allows for audio authoring of 360° videos without the need of 3rd party tools or plug-ins. The VST MultiPanner includes a new mode that supports Ambisonics channels. The Control Room […]

Making a patch tutorial & overview of DS Audio Diversion synth

PIB DS Audio Diversion overviewPlugin Boutique has published a video on the DS Audio Diversion synthesizer. In the video Joshua Casper shows you how to make a bell pluck sound with the excellent synthesizer instrument by Dmitry Sches. Along the way, you will learn about the synth itself. Including the Waveform editor, bus routing, FX, and modulation. Really you’ll […]

Circlefade CF1 – ein komplettes MIDI / CV Sequencer Studio

CF1 SequencerCF1 Sequencer

Was der Atari ST für MIDI war, ist der Circlefade CF1 für MIDI und CV inkl. USB, nämlich ein Sequencer mit Pianorollendarstellung in sehr kompakter Form.

Wer schon immer ohne Computer arbeiten will, das Gerät auch mitnehmen und sogar unterwegs ein paar Sequenzen bauen will, könnte das mit dem Circlefade CF1 tun. Der ist gerade mal so groß wie ein Gameboy und sieht auch aus wie ein Gamepod mit Display. Er hat einen klassischen Pianorollen-Editor.

Circlefade CF1 – Work in Progress

Aktuell ist das Gerät noch nicht fertig, sondern in der Entwicklung. Es ist die Zeit, in der man noch Feedback geben kann. Es ist allerdings bemerkenswert, dass man in dem kleinen Gerät auch 12 Ausgänge für analoge Steuerspannung findet, die man als Gate, CV, Anschlagdynamik oder als LFO verwenden kann.

Zusätzlich gibt es einen Song-Mode zum Arrangieren. Der Screen ist touchfähig, man braucht also nicht unbedingt ein iPad dazu. Jedenfalls gibt es auch noch Arpeggiatoren und Skalierhilfen und die Auflösung ist mit 1/128 im brauchbaren Rahmen. Interessant sind noch Ratcheting und eine KI für Sequenzen(er)findung.

Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht fest. Sicher scheint, dass es eher um Arrangement als um Performance oder Live-Spiel geht, jedoch ist es nicht ausgeschlossen. Als Vorteil kann man schon nennen, dass die Patterns keine Grenze haben, wie das bei einigen rückständigeren Konzepten noch der Fall ist. Auch bei den Grooveboxen ist diese Grenze bei ernstzunehmenden neueren Konzepten verschwunden, wie es sich gehört. Mögen die aktuellen Angebote diesem Beispiel folgen.

Infos

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Moby verkauft seine große Drummachine-Sammlung …

Moby DrummachinesMoby Drummachines

… für einen guten Zweck, wie es so schön heißt. Moby ist ein konsequenter und entschiedener Mensch. Seine Sammlung wurde einige Zeit in der Blogosphäre herumgezeigt, jetzt ist Zeit zu handeln.

Eine Schrankwand voll mit klassischen Klopfern aller Zeiten und Richtungen, aber natürlich alte Zeiten. Das war eine Sammlung, die in diversen Videos auch zu sehen ist. Nun steht sie auf Reverb zum Verkauf ab 11. Oktober, also heute.

Moby bezeichnet sich als etwas besessen, was den Besitz von Drummachines angeht.

The Physicians Committee for Responsible Medicine heißt die Vereinigung an die der Erlös gehen soll. Das Ganze ist also eine Herzensangelegenheit und keine Not. Verkauft werden Synths und Platten.. Moby’s letztes Album ist Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt vom März dieses Jahres.

Moby verkauft seine Drumcomputer

Die Vereinigung setzt sich auch für Dinge ein wie weniger oder möglichst keine Versuche an Tieren für Kosmetik, vernünftiges Essen für Krankenhäuser bis hin zur ethischen Forschung. Es geht ganz offensichtlich um mehr Menschlichkeit in der Medizin als eine Art Lobbygruppe im positiven Sinne. Es gibt ausreichend Information auf deren Site.

Der Nerd will vermutlich eher wissen, was man so kaufen kann. In kürzeren Worten ist das alles, von Rhythm Ace bis TR-909. Es wird schlicht und einfach alles verkauft, was interessant ist, inkl. DJs können Platten kaufen. Wer die Sachlage kennt, dürfte wissen, dass einige Maschinen ziemlich gute Preise erzielen werden. Andere sind vielleicht wieder so speziell oder älter, dass sie nicht ganz so viele Interessenten haben. Aber es wird eine nennenswerte Summe sein, die die Aktion generieren wird.

Viel Glück, Moby! Und an dich – Viel Spaß beim Finden und Kaufen, falls du dich als Käufer betätigen willst oder die Aktion gut findest – das wäre auch ein Support.

Info

  • Preview the sale here.

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Max Matthews neue Synthese in ein Modul gegossen – QuBit Scanned

qubit scannedqubit scanned

Neue Synthese, danach suchen doch eigentlich alle. Subtraktiv ist langweilig, additiv kennen wir ja auch schon und Physical Modeling erstmal, allet öde, wa? Also die Innovation kommt in Form eines Eurorackmoduls: QuBit Scanned.

So etwas kann sich der brave Bürger ins Eigenrack schrauben. Das Modul bietet eine Reihe spezieller Parameter, aber auch eine Schwingungsform-Wahl, die stufenlos von Sinus bis Sägezahn reicht. Ungewöhnliche Begriffe heißen Steifheit, Dämpfung und Update Rate sowie Stärke. Außerdem gibt es einen Masse- sowie einen Center-Knopf. Der Auslöser dazu heißt „Excite!“ und all diese Dinge inklusive „Inject“ findet man als Buchsen wieder.

QuBit Scanned – neue Synthese fürs Eurorack

Die Idee und Grundlage dreht sich um eine Saite, die im Raum schwebt. Daher auch die Steifheit und Dämpfungs-Bezeichnung. Das riecht ein bisschen nach Physical Modeling. Wie bewegt sich nun die Saite? Das ist das Basis für die Synthese und dazu gibt es einfach noch eine Art von Berechungsgeschwindigkeit, die man herunterregeln kann und man erhält dann LoFi-Artefakte. Intern werden offenbar Wavetables berechnet anstatt einer Emulation. Das ist anders als bei klassischer Modeling-Synthese. Die VCO-Schwingungsformen werden generell vom virtuellen Hammer angeschlagen und sind daher auch nicht dasselbe wie in einem VCO. Denn sie werden als Anreger in die richtige Form vermorpht™ und dann losgelassen und wie schon erwähnt in Wavetables gewandelt. Daher wird „Excite“ verwendet, denn es ist eine Anregung der Saite, die am Ende die Klangveränderung auslöst. Daher rührt auch der Parametername „Stärke“.

Die Wavetable-Erzeugung kann freilaufend oder getriggert sein. Diese Stimme braucht keine Filter oder VCAs, da die Synthese bereits mit Ausklang in sich selbst geschlossen sinnvoll und ausreichend ist. Der Inject-Eingang ist für CV-Tonhöhe gedacht, der Excite-Knopf ist faktisch für Gate-Signale ein sinnvoller Empfänger.

Das Ergebnis ist trotz allem nicht zu sehr Saiten-haft, sondern wegen der Wavetable-Zwischenstufe eher „Synthesizer“-artig. Man sollte also eher Noises und Flächen erwarten als täuschend echte „Saiten-Simulationen“.

349,– US-Dollar kostet die Reise in diese andere, aber auch nicht total fremde Welt. Die Frontplatte kann in silber oder schwarz bestellt werden.

Infos

  • Die offizielle Qu-Bit Scanned Webpage.

Video

Moog One – so klingt der Luxus-Synthesizer

moog one oszillator displaymoog one oszillator display

Es gibt Sounds! Der Moog One wurde zwar immer noch nicht offiziell veröffentlicht, aber das heißt ja nicht, dass man dem polyphonen Analogsynthesizer mit Memorymoog-Optik nicht schon ein paar Klänge entlocken kann. Endlich mal mehr als nur das Datenblatt und ein paar Fotos.

Klanglich würde ich es bei Retro-Speziell einordnen. Das ist gut so. Man lässt ein paar (ziemlich) bekannte „Nasen“ in einem Video mit 60er-Optik erscheinen. Und es geht weiter – man sieht Herrn Sakamoto lächeln, Frau Ciani und es gibt Demos.

Der erste Eindruck klingt voll, flächig und rund. Nicht zu „fett“ für ein polyphones Instrument – die ewige Befürchtung der Nerds. Der Spot erinnert an Apple Spots, nur mit Vintage-Filter für die Patina und diverse Spieler legen Hand an das Instrument. Wobei ein Synthesizer immer sinnlicher als ein Telefon sein wird.

Und ja, es ist so sinnlich, dass es schon ein wenig esoterisch erscheint. Es ist für Fans, für die, die Lust haben. Es geht nicht um Features, da diese reich an der Zahl sind und man das bereits weis. Daher einfach mal verschiedene Musiker einladen und spielen lassen. Wir sind selbst gespannt, wie ihr das findet, wie ihr den Moog One einordnet. Die Sounds hier sind fast ein bisschen konservativ. Aber der Beginn ist ein bisschen avantgardistisch. Eine doch eher amerikanische Sprache, die hier gesprochen wird.

Aber der Sound wandert von lustig-beschwingt-10-Pfennig-esque bis schwer-flächig. Was löblich ist, dass offenbar keine Effekte im Einsatz sind außer jenem Eventide, der eingebaut ist. Die Message ist – hier habt ihr etwas Wertiges, etwas zum anfassen, etwas Analoges.

Sounds

Videos

Koma Dual Discrete VCA – Man kann nie genug davon kriegen, in dieser Qualität …

Koma Dual Discrete VCAKoma Dual Discrete VCA

VCAs sind immer zu wenig im Modulsystem. Wieso? Weil man sie braucht, um Dinge zu steuern, die keine Steuerungsmöglichkeit haben oder keine CV-Eingänge. So ist meist die Hüllkurvenintensität aufs Filter nicht vorhanden oder FM-Stärke. Der Koma Dual Discrete VCA macht das für dich.

Zunächst einmal die Erklärung, dass diskret einfach nur bedeutet, dass es keine fertigen Chips gibt wie Curtis oder andere Derivate. Es sind nur Transistoren, Kondensatoren und Widerstände erlaubt, „einfache Bauteile aus einfachem Hause“.

Koma Dual Discrete VCA für Eurorack

Das Eurorack-Modul  hat jeweils zwei Eingänge für Audiosignale und zwei weitere für die Spannungs-Steuerung. Das Besondere ist, dass für die Charakteristik ein stufenloser Knopf zuständig ist. Von linearer bis schnappender exponentieller Verlaufsform kann man das Modul fließend und pro VCA einstellen. Das ist gut. Die besseren Module haben einen Schalter, die öderen haben nicht einmal das.

Der Vorführer ist unfassbar glücklich und sagt „Noise by Choice“ – was so viel heißt, dass das Rauschverhalten gut ist. Dazu gibt es im Video eine kleine Stelle, in der man die Koma-Fabrik sehen kann. Und das ist auch nicht uninteressant, daher unbedingt kurz vor 2:00 hereinschauen.

Bei kurz vor 4:00 gibt es auch eine kleine Demo des Gesagten, von normalen Sequencer-Sounds bis zu angezerrten Sounds geht offenbar alles mit dem VCA. Koma stellt übrigens alles in Berlin her, der Firmensitz ist trotz des Niederländischen Backgrounds von Wouter hier in Deutschland.

Das Modul kostet 199,– Euro und ist auch bereits erhältlich. Es gibt auch noch ein Strom-System, das man sich mal anschauen kann. Für einen VCA ist das an sich nicht günstig, weshalb man auch von den besonderen Features, der diskreten Bauweise und dem besonderen Verhalten mit wenig Rauschen und „Noise by Choice“ spricht. Koma hat eine eher kleine Auswahl von Modulen und ist eher auf besondere Geräte spezialisiert. In diesem Sinne – Neukölle Alaaf!

Infos

Komas Produkte wie das Field Kit und den aufwendigen Komplex Sequencer aber natürlich auch das neue VCA Modul findet man hier

Video

Save 15% OFF Sample Logic with James Sizemore – From Virtual Instrument to Orchestra

Sample Logic James Sizemore Morphestra 2Sample Logic has published a video in which composer James Sizemore talks about the making of his album Framworks and the Morphestra 2 virtual instrument library. Morphestra 2 features a collection of 5,000+ morphed cinematic instruments and multis derived entirely from true orchestral recordings. Composer James Sizemore has worked on films ranging from Oscar winning […]